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Yankee & Kraut Hopulenz

Im heutigen Biertest gibt es dieses mal wieder ein Bier von Yankee & Kraut. Verkosten werde ich dabei das Hopulenz seines zeichens ein IPL, kurz für India Pale Lager. Der Alkoholgehalt ist mit 7,5% für ein LAger recht hoch und eigentlich schon Bockbierverdächtig.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat eine schönen weiße Schaumhaube

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Bier. Es riecht nach sehr intensiven Beerenoten. Man hat aber auch eine sehr herbe Bote des Hopfens, die man spürt. Dazu kommen leicht tropische Einflüsse die an Litschi erinnern.

Zur Geschmack: Ein Bier, das zunächst einmal eine leichte Fruchtigkeit anklingen lässt. Im Ab- und vor allem in Nachgang kommt einem dann eine ordentliche bittere Ladung Hopfen entgegen. Im Antrunk noch eher prickelnd und zurückhaltend entfaltet er erst am Gaumendach seine geballte Ladung bitterkeit, jedoch ist es mir ein wenig zu eindimensional. Der Körper wirkt aber sehr kräftig, was bei diesem Alkoholgehalt nicht verwunderlich ist. Es hat bisweilen auch leicht kernige und im Ansatz sogar rauchige Aromen.

Zum Fazit: Ein recht spannendes und abwechslungsreiches Bier, das aber hier und da schon noch einige schwächen aufweist. Die einzelnen Komponenten sind einfach zu unausgewogen. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Mashsee Mashine IPL

Im heutigen Biertest geht es in die Niedersächsische Landeshauptstadt Hannover, denn der Maschsee, nachdem sich die Brauerei benannt hat, ist das größte Gewässer, was die Landeshauptstadt zu bieten hat. Die Brauerei Mashsee selbst ist noch ein relativ junges Projekt, gegründet wurde sie nämlich erst 2014. Mit abwechslungsreichen und immer wieder auch wechselnden Bieren versucht sie eine Alternative zu den bereits arrivierten Großbrauereien der Stadt zu bieten. Aus diesen möchte ich heute das Mashine IPL verkosten. IPL steht hierbei für india pale Lager, sprich das selbe wie ein IPA nur eben auf Lager statt auf Ale Basis, also untergärig anstatt obergärig. Mit einem Alkoholgehalt von 6,8% steht es auch hier einem IPA in nichts nach.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein bis goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zu Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma mit tropischen Hopfennoten. Man riecht vor allem Ananas, aber auch Maracuja und Litschi

Zum Geschmack: Ein würziges Bier, welches zwar einen fruchtigen Grundton hat, aber doch auch eine deutlich hopfige Kante zeigt. Es spielt sich ein Kampf zwischen bitteren Noten und fruchtigen Aromen ab, wobei im Abgang dann zunächst die fruchtigen Noten gewinnen und den oben beschriebenen Obstkorb hinterlassen. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es bei fruchtig nassen Hopfennoten, aber es flacht auch ein wenig ab. Vor allem die Bitterkeit ist nicht mehr vorhanden, dafür aber ist es sehr aromatisch und hat ein gutes Mundgefühl. Allgemein finde ich es für seinen Alkoholgehalt sehr bekömmlich und fast schon ein wenig leicht.

Zum Fazit: Ein Bier, welches vor allem einen guten Einstieg bietet. Leider kann es dieses hohe Niveau nicht halten und flacht gegen Ende doch sehr ab. Positiv ist hierbei vor allem, das es sehr bekömmlich und leicht zu trinken ist. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Nittenauer Boomerang

Nach einer kürzeren Pause gibt es heute mal wieder einen Biertest. Dieser führt uns in den bayerischen Wald nach Nittenau. Dort befindet sich das Brauhaus Nittenau. Zunächst als Kommunbrauhaus bestehend, kann der Betrieb auf eine Historie zurückblicken, die sich bis ins Jahre 1762 zurückverfolgen lässt. Seit seiner Privatisierung im Jahre 1923, befindet sich die Brauerei nun in den Händen der Familie Jakob. In den letzten Jahren, hat sich die eigentlich recht kleine Brauerei überregional einen Namen gemacht, da sie eine eigene Craftbeer Linie entwickelt hat und auch viele andere Craftbrauer sich in der Brauerei eingemietet haben um auf den dortigen Anlagen ihre Biere zu produzieren.  In ihrem Craftsortiment nimmt uns die Brauerei gewissermaßen mit ihrer Hopfenkreuzfahrt Linie mit auf eine kleine Weltreise. Diese 4 Biere umfassende Serie hat als Grundlage immer ein Bier welches auf Lagerbasis gebraut wurde, aber jedes mal mit einem andren Hopfen aus einer anderen Region der Welt zusätzlich kaltgehopft wurde. Darüber hinaus gibt es noch das Bier Hopfenkreuzfahrt an sich, bei dem alle verwendeten Hopfensorten in ein einziges Bier gepackt wurden. Aus dieser Serie möchte ich nun heute den Boomerang vorstellen, der wie man dem Namen schon entnehmen kann Hopfen aus Australien enthält. Hierbei handelt es sich um die Sorte Vic Secret, mit der dieses Gebräu kaltgehopft wurde. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 7,5% womit man es als strong bzw. imperial Lager bezeichnen könnte.

Zur Optik: Orangenes, trübes Bier mit einem ordentlichen Schaum.

Zum Geruch: Sehr süßliches, schweres Malzaroma in der Nase. Aber auch fruchtige Noten, die nach Exotik und tropischen Ländern riechen, hat man in der Nase. Man meint teilweise sich in einen Obstgarten verirrt zu haben, den die fruchtigen Aromen sind schon dominant. Jedoch ist auch das Malz mit einem leicht brotigen Teil vertreten.

Zum Geschmack: Ein wirklich intressantes und fruchtiges Bier, bei dem man aber nach den ersten Schlücken nicht unbedingt an ein Lager, sondern eher an ein IPA denkt. Einzig der etwas süßmalzige Abgang verrät das lager. Man hat ein wirklich sehr schönes ölig fruchtiges Aroma des Hopfens, der am Gaumen eine gewisse Herbe versprühen lässt. Der Hopfen ist eher sauf das harzige und herbe als auf die fruchtige Kompnente bedacht, wenn man die ein zwei Schlücke zum einstieg mal weglässt. Im Antrunk schmeckt man ein wenig ein ganz feine Fruchtigkeit, die ein wenig an Pfirsich erinnert. Ansonsten ist es doch recht harzig und zeitweilig sogar trocken. Für einen Bock bzw Lager finde ich es schon fast zu viel hopfen, da er so dem Malz jegliche Entfaltungsmöglichkeit nimmt und es wie ein Ipa erscheinen lässt.

Zum Fazit: Ja was ist es denn nun dieses Bier, bzw. was will es den sein. Vermutlich ein Mix aus Lager und Ipa. Das Lager kommt mir hier aber nicht so richtig durch und ich vermisse ein wenig die fruchtigen Noten. Hierfür gibts 3 Sterne.