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Hacklberg Bayernwald Brotzeitbier

Nun ist Passau zwar nicht wirklich weit entfernt vom bayerischen Wald, aber ob es wirklich dazugehört, ich weiß nicht so recht. Wenn man wohlwollend ist, würde man sagen, das sich Passau am dessen südwestlichem Rand befindet. Trotz dieser Diskussion braut die in Passau beheimatete Brauerei Hacklberg aber ein Bier mit dem Namen Bayernwald Brotzeitbier.

Das Bier und Brotzeit generell eine gute Kombination sind, darüber dürften sich wohl alle einig sein. Wenn es dann aber um die passende Sorte dafür geht, dürfte wohl jeder seine eigene Präferenz haben. Bei Hacklberg war man sich aber darüber wohl einig, dass das passende Bier für eine Brotzeit ein Helles Lagerbier ist und deshalb ist auch mein heutiges Testbier eben ein Bier jener Sorte. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht süßlich getreidig, aber auch etwas erdig und ledrig.

Zum Geschmack: Das Bier ist malzig und süßlich im Geschmack. Mir persönlich ist es sogar etwas zu süßlich. De Körper ist einigermaßen schlank, die Kohlensäure prickelt ganz in Ordnung, hat aber einen etwas süßlichen Abgang. Das Bier hat insgesamt einen getreidig süßlichen Geschmack und durchaus auch etwas Substanz im Körper. Es prickelt auch in Ordnung, könnte aber süffiger sein. Hopfenwürze nehme ich gar nicht wahr und so könnte am Gamen gerne noch etwas mehr Hopfenaromatik dabei sein. Vor allem hängt die Süße auch im Nachgang noch etwas unangenehm am Gaumen fest.

Zum Fazit: Ich finde das Bier insgesamt doch ein wenig lieblos. Auch die Aufmachung wirkt schon eher wie ein Nischenprodukt und nicht besonders hochwertig. Allgemein ist mir das Bier einfach auch viel zu süß. Ich gebe ihm daher nur eine Wertung von 2 Sternen.

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Streckbräu 1718

Als der Chef der Streckbräu, Axel Kochinki, ankündigte, die Brauerei in Ostheim vor der Rhön zum September 2023 schließen zu wollen, kam dies für viele sehr überraschend. Schließlich war sie im Jahre 2022 noch als Brauerei des Jahres ausgezeichnet worden. Mit Uwe Lauer von den Biermachern aus Pfungstadt fand sich aber doch noch ein Käufer für den Betrieb, so das dessen Zukunft gesichert werden konnte. Für ihn war dies gleich doppelt praktisch, war er doch nach dem Verkauf des Brauereigeländes in Pfungstadt auf der suche nach einer neuen Heimat für seine Biere. Das 1718 von Streckbräu, mein heutiges Testbier, ist ein untergäriges Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein platingoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum und ist klar filtriert.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig und karamellig in der Nase, was ich durchaus überzeugend finde.

Zum Geschmack: Ein mildwürziges Bier, das auf mich im ersten Moment sehr erfischend wirkt. Vor allem mit der leichten Malznote in Richtung Abgang. Dazu hat es einen keksigen Charakter. In Richtung Abgang hat es aber zudem eine gut verpackte Würze, die aber nicht zu bitter ist, sondern durchaus angenehm. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein würziges, im Körper kräftiges und zugleich auch erfrischendes Bier, das in den Backen über eine gute Würzigkeit verfügt.

Zum Fazit: Von mit gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein feinwürziges Exportbier, das vor allem dadurch überzeugt, das es eine gute Balance zwischen Hopfen und Malz aufweist.

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Scherdel Lager

Die Biere der Hofer Bruerei Scherdel haben mich bislang nicht wirklich überzeugt. Mit dem folgen Test wage ich mich nun an deren Lager. Ob dies nun eine Alternative zu den vielen anderen fränkischen Lagern ist wird sich zeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum, der sich aber auch schnell zusammenzieht.

Zum Geruch: Es ist geruchlich eher zurückhaltend und hat nur ganz leichte brotige Anflüge.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck hat man ein getreidiges Lagerbier mit einem etwas keksigen Abgang, sodass diese feinmalzigen Noten aber auch noch länger im Mundruam hängen bleiben. Die Kohlensäure wirkt dabei zusätzlich erfrischend. Es hat im weiteren Trinkverlauf im Abgang dazu eine noch leicht bittere Note, die aber auch etwas aromatisches hat.

Zum Fazit: Ein getreidiges, solides Lagerbier. Im vergleich zu anderen fränkischen Lagerbieren fehlt ihm aber klar der Charakter. Hier wäre etwas mehr Würze durchaus nicht fehl am Platze. Dennoch ist es ganz solide und bekommt 3 Sterne.

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Thorbräu Celtic

Das die Kelten schon Bier tranken, habe ich in einem anderen Beitrag bereits erwähnt, nämlich jenem vom Gruibinger Keltenbier. Aber auch die Augsburger Thorbrauerei hat ein Keltenbier unter dem Namen Celtic im Sortiment. Dazu ist es ausschließlich mit Biozutaten gebraut worden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein eher brotiges Aroma ist es, das man in der Nasse hat.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einem keksig getreidigen Aroma im Mund. Es hat einen durchaus präsenten Körper der sich im insgesamt malzig dominierten Bier trotz des eher geringen Alkoholgehalt einigermaßen gut behaupten kann. Insgesamt ist das alles auch ein bisschen grobschlächtige rund uriger im Geschmack. Mir ist das ganze aber insgesamt zu malzig und teigig.

Zum Fazit: Ein schon sehr uriges, sehr getreidiges Bier. Mir ist das hier aber alles ein wenig zu viel. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Schwendl Boarisch Hell

Die Brauerei Schwendl ist eine vor allem auf öbergärige Bierspezialitäten ausgelegte Brauerei, die nicht nur in Bayern für ihre teils etwas außergewöhnlichen Weißbiere bekannt ist. Jedoch kann die Brauerei auch untergärige Lagerbiere wie mein nächster Test zeigt. Ihren Sitz hat die Brauerei Schwendl im Tachertinger Ortsteil Schalchen. Dort braut die Brauerei seit 1935, als sie von Michael Therese Schwendl gegründet wurde. Das Helle vom Schwendl hat einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen recht ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: In der Nase zeigt sich das Bier leicht getreidg. Etwas Honig riecht man.

Zum Geschmack: Ein leicht getreidiger Geschmack mit dieser für ein Helles typischen Honigsüße. Das wasser wirkt etwas hart und sehr mineralisch. Im weiteren Trinkverlauf schwenkt der Geschmack doch sehr ins malzsüßliche. Es kommt eine ganz leichte Honigsüße durch. Der Hopfen ist eigentlich gar nicht präsent. Immer wieder hat man ein leicht süßliches, honigartiges Bier mit einer sehr feinen Malzstruktur. Man hat manchmal einen etwas ledrigen Eindruck.

Zum Fazit: So richtig vom Hocker haut mich dieses Helle nicht. Es ist insgesamt doch eher zu süß. Mehr Würze würde nicht schaden. Das gibt von mir 3 Sterne.

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Flötzinger Trachtler Hoibe

Ich bleibe mit meinen Biertest in Oberbayern gehe aber dieses mal nach Rosenheim zur Brauerei Flötzinger. Das die Tracht eines der Dinge ist, für die Bayern in der ganzen Welt bekannt ist, sollte wohl jedem bekannt sein. Dennoch ist die typische bayerische Tracht nicht unbedingt jene, die man vom Oktoberfest kennt. Zur Bewahrung dieser Kultur gibt es in ganz Bayern sogenannte Trachtenvereine, die sich dem Erhalt der altbyerischen Tracht, wohl auch gerade wegen des Oktoberfests und seiner Auswüchse auf die Verunstaltung eben dieser verschrieben haben. Die Trachtler Hoibe von Flötzinger ist eine Widmung an eben jene Vereine und ein Bier, wie es in Bayern früher oft getrunken wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es ist klar filtriert und hat keinen besonders üppigen Schaum. Nur eine leichter Ring bildet sich am Glas.

Zum Geruch: Man hat sehr sehr brotige und getreidige Noten. Es ist geruchlich sehr süßmalzig. Dazu hat man ganz leichte karamellige Noten.

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich ein sehr schöner brotiger und karamelliger Mix. Es hat einen sehr samtweichen Abgang. Die Kohlensäure hält sich dezent zurück und ebent so die Geschmacksoffensive für das Malz. Auch im weiteren Trinkverlauf kommen diese schönen feinmalzigen, karamelligen Getreidenoten zum tragen. Der Körper des Bieres ist schön Kräftig, aber nicht übermächtig

Zum Fazit: Ein solides Bier. Es ist wie ich finde nichts, was mich vom Hocker haut. Aber man kann das Bier gut trinken und ich finde es auch süffig. Das gibt 3 Sterne.

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Detmolder 1863 Hell

Auch aus Detmold git es seit neuestem ein Helles. das 1863 Hell der Brauerei Strate ist nun als nächstes an der reihe von mir verkostet werden. Damit befinde ich mich dieses Mal in Ostwestfalen Lippe. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus eher süßgetreidiges Aroma zeigt sich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes, eher leichtes Bier. Es wirkt etwas mineralisch und würzig im Abgang. Es überhaupt nicht süßlich, aber ich finde es wirkt fast schon ein wenig wässrig im Geschmack. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein insgesamt doch sehr unspeaktakuläres nichtssagendes Bier, das zwar gut prickelt, etwas würzig ist und leicht süßlich, aber auf der Malzseiter dann doch mild ausfällt.

Zum Fazit: Ein solides, süffiges Helles. Es ist insgesamt aber doch sehr mild gehalten. Auch wenn etwas Substanz dahinter steht, ist es geschmacklich doch ein wenig dünn. Insgesamt aber gut trinkbar und mit mehr Geschmack als intrnationale Standardlager. Das gibt 3 Sterne.

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Hellbräu Helles

Für meinen nächsten Biertest geht es wieder ins tiefste Bayern nah Altötting. Von der dort ansässigen Hellbräu gibt es in meinem nächsten Biertest das Helle, also einen der bayerischen Klassiker schlechthin. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 5%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen guten weißen Schaum der leider sehr schnell wieder veflogen ist.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig brotig mit einer leichten Säure in der Nase.  Irgendwie hat das Ganze aber auch etwas leicht parfümiges.

Zum Geschmack: Ein gechmacklich leicht herbes Bier mit einem gewissen prickeln im Abgang. Es kartzt wie ich finde sogar leicht am Gaumen. Ansonsten ist es recht frisch und zunächst einigermasen geschmacksneutral. Dazu ist eine ganz kleiner Anflug von Süße schemckbar. Eine gewisse Säure kommt im Abgang hinzu.

Zum Fazit: Ein recht unspektakuläres Helles. Kann man machen, muss man aber nicht. Hier wird nichts verpasst. Ansonsten kann man zum Bier auch nicht viel sagen. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Kneitinger Heller Hans

Lange hatte die Kneitinger Brauerei aus Regensburg kein Helles im Sortiment. Mit dem Hellen Hans hat sich dies seit ein paar Jahren aber geändert. Benannt nach dem ehemaligen Brauereichef Johann Kneitinger III. wurde das Bier anlässlich seines 121 Geburtstages nach einer angeblich alten Rezepturen das erste Mal ausgeschenkt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlich getreidiges Aroma, das ich hier in der Nase habe.

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes würzig getreidiges Aroma. Es hat eine schöne Würze am Gaumen und so ist es nicht zu süß. Dazu prickelt die Kohlensäure schön und macht das Bier wirklich erfrischend. Eine leichte Säure kommt am Gaumen noch dazu. Der Hopfen wirkt insgesamt etwas blumig, der Malzkörper hingegen ist leicht und schlank. Das Bier ist sehr süffig und hat einen mineralisch erfrischenden Geschmack, der auch eine angenehme Würze am Gaumen hat. Bitter ist es hierbei nur bedingt. dazu kommt ein angenehmer Malzkörper der zwar mild ist und nur ein leichte Malzsüße hat. Die Kohlensöure lässt das Bier über den gesamten trinkverlauf hin süffig und erfrischend wirken und bleibt bis zum Ende präsent.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Helles. Ich frage mich warum man in Regensburg so lange gewartet hat, wenn man offensichtlich so ein gutes Rezept im Keller liegen hat. Ein erfrischendes und wichtig für Helle, nicht zu süßes Lagerbier. Ich bin versucht zu sagen, das es eines der besten Hellen ist, die ich bisher getrunken habe. Hier gebe ich die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

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Wieselburger Gold

Eines der bekanntesten österreichischen Biere und auch der Wieselburger Brauerei ist das Gold. Mit einem geringeren Alkoholgehalt als das Stammbräu, von lediglich 5%, ist das Bier stilistisch eher in der Richtung der Hellen Lagerbiere einzuordnen, oder kurz um, ein typisches österreichisches Märzenbier, auch wenn es nicht so heißt.

Zur Optik: Ein hellgodenes , klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges Aroma. Die getreidige Note überwiegt aber. Dazu hat es eine leicht süßlichen Geruch.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist teilweise sehr süßlich und hat vor allem einen metallischen Eindruck im Nachgang. Nach den weiteren Schlücken stabilisiert sich der Geschmack ein wenig und ist dann eher unspektskulär. Im weiteren Trinkverlauf ist es auch eher immer milder, ohne einen besonderen Geschmack. Man hat leicht getreidige Noten und etwas Hopfenwürze, mehr aber nicht.

Zum Fazit: Ob die Dose geschmacklich auf das Bier abfärbt. Ich weiß es nicht. Jedenfalls schwingt bei mir geschmacklich immer etwas metallisches mit. Auch so ist es eher unspektakulär. Bis auf das metallische nicht schlecht, aber auch sehr langweilig. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.