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Wolfscraft Super Lager

Bei Wolfscraft steckt der Wolf nicht nur im Namen, nein das Brauprojekt engagiert sich auch für den Schutz des Wolfes, indem sie die NABU Wolfspatenschaft unterstützen. Somit tut man beim Genuss eines ihrer Biere auch etwas Gutes. Gebraut werden ausschließlich untergärige Biere, wie das Super Lager mit einem Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma zeigt sich in der Nase. Es erinnert an Zitrusnoten, hat aber auch leicht tropische Einflüsse von Maracuja und Melone wie ich finde.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätigt sich der Eindruck eines frischen, dezent fruchtigen Lagers, bei dem sich die Kohlesäure aber angenehm zurückhält und es so richtig süffig macht. Ich habe Noten von Mandarine und Apfelsine. eventuell etwas Pfirsich und eine ganz leicht tropische Note in etwa Mango oder Maracuja Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein fruchtig erfrischendes Bier, bei dem die Mandarinennoten sehr präsent sind und den Geschmack dominieren.

Zum Fazit: Mir schmeckt dieses Bier wirklich sehr und vor allem die Mandarinennote finde ich hier sehr überzeugend. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Klosterbrauerei Furth Kloster Hell

Beim European Beer Star Award im Jahre 2024 wurde mein folgendes Testbier mit der Goldmedaille ausgezeichnet und war damit das beste in diesem Wettbewerb vertretene Helle Lagerbier. Grund genug einmal dieses Bier hier vorzustellen und zu verkosten. Doch was steckt eigentlich hinter der Brauerei die sich Klosterbrauerei Furth nennt? Nun seinen Ursprung hat die Brauerei nicht etwa in einem Kloster, sondern in einem Schloss, dem Schloss Furth im Wald, einem Gebäudeensemble von dem heute nur noch Teile erhalten sind. Geographisch befinde ich mich somit im äußersten Osten Bayerns, unmittelbar an der tschechischen Grenze. Wann genau die Geschichte der Brauerei beginnt, kann nicht mehr so genau bestimmt werden, ein erstes Mal erwähnt wird sie jedoch im Jahre 1621, was die Brauerei auch als offizielles Gründungsdatum angibt. An diesem Datum wurde den Further Lehnsherren das Brauerecht verliehen, wenngleich wohl schon viel früher in Furth Bier gebraut wurde. Schloss und Brauerei wechselten in dieser Zeit jedoch öfter den Besitzer und diese nahmen das Braurecht teilweise sehr unterschiedlich wahr. 1796 kehrt jedoch mit dem Geschlecht der Hornsteiner endlich Kontinuität in den Braubetrieb ein und die Schlossbrauerei Furth wächst stetig. Zur Klosterbrauerei wird sie dann ab dem Jahre 1921 als das kurz zuvor neu gegründete Maristenkloster die Brauerei pachtet. 1980 wurde die Schlossbrauerei dann auch offiziell in Klosterbrauerei umbenannt und hat den Namen bis heute behalten, obwohl seit 1993 die Schlossbrauerei Hohenthann Eigentümer des Betriebs war. 1998 jedoch folgt in tiefer Einschnitt in der Geschichte des Further Bieres, denn die Brauerei in Hohenthann beschließt den Betrieb in Furth einzustellen und das Bier nun im eigenen Haus zu brauen. Bis zum Jahre 2017 fristet das Further Klosterbier so ein Schattendasein, bis man sich mit dem Further Kommunalunternehmen für erneuerbare Energien dazu entscheidet, dem Further Bier wieder neues Leben einzuhauchen. Ab 2019 entsteht so auf dem Gelände des Klosters eine Schaubrauerei, aus welcher nun wieder Further Bier aus Furth kommt. Beim Brauen legt man in Furth zudem großen Wert auf die Verwendung von Bio Zutaten und möglichst viel Regionalität. Der Alkoholgehalt des Hellen liegt indes bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma bringt das Bier in die Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer ordentlich getreidigen Note die eine süßlichen, aber auch etwas würzigen Abgang hat. Es ist ein insgesamt sehr erfrischendes Bier und hat ein wirklich angenehmes und vollmundiges Mundgefühl. Es ist geschmacklich insgesamt recht mild, aber angenehm zu trinken. Das Bier hat vor allem den Vorteil, das es wie viele andere Helle nicht zu süß ist und die Kohlensäure ganz gut prickelt, ja sogar fast schon ein wenig zu viel im Abgang am Gaumen kratzt.

Zum Fazit: Ein grundsolides Bier, das eine ausgewogene Balance zwischen hopfiger Würze im Abgang und getreidigen süßlichen Noten im Körper findet. Es ist nicht zu leicht, für eine Top Wertung aber ein bisschen zu mild. Dafür aber wirklich sehr süffig und mir eine Wertung von 4 Sternen wert.

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Lindenbräu Tennen Hell

Eine eigene Mälzerei, darüber verfügen heut zu Tage nur sehr wenige Brauereien. Die meisten kaufen ihr Malz fertig gemälzt und braufertig bei einer ausschließlich auf die Malzherstellung spezialisierten Mälzerei. Eine Brauerei die noch über eine eigene Mälzerei verfügt ist die Lindenbräu aus dem mittelfränkischen Gräfenberg. Dort wird auch die Gerste für deren neuestes Bier gemälzt, das Tennen Hell. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht süßlich. Es hat ganz leichte fruchtige Nuancen.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr erfrischend, prickelt schon im Antrunk und hat einen schönen süßen Abgang, der auch leicht blumige Hopfenoten hat. Es ist ein durchaus würziges helles Bier, das im Körper aber grundsätzlich schön schlank ist. Das Bier ist durchaus süffig und hat auch etwas Hopfenwürze am Gaumen. Dabei ist es auch nicht so süß und die Malzsüße tritt nur in Grundzügen auf. Das Bier wirkt auf mich durchaus süffig mit einem schönen leicht süßlichen aber auch würzigen Abgang, der gut zum schlanken aber dennoch auch vorhandenen Malzkörper passt und diesen gut ergänzt.

Zum Fazit: Ein sauber gebrautes süffiges und würziges Bier. Eventuell ist es auf der Malzseite etwas zu schlank, ansonsten habe ich hier aber wenig zu bemängeln. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Neder Klassik

Zwar ist der Sommer seit dieser Woche wohl definitiv vorbei, ein bisschen Sommerfeeling kommt aber sehr wohl mit meinem folgenden Testbier auf. Auf der Webseite der Forchheimer Brauerei Neder wird der Bier Klassik als optimaler Durstlöscher auf einer heißen Sommer Grill Party angepriesen. Nichts wünscht man sich im Moment wohl sehnlicher beim Anblick des dauergrauen Himmels. Gebraut wird das Bier mit 3 verschiedenen Malzsorten und kommt auf besitzt Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht tübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas zitronig, leicht hefig und man hat auch eine Spur Hopfen in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer durchaus interessanten Hefearomatik, die eine schöne Zitrusnote mitbringt. Der Körper des Bieres ist schlank und vom Malz kommt nicht so viel, was das Bier in diesem Punkt eher milder macht. Die Kohlensäure ist moderat und prickelt ganz ordentlich und macht das Bier wirklich süffig. Im Abgang hat man schöne Hopfennoten, die auch etwas Zitrus mitbringen. Insgesamt ist es ein mildwürziges Bier mit guter Hopfenaromatik, die aber nicht zu bitter ausfällt. Dennoch sehr süffig und der Hopfen hängt lange am Gaumen nach.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein mildwürziges leichtes, aber auch süffiges und erfrischendes Bier aus Franken.

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Gundel Urhell

Ich fahre fort mit meinen Tests und lande mal wieder bei einem fränkischen Bier. Dieses Mal wieder bei der vergleichsweise recht kleinen Brauerei Gundel aus Barthelmsaurach südlich von Nürnberg. Der Alkoholgehalt des Urhell, meines heutigen Testbiers liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier mit passablem Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig, urig durchaus auch etwas fruchtig mit leichtem Zitruseinschlag.

Zum Geschmack: Ich habe ein überraschend kräftiges und durchaus süffiges Bier mit leichter Hopfenwürzung am Gaumen, das zum Abgang hin auch etwas süßlich ist und mit einem Hauch von Zitrusaroma ausgestattet ist. Der Körper des Bieres ist insgesamt schlank, aber er hat eine leichte Süße an sich, die in Richtung Abgang sehr schöne, auch fruchtige Zitrusnoten bereithält. Dazu kommt ein ganz klein wenig der Hopfen dazu.

Zum Fazit. Ein gutes, eher würziges Helles Lagerbier, das man wirklich sehr gut trinken kann. Von mir gibt das eine klare Empfehlung und folgerichtig eine Wertung von 4 Sternen.

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Oberschönenfelder Helles

Von den Bieren die die Zisterzienserabtei Oberschönenfeld bei der Ustersbacher Brauerei brauen lässt habe ich bereits das Dunkle vorgestellt. Im folgenden Test nehme ich nun seinen hellen Gegenpart unter die Lupe. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Einen leicht brotiger, ansonsten sehr nichtssagender Geruch den das Bier hier hat.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mir einem schönem runden Geschmack, dass auch durchaus ein etwas würzigen Abgang hat. Es hat ansonsten eine Malzsüße die typisch für ein Helles ist und mit einer leichten Honigsüße ausgestattet ist. Was mir am Bier aber eindeutig etwas fehlt ist die Kohlensäure, sodass es nach gewisser Zeit ein wenig schal schmeckt.

Zum Fazit: Ein mildes, feinwürziges Helles mit dezenter Malzsüße das niemandem weh tut. Kann man gut trinken und bekommt von mir wegen der fehlenden Kohlensäure 3 Sterne.

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Reh Landbier Hell

Im nächsten Test geht es ins Ellertal einer Landschaft östlich von Bamberg. In Litzendorf, dem Zentrum des Ellertals gibt es im Gemeindegebiet noch 5 Brauereien von denen eine davon, die Brauerei im Gemeindeteil Lohdorf ist. Im Sortiment der Brauerei Reh findet sich mit dem hellen Landbier auch typisches fränkisches Landbier, welches einen Alkoholgehalt von 4,9% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr süßliche Aroma, mit etwas teigigen Getreidenoten. Man riecht zudem etwas leicht fruchtiges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es zunächst süßlich und getreidig, bevor es im Abgang dann etwas kerniger und würziger wird. Im Nachgang ist es in den Backen leicht mineralisch und irgendwie etwas schmierig im Mundgefühl. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, dass irgendwie unausgewogen wirkt und es einen kernigen aber irgendwie auch hopfigen Geschmack hat.

Zum Fazit: Ein finde das Bier insgesamt etwas zu unausgewogen und im Nachgang ist es mir für ein Landbier zu hopfenbetont. Auch ist es mir im Mundgefühl etwas zu schmierig. Von mir gibt das 2 Sterne.

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Kloster Scheyern Schyrengold

Biere des Klosters Scheyern sieht man hin und wieder mal in Deutschland im ein oder anderen Getränke- oder Supermarkt. Dabei stellt man sich natürlich die Frage, wer eigentlich hinter diesem Bier steckt und ob es dieses Kloster überhaupt gibt? Nun dieses Kloster gibt es tatsächlich und es wird auch im Kloster durch und für das Kloster Bier gebraut. Doch ist dies nur die halbe Wahrheit, denn im Kloster fährt man zweigleisig.

Während die Biere für den regionalen Markt rings um das Kloster tatsächlich vor Ort gebraut werden, werden die Biere, welche überregional in ganz Deutschland erhältlich sind in Lizenz bei Tucher in Nürnberg gebraut. Laut Website unter strenger Aufsicht des Klosters und sogar mit Gottes Segen. Dann kann ja wohl wirklich nichts mehr schief gehen. Ich verkoste dagegen aber heute tatsächlich eines der regionalen Biere, das Schyrengold mit einem Alkoholgehalt von 4,8%. Gottes Segen wird es wohl auch haben wenn es innerhalb der Klostermauern gebraut wurde.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig und etwas getreidig in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen überaus kräftigen Körper, der auch eine leicht fruchtig, aromatisch im Abgang ist. Es erinnert leicht an Mandarine und etwas Orange. Die Kohlensure prickelt ganz gut und macht es süffig. Trotz des geringen Alkoholgehalt finde ich, dass das Bier einen durchaus präsenten und vollmundigen Körper hat mit einem schönen hefigen Abgang, der ebenfalls sehr vollmundig ist und einen leichten Hauch von Zitrus versprüht.

Zum Fazit: Ein erfrischendes, ausgewogenes und vollmundiges Bier mit schönem Geschmack. Von mir gibt das eine Wertung von 4 Sternen.

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Huppendorfer Urtyp Hell

Der noch relativ neue Urtyp Hell der Brauerei Grasser aus Huppendorf bei Bamberg ist nun mein nächstes Testbier. Damit hat man auch hier nun ein ans bayerische Original angelehnte Bier im Sortiment. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas keksig, getreidig in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein würziges Bier mit einem durchaus eigenen Geshcmack im Abgang, der etwas kekesig getreidig ist. Im Körper ist es durchaus auch vollmundig. Ich habe ein Bier, das durchaus Substanz im Körper hat und so auch kräftiger als andere Helle wirkt. Etwas strohig ist es zudem im Geschmack. Grundsätzlich ist es ein feinwürziges, leicht süßliches Helles, das durchaus etwas Körper hat. Auch zum Ende hin ist das Bier süffig, würzig mit leichter Getreidesüße und auch einem etwas strohigen Geschmack. Es könnte noch etwas mehr Kohlensäure vertragen, hat aber für ein Helles einen durchaus präsenten Malzkörper.

Zum Fazit: Ein super, etwas kräftigeres und auch würziges bis strohiges Helles. Etwas anders als die typischen Hellen aus Altbayern, aber dennoch ein sehr gutes Bier, das von mir eine Wertung von sehr guten 4 Sternen bekommt.

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Riedl Landbier

Auch die nächste Brauerei existiert nicht mehr, denn vor ziemlich genau einem Jahr hat auch die Brauerei Riedl aus der Oberpfalz ihre Pforten geschlossen. Auch in diesem Fall habe ich mich noch einmal in die Nähe der Brauerei begeben und mich mit einem großen Teil des Sortiments eingedeckt, sodass ich es nun verkosten kann. Dieses mal habe ich das Landbier, das einen Alkoholgehalt von 4,8% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig süßlich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges, getreidges Bier. Es hat einen leicht würzigen Abgang. Das Bier wirkt im ersten Moment sehr spritzig. Der Körper ist leicht, der Abgang aber auch ein wenig wässrig. Das Bier ist im Körper schlank und im Abgang würzig herb, aber eben auch ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Ein solides, ausgewogenes Bier, das aber auch ein wenig belanglos scheint und sich eher in die Masse der Mitte einreiht. Es ist durchaus gut trinkbar, sticht aber für meinen Geschmack nicht heraus. Daher bekommt es von mir solide 3 Sterne.