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Gösser Stiftszwickl Hell

Gösser, eine der bekanntesten Biermarken Österreichs, hat seine Wurzeln im Stiftskloster Göss. Nachdem sich im Stift Phasen des Bierbraunes mit Phasen der Stillegung abwechselten, legt schließlich Max Kober 1860 den Grundstein für die heutige Gösser Brauerei. Er erwirbt die stillgelegte Klosterbrauerei und haucht ihr neues Leben ein. In den folgenden Jahren expandierte die Brauerei stark und kaufte zahlreiche Braubetriebe auf. Im Jahre 1977 trat die Gösserbräu in die Steirerbräu ein, einem Zusammenchluss der drei größten Steirischen Braustätten. Diese wiederum wurde 1922 von der Brau Beteiligungs AG aufgekauft. Diese AG firmiert heute unter dem Namen BrauUnion und ist der größte Braukonzern in der Alpenrepublik. An die Wurzeln als Stiftsbrauerei erinnert hingegen mein heutiges Testbier, das Stiftszwickl Hell. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges, leicht an orange oder zitrus erinnerndes Aroma. Dazu kommt etwas das an Gewürze erinnert und getreidge Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein frisches, getreidiges Aroma mit leichter Orangen und Mandrinennote im Mittelteil und auch Abgang. Im weiteren Trinkverlauf prickelt es schön am Gaumen und ist ein wenig säuerlich. Auch gegen Ende bleibt es ein eher rustikales Bier mit einer leicht säuerlichen Note.

Zum Fazit: Ein rustikales Bier. Eine leicht säuerliche Note und etwas, das an Zitrus erinnert. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen. Sehr süffig.

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Glaabsbräu 1744

Während seiner Hessentour anlässlich des Bundestagswahlkampfs war Kanzler Olaf Scholz vor kurzem bei der Glaabsbräu im südhessischen Seligenstadt zu Besuch. Scholz, der in der Vergangenheit schon öfters Brauereien besucht hatte und durchaus als Bierliebhaber gilt, ließ es sich auch nicht nehmen, ein frisch gezwickeltes Bier aus dem Lagertank zu verkosten. Ob er dabei wohl mein heutiges Testbier verkostet hat? Möglich wäre es, denn das 1744 ist ein Kellerbier, welches ebenso unfiltriert aus dem Lagertank in die Flasche kommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr brotiges und karamelliges Aroma hat man hier in der Nase. Es hat aber auch etwas ganz leicht süßliches.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier schön karamellig, mit einer dazu passendes süßen Malznote. Am Gaumen kommt ab und an etwas bitter der Hopfen dazu, der dem ganzen einen bitteren Brotkrustengeschmack verleiht. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, welches in die karamellige Richtung geht. Es hat aber auch eine gute Portion Hopfen mit dabei, die gegen Ende immer mehr zum tragen kommt. Ich finde es dann fast ein wenig unausgewogen bitter, wobei das Bier auf der anderen Seite durchaus Charakter zeigt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen, denn dieses Bier lässt sich durchaus trinken. Ob es auch dem Bundeskanzler geschmeckt hat, ließ sich leider nicht herausfinden, aber das ist auch nicht wichtig. Mir hat es jedenfalls geschmeckt.

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Franz Fränzle hell

In meinem nächsten Biertest gibt es ein Bier der Brauerei Franz aus Rastatt. Das Fränzle Bier gibt es in zwei Versionen, einer hellen und einer dunklen. Mein nächster Biertest behandelt hier die helle Version. Das Kellerpils kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein orange-goldenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht hefig und getreidig, aber auch eine gewisse Fruchtigkeit kann ich ausmachen. Dazu hat es leichte Noten von grünem Apfel.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist das Bier getreidig fruchtig. Man schmeckt schön diese leicht süßlichen Noten, die an grünen Apfel erinnern und eine ganz leichte Honigsüße aufweisen. Es ist leicht herb im Abgang und man hat schöne hefige Noten. Es schmeckt insgesamt sehr frisch und hat eine relativ vollmundigen Körper.

Zum Fazit: Ich habe ein süffiges, wie ich finde aber auch nicht besonders auffälliges Bier. Es ist durchaus süffig und man kann es definitiv gut trinken, ich finde aber auch das es nicht besonders in Erinnerung bleibt. Das gibt solide 3 Sterne.

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Berg Jubelbier

Zum 550 jährigen Bestehen im Jahre 2016 hat die Berg Brauerei ein Jubelbier auf den Markt gebracht. Da es sich großer Beliebtheit erfreute, gibt es das Bier bis heute. Stilistisch ist es ein naturtrübes etwas stärker eingebrautes Kellerbier, das mit Aromahopfen verfeinert wurde. Zusätzlich wurde es noch mit Tettnanger Hopfen kaltgehopft. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Der Schaum ist recht schnell verfolgen.

Zum Geruch: Es riecht recht geruchsneutral. Etwas brotig und etwas karamellig mit einer leichten Hefenote.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Bier, mit einem leicht hefigen und an Karamell erinnerndes Aroma im Abgang. Es hängt sich schön um den Gaumen und hat sogar leichte Apfelnoten im Abgang. Eine leichte hopfenherbe im Abgang hat das Bier, die jedoch nicht so ist, das sie störend wirkt. Insgesamt ist das Bier recht gut aufeinander abgestimmt. wirkt aber bisweilen etwas zu hefig und dadurch nicht ganz süffig. Außerdem fehlt es dem Bier etwas an Kohlensäure.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. So recht überzeugt mich das Bier noch nicht. Von gibt es 3 Sterne. Es hat eine interessante fruchtige Hopfung, aber ist auch zu süß und nicht so recht süffig.

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Simmerberg Kellergold

Mein nächster Biertest führt mich ins Westallgäu, zu einer Brauerei von der ich bisher noch kein Bier hier im Blog vorgestellt habe. Also öfter mal was Neues. Die Rede ist von der Braumanufaktur Simmerberg. Die Geschichte des Betriebs lässt sich bis in das Jahr 1706 zurückverfolgen. Dem Gasthof zum Adler, dem Stammhaus der Brauerei, wurde hier erstmals das Recht zum Brauen und Ausschenken von Bier gestattet. Trotz ihrer relativ kleinen Größe ist die Brauerei noch heute eine Aktiengesellschaft. Bis zu ihrer Auflösung wurde die Mehrheit der Aktien von der Inselbrauerei aus dem benachbarten Lindau gehalten. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und seit einiger Zeit werden Lindauer Biere in Simmerberg gebraut. Vorstellen aus dem Simmerberger Sortiment möchte ich nun das Kellergold, das einen Alkoholgehalt von 5,2% hat.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas fruchtiges, aber auch getreidiges Aroma. Dazu kommt etwas dieses süßlich zuckriges in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck sehr würzig daherkommt. Es hat etwas prickelndes, zunächst im Antrunk, während es in Richtung Abgang dann auch etwas süßlicher und teigiger wird. Es wirkt auch im weitern Trinkverlauf sehr urig, mit dieser würzigen brotigen Note, die durch den Hopfen auch etwas bitter wirkt und durch die Kohlensäure gut abgerundet wird.

Zum Fazit: Ich finde das dies ein gutes Kellerbier ist. Es ist süffig, sehr hefig und etwas teigig, aber die Kohlensäure sorgt dafür, das es sehr süffig ist und hält die hefigen Noten im Zaun. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Herbsthäuser 1581

Mein nächster Biertest ist das 1581 der Herbsthäuser Brauerei, ein unfiltriertes Spezialbier. Der Alkoholgehlat liegt hier bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein kernig würziger Geruch. Es hat eine leichte Malzsüße und etwas leicht zitrusartiges.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem etwas kernig würzigen Abgang. Im Gesamteindruck ist es aber sehr würzig. Im Nachgang kommt eine Spur leicht bitterer Hopfen am Gaumen zum tragen. Das Bier ist durchaus würzig und prickelt auch schön. Ies ist auch etwas brotig und hefig. im Gesamteindruck ist es aber würzig getreidig mit hefig teigigen Abgang und immer wieder kommt der Hopfen noch dazu.

Zum Fazit: Ich findes es ein leckers und süffiges Kellerbier. Es ist nicht super komplex hat aber noch eine schöne Würze. Ich vergebe 3 Sterne

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Brauhaus Garmisch Hell Naturtrüb

Das Brauhaus Garmisch. Was nach jahrhundertealter Brautradition klingt, stimmt so nur zum Teil. Denn in gewisser Weise ist das heutige Brauhaus Garmisch eine Art Remake. Mit seiner Wiederbelebung im Jahre 2018 möchte es an die Tradition ihres bereits im Jahre 1663 gegründeten Vorgängers anknüpfen. Gegründet wurde es als hochfürstliches Brauhaus Garmisch des Freisinger Fürstbischofs Sigismund, bis es 1892 schließlich in Privatbesitz gelangt und fortan als Werdenfelser Brauerei operiert. 1908 kauft Wolfgang Röhrl die Brauerei. Daraufhin erhält sie den Namen Brauhaus Garmisch. 1971 wird die Brauerei von Löwenbräu aus München übernommen und kurz darauf geschlossen. Bis eben zum Jahr 2018. Zuerst noch von Herrnbräu aus Ingolstadt gebraut, wird es inzwischen wieder in Garmisch in der Nähe des alten Standortes gebraut. Wie es sich für eine bayerische Brauerei gehört, gibt es auch ein Helles. Das werde ich heute verkosten. Im Test habe ich ein Helles, das aber naturbelassen ist. Inzwischen gibt es aber auch ein klar filtriertes Helles. Das naturbelassene läuft inzwischen als Kellerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes orange-goldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtriger, aber auch irgendwie ein wenig parfümiger Eindruck zeigt sich in der Nase. Dazu kommen getreidige Noten.

Zum Geschmack: Ein im Antrunk recht neutrales Bier, bevor dann karamellige Noten kommen, die dann wiederum von etwas derberen, brotigeren Noten abgelöst werden. Es ist ein sehr hopfenbetontes bzw. würziges Helles. Jedoch ist es nicht so trocken oder bitter, das man jetzt gleich an ein Pils denken müsste. Man schmeckt auch ganz leicht eine feine hefig karamellige Note. Dominant ist jedoch hauptsächlich der herbe Hopfengeschmack. Im Nachgang hat man diese süßlichen, leicht teigigen Noten.

Zum Fazit: Kann man schon machen dieses Bier. Ich bin gespannt, ob auch das normale Helle so gut schmeckt wie diese naturtrübe Variante. Von mir gibt es jedenfalls 4 Sterne.

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Kühbacher 1862

Anlässlich des 250 jährigen Jubiläums der Eigentümerfamilie Beck von Peccoz in Kühbach wurd im Jahre 2012 das 1862 auf den Markt gebracht. Stilistisch ist das Bier ein ungefiltertes Märzen, das dementsprechend auch einen Alkoholgehalt von 5,8% hat.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier mit mäßigem Schaum.

Zum Geruch: Ich habe in der Nase einen brotig karamelligen Geruch.

Zum Geschmack: Ein im ersten Eindruck kräftiges Bier mit guter Malzaromatik. Es ist im Abgang auch leicht bitter. Dazu hat es ein doch leicht keksiges Mundgefühl. Es ist ein zunächst recht würziges Bier mit einem angenehm hefigen Abgang. Im weiteren Trinkverlauf wird es aber geschmacklich etwas unrund, vor allem was das Malz betriift. Mir wird das dann alles etwas zu teigig und hefig. Das durchaus würzige am Gaumen bleibt dann leider nur noch kurz. Beim Bier fehlt mir vor allem etwas an Kohlensäure, das es noch süffiger werden würde.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es hat einen guten Einstieg, sackt dann geschmacklich aber ein wenig ab. Vor allem ist es mir dann zu hefig und die Kohlensäure fehlt einfach auch ein wenig. Es wirkt insgesamt einfach ein wenig unrund

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Weiherer Keller

Ein Kellerbier das bereits 4 Mal mit dem European Beer star Award ausgezeichnet wurde ist jenes der Brauerei Kundmüller. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier das farblich in Richtung eines dunklen Bernsteintones einzuordnen ist. Es hat einen ganz ordentlichen weißen sSchaum.

Zum Geruch: Es reicht kernig mit brotig getredigen Noten. Es ist dabei auch sehr urig im Geschmacksprofil.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das sehr süffig daherkommt und bei dem auch die hefige Note sehr präsent ist. Es prickelt leicht am Gaumen und hat eine schöne teigige Note, die das Bier insgesamt sehr erfrischend macht. Es hat ganz leichte Anflüge von Zitrus. Zu diesen sehr schönen hefigen Noten am Gaumen gesellt sich auch ein schönes Zitrusaroma. Das Bier könnte noch etwas mehr Kohlensäure vertragen, sodass es nicht zu sehr getreidig und hefig wirkt.

Zum Fazit: Ein gutes, abwechslungsreiches und auch süffiges Kellerbier. Für mich dürfte es gerne noch etwas mehr Kohlensäure haben. Ansonsten ist es aber wirklich gut. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Raschhofer Zwickl

Erstmals Urkundlich erwähnt wurde die Brauerei Raschhofer im Jahre 1645, also vor über 375 Jahren. Die Brauerei befindet sich in Altheim, in der Nähe von Braunau in Österreich, unweit des Inns und damit der deutschen Grenze. Zu ihrem Namen kam die Brauerei als Therese Huber, die Witwe des vormaligen Brauereiinhabers Georg Raschhofer, ein Braueresohn aus Aspach, heiratete. Seither bestimmt die Familie Raschhofer die Geschicke der Brauerei und tut dies heute in Form von Dr. Doris Scherlau-Raschhofer und Dr. Christoph Scherlau. Aus dem Sortiment möchte ich heute das Zwickl aus der Brauerei, das auf einen Alkoholgehalt von 5,4% kommt, verkosten.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein sehr sehr brotig getreidiges, teilweise auch etwas süßliches Aroma.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr würziges Bier, bei dem sowohl zunächst leicht hopfige Noten vorhanden sind. Im Abgang und vor allem im Nachgang breiten sich aber auch leicht keksige Noten im Mundraum aus. Das Bier hat eine durchaus hefige Note, aber auch einen leichten hefigen Geschmack nehme ich wahr. Insgesamt ist das Bier sehr süffig und die Kohlensäure prickelt ganz gut.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ich finde man hat ein süffiges, gut hefiges Bier. Ich finde der Körper wirkt nicht so kräftig wie der Alkoholgehalt vermuten lässt. Es könnte aber noch mehr Geschmacksintensität besitzen.

Mit dem letzten Biertest dieses Jahres wünsche ich allen Freunden und Lesern des Bierblogs einen guten Rutsch ins neue Jahr und bedanke mich für jegliche Form der Unterstützung. In diesem Sinne Prost, getreu dem Motto Biertrinken ist viel geiler als Böller! Auf ein bieriges 2025!