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Abysmo Minotauro IPA

Für meinen nächsten Biertest geht es nach Südamerika. Dank meines treuen Bierspenders habe ich die Möglichkeit auch abseits der großen nationalen Lagermarken, Biere aus der Craftszene, die auch in diesem Teil der Welt ihren Teil zu einer vielfältigen Bierkultur beiträgt, zu verkosten. Nun habe ich heute ein Bier der Brauerei Abysmo aus Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Die Brauerei wurde 2013 von Nelson Calle, der sein Studium der Bier und Getränketechnologie in den USA und Deutschland absolvierte, gegründet. Die Namen der Biere, wie auch der der Brauerei, sind stark von der griechischen Mythologie beeinflusst. Mein heutiges Testbier, das Minotauro IPA, ist nach jener griechischen Sagengestalt benannt, die ein Mischwesen aus Menschenkörper mit Stierkopf darstellt. Dieser hauste in einem Labyrinth des kretischen Königs Minos. Die Athener mussten jedes Jahre 7 Jünglinge und Jungfrauen, als Tribut nach Kreta senden, die dann in das Labyrinth geschickt und dem Minotaurus geopfert wurden. Erst Theseus gelang es den Minotaurus zu töten und mit einer List wieder aus dem Labyrinth heraus zu finden. Nun aber genug der griechischen Mythologie und es geht zum eigentlichen Thema, dem Bier über. Das IPA, das nun vor mir steht kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordnetlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein Bier, das dezent fruchtig riecht mit einer gewissen beeerigen Aromatik.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Grundkörper doch sehr spritzig ist und dies auch etwas in den Abgang hinein durchzieht. Der Gesamtgeschmack hat eine ganz leichte Fruchitgkeit, ist aber ehr zurückhaltend. Dennoch hat man auch leicht beerige Noten und im Abgang auch eine durchaus vorhanden Bitteraromatik.

Zum Fazit: Ein ganz passables IPA, das aber noch nicht die Krönung der Braukunst ist. Es schmeckt schön angenehm fruchtig mit guter Kohlensäure. Es ist aber auch ein wenig gewöhnlich und nichts, das einen wirklich vom Hocker haut. Dennoch erfrischend und spritzig. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Singhbräu Indian Pale Ale

Auch in meiner Heimatregion entdeckt man doch immer wieder eine neue Brauerei. So die Singhbräu aus Weilheim an der Teck. Singhbräu ist ein noch recht junges Brauprojekt von Daniel Singh, der es im Jahre 2018 ins Leben rief. Seit 2023 hat die Brauerei ihren Sitz in einem alten Bauernhaus in Weilheim. Ich verkoste heute ein (Indian) Pale Ale dieser Brauerei. Der Alkoholgehalt dieser Bierspezialität beläuft sich auf 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch eher brotiges und karamelliges Aroma hat man hier in der Nase teilweise ist es auch etwas harzig.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck wirkt es auch sehr urig brotig und im Abgang harzig. Je länger der Nachgang aber im mund anhält, desteo mehr hopfig bittere Noten kommen auch zum Vorschein und bleiben im Mund hängen.

Zum Fazit. Ein solides Pale Ale, das cih vor allem als sehr harzig empfinde. Es ist auchleicht röstig und allgemein etwas dunkler. Von mir gibt es 3 Sterne dafür. Es ist insgesamt dann doch noch etwas gewöhnungsbedürftig und geht geschmacklich eher in die Richtung englischer Ales.

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Corsendonk Grand Hops

Mein nächstes Testbier kommt aus Belgien. Es ist ein Bier der Marke Corsendonk. Bei Corsendonk handelt es sich um ein belgisches Abteibier, das auf ein gleichnamiges Kloster in Oud Turnhout zurückgeht. Die Biere werden unter Lizenz der Klosterbrauerei von der Brasserie du Bocq gebraut. Das Grand Hops ist ein Spezialbier mit Bittereinheiten von 30 EBU. Stilistisch ist es womöglich in Richtung eines IPAs zu verorten, wobei hier ein exklusiv im Elsass angebauter Hopfen mit dem Namen Mistral d’Alsace verwendet wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,9%.

Zur Optik: Ein relativ klares, nur leicht trübes Bier mit einem ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig grasiges Aroma ist in der Nase. Es wirkt sogar ganz leicht fruchtig. außerdem ist ordentlich Hopfen und etwas kräutriges in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer schönen getreidigen Note. Ich finde aber das der Hopfen schon auch deutlich präsent ist und bitter am Gaumen kitzelt. Dazu kommt etwas kräutriges und es schwingt eine leichtes Aroma von Wildhonig mit der auch an Kräuertbonbons erinnert.

Zum Fazit: Ein wirklich bitteres, sehr kräutriges Hopfenaroma mit einem ordentlich harzig trockenen Abgang. Es geht definitiv in die Richtung eines IPAs wie ich finde. Dazu ist der Körper sehr kräftig aber passt gut zum Bier. Malzig ist es nur ganz leicht. Ich finde das Bier richtig gut und gebe ihm daher auch die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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De Molen Water & Vuur

Eine wahre Ikone im weltweiten Craftbeermarkt ist die Niederländische Brauerei de Molen. Sie begann 2004 in einer alten Mühle, nachdem der sie sich nannte, bevor eine neue Brauanlage errichtet wurde. Die Biere der Brauerei werden weltweit von Craftbierfreunden geschätzt und gewinnen regelmäßig Preise. Für Aufregung sorgte die Übernahme von De Molen durch die Royal Swinkels Brouwerij aus Lieshout, die sich zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 35% sicherte, bevor sie im Jahre 2016 die restlichen 65% übernahm. Ich verkoste heute das Water & Vuur eine New England IPA mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein sehr sehr trübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma mit durchaus saftigem Ansatz. Man hat einen Hauch von Maracuja, Ananas und auch etwas Papaya. Ganz leicht hat man auch noch eine Grapefruit.

Zum Geschmack: Auch im Mundraum zeigt sich ein durchaus saftiges Aroma und im Abgang wird es dann etwas bitterer, bevor sich dann im Nachgang etwas fruchtigeres im Mundraum ausbreitet. Es hat eine hopfig bittere Note, die durchaus knackig, aber nicht nur bitter ist, sondern auch etwas aromatisches hat, sodass sie sich gut ergänzt und sehr überzeugt. Entfernt erinnert es etwas an Grapefruit und hat leicht parfümige Noten.

Zum Fazit. Ein wirklich gutes IPA, das aber noch etwas mehr Fruchtigkeit braucht. Von mir gibts daher 4 Sterne.

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Kona Hanalei

Für meinen nächsten Biertest gehe ich nach Hawaii zur Kona Brewing Company. Von dort werde ich das Hanalei Island IPA verkosten. Benannt ist das Bier nach der Hanalei Bay auf der Insel Kauai. Die Küste ist besonders bei Paddlern sehr beliebt und für ihre atemberaubende Natur und die schönen weißen Sandstrände bekannt. Der Alkoholgehalt des Hanalei liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier ist sehr saftig und fruchtig. Man riecht einen wirklichen Multisaft bei dem die Orange und Passionsfrucht, aber auch etwas Maracuja und Mango durchkommen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es klar dominiert von der Passionsfruchtut und der Organgennote. Es hat etwas von einem Multisaft wirkt im Körper aber ein wenig zu dünn um es als saftig zu bezeichnen. Im Nachgang bleiben vor allem leicht herbe Noten am Gaumen hängen, wohingegen der Körper eher wässrig bleibt.  Es ist ein leichtes Bier, mit einem Mix aus hopfig bitteren Noten und den Noten von Passionsfrucht und Orange. Die Obstnoten sorgen dazu auch für eine leichte Säure am Gaumen.

Zum Fazit. Ein ganz solides Session IPA. Mir ist das aber etwas zu dünn. Gut es soll wohl so sein, aber dafür müsste der Hopfen noch intensiver durchkommen, damit er den schwachen Körper kaschiert. So reicht es für 3 Sterne.

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Kraftbierwerkstatt Chinook

Chinook ist sowohl ein Stamm Amerikanischer ureinwohner, als auch der Name einer Aromahopfensorte. Diese spielt auch die Hauptrolle bei meinem folgenden Testbier, das ebenfalls auf den Namen Chinook hört. Gebraut wird es von der Kraftbierwerkstatt die in Böblingen ansässig ist. Stilistisch ist es ein IPA mit einem Alkoholgehalt von 6,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges und beeriges Aroma habe ich in der Nase. Die Noten sind dezent und haben etwas leicht karamelliges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einem milchig süßlichen Abgang, der in ein röstiges Aroma übergeht, das dann im Nachgang von schönen Hopfennoten durchzogen wird. Diese bleiben im Nachgang im Rachen bestehen. Im weiteren Trinkverlauf nimmt vor allem der herbe Nachgang ab. Das Mundgefühl ist aber auch leicht süßlich mit etwas beerigen Noten. Ansonstenen hat man doch die dezent röstgen Malznoten.

Zum Fazit: Es ist, wie man der Website entnehmen kann geschmacklich eher ein Red Ale, da es auch eine deutlich röstige Malzkomponente im Geschmack hat. Ich gebe dem Bier 4 Sterne. Es ist geschmacklich wirklich gut und hat schöne Röstnoten, der Hopfen könnte aber noch mehr und besser durchkommen.

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Crew Republic In Your Face

Ein West Coast IPA von Crew Republic kommt als nächstes zu mir in den Test. Waren die Münchner von Crew Republic noch einer der Pioniere der Craftbewegung in Deutschland, ist auch an diesen das Abebben der Welle nicht spurlos vorbeigegangen. So haben sie sich Ende des Jahres entschlossen, ihre Brauerei in Unterschleißheim zu schließen und ihre Biere künftig bei Bitburger zu brauen, wo auch die Craftwerk Biere gebraut werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie ich finde durchaus intensives Hopfenaroma mit Fruchtnoten, die ins tropische gehen. Vor allem Maracuja und Kiwi, aber auch etwas Mango und Papaya habe ich.

Zum Geschmack. Ich habe ein Bier das im Antrunk schon fruchtige Noten hat und diese dann im Abgang am Gaumen entfaltet. Im Nachgang wird es dann aber auch etwas bitterer und man hat ein durchaus ein leicht trockenes Mundgefühl. Es hat ein Aroma mit einem zumindest im Antrunk auch etwas saftigen Mundgefühl, jedoch kommen Richtung Abgang durchaus auch bittere Nuancen durch.

Zum Fazit: Ein Bier, das schöne Fruchtaromen hat. Besonders im Nachgang hinterlässt das Bier ein schön saftiges Mundgefühl. Dazu wird es im weiteren Trinkverlauf auch etwas bitterer. Mir gefällt das Bier und so gibt es von mir 4 Sterne.

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Greene King IPA

Mein nächster Biertest führt mich nach England zur Brauerei Greene King. Greene King, das seinen Sitz in der Bischofsstadt Bury St. Edmunds hat, ist eine der größten Brauerei im Vereinigten Königreich und hat zahlreiche bekannte Marken im Portfolio. Ihr Kernprodukt ist aber das IPA, das eines der beliebtesten Ales in UK ist und auf Platz 2 der am meisten verkauften Pints liegt. Anders, als man es von IPAs kennt, orientiert sich das Greene King IPA, aber eher an den klassischen britsichen Cask Ales und hat deshalb auch nur einen Alkoholgehalt von 3,4%. Damit untescheidet es sich deutlich von den meisten in der Craft-Szene gebrauten IPAs.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelrotes Bier mit einem Stich ins nussbraune. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamelliger und etwas süßlicher Geruch. Man hat etwas brotige Noten. Dazu rieche ich Bratapfel.

Zum Geschmack: Man merkt schon im ersten Eindruck den niedrigen Alkoholeghalt, den dem Bier fehlt es im Abgang an Körper und Substaz und es wirkt etwas wässrig. Der Antrunk ist hopfig bitter, aber dieses karamellig malzige schwingt auch nocht mit, inklusive der Bratapfelnote. Dazu hat man leicht holzige Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf werden die Geschmacksnuancen immer schwächer und es kommt leider nicht sehr viel dabei rüber. Dennoch bleibt es ein Bier mit spirtzigem Antrunk, welcher dann stark nachlässt. Im Abgang hat man das süßlich getreidige, das karamellige nimmt etwas ab.

Zum Fazit: Ja das Bier hat durchaus auch gute Ansätze, jedoch ist es einfach in seiner Substanz zu leicht und man merkt, das dem Bier nun einfach etwas fehlt. So gibt es von mir hier 3 Sterne.

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Monpier West Coast IPA

Das auch Italien über eine Westküste verfügt sollte eigentlich jedem klar sein. Jedoch befindet sich die Brauerei Monpier in St. Ulrich mitten in den Alpen in Südtirol und somit fernab jeglicher Küste. Dennoch gibt es von der Brauerei ein West Coast IPA, welches ich heute nun verkosten werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,6%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges und obstig riechendes Bier. Ich reiche Traube und Grapefruit. Dazu eine leichte Ananas und ganz leicht Honigmelone.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Antrunk durchaus noch diese Fruchtaromatik aus dem Geschmack mitbringt, im Nachgang dann aber auch etwas herb wird. Es hat einen leicht wässrigen Abgang, jedoch mischen sich je länger man es im Mundraum lässt immer mehr fruchtige Noten am Gaumen hinzu. Es ist ein Bier, das durchaus auch schon im Antrunk fruchtige Noten zeigt. Es ist dabei etwas hopfig, aber nicht wirklich bitter, sondern nur so, das es die Fruchtigkeit unterstützt und dem Bier eine gewisse Würze verleiht. Im weiteren Trinkverlauf ist die Fruchtigkeit durchaus auch noch präsent, jedoch wird das Bier etwas bitterer.

Zum Fazit: Ein sehr gutes IPA das man gut trinken kann. Am Anfang ist es etwas Fruchtiger im weiteren Trinkverlauf wird es dann bitterer. Es ist kräftig, aber nicht so das es zu viel wäre. Das Malz lässt schön Platz für den Hopfen als Hauptakteur. Ich gebe dem Bier 5 Sterne.

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Superfreunde Session IPA

Eine Kollaboration der Superfreunde mit den Wiener Craft Brauern von Brewage brachte ein Session IPA zum vorschein. Dieses eher leichte Sommerbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 3,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangens Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig, leicht saftiger Geruch. Man hat Traubennoten und auch tropische wie Maracuja und Kiwi

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist hopfig spritzig, aber der Köprer ist lecht. Im ´Abgang ist es sehr spritzig und hopfig bitter am Gaumen. Im weiteren trinkverlauf ist es irgndwo schon fruchtig aber nicht von solch einer Intensität wie es der Gruch versprach. Es ist spritzig und leicht bitter im Abgang, was für eine schöne Rezenz sorgt. Wenn Fruchtnoten anklingen dann meist in Form von Zitrus und einem Hauch tropischer Früchte.

Zum Fazit: Ein erfrischendes Sommerbier, dessen Fruchtaromatik aber nur dezent anklingt. Ich gebe ihm eine Wertung von 3 Sternen.