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Albani Giraf Gold

Odense die Heimatstadt von Hans Christian Andersen und Haupstadt der dänischen Insel Fünen ist das Setting meines heutigen Biertests. In der Stadt befindet sich nämlich die 1859 gegründete Albani Brauerei. Gegründet wurde die Brauerei vom Apotheker Ludvig Theodor Schiotz, der die Brauerei zusammen mit zwei weiteren Geschäftsmännern auf Initiative seines Freundes Gustav Lotze plante und eröffnete. Bis 1889 war Schiotz der mächtige Mann der Brauerei und stand dieser als erster Direktor vor. Durch zahlreiche Übernahmen von anderen Brauereien, vor allem auf der Insel Fünen wuchs die Brauerei zunächst zu eine der größten der Insel und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch des gesamten dänischen Königreichs. Im Jahr 2000 wurde die Brauerei aber schließlich selbst übernommen und Teil von Royal Unibrew, der nach Carlsberg zweitgrößten Brauereigruppe Dänemarks.

Die Geschichte des ungewöhnlichen Namens meines heutigen Testbiers, dem Giraf Gold hängt tatsächlich mit einer real existierenden Giraffe zusammen, nämlich mit einer Griffe namens Kalle, welche in der Mitte des 20 Jahrhunderts im Zoo in Odense lebte und das damalige Werbegesicht der Brauerei war. Nach deren Tod im Jahre 1962 sollte ein Nachfolger für den Odenser Zoo gefunden werden. Da dieser jedoch nicht über die dafür notwendigen finanziellen Mittel verfügte wurde von der Albanai Brauerei das Giraf Bier auf den Markt gebracht, mit deren Erlös sich der Zoo nicht nur eine sondern sogar 2 neue Giraffen anschaffen konnte. Aufgrund seiner Beliebtheit blieb das Bier im Sortiment und ist seither eines der bekanntesten Sorten aus dem Hause Albani. Auch gab es seither verschiedenste Versionen dieses Bieres, wobei ich heut das klassische Giraf Gold, ein etwas stärkeres Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,6% verkosten werde.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiger Geruch, ansonsten ist es eher mild.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einem kräftigen malzigen Körper hat. Im Abgang ist es aber auch etwas wässrig. Das Bier zeichnet sich vor allem durch eine ausgeprägte Malzsüße aus, die mir persönlich aber etwas zu süß ist. Ich vermisse hier etwas den Hopfen. Gegen Ende wird die Malzsüße auch wirklich etwas penetranter und der Wunsch nach etwas ausgleichendem Hopfen ungemein stärker. Das Malz schmeckt auch ein wenig nach Mais bzw. weißt Noten auf die eher in auf die Verwendung von Malzextrakt hindeuten bzw. den Geschmack etwas chemisch/ künstlich wirken lassen. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert, sodass das Bier eine gewisse Süffigkeit aufweist

Zum Fazit: Ein malziges, voluminöses und damit mir persönlich auch zu Süßes Bier. Hopfen schmeckt man eigentlich gar nicht und insgesamt wirkt der Geschmack gerade im Nachgang etwas zu chemisch/künstlich. Hat früher, als es darum ging eine neue Giraffe anzuschaffen sicherlich besser geschmeckt. Von mir gibt es 2 Sterne.

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Greif Vollbier Hell

Natürlich mache ich auch im neuen Jahr mit meinen Biertests in gewohnter Qualität weiter. Auch mein Podcast Projekt “ Ausgedacht und Nachgetrunken“ werde ich weiterführen und um neue Ideen ergänzen. Da das neue Jahr jedoch auch die Zeit für Veränderung und die ein oder andere Neuheit bietet soll das erste Bier des Jahre ein Bier sein, welches noch nicht so lange am Markt ist, eine Neuheit also. Anlässlich des 175 jährigen Jubiläums hat die Forchheimer Brauerei Greif nämlich ein Helles in einer Retro Version heraus gebracht, das sowohl optisch als auch geschmacklich an jenes aus den 60er und 70er Jahren erinnern soll. Geschmacklich soll es sich durch seine mildere Hopfung im Vergleich zum normalen Hellen von Greif unterscheiden. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit ordentlichem weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas getreidig, aber auch leicht hopfig.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr lebendig, aber auch etwas hopfig. Der Nachgang ist dennoch eher mild. Eine gewisse Hopfenwürze am Gaumen ist aber nicht zu leugnen. Im Körper ist das Bier sehr schlank überzeugt mich aber vor allem durch sein dezentes Hopfenaroma welches am Gaumen anklingt. Das Bier ist süffig könnte aber noch spritziger sein, Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein würzig frisches Helles mit durchaus ausgeprägter Hopfennote am Gaumen die mich überzeugt. Malzsüße kommt nur ganz leicht im Geschmack heraus und ist hier eher zurückhaltend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein doch eher mildes, aber keineswegs geschmackloses Helles. Ich finde dennoch das geschmacklich vor allem eine leichte Hopfenwürze heraussticht und es so durchaus deutlich mildere Helle gibt. Vor allem das Malz hält sich geschmacklich zurück und sorgt für ein schlankes und süffiges Bier. Wie sich das Bier im vergleich zum normalen Hellen verhält kann ich jetzt so spontan nicht sagen, jedoch werde ich das zu gegebener Zeit nachtragen, wenn ich wieder einmal in den Genuss dieses Bieres kommen sollte.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Freunden des Bierblogs ein frohes neues Jahr 2026 auf das es noch viele lecker Bierchen geben wird. Prost!

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Warka Classic

Obwohl die Geschichte der Brauerei Warka verhältnismäßig recht jung ist, reicht die Brautradition der mittelpolnischen Stadt zurück bis ins 15. Jahrhundert. Seit dem Spätmittelalter war die Stadt weithin bekannt für ihr Bier und ihre Brautradition und beherbergte bis zu 30 Braustätten. Selbst an die Tafel des Herzogs von Masowien schaffte es das berühmte Bier aus Warka. Über die Jahrhunderte verlor sich aber die Spur des Bieres aus Warka und erst Mitte des 20. Jahrhunderts im Jahre 1968 entschloss man sich, die Brautradition in Warka wieder aufleben zu lassen. Daraufhin wurde in der Stadt 1973/74 eine der modernsten Brauanlagen Europas in Betrieb genommen. Nach der Privatisierung Anfang der 1990er Jahre gehören Brauerei und Biermarke seit 1999 zum Heineken Konzern. Innerhalb dessen bildet sie zusammen mit anderen polnischen Brauereien die Zywiec-Gruppe. Das klassische Warka Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Getreidig, aber auch leicht alkoholisch riecht es.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges Bier, das im Abgang aber auch leicht bitter wirkt. Ich werde den etwas alkoholischen Geschmack nicht unbedingt los. Der Körper des Bieres ist aber durchaus präsent. Insgesamt verfügt das Bier über eine sehr lebendige Kohlensäure und hat einen leicht süßlichen, etwas bitteren Abgang. Es ist durchaus süffig, aber der Hopfen bzw. die Bittere ist im Abgang etwas übergriffig. Den Abgang des Bieres empfinde ich als etwas unpassend bitter und auch die Kohlensäure die doch sehr sehr präsent ist ist etwas störend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ganz solide, schmeckt bisweilen aber etwas alkoholisch/metallisch in der Hopfung und die Kohlensäure ist schon sehr ausgeprägt.

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Hummel Märzen

Neben der Brauerei Wagner gibt es in Merkendorf auch noch die Brauerei Hummel. Auch von dieser habe ich im Blog schon das ein oder andere Bier vorgestellt. Mit dem Märzen folgt nun ein weiteres aus dem sehr umfangreichen Sortiment, welches sowohl eine breite Auswahl ganzjähriger Bierspezialitäten als auch einige saisonale Klassiker aufweist, sodass für jeden Geschmack ein passendes Bier im Portfolio ist und man das ganze Jahr über abwechselnde Bierspezialitäten genießen kann. Das Märzen kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen brotigen, durchaus gerteidigen Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt auf mich sehr süffig und hat einen eher brotigen Charakter. Die Kohlensäure ist eher moderat dosiert. Es ist ein im Körper ein durchaus kräftges Bier, dass im Abgang dennoch auch eine gewisse Würze hat. Insgesamt ist es ein sehr süffiges und getreidiges, als auch würziges Bier, das mir aber dennoch im Abgang ein wenig zu brotig erscheint. Vor allem im nachgan legt sich dieser Geschmack ein wenig zu penetrant um den Gaumen. Das Bier wirkt zwar irgendwie schwer, aber dennoch macht es die Kohelsnöure einigermaßen süffig, auch wenn es im Abgang ein kleines bisschen alkoholisch wirkt.

Zum Fazit: Trotz kleiner Schwächen handelt es sich auch bei diesem Bier aus Merkendorf um ein wirklich gutes und süffiges Bier. Mir ist das eine Wertung von 4 Sternen wert.

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Wagner Kupferstich

In Oberfranken gibt es mehrere Brauereien mit dem Namen Wagner. Von gleich zweien habe ich hier im Blog auch schon mehrere Biere vorgestellt, nämlich den Wagner Bräus aus Kemmern und Merkendorf. Von jener aus Merkendorf habe ich nun längerer Zeit wieder ein Bier im Test. Dieses Mal soll er sich dabei um das Rotbier drehen, das auf den schönen Namen Kupferstich hört. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, orangenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr brotig in der Nase und ist durchaus auch karamellig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass ich als durchaus röstig-würzig beschreiben würde, mit einem karamellig röstigen Abgang. Insgesamt hat das Bier einen schlanken Körper und zeichnet sich vor allem durch einen kernigen, hopfig-röstigen Abgang aus. Aber auch etwas leicht beeriges macht sich breit. Im Nachgang hat man dieses milchig röstige was bei Rotbieren typisch ist. Auch im weiteren trinkverlauf ist es ein im Körper durchaus ein eher schlankes Bier, das aber auch etwas röstig ist und gut herb im Abgang.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein gutes Rotbier, dass insgesamt aber eher ein wenig leichter ist und geschmacklich nicht ganz so komplex wie ähnliche Biere. Das muss es aber auch gar nicht sein, denn ich finde es auch so recht lecker.

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Freudenberger Hell

Wenn man nun im Dezember auf das Jahr zurückblickt, so war auch in Sachen Bier einiges los in diesem Jahr. Gleich zu Beginn wurde die Bierwelt durch die angekündigte Schließung der Brauerei Märkl in Freudenberg in der Oberpfalz erschüttert. Viele konnten dies nicht glauben, hatte deren Biere doch einen hervorragende Ruf und gewannen in regelmäßigen Abständen Auszeichnungen bei Wettbewerben. Mitte des Jahres lief aber tatsächlich die letzte Kiste Freudenberger Bier vom Band und mit diesem Test blicke ich nun noch einmal auf über 500 Jahre Brautradition zurück. Das beliebteste Bier aus Freudenberg war definitiv das Helle und um dieses dreht sich auch der nun folgende Beitrag. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie ich finde schon durchaus fruchtiger Geruch mit auch etwas Honig in der Nase. Es erinnert an Apfel aber auch etwas an Melone.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier mit auch hier leicht fruchtiger Note im Abgang. Insgesamt wirkt das Bier sehr spritzig durch die Kohlensäure. Im Abgang ist es durchaus auch hopfig, wobei das hopfige auch etwas ins fruchtige geht. Insgesamt zeichnet das Bier einen schlanken Körper und einen durchaus eher leicht würzigen Abgang, bei dem auch etwas süßlichere Noten ab und zu durchkommen. Mir ist es vor allem im weiteren Trinkverlauf durchaus etwas zu hopfig und das Bier wirkt dann auch eher ein wenig unrund. Insgesamt ist es ein würziges Helles, dass auch eine gewisse Süße im Abgang zeigt. Im Körper hingegen ist das Bier eher schlank gehalten. Gegen Ende hängt die Süße, die auch etwas honigartges hat aber ein wenig zu sehr am Gaumen, dann tritt der Hopfen, der im Mittelteil durchaus als etwas zu viel empfunden wurde wieder etwas in den Hintergrund.

Zum Fazit: Ich schwanke hier zwischen 3 und 4 Sternen. So richtig vermag ich mich nicht festzulegen. Es ist durchaus süffig und hat auch einen etwas würzigen Charakter, aber auf der einen Seite hat man manchmal den Eindruck das es etwa szu viel Hopfen ist gegen ende ist mir dann die Süße etwas zu viel. So ist es an manchen Stellen nicht ausbalanciert genug. Dennoch ein absolut trinkbares Helles. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Simmerberg Rödler

Als nichts weniger als das beliebtestes Feierabendbier des Allgäus wird der Rödler der Aktienbrauerei aus der kleinen Ortschaft Simmerberg in der Region Allgäu-Bodensee bezeichnet. Im Landkreis Lindau gelegen befinde ich mich heut damit ganz im Süden der Republik. Woher der doch rechtungewöhnliche Name des Bieres stammt ließ sich mit ein paar Klicks auch recht schnell herausfinden.

Die Rödler waren früher nun diejenigen, die dafür verantwortlich waren, das in den Alpen gewonnene Salz an seinen Bestimmungsort zu transportieren. Da Salz früher recht teuer war, kam ihnen somit eine wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit zu. Das Bier zollt nun diesen Menschen Tribut, welche sich nach getaner Arbeit, anscheinend auch ganz gerne Mal ein Bier gegönnt haben. Nun gönne ich mich mir dieses Bier zum Feierabend, auch wenn mein Tag sicherlich nicht so anstrengend war wie der eines Rödlers. Der Alkoholgehalt des Rödlers liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentliche Schaum der aber sehr schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Ein intensiv brotiges Bier das nach Brokruste oder dunkel gebackenes Brot erinnert.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer Aromatik, die intensiv malzig ist und auch ganz leicht karamellige Noten im Abgang hervorbringt. Insgesamt ist es sehr sehr brotig in der Aromatik. und schmeckt wie ein Mischbrot. Als Bier wirkt es sehr lebendig und die Kohlensäure ist im Geschmack wirklich dominant. Am Gaumen zeigt sich eine leichte Röstaromatik und der Hopfen sorgt für eine gute Würze. Insgesamt ist es ein brotig sichliches Bier, bei dem klar das Malz den Geschmack dominiert, auch wenn es im Abgang durch eine gute Würze begleitet wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Körper kräftig ist und das Bier dadurch auch ein wenig schwer wirkt. Im Nachgang setzt sich dieser brotig süßliche Geschmack dann auch ein wenig am Gaumen fest.

Zum Fazit: Ein Bier, bei dem das getreidige klar im Vordergrund steht. Durch diese Malzsüße wirkt das Bier ein wenig schwer, wodurch es nicht ganz so süffig ist. Dennoch lässt sich eine leichte Röstaromatik nicht verbergen, die dann etwas Schwung in das Bier bringt. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Linzer Original

In Linz, der drittgrößten Stadt in Österreich gab es über dreißig Jahre kein eigenes Bier mehr, geschweigen den eine eigene Brauerei. Dies änderte sich zum Glück 2017 als die Brau Union auf Initiative von Martin Simon das Linzer Bier wieder aufleben lies, welches sich möglichst am Originalrezept von 1921 orientieren sollte. Das Linzer ist als Bier keine Neuerscheinung, sondern vielmehr das Comeback eines einst nicht nur in Linz sondern in ganz Ober- aber auch Niederösterreich weit verbreiteten und äußerst beliebten Bieres. Linzer Bier ist also eine Marke, an die sicherlich auch der ein oder andere ältere Biertrinker durchaus noch Erinnerungen hat. Der Ursprung des Linzer Bieres, auf die sich auch die Neuauflage bezieht, liegt im Jahre 1638. Richtig fahrt nahm das Linzer Bier jedoch erst im Jahre 1854 auf, als Josef Poschacher eine 1836 von Franz Lehner gegründete Brauerei übernahm. Die Poschacher Brauerei war es dann auch, die den Namen Linzer Bier große machte. Um weiter wachsen zu können, war die Brauerei 1921 Teil der Gründung der Braubank AG, einem Zusammenschluss mehrerer großer Österreichischer Brauereien, welcher als Vorläufer der heutigen BrauUnion anzusehen ist. Auch innerhalb der Stadt vereinigte man sich im Jahre 1921 mit dem Lokalkonkurrenten Linzer Aktien Brauerei, was die Geburt der Marke Linzer Bier bedeutete. 1981 kommt dann für viele überraschend das Ende der Brauerei, als die BrauUnion den Standort Linz stilllegte. Mit Schließung des Braubetriebs wurde auch die Produktion des Linzer Bieres eingestellt und die beliebte Marke verschwand. 2017 also das Comeback, seit 2022 sogar wieder mit eigener kleiner Brauerei im ehemaligen Kraftwerk der Tabakfabrik Linz. Da die Brauerei recht klein ist, werden dort nur die Spezialitätenbiere des Linzer Bieres gebraut, von denen es immer wieder Neue gibt. Das Linzer Original hingegen, wird wegen der großen Nachfrage größtenteils in der Brauerei Zipf gebraut. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Bier, das in der Nase ansonsten nicht so viel hergibt.

Zum Geschmack: Ich habe ein würziges Bier mit einem leicht herben Abgang. Es ist aber insgesamt betrachtet ein, wie ich finde, recht unspektakuläres Bier, das eine durchaus wahrnehmbare Hopfennote hat, ansonsten aber einen schlanken Körper und nicht arg viel an Geschmacksvariation bietet. Eine leichte Malzsüße hat man, diese ist aber eher dezent gehalten. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert und so ist das Bier wenigstens recht süffig.

Zum Fazit: Viel gibt es zu diesem Bier nicht zu sagen. Es ist durchaus würzig/hopfig, ich finde es im Körper aber eher leicht und vor allem das Malz ist mir doch ein wenig zu zurückhaltend im Geschmack für ein Lagerbier. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen. Man kann es durchaus trinken, es ist jetzt nicht eklig oder ungenießbar, aber auch recht unspektakulär.

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Flötzinger Weihnachtsbier

Zwar war gestern schon der erste Advent mit dem ersten Dezember beginnt aber so wirklich die Weihnachtszeit, denn dann heißt es das erste Türchen des Adventskalenders zu öffnen. Natürlich gibt es inzwischen auch einige Adventskalender mit Bier und so manch einer findet dann auch ein Weihnachtsbier. Deshalb werde ich auch heute natürlich ein Weihnachtsbier vorstellen, ganz aus dem Süden von Deutschland von der Flötzinger Brauerei aus Rosenheim. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen relativ stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßgetreidiges Bier. Es riecht sehr süßlich und hat auch etwas fruchtiges von Äpfeln und Birnen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es sehr rustikal und gar nicht so süßlich wie im Geruch angenommen. Vor allem im Abgang wird es doch auch eher herber und dieser Geschmack bleibt auch im Nachgang im Rachen. Er ist aber sehr rudimentär verteilt und haftet nicht nur am Gaumen. Das Bier wirkt so sehr würzig, da man auch den Malzkörper spürt der den Nachgang um eine feine Karamellsüße ergänzt.

Zum Fazit: Ein schon sehr würziges und hopfiges Weihnachtsbier. Mir ist das zu viel Hopfen und es wirkt auch ein bisschen unausgewogen. Mehr vom Malz und einen kräftigeren Körper würde ich mir hier schon wünschen. 3 Sterne.

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Starkenberger Gold Lager

Zum Wochenstart mache ich weiter mit meinen Biertest in Tirol. Da ja nun auch wieder die Skisaison beginnt, wird einem in dem ein oder andern Tiroler Skigebiet sicherlich auch schon ein Bier der Marke Starkenberger über den weg gelaufen sein. Eines der bekanntesten Biere der Brauerei aus Tarrenz ist das Gold Lager, das einen Alkoholgehalt von 5% hat.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat eine sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr getreidiges Bier. Vor allem gute brotige Noten kommen durch.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und mineralisches Bier. Der Nachgeschmack wirkt doch sehr eisenhaltig metallisch, vor allemd urch das harte Brauwasser. Auch im weiteren Trinkverlauf wird es würzig und eher mineralisch und nicht so getreidig süßlich. Im weiteren Trinkverlauf wird das Bier dann etwas getridiger. Es schmeckt jedoch nicht richtig frisch und wirkt insgesamt auch einfach unrund.

Zum Fazit: ich finde nicht das es sich um ein wirklich gutes Bier handelt. Es wirkt sehr unrund und mir vor allem zu metallisch. Von mir gibt es daher auch nur 2 Sterne.