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Ichnusa

Für den heutigen Biertest verschlägt es mich auf die italienische Mittelmeerinsel Sardinien. Die größte und traditionsreichste Biermarke der Insel ist das Birra Ichnusa. Die dazugehörige Brauerei wurde im Jahre 1912 in Cagliari gegründet. Im Jahre 1963 wurde beschlossen, den alten Produktionsstandort aufzugeben und stattdessen eine neue, hochmoderne Braustätte in Assemini, einem Vorort von Cagliari, zu errichten. Im Jahre 1986 wurde die Brauerei von Heineken übernommen und ist bis heute ein Teil des Konzerns geblieben. Das klassische Lagerbier Ichnusa ist auch heute noch das meistverkaufte Bier der Brauerei, wobei sich sein Name vom griechischen Wort für Sardinien ableitet. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch des Bieres ist sehr neutral und nur ganz leicht brotig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, welches im ersten Eindruck auch eher nichtssagend ist. Es ist aber ordentlich prickelnd. Igendwie hat es aber auch einen leicht metallischen Beigeschmack. Die sehr hohe Kohlensäure ist aber bestimmend und macht es bei guter Trinktemperatur zu einem sehr erfrischenden Trinkgenuss.

Zum Fazit: Ein überaus erfrischendes Bier, das sich aber ansonsten auch nahtlos in eine Reihe vieler nichtssagender Lagerbiere einreiht. So gibt es von mir für dieses Bier 2 Sterne.

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Houppe Jambes

Jambes oder Jambes en l’air, auf deutsch Biene oder Biene in der Luft, nennt sich mein nächstes Testbier, welches aus Belgien stammt. Doch Honig ist darin nicht enthalten, darum verwundert der Name schon etwas. Die Brasserie Houppe ist eine noch recht junge Brauerei, wurde sie doch erst im Jahre 2013 gegründet. Sie befindet sich jedoch an einem historischen Ort, bezog sie doch im Jahre 2015 die Gebäude der ehemaligen Balon-Perin Brauerei, deren Geschichte bis ins Jahre 1812 zurückreicht. Lokalisiert ist sie dabei in Namur, einer Stadt in der Provinz Wallonien. Das Jambes kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8% und ist stilistisch ein Lagerbier.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat sehr würzige Noten, die etwas an Salz erinnern. aber auch Zitrone und Orange, wobei hier eher das säuerliche durchkommt. Dazu noch Koriander oderandere Kräuter. Dazu kommt eine leichte Getreidenote.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist hingegen doch sehr fruchtig vor allem im Antrunk. aber auch im Abgang hat man durchaus Noten, die an tropische Früchte erinnern. Hier fällt mir vor allem Kiwi Maracuja und Litschi ein. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr erfrischendes Bier, das aber doch ein bisschen an Profil verliert und etwas nichtssagend wird. Es hat nicht mehr so viel fruchtige Aromen, bleibt dabei aber dennoch spritzig.

Zum Fazit: Schade, wenn es seine Fruchtaromatik, die mir am Anfang entgegenkommt hätte halten können, würde ich fast die volle Punktzahl vergeben. So gibt es leider etwas Abzug und so gebe ich nur 4 Sterne. Dennoch ein sehr gutes Bier.

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Bellheimer Hell

Ein Helles aus der Pfalz? Auch das gibt es. Mittlerweile hat das untergärige Lagerbier aus Bayern seinen Siegeszug über die ganze Republik angetretetn und ist nun auch in den hintersten Winkeln des Landes angekommen, auch wenn man bedenken muss, das die Pfalz früher ein Teil Bayerns war. So macht dieser Umstand ein Helles aus Bellheim vielleicht doch gar nicht mehr so ungewöhnlich. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen keinen besonderen Schaum

Zum Geruch: Eine ganz leichte Malzsüße habe ich in der Nase, ansonsten ist das Bier eher nichtssagend im Geruch.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck hat man eine gewisse Malzsüße die etwas cerealiges hat und leicht an Müsli erinnert. Es handelt sich um ganz feine, leicht süße Malznoten. Das Bier ist im Grundgeschmack zwar süßlich, aber durch die gute Hopfennoten und die Kohelnsäure ist es angenehm spritzig und nicht nicht zu aufdringlich und hat am Gaumen auch eine gewisse Würze.

Zum Fazit: Vielleicht steckt in diesem Hellen, doch etwas von der bayerischen Vergangenheit der Pfalz. Zwar hat es nicht die typische Honigsüße der bayerischen Versionen. Es handelt sich aber um ein spritzigs, sehr bekömmliches Bier. Ich gebe ihm 4 Sterne.

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Viechtacher Watschnbaam

In den bayerischen Wald führt mich heute mein nächster Biertest. Aus dieser Region hatte ich bisher allgemein noch recht wenige Biere im Test, da sie doch ein ganzes Stück von meiner Heimat entfernt liegt. Dementsprechend ist es heute auch das erste Bier der Genossenschaftsbrauerei Viechtach, das es hier in den Blog geschafft hat. Gebraut wird in Viechtach schon lange und so blickt man in dort auf eine Jahrhunderte alte Brautradition zurück. Die Genossenschaftsbrauerei selbst wurde allerdings erst im Jahre 1922 gegründet, als sich 8 Kommunbrauer und 4 Wirte zusammenschlossen. Das Watschnbaam, ein untergäriges Spezialbier mit Kalthopfung der Sorte Relax der BarthHaas Group kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein Bier, welches sehr fruchtig riecht und durchaus auch eine obstige Komponente mitbringt. Es hat vor allem etwas von Äpfel und Birnen sowie Zitrusnoten wie ich finde.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem etwas bitteren Abgang, der aber auch fruchtige Nuance mit sich bringt. Dieser Abgang ist zusätzlich etwas herb aromatisch mit guten Zitrusnoten, bei denen im Nachgang auch ganz leichte Fruchtaromen hinzukommen. Limette und Zitrus sind hier aber am präsentesten, aber nicht so, das den Geschmack absolut dominieren würden. Dazu hat man einen eher leichten Malzkörper und dementsprechend nur ganz leichte getreidige Nuancen.

Zum Fazit: Ein ganz solides Bier mit schöner Fruchtigkeit, aber im Gesamtgeschmack eher etwas zurückhaltend. Ein fruchtig leichtes Sommerbier würde ich sagen, das vor allem an heißen Tagen sehr erfrischen kann. Von mit gibt es hierfür 3 Sterne.

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Haller Löwenbräu Mohrenköpfle

Das Mohrenköpfle ist der Spitzname des Schwäbisch-Hällischen Landschweins, den es wegen seiner schwarzen Kopffärbung von der einheimischen Bevölkerung bekommen hat. Ihm zu Ehren, hat die Löwenbrauerei aus Schwäbisch Hall ein Bier gleichen Namens auf den Markt gebracht. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 5,4%.

Zur Optik: Ein rötlich bis kupferfarbenes, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist so naja im Grunde genommen aber in Ordnung.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht röstig angehauchtes Bier. Es hat ein sehr schönes brotiges Aroma.

Zum Geschmack: Auch hier ein zeigt sich ein röstiges Bier, welches zwar frisch, aber auch mit ein wenig prickelnden Nuancen versehen ist. Man schmeckt leicht beerige Noten sowie eine gute Portion Karamell. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man eine gute Mischung aus etwas herben und getreidigen Noten. Immer wieder ist dieses leicht röstige bis karamellige auffällig.

Zum Fazit. Ein sehr gut zu trinkendes Bier, das vor allem durch schöne Karamellnoten überzeugt. Dazu hat es eine vortreffliche Röstaromatik. Lediglich die Würze durch den Hopfen geht ihm fast komplett abhanden. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Herbsthäuser Helles

Aus Herbsthausen, einem zu Bad Mergentheim gehörenden Dorf in Nord BW ist mein nächstes Testbier. Sortentechnisch handelt es sich um ein klassisches Helles Lagerbier. Wie schon einige Bier aus dem Sortiment von Herbsthäuser zuvor wird nun auch dieses Bier von mir verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Auf der einen Seite hat man hier einen guten brotigen Duft. Dazu ist es leicht fruchtig mit Birne und diesen süßlichen Eindruck von Plätzchenteig.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier mit einem süßmalzigen Körper, der sich hier im Mund festsetzt und den ich vor allem auf der rechten hinteren Zungenseite wahrnehme. Die Süße ist aber sehr gut ausbalanciert und das weiche Brauwasser nimmt dem so ein bisschen die Süße. Durch die leicht feinmilde Kohlensäuredosierung wird das Bier zusätzlich eine sehr Runde und süffige Angelegenheit. Der Hopfen setzt auch hier und da einmal ein paar bittere Akzente, damit es nicht zu sehr ins wässrige verläuft.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Helles, welches sehr sehr süffig ist. Es hat eine wunderbare Malzsüße, die sich auch schön im Mundraum festsetzt. Dazu prickelt es ganz gut. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Cerveza Pilsener

Die Reise zu meinem nächsten Biertest führt mich um die halbe Erdkugel nach Südamerika. Es geht unmittelbar an den Äquator nach Ecuador. Das beliebteste Bier des kleinen Andenstaats, das Cerveza Pilsener wird heute von mir verkostet werden. Die Cerveceria Nacional mit ihrem Hauptsitz in der Küstenstadt Guayaquil ist die Brauerei, beziehungsweise der Konzern der hinter dem Bier steckt. Die Cerveceria Nacional ihrerseits, ist wiederum ein Teil von AB InBev, dem größten Braukonzern der Welt. Bier der Marke Pilsener gibt es bereits seit dem Jahre 1913, als die 1887 gegründete Brauerei es erstmalig ausschenkte. Ein Besonderer Dank fürs Besorgen des Bieres geht wieder einmal an meinen treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Man hat einen durchaus ordentlichen Schaum, der aber nicht so üppig ausfällt.

Zum Geruch: Ein nur ganz leicht getreidiges, ansonsten geruchsneutrales Bier, das ich hier habe.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier, das sich mit einem gewissen Malzkörper zeigt. Der Gesamtgeschmack ist aber dennoch überschaubar und sagt nich so viel aus. Dennoch ist es aber nicht ganz wässrig. Man hat ein Bier, das durchaus Geschmack hat gerade im Antrunk und im Nachgang bleibt auch leicht etwas malziges am Gaumen hängen. Im gesamt Eindruck ist das Bier aber doch eher nichtssagend und schwerfällig.

Zum Fazit: Ich habe ein Bier, das wirklich sehr langweilig ist und fast nach nichts schmeckt. So gibt es für das Bier auch nur 2 Sterne, da es wenigstens keine Fehlaromen hat.

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Böhringer Helles

Wie so viele andere Brauereien auch, hat die Böhringer Brauerei von der schwäbischen Alb jetzt ein Helles im Sortiment und folgt damit dem aktuellen Trend zu dieser Biersorte. Dieses hat es nun in meinen Test geschafft und wird jetzt verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum

Zum Geruch. Ein wirklich sehr geruchsneutrales Bier, ohne das spezielle Aromen in die Nase gelangen.

Zum Geschmack: Ein Bier, bei dem im ersten Eindruck sofort auffällt, das es sehr sehr prickelnd ist und am Gaumen auch eine gewisse Hopfenbittere aufkommen lässt. Es zeigt sich als ein unkonventionelles Bier mit einem leicht süßlichen Einstieg. Sprich es ist kein glatt gebrautes Bier, wie viele Helle, der bekannten Standartmarken. Insgesamt muss man aber auch sagen, das es eher eine leichtes Bier mit wenig geschmacklicher Explosion ist. Dennoch ist es aber süffig und gut zu trinken, da die Kohlensäure wirklich sehr präsent ist. Fast schon etwas zu sehr zieht sich die prickelnde Kohlensäue durch den Trinkgenuss und lässt auch gegen Ende nicht wirklich nach.

Zum Fazit: Dieses Helle ist wahrlich keine Geschmacksexplosion, dennoch hat es etwas würziges an sich, dass es von anderen Hellen abhebt. Der Körper ist dafür aber sehr leicht. Durch die Kohlensäure ist es zudem sehr süffig und für mich reicht das für 4 Sterne.

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Schlossbrauerei Au Hallertauer Mandarina

Aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt kommt mein nächstes Testbier. Es handelt sich um ein Bier der Schlossbrauerei Au, die es schon mit dem ein oder anderen Gebräu in meinen Blog geschafft hat. Neben klassischen Sorten hat man hier durchaus auch die ein oder andere Spezialität im Sortiment. So ist auch mein heutiges Testobjekt, das Mandarina eine solche. Gebraut wurde es als klassisches Lagerbier, jedoch mit dem speziell in der Hallertau angebauten Aromahopfen Mandarina Bavaria verfeinert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat eine mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr grasiges und leicht florales Aroma hat man hier in der Nase. Dazu eine leichte Orange und Mandarine.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ein sehr leichtes und vom Körper her eher getreidiges, leicht hefiges Bier. Man hat aber auch sehr grasige und florale Noten. Die Mandarinennoten kommen nur spärlich durch. Es kommt auch im weiteren Trinkverlauf zwar ein fruchtiges Mundgefühl durch, aber man kann jetzt nicht explizit fruchtige Noten erkennen, schon gar nicht Mandarine. Ich bleibe dabei, das es eher ins grasige geht. Man merkt aber das der Hopfen relativ frisch ist. Dazu ist es nur leicht bitter. Insgesamt ergänzt sich das Ganze aber sehr gut mit dem Malz.

Zum Fazit: Ein wirklich solides Bier, jedoch hätte ich mir noch mehr Mandarine und Obstigkeit erwartet. Es ist ein grundsolides gut trinkbares Bier, aber ich bin wie gesagt aufgrund meiner Erwartungen etwas enttäuscht. So gibt es von mir nur 3 Sterne.

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Rittmayer 1422

Ein Bier wie früher, das soll das 1422 der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf verkörpern. In diesem Jahre wurde der Familie Rittmayer vom Markgrafen Friedrich IV von Kulmbach das Braurecht verliehen. Genau so lange ist die Familie inzwischen auch für die Geschicke des fränkischen Brauhauses und leitet dieses bis zum heutigen Tage. Zum 600 jährigen Bestehen vor 2 Jahren wurde mit meinem heutigen Testbier, dem 1422 ein neues Bier vorgestellt, das wie erwähnt den Geschmack der langen Brautradition einfangen soll. Dieses naturtrübe Lagerbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein getreidig keksiges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein sehr schönes Bier mit einer getreidigen Note, die etwas keksig daherkommt. Insgesamt wirkt es sehr vollmundig und leicht würzig. Ich hab ein Bier, das vor allem aus dieser keksigen, bisquitartigen Note besteht, die sich in einen süßmalzigen Kontext einbindet. Mir ist es fast schon etwas zu süßlich, da etwas der Hopfen fehlt. Auch die Kohlensäure könnte noch mehr sein und es so noch etwas süffiger machen.

Zum Fazit: Ein sehr vollmundiges Bier, dem es aber etwas an Hopfen und Kohlensäure fehlt. Dennoch ist es einigermaßen süffig. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.