Veröffentlicht in 3-Sterne

Kanone Hell

Im heutigen Biertest geht es endlich mal wieder zu einer Brauerei, von der mir bisher noch kein Bier ins Glas gegangen ist. Es ist das Helle der Brauerei Kanone, die sich wie so viele andere Brauereien auch in Franken befindet. Genauer gesagt befindet sie sich in Schnaittach. Ihren ungewöhnlichen Namen hat sie von der bekannten Festung Rothenberg, die sich unweit von Schnaittach auf dem gleichnamigem Berg erhebt. Erzählungen zufolge sollen sich die auf der Festung stationierten Kanoniere gerne im zur Brauerei gehörigen Gasthof am Bier der Brauerei gelabt haben, sodass dieser irgendwann im Volksmund den Hausnamen Kanone erhielt. Das Helle ist der Klassiker des Betriebes und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zum Geruch: Ein goldenes, klares Bier. Der weiße Schaum ist sehr beständig und sieht gut aus.

Zum Geruch: Man hat sehr brotige getreidige Noten in der Nase.

Zum Geschmack: Ein malziger, leicht erdiger Biergeschmack. Im Abgang hat man leicht grasig herbe Noten des Hopfens auf der Zunge. Man hat ein sehr feines Malzaroma in diesem Bier. Jedoch ist die Kohlensäure ein wenig zu stark dosiert und so lässt es nicht ganz so flüssig trinken. Gegen Ende wird es ein wenig lasch und wässrig.

Zum Fazit: Dieses Helle ist nicht ganz die Offenbarung. Es ist aber durchaus würzig und man kann es trinken. Daher gebe ich eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Oberdorfer Helles

Es gibt ein neues Helles. Seit einiger Zeit ist in den Getränkemerkten vermehrt das Oberdorfer Helle zu finden. Hinter dem Bier steckt das Allgäuer Brauhaus, das damit versucht auch ein Stück vom Kuchen im wachsenden Markt der Hellbiere abzugreifen. Dabei ist das Bier, wie viele andere Helle optisch bewusst auf bayerisch getrimmt. Der Name Oberdorfer leitet sich von der Stadt Marktoberdorf ab, in deren Stadtteil Leuterschach sich seit 2004 die Produktionsstätte des Allgäuer Brauhauses befindet, nachdem man zuvor jahrhundertelang in Kempten gebraut hatte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht süßliches Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches ein paar süßliche Noten hat und gegen Abgang auch etwas brotigere Noten. Man hat eine ganz gute getreidige Note mit leichter Süße ohne das diese dabei zu aufdringlich wird. Es hat teilweise etwas grünlich-erdiges. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein wenig süßlich. Dazu prickelt es immer wieder leicht am Gaumen. Im Nachgang hat es nichts besonders aufzuweisen und ist relativ neutral bzw. schnell verschwunden. Der Malzkörper ist leicht wie sich das für ein Helles gehört.

Zum Fazit: Das Bier ist sicherlich keines auf das Bierwelt gewartet hätte. Aber das muss es auch gar nicht. Hier handelt es sich um ein grundsolides, handwerklich einwandfrei gebrautes Bier, das recht gut zu trinken ist. Es könnte noch etwas mehr Kohlensäure vertragen. Dazu ist es aber auch recht langweilig und sticht bei der inzwischen vorhandenen Masse an Hellen überhaupt nicht heraus. Wer es sich aber dennoch kauft macht damit sicherlich auch keinen Fehler, den es ist unkompliziert zu trinken und auch sehr erfrischend. Ich gebe dem Bier solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Härtsfelder Helles

Helles ist zur Zeit die wohl am stärksten polarisierende Sorte am Biermarkt. Kein Bier liegt so im Trend wie das bayerische Alltagsbier und so ist es kaum verwunderlich das immer mehr Brauerei ein solches im Sortiment haben. Mein heutiger Test verschlägt mich dabei nicht ganz nach Bayern, sondern ins Grenzgebiet, auf das zu Würtenberg gehörende Härtsfeld. Von der dort ansässigen Brauerei Hald aus Dunstelkingen gibt es ein eben momentan so beliebtes Helles, das auf einen Alkoholgehalt von 4,8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getridiges und brotiges Aroma hat man hier in der Nase, welches sehr schön durchkommt. Dazu leicht keksige Nuancen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier recht brotig, aber mit einem leicht süßlichen Aroma im Abgang. Es ist ein würziges Bier, bei dem man auch im weiteren Trinkverlauf eine würzig brotige Note hat, ohne das es dabei zu süßlich wäre. Der Körper ist einigermaßen schlank, jedoch keineswegs wässrig. Gegen Ende wird mir die Kohlensäure ein wenig zu viel und etwas lästig. Die Kohlensäure verhindert zwar das es zu süß wird, jedoch wird es ein wenig zu sprudelig und das schadet etwas der Bekömmlichkeit.

Zum Fazit: Ein sehr sehr lebendiges Helles, das durchaus erfrischend ist. Für Leute die es eher prickelnd mögen ist dies wohl eine gute Alternative. Mir ist das etwas zu viel des Guten und so gibt es von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Waldhaus Hell

Aus dem Hause Waldhaus im Schwarzwald, habe ich heute ein Helles im Test. Dieser mittlerweile allseits verbreitete Bierstil breitet sich in den letzten Jahren von Bayern bis in die letzten Winkel der Republik aus und liegt absolut im Trend. Der Alkoholgehalt der Waldäuser Version liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig frisches Aroma, das aber auch deutliche Spuren von Zitrusnoten aufweist. Dazu kommt ein etwas erdiges Aroma.

Zum Geschmack: Ein sehr süßlicher erster Eindruck. Mir fast schon ein wenig zuckrig bzw. zu süß. Es hängt so komisch im Nachgang im Hals. Nach weiteren Schlucken lässt dieses süßliche Aroma nach, jedoch bleibt weiterhin ein komisches Mundgefühl, das so ein Mix aus süßlichen und irgendwie wie ich finde seifigen Noten hat. Vor allem am Gaumen sind diese Noten echt komisch.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. Normalerweise sind die Biere der Waldhaus Brauerei vorzüglich, doch mit diesem Hellen haben sie keinen wirklichen Treffer gelandet. Das gibt nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Engelbräu Urtyp Hell

Für einen weiteren Biertest habe ich dieses Mal wieder ein Helles und zwar eines der Brauerei Engelbräu aus Rettenberg im Allgäu. Rettenberg, ein unscheinbares Dörfchen am Fuße des Grünten ist auch als Bierdorf bekannt, beherbergt es doch neben der Engelbräu mit Zötler noch eine weitere Brauerei von identischer Größe. Der Urtyp Hell, den ich verkosten werde kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma, das aber auch leichte erdige Nuancen besitzt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, welches getreidig süßlich ist und dieses Aroma auch schön im Abgang behält. Es prickelt leicht in den Backen und ist dann auch in Richtung Gaumen ein wenig prickelnd. Es wirkt sehr frisch und erfrischend, jedoch könnte es dennoch noch etwas mehr Kohlensäure vertragen. Es hat meiner Meinung nach eine Malzsüße die nicht so ganz rund wirkt und ist leicht kratzig am Gaumen. Dennoch hat es einen schönen Körper und vor allem die feine Malzsüße weis zu überzeugen auch wenn die Kohlensäure noch etwas mehr ausgependelt sein müsste.

Zum Fazit: Ein solides Helles, bei dem mich aber die nicht optimal ausbalancierte Kohlensäure im Verhältnis zum restlichen Bier etwas stört. Ich gebe dem Ganzen daher solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Sternla Helles

Sternla schmeckt, dieser so simple wie geniale Slogan gehört zum nächsten Bier auf meiner Testagenda, dem Sternla Hell. Gebraut wird das Ganze von der Würzburger Hofbräu, die einen solchen Brauerstern auch in ihrem Logo führt. Wie es sich für ein klassisches Lager gehört liegt der Alkoholgehalt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum, der dazu eher schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Es riecht etwas brotig und etwas süßlich, aber ansonsten recht unspektakulär.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es etwas süßlich, aber auch ein wenig getreidig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man auch einen süßlich malzigen Geschmack, der aber von einer sehr gut dosierten Kohlensäure aufgefangen wird, sodass das Ganze nicht zu süßlich wird. Es ist geschmackiges Helles mit einem leicht süßlichen Abgang, aber insgesamt recht unspektakulär.

Zum Fazit: Ein solides Helles, das aus der inzwischen großen Masse an Lagerbieren weder herausfällt noch heraussticht. Es ist ganz gut trinkbar und süffig wie so viele andere Biere seines Typus ebenfalls. Das gibt 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Grohe Hell

Ein Bier der Darmstädter Kultmarke Grohe führt mich für den nächsten Biertest ins südliche Hessen. Dieses Mal darf es aus dem Sortiment des Braubetriebs das Helle sein. Alkoholtechnisch liegt es bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist eher geruchsneutral. Nur ganze leicht getreidige Noten mache ich in der Nase aus.

Zum Geschmack: Ein recht würziges Bier, das im ersten Eindruck zunächst nicht so über die Süße kommt, sondern eher ein kerniges und kantiges Bier darstellt. In der Backengegend ist es ein wenig herb, im Nachgang hingegen ein wenig muffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr spritziges Bier, welches vor allem am Gaumen eine gewisse Hopfigheit aufweist, Diese ist ein wenig herb, aber nicht bitter und verleiht dem Bier insgesamt einen milden Grundton.

Zum Fazit: Ein mild würziges Bier, wie es sich für ein schönes Helles gehört. Es ist nicht süß, sondern eher kernig und sprudelig, dafür aber sehr erfrischend. Alles in Allem ist es mild, ohne aber geschmacklos oder wässrig zu sein. Mich überzeugt das und ich gebe hierfür gute 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Klosterhof Helles

Aus dem Hause Klosterhof hatte ich bisher das Pils sowie das Bernsteinweizen. Von den in bewährter Bioqualität gebrauten Bieren ist heute nun das Helle dran, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein sehr sprudeliges und schaumiges Bier. Es ist helles Bernstein mit einer außerordentlichen Trübung.

Zum Geruch: Es riecht sehr gerstig zuckrig wie man es eher von fränkischen Bieren kennt. Es ist ein sehr grasiger und erdiger Geruch. Dazu kommt leicht hefiges und Karamell.

Zum Geschmack: Es ist ein herb süßes Bier das eine gut Würze hat. Es ist mir im ersten Eindruck fast schon ein wenig zu süßund hat einen sehr gerstiger Geschmack. Dazu schmeckt sehr kernig und urtümlich. Der Hopfen kommt ein wenig durch und setzt immer mal wieder ganz leichte bittere Akzente. Es ist leicht süßlich-karamellig, aber irgendwie ist es einfach immer etwas zu süßlich.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ein uriges Helles, das mir persönlich einen Tick zu süß ist.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Thurn und Taxis Hell

Der Name Thurn und Taxis dürfte wohl jeder schon einmal gehört haben und hinter meinem heutigen Testbier steckt auch tatsächlich die bekannte Regensburger Adelsfamilie. Das Bier selbst, hat heute jedoch nichts mehr mit den Fürsten zu tun, nachdem diese die Brauerei samt Namensrechte im Jahre 1996 an Paulaner verkauft hatten und die Produktionsstätten stillgelegt wurden. Die Bier gibt es aber immer noch so z.B. auch das Helle, das ich heute verkoste. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Süßkernig. Es riecht typisch nach bayrischem Hellen. Eher ein wenig kernig. Sogar leicht fruchtig ist es.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches, leicht teigiges Bier. dennoch schmeckt man die getreidge Note. Sie ist aber weder zu süß noch zu bortig, sondern schön frisch und leicht süßmalzig teigig. Es schmeckt auch im weiteren Trinkverlauf sehr frisch und ist auch süffig. Jedoch ist es in gewisser Weise auch ein wenig zu mild. Es könnt noch etwas mehr Geschmack haben.

Zum Fazit. Ein wirklich gutes Helles und ich tendiere fast dazu hier 4 Sterne zu geben, jedoch reicht es knapp nur für 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Kaiser Hell

Seit etwas mehr als einem Jahr hat nun auch die Kaiserbrauerei aus Geislingen ein Helles am Start und hat dafür prompt gleich mal einen Preis eingesackt. Bei den World Beer Awards gewann das Helle nämlich den deutschen Regionalpreis in der Kategorie Münchner Helles und darf sich fortan bestes Helles der Republik nennen. Ob das wirklich so ist, möchte ich mit dem folgenden Test nun herausfinden. Alkoholtechnisch bewegen wir uns hier bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht ganz leicht süßlich und leicht dezent getreidig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, welches sehr süßlich ist, aber nicht so, das man es als zu süßlich bezeichnen könnte. Es ist einigermaßen erfrischend. Es prickelt leicht am Gaumen ist, sonst aber nicht so besonders spektakulär. Im weiteren Trinkverlauf ist es dann etwas flacher. Es ist am Gaumen leicht herb, aber ansonsten geschmacklich eher zurückhaltend. Dabei ist es aber nicht wässrig, da ein gewisser Malzkörper präsent ist, wirklich viel Geschmack kommt am Ende aber nicht heraus.

Zum Fazit: Nun ja es ist wirklich nicht schlecht und man kann es trinken. Ich finde es aber irgendwie einfach ein wenig unspektakulär und wundere mich etwas, was die Tester in diesem Bier gesehen haben. Ich jedenfalls verleihe diesem Bier eine Wertung von 3 Sternen, aber sehr ordentlichen 3 Sternen.