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Brandy Bräu black Stout

Von der bayerischen Garagenbrauerei Brandy Bräu habe ich heute ein Stout im Test. Der obergärige, britische Bierstil erfreut sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit und so gibt es inzwischen eine große Anzahl an heimischen Variationen. Im Gegensatz zu den klassischen britischen Vorbildern ist diese Version etwas stärker eingebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Ein trübes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum mit bräunlicher Umrandung.

Zum Geruch: Ein ausgesprochen röstiges Aroma, das aber auch eine klare Kaffeetendenz mitbringt.

Zum Geschmack: Ich habe ein schönes Bier mit einem durchaus malzsüßlichen Mundgefühl und einen röstigen Abgang der in Richtung Nachgang dann auch trockener wird. Es ist ein Bier mit einem durchaus kräftigen und präsenten Malzkörper, was aber vor allem durch seien röstig harmonischen Abgang überzeugt, der leicht trocken und auch etwas bitter ist. Man hat eine durchaus wahrnehmbare Hopfenbittere die sehr gut zu den trocken-röstigen Aromen passt.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes, kräftiges Stout, das in klassisch-englischer Manier sehr trocken und röstig daherkommt. Mir gefallen solche Bier immer einen Ticken besser als cremig-süßliche Versionen. Daher gebe ich heute auch die volle Punktzahl von 5 Sternen für das Brandy Bräu Stout, da ich absolut nichts zu bemängeln habe und es on Top auch noch eine gut eingebundene Hopfennote gibt.

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Steambrew Imperial Stout

Aus der Steambrew Reihe des Discounters Lidl kommt mein folgendes Testobjekt. Das Imperial Stout, zu dem es eine nette aber an den haaren herbeigenzogen Geschichte auf der dazugehörigen Webiste gibt, ist mein heutiges Bier der Wahl. Mit einem Alkoholgehalt von 7,5% bringt es auch ordentlich Wumms mit.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen recht ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sülich röstiges Aroma mit einer ordentlichen Toffee und Kaffeearomatik.

Zum Geschmack: Die ersten Eindrücke sind eine sehr Toffeeartige Textur, gepaart mit einer guten getreidigen Note. Das Bier ist sehr speziell und teilweise etwas zu kaffeelastig. Auch im weiteren Trinkverlauf prägt sich vor allem diese Toffeenote aus und es ist mir in machgang etwas zu klebrig.

Zum Fazit: Für meinen Geschmack könnte es etwas röstiger sind und nicht ganz so klebrig süßlich. Ansonsten kann man es ganz gut trinken und es versteckt den Alkohol recht gut. Dafür gebe ich 3 Sterne.

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Schoppe Cafe Cubano

Heute gibt es im Test wieder ein Bier von der Schoppe Bräu aus der Bundeshauptstadt Berlin. Das Imperial Stout hört auf den Namen Cubano, da man bei brauen des Bieres auch Kaffeebohnen und Rum, zwei für die Karibikinsel typische Produkte, verwendete. Der Alkoholgehalt liegt bei stolzen 9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr röstiges und nach Kaffee riechendes Bier. Es hat aber auch gewisse schokoladige Anklänge.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer ausgeprägten Röstnote, die aber im Abgang eher in richtig milchige Noten übergeht und dann leicht schokoladig ist. Es hat etwas von Zartbitterschokolade. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein kaffeartiges Bier. Es ist ein sehr komplexes Bier, das hier und da einen Tick zu alkoholisch ist. Vor allem die Kaffeenoten sind sehr dominant und überdecken den anderen Geschmack.

Zum Fazit: Mir ist dieses Bier ein bisschen zu eindimensional auf den Kaffee ausgelegt er ist schon sehr dominant und nicht immer rund. Dennoch ein komplexes Bier von dem ich aber mehr erwartet hätte. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Stone Espresso Totalitarian

Im heutigen Test habe ich mit dem Espresso Totalitarian passend zur heutigen Wahl ein Bier aus den Vereinigten Staaten. Es handelt sich um ein Bier der Stone Brewing Company aus San Diego. Das Espresso Totalitarian ist dabei ein Russian Imperial Stout, bei dem im Brauprozess auch auf Espressobohnen zurückgegriffen wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei stolzen 10,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: EIn wirklich sehr kaffeeartiger, an Espresso und Bitterschokolade erinnernder Geruch.

Zum Geschmack: Ein kräftiges Bier, mit einem bitter schokoladigen Abgang. Dieser hallt wirklich extrem lange nach. Es prickelt noch leicht im Antrunk, bevor es dann am Gaumen extrem bitter wird und er Hopfen dazukommt. Diese Kaffeearomen hängen sich an den Gaumen und hängen deutlich länger nach, je länger man das Bier trinkt. Es ist ein Bier, das wirklich sehr auf die Kaffeenote ausgelegt ist. Es schmeckt tatsächlich wie ein Espresso ist mir jedoch in abstrichen hier und da zu süßlich, sodass man dann schon nicht bemerkt das hier ein Bier mit einer gewissen getreidigen Komponente vorhanden ist.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr sehr überzeugendes Bier, bei dem mir kaum etwas anderes übrig bleibt als hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen zu vergeben. Man hat alles was ein Imperial Stout verlangt und den Alkohol schmeckt man überhaupt gar nicht.

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Stone Woot Stout

Mein heutiges Testbier ist ein Bier, das wieder eher auf der schwereren Seite Zuhaus ist. Es handelt sich um das Woot Stout von Stone Brewing aus Kalifornien. Alleine die Zutatenliste kann sich sehen lassen. So sind da auch Roggen, Weizenmalz sowie Pecanüsse zu finden. Als wäre das nicht genug, wird ein Viertel des fertigen Bieres noch in Bourbon Fässern gelagert. Heraus kommt ein Imperial Stout mit einem Alkoholgehalt von 11,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es keinen besonders nennenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches, malziges Aroma. Dazu kommen holzige Noten, die auf die Fasslagerung schließen lassen. Aber auch etwas vanilliges und nussiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste eindruck ist ein sehr vielschichtiger. Er mischt sich aus getreidigen, röstigen, fruchtigen und süßlichen Noten zusammen. Im Abgang bleibt ein süßlich milchiges Mundgefühl mit gewissen röstigen Anflügen. Auch im weiteren Trinkverauf ist es ein sehr aromatisches Bier mit wirklich fast vanilleartigen Noten im Abgang. Im Abgnag wirkt es manchmal aber auch etwas alkoholisch bitter. Dazu kommen immer wieder mal nussige und holzige Noten.

Zum Fazit: Ich gebe dem Ganzen die Höchstpunktzahl von 5 Sternen. Es ist ein sehr komplexes und zugleich auch vielschichtiges Bier.

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Emma Salto Orale

Von den Emmabieren hatte ich vor einiger Zeit mal das Heimspiel im Test. Nun möchte ich mit dem Salto Orale ein zweites Bier dieses Brauprojekts verkosten. Beim Salto Orale handelt es sich um ein Imperial Stout mit einem Alkoholgehalt von 8,6%.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, naturtrübes Bier. Es hat einen leicht bräunlich angehauchten Schaum der ca. 2 cm breit ist.

Zum Geruch: Man hat sehr starke Noten von Kaffee, aber auch fast schon ein wenig rauchige Noten mit ein bisschen Torf und Schinken.

Zum Geschmack: Eine Überraschung ist dieses Bier, da es sehr rauchige Noten mit einer gewissen Fruchtigkeit verbindet. Man hat im Geruch immer einen Grundgeschmack vom dunklen Malz, der wirklich teilweise einen ziemlich rauchigen Charakter aufweist. Es ist dadurch sehr röstig im Geschmack. Unterstützt wird es durch eine überraschend fruchtige Note, die an Brombeere und Erdbeere erinnert. Dies ist wirklich eine sehr überraschende Verbindung in Kombination mit den rauchigen, dunklen Noten.

Zum Fazit: Ein Bier, welches ich als wirklich sehr abwechslungsreich und sehr gelungen betrachte. Der Name trifft das Bier perfekt. Hier hat man wirklich einen Salto Orale. Dafür ist mir das Bier auch 5 Sterne wert.

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Kehrwieder El Duderino

Zum Restart der Bundesliga ist ein Bier natürlich Pflicht. Verkosten möchte ich dabei ein Bier aus Hamburg, von wo so viele Craftbiere stammen. Dieses Mal stammt es dabei wieder von den Brauern der Kehrwieder Kreativbrauerei. Verkostet wird der El Duderino, ein imperial Coffee-Milk Stout. Es sind also auch Laktose und Kaffeebohnen zum brauen verwendet worden. Der Alkoholgehalt liegt auch bei stolzen 10%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes  Bier. Es hat einen ordentlichen bräunlichen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives röstiges Aroma, aber ansonsten nicht viel.

Zum Geschmack: Im erste Eindruck hat man natürlich herb röstige Kaffeenoten, wobei es hier schon in die Kakaonoten geht. Es ist aber noch nicht besonders intensiv. Auch im weitern Trinkverlauf hält sich ein sehr intensives Röstaroma mit einem gewissen Lakritzpotential. Auch die Kaffeearomen bleiben erhalten. Auch leichte beerige noten mache ich aus. Es wirkt insgesamt aber auch schwer und etwas zäh.

Zum Fazit: Ich bin nicht so ganz überzeugt. Mir ist das Bier insgesamt zu schwer und auch zu sehr auf das röstige und schokoladige reduziert. Ich hatte es mir etwas komplexer vorgestellt. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Buddelship Doktor Schnabel

Das heutige Testbier, der Doktor Schnabel von Buddelship aus Hamburg passt so ein bisschen zur momentanen Situation. Das kommt daher, dass der auf dem Bild abgebildete Mann mit der Schnabelmaske einen Doktor darstellt, welcher zu Zeiten der Pest Kranke untersuchte. Die Maske sollte ihn dabei vor einer Ansteckung schützen. Beim Bier selbst handelt es sich um ein imperial Stout, welches einen stolzen Alkoholgehalt von 8,0% hat.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, trübes Bier. Der Schaum ist bräunlich und sehr cremefarben.

Zum Geruch: Intensive Aromen von Toffee und Kaffee kommen einem zunächst in die Nase. Dazu kommt noch leicht Lakritze. Zusätzlich bereichern leicht süßliche Noten die Aromatik. Die Kaffee und Toffeenoten sind aber dominant.

Zum Geschmack: Ein sehr spannendes Bier. Es fallen absolut diese ganz stark an Kaffee erinnernden leicht biteren Noten auf. Man überlegt sich echt einen Moment ob man jetzt ein Bier oder einen schwarzen Kaffee getrunken hat. Die röstigen Malzaromen verraten dann aber das Bier. Der Antrunk ist im Kontrast dazu leicht süßlich, evtl. sogar ein Ticken zu süßlich. Untermalt wird alles durch eine schöne Hopfenbittere. Der Nachgang wird auch im weiteren Trinkverlauf von den Kaffeenoten dominiert, die durch die eben erwähnte Bittere unterstrichen werden.

Zum Fazit: Wer ein kräftiges, röstig/bitteres Bier möchte ist wie ich finde hier sehr gut aufgehoben. Dieses Wechselspiel aus röstigen und bitteren Noten ist für das Trinkerlebnis sehr förderlich. Daher gebe ich hierfür auch 5 Sterne.

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Propeller Nachtflug

Im heutigen Bertest geht es dieses Mal ins Siegerland. Hier gibt es neben den Krombacher auch ein paar Mittelständler. Zum Beispiel die Brauerei Bosch aus Bad Laasphe. Das 1705 gegründete Unternehmen stellt aber nicht nur Pils und Co. her sondern war mit der Marke Propeller einer der ersten die sich in Deutschland wagten Craftbier in größerem Stil zu brauen. Von den mittlerweile 4 Propeller Bieren möchte ich heute den Nachtflug vorstellen, seines Zeichens ein Imperial Stout mit satten 9,1% Alkohol.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, trübes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum, nur eine leichte cremiger brauner Rand.

Zum Geruch: Ein röstiges, sehr nach Kaffee und Lakritz riechendes Bier

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Mix aus im Antrunk süßlich röstigen Noten, die in Richtung Abgang immer bitterer und röstiger werden. Das Mundgefühl ist aber aromatisch und je länger der Trinkgenuss anhält wird es kaffeeartiger, mit einer Schokonote, die sich gut ergänzt. Er ist leicht röstig, aber nur dezent. Alkoholische Noten kommen gar nicht durch wie ich finde-

Zum Fazit: Ein durchaus recht komplexes Bier. Denn es hat sowohl die süßliche schokoladige Note, als auch die für ein Imperial Stout typischen hopfenbetonten Röstig/herben Noten. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Bergcraft Brewtality

Im heutigen Biertest verkoste ich ein Bier von einer Brauerei, von der ich bisher noch nichts verkostet habe. Die Brauerei nennt sich Brauhaus Bergmann und vertreibt ihre Biere unter dem Namen Bergcraft. Ansässig ist sie in Glattbach bei Aschaffenburg. Die Brauerei ist noch recht jung, wurde sie doch erst 2009 von Bernd Bergmann und Stefan Koch gegründet. Besonderen Wert legt die Brauerei darauf, das sämtliche Bier nach Biorichtlinie hergestellt werden. Die Sortenvielfalt reicht von klassisch bis ausgefallen. Ich werde heute das Brewtality, ein Imperial Stout mit satten 8,5% Alkohol vorstellen.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat etwas Schaum, der jedoch nur sehr kurz präsent ist.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges Aroma, dazu kommt Kaffee und etwas Schokolade.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr süßliches Bier mit milchigen und schokoladeige Noten. Diese empfinde ich als sehr sehr intensiv. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, bei dem vor allem der süßliche Geschmack dauerhaft im Mund bleibt. Auch blebt es ein sehr schmackhaftes Bier, welchem aber etwas die Kohlensöure abgeht und mir dadurch ein wenig zu süß vorkommt. Es ist dann auch irgendwie zu klebrig am Gaumen. Allgemein könnte es auch etwas röstiger sein. Dafür schmeckt man den Alkohol überhaupt gar nicht.

Zum Fazit: Ein sehr ausgewogenes Bier, bei dem sich Licht und Schatten die Waage halten. Ich würde mir noch wünschen, das es etwas abwechslungsreicher wäre, als einfach nur süß. Insgesamt vergebe ich für dieses Brauerzeugniss 3 Sterne.