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De Molen Water & Vuur

Eine wahre Ikone im weltweiten Craftbeermarkt ist die Niederländische Brauerei de Molen. Sie begann 2004 in einer alten Mühle, nachdem der sie sich nannte, bevor eine neue Brauanlage errichtet wurde. Die Biere der Brauerei werden weltweit von Craftbierfreunden geschätzt und gewinnen regelmäßig Preise. Für Aufregung sorgte die Übernahme von De Molen durch die Royal Swinkels Brouwerij aus Lieshout, die sich zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 35% sicherte, bevor sie im Jahre 2016 die restlichen 65% übernahm. Ich verkoste heute das Water & Vuur eine New England IPA mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein sehr sehr trübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma mit durchaus saftigem Ansatz. Man hat einen Hauch von Maracuja, Ananas und auch etwas Papaya. Ganz leicht hat man auch noch eine Grapefruit.

Zum Geschmack: Auch im Mundraum zeigt sich ein durchaus saftiges Aroma und im Abgang wird es dann etwas bitterer, bevor sich dann im Nachgang etwas fruchtigeres im Mundraum ausbreitet. Es hat eine hopfig bittere Note, die durchaus knackig, aber nicht nur bitter ist, sondern auch etwas aromatisches hat, sodass sie sich gut ergänzt und sehr überzeugt. Entfernt erinnert es etwas an Grapefruit und hat leicht parfümige Noten.

Zum Fazit. Ein wirklich gutes IPA, das aber noch etwas mehr Fruchtigkeit braucht. Von mir gibts daher 4 Sterne.

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Kona Hanalei

Für meinen nächsten Biertest gehe ich nach Hawaii zur Kona Brewing Company. Von dort werde ich das Hanalei Island IPA verkosten. Benannt ist das Bier nach der Hanalei Bay auf der Insel Kauai. Die Küste ist besonders bei Paddlern sehr beliebt und für ihre atemberaubende Natur und die schönen weißen Sandstrände bekannt. Der Alkoholgehalt des Hanalei liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier ist sehr saftig und fruchtig. Man riecht einen wirklichen Multisaft bei dem die Orange und Passionsfrucht, aber auch etwas Maracuja und Mango durchkommen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es klar dominiert von der Passionsfruchtut und der Organgennote. Es hat etwas von einem Multisaft wirkt im Körper aber ein wenig zu dünn um es als saftig zu bezeichnen. Im Nachgang bleiben vor allem leicht herbe Noten am Gaumen hängen, wohingegen der Körper eher wässrig bleibt.  Es ist ein leichtes Bier, mit einem Mix aus hopfig bitteren Noten und den Noten von Passionsfrucht und Orange. Die Obstnoten sorgen dazu auch für eine leichte Säure am Gaumen.

Zum Fazit. Ein ganz solides Session IPA. Mir ist das aber etwas zu dünn. Gut es soll wohl so sein, aber dafür müsste der Hopfen noch intensiver durchkommen, damit er den schwachen Körper kaschiert. So reicht es für 3 Sterne.

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Kraftbierwerkstatt Chinook

Chinook ist sowohl ein Stamm Amerikanischer ureinwohner, als auch der Name einer Aromahopfensorte. Diese spielt auch die Hauptrolle bei meinem folgenden Testbier, das ebenfalls auf den Namen Chinook hört. Gebraut wird es von der Kraftbierwerkstatt die in Böblingen ansässig ist. Stilistisch ist es ein IPA mit einem Alkoholgehalt von 6,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges und beeriges Aroma habe ich in der Nase. Die Noten sind dezent und haben etwas leicht karamelliges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einem milchig süßlichen Abgang, der in ein röstiges Aroma übergeht, das dann im Nachgang von schönen Hopfennoten durchzogen wird. Diese bleiben im Nachgang im Rachen bestehen. Im weiteren Trinkverlauf nimmt vor allem der herbe Nachgang ab. Das Mundgefühl ist aber auch leicht süßlich mit etwas beerigen Noten. Ansonstenen hat man doch die dezent röstgen Malznoten.

Zum Fazit: Es ist, wie man der Website entnehmen kann geschmacklich eher ein Red Ale, da es auch eine deutlich röstige Malzkomponente im Geschmack hat. Ich gebe dem Bier 4 Sterne. Es ist geschmacklich wirklich gut und hat schöne Röstnoten, der Hopfen könnte aber noch mehr und besser durchkommen.

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Crew Republic In Your Face

Ein West Coast IPA von Crew Republic kommt als nächstes zu mir in den Test. Waren die Münchner von Crew Republic noch einer der Pioniere der Craftbewegung in Deutschland, ist auch an diesen das Abebben der Welle nicht spurlos vorbeigegangen. So haben sie sich Ende des Jahres entschlossen, ihre Brauerei in Unterschleißheim zu schließen und ihre Biere künftig bei Bitburger zu brauen, wo auch die Craftwerk Biere gebraut werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein wie ich finde durchaus intensives Hopfenaroma mit Fruchtnoten, die ins tropische gehen. Vor allem Maracuja und Kiwi, aber auch etwas Mango und Papaya habe ich.

Zum Geschmack. Ich habe ein Bier das im Antrunk schon fruchtige Noten hat und diese dann im Abgang am Gaumen entfaltet. Im Nachgang wird es dann aber auch etwas bitterer und man hat ein durchaus ein leicht trockenes Mundgefühl. Es hat ein Aroma mit einem zumindest im Antrunk auch etwas saftigen Mundgefühl, jedoch kommen Richtung Abgang durchaus auch bittere Nuancen durch.

Zum Fazit: Ein Bier, das schöne Fruchtaromen hat. Besonders im Nachgang hinterlässt das Bier ein schön saftiges Mundgefühl. Dazu wird es im weiteren Trinkverlauf auch etwas bitterer. Mir gefällt das Bier und so gibt es von mir 4 Sterne.

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Greene King IPA

Mein nächster Biertest führt mich nach England zur Brauerei Greene King. Greene King, das seinen Sitz in der Bischofsstadt Bury St. Edmunds hat, ist eine der größten Brauerei im Vereinigten Königreich und hat zahlreiche bekannte Marken im Portfolio. Ihr Kernprodukt ist aber das IPA, das eines der beliebtesten Ales in UK ist und auf Platz 2 der am meisten verkauften Pints liegt. Anders, als man es von IPAs kennt, orientiert sich das Greene King IPA, aber eher an den klassischen britsichen Cask Ales und hat deshalb auch nur einen Alkoholgehalt von 3,4%. Damit untescheidet es sich deutlich von den meisten in der Craft-Szene gebrauten IPAs.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelrotes Bier mit einem Stich ins nussbraune. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamelliger und etwas süßlicher Geruch. Man hat etwas brotige Noten. Dazu rieche ich Bratapfel.

Zum Geschmack: Man merkt schon im ersten Eindruck den niedrigen Alkoholeghalt, den dem Bier fehlt es im Abgang an Körper und Substaz und es wirkt etwas wässrig. Der Antrunk ist hopfig bitter, aber dieses karamellig malzige schwingt auch nocht mit, inklusive der Bratapfelnote. Dazu hat man leicht holzige Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf werden die Geschmacksnuancen immer schwächer und es kommt leider nicht sehr viel dabei rüber. Dennoch bleibt es ein Bier mit spirtzigem Antrunk, welcher dann stark nachlässt. Im Abgang hat man das süßlich getreidige, das karamellige nimmt etwas ab.

Zum Fazit: Ja das Bier hat durchaus auch gute Ansätze, jedoch ist es einfach in seiner Substanz zu leicht und man merkt, das dem Bier nun einfach etwas fehlt. So gibt es von mir hier 3 Sterne.

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Monpier West Coast IPA

Das auch Italien über eine Westküste verfügt sollte eigentlich jedem klar sein. Jedoch befindet sich die Brauerei Monpier in St. Ulrich mitten in den Alpen in Südtirol und somit fernab jeglicher Küste. Dennoch gibt es von der Brauerei ein West Coast IPA, welches ich heute nun verkosten werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,6%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges und obstig riechendes Bier. Ich reiche Traube und Grapefruit. Dazu eine leichte Ananas und ganz leicht Honigmelone.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Antrunk durchaus noch diese Fruchtaromatik aus dem Geschmack mitbringt, im Nachgang dann aber auch etwas herb wird. Es hat einen leicht wässrigen Abgang, jedoch mischen sich je länger man es im Mundraum lässt immer mehr fruchtige Noten am Gaumen hinzu. Es ist ein Bier, das durchaus auch schon im Antrunk fruchtige Noten zeigt. Es ist dabei etwas hopfig, aber nicht wirklich bitter, sondern nur so, das es die Fruchtigkeit unterstützt und dem Bier eine gewisse Würze verleiht. Im weiteren Trinkverlauf ist die Fruchtigkeit durchaus auch noch präsent, jedoch wird das Bier etwas bitterer.

Zum Fazit: Ein sehr gutes IPA das man gut trinken kann. Am Anfang ist es etwas Fruchtiger im weiteren Trinkverlauf wird es dann bitterer. Es ist kräftig, aber nicht so das es zu viel wäre. Das Malz lässt schön Platz für den Hopfen als Hauptakteur. Ich gebe dem Bier 5 Sterne.

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Superfreunde Session IPA

Eine Kollaboration der Superfreunde mit den Wiener Craft Brauern von Brewage brachte ein Session IPA zum vorschein. Dieses eher leichte Sommerbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 3,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangens Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig, leicht saftiger Geruch. Man hat Traubennoten und auch tropische wie Maracuja und Kiwi

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist hopfig spritzig, aber der Köprer ist lecht. Im ´Abgang ist es sehr spritzig und hopfig bitter am Gaumen. Im weiteren trinkverlauf ist es irgndwo schon fruchtig aber nicht von solch einer Intensität wie es der Gruch versprach. Es ist spritzig und leicht bitter im Abgang, was für eine schöne Rezenz sorgt. Wenn Fruchtnoten anklingen dann meist in Form von Zitrus und einem Hauch tropischer Früchte.

Zum Fazit: Ein erfrischendes Sommerbier, dessen Fruchtaromatik aber nur dezent anklingt. Ich gebe ihm eine Wertung von 3 Sternen.

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Poppels Dipa

Aus Schweden von der Poppels Bryggeri kommt mein nächstes Testbier. Dabei handelt es sich um ein Double IPA mit starken 8% Alkohol.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives fruchtiges Aroma, das einen ganzen Obstkorb abdeckt. Man hat Noten von Ananas, Maracuja, Kiwi und Litschi.

Zum Geschmack. Im Antrunk ist es fruchtig mit oben beschrieben Noten, aber ist es auch etwas bitter und zudem leicht alkoholisch. Grundsätzlich ist es im Mundgefühl aber sehr saftig und hat eine wirklich überzeugende fruchtig, die durchaus an einen Multisaft erinnert. Auch im weitere Trinkverlauf ist es zwar fruchtig, jdoch wird es dann auch bitterer.

Zum Fazit: Zugegebener Maßen tue ich mich ein wenig schwer mit der Bewertung dieses Bieres. Auf der einen Seite ist da wirklich eine sehr schöne Fruchtigkeit, jedoch nehme ich diese insgesamt als nicht so intensiv wahr, wie ich sie schon bei vergleichbaren Bieren hatte. Ich würde dem Bier schlussendlich eine Wertung von 4 Sternen geben.

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Mahou Session IPA

Einer US-Amerikanisch-Spanische Kooperation ist mein heutiges Testbier entsprungen. Hinter dieser Kooperation stecken eine der größten Biermarken Spaniens, Mahou aus Madrid und einer der führenden Craftbrewer aus den USA, nämlich Founders aus Michigan. Das Produkt dieser Kooperation steht nun in Form einer wirklich sehr schön designten Dose vor mir und beinhaltet ein Session IPA mit einem Alkoholgehalt von 4,5%. Abschließend sei noch einmal ein Dankeswort an meinen treuen Bierspender gesprochen, der mir dieses Bier mitgebracht hat.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma, das an Grapefruit, Limette, Orange und andere Zitrusfrüchte erinnert.

Zum Geschmack: Der Einstieg des Bieres gestaltet sich zunächst durchaus fruchtig. Im Abgang ist es dann aber etwas bitterhopfig und eine gutes Zitrusaromatik macht sich im Mundraum breit. Der Körper ist sehr leicht und das Gesamtprodukt wirkt auf mich sehr erfrischend. Auch im weiteren Trinkverlauf lässt das Bier nicht, man hier weiterhin eine sehr sehr schöne Zitrusaromatik im Bier, auch wenn ich sagen muss das ich dieses Bier relativ zügig getrunken habe.

Zum Fazit: Für den Sommer ein wirklich erfrischendes, wohlschmeckendes und nicht zu starkes Bier. Der Wechsel aus Zitrusnoten mit schöner bittere, einer leichten Säure und etwas harzigen Aromen ist wirklich gut. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Sparta India Pale Ale

Mit dem Sparta India Pale Ale habe ich nach langer Zeit wieder ein Bier aus Griechenland, für das ich mich auch noch einmal herzlichst bei meinem treuen Spender bedanken muss. Mit einem Alkoholgehalt von 6% ist es hier eher im mittleren Bereich des Bierstils zu finden.

Zur Optik: Ein trübes dunkeloranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat zunächst sehr schöne Noten einer reifen Orange mit ordentlichem Pfirsich. Auch eine Anans oder Maracuja mache ich aus.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, bei dem vor allem im Antrunk zunächst die im Geruch beschriebenen Fruchtaromen vorkommen. In Richtung Abgang wandeln diese sich aber immer mehr in Bitterhopfennoten. Diese sind schon gut bitter, aber nicht trocken bitter, sondern haben einen durchaus kräftig malzigen Körper im Hintergrund und wirken insgesamt rund und aromatisch.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes IPA, das aber nichts außergewöhnliches ist. Vielleicht bin ich beim vergeben der Höchstnote manchmal ein wenig zu kritisch, jedoch muss für mich so ein Bier schon etwas ganz besonderes sein um volle 5 Sterne zu bekommen. Das schafft dieses hier leider nicht ganz. Es gibt aber sehr gut 4 Sterne für das Sparta IPA.