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Erlkönig Hell

Josef und Ludwig Erl führen die gleichnamige Traditionsbrauerei aus Geiselhöring nun in der inzwischen 5. und 6. Generation, die 1871 mit Ulrich Erl begann. Er erwarb die bereits 1852 als Brauerei Mayer gegründete Brauerei und begründete damit die bis heute anhaltende Familientradition. Aushängeschild ist bis heute das Erlkönig Hell, das unter anderem 2018 die Bronzemedaille beim European Beer Star Award erringen konnte und auch sonst bisher die ein oder andere Auszeichnung eingeheimst hat. Daher habe ich schon eine gewisse Erwartungshaltung an mein folgendes Testbier, das einem Alkoholgehalt von 5% aufweist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Getreidig, leicht süßlich minimal Honig und Hopfen zeigen sich in der Nase.

Zum Geschmack. Das Bier ist süffig und hat einen durchaus würzigen Abgang, der dennoch auch leicht süßlich ist. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert und wirkt sehr belebend, was zur Süffigkeit des Bieres beiträgt. Es ist zwar wie beschrieben ein durchaus würziges Bier, für meinen Geschmack könnte es aber dennoch ein wenig mehr Hopfen vertragen. Der Körper des Bieres ist eher schlank und im weiteren trinkverlauf kommen durchaus vermehrt eher süßlichere Noten zum Vorschein.

Zum Fazit: Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Helle. Es ist wirklich lecker und an sich eine runde Sache. Hier und da könnte es noch etwas mehr sein, aber ein süffiges und sehr frisch wirkendes Bier.

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Antoniter Bayerisch hell

Egal ob Augustiner, Franziskaner oder auch Paulaner. Viel bekannte Biermarken in Deutschland haben ihren Namen von einem Mönchsorden. Dies ist oft der Tatsache geschuldet, dass viele Brauereien ihren Ursprung in einem Kloster hatten, denn im frühen Mittelalter waren es oft die Mönche in den Klöstern, die sich der Braukunst verschrieben hatten. Aus vielen dieser Klosterbrauereien wurden jedoch im Laufe der Jahrhunderte kommerzielle Bürgerliche Brauereien und so blieb oft nur der Name, der noch an den Ursprung der Brauerei erinnert. Somit steht heute hinter keiner der bekannten Biermarken mit Bezug zu einem Mönchsorden noch ein richtiges Kloster, sondern sie alle sind inzwischen kommerzieller Natur und teilweise Teil globaler Großkonzerne. Auch mein nächstes Testbier ist so ein Fall, denn das Antoniter Hell hat weder einen direkten Bezug zu einem Kloster noch wirklich zu besagten Mönchsorden. Die produzierende Brauerei, die Kaiser Bräu aus Neuhaus in Franken, nutzt hier lediglich den Namen und das Antoniterkreuz zur besseren Vermarktung ihres Bieres. Vermutlich will man so auch etwas von der Beliebtheit des Augustinerbieres abgreifen. Ob es auch geschmacklich etwas taugt, soll nun der folgende Biertest herausfinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Shaum.

Zum Geruch: Ein brotig getridges Aroma, dass aber nicht so süßlich ist.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier mit leicht würziger Note im Abgang. Hier zeigt es dann durchaus auch einen etwas hopfigen Eindruck. Aber auch das Malz zeigt sich und sorgt für eine gewisse Süße, die sich dann schön im Nachgang im Mundraum ausbreitet. Insgesamt ist es im Körper eher schlank, die Kohlensäure prickelt dafür aber sehr gut und macht das Bier insgesamt schön süffig. Geschmacklich ist es mild und daher auch leider ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Ein eher leichteres Bier, dessen Geschmack für mich aber grundsätzlich in Ordnung geht. Kann man trinken, aber irgendwie ist es auch austaschbar und hat wenig Tiefe. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Dachsbräu Hell

Ich mache weiter mit den Biertests. Nun an anderer Stelle in Bayern, nämlich in Weilheim. Es gibt in Deutschland einige Städte und Gemeinden mit diesem Namen, ich für meinen Teil befinde mich aber in Weilheim in Oberbayern. Der Ort ist einer der zentralen Städte des Pffafenwinkels, einer südbayerischen Region zwischen Lech und Loisach, und hat eine Einwohnerzahl von etwa 23.300 Menschen. Im Ort gibt es die Dachsbräu, ein Betrieb mit Tradition die bis ins Jahr 1879 zurückreicht. Klassisch bayrisch verkoste ich heute das Dachs Hell, wobei hier der ein oder andere Fan des typisch bayerischen Hellen stutzig werden dürfte, denn genau genommen handelt es sich hier gar nicht um ein Helles sondern ein Exportbier. Dies erkennt man unter anderen wenn man sich das Frontetikett der Flasche genauer anschaut. Auch der Alkoholgehalt von 5,5% weißt auf ein Exportbier hin.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßmalziges Aroma. Es hat etwas in der Nase, dass leicht an Birnen oder auch grüne Äpfel erinnert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bleibt ein Bier mit einem schön malzigen Geschmack, der allerdings auch einen etwas keksigen Nachgang hat. Der Körper ist kräftig und die Kohlensäure prickelt durchaus etwas um die Zunge herum. Insgesamt zeichnet sich das Bier vor allem durch schön kräftige süßmalzige Noten aus. Diese empfinde ich wirklich sehr schön ausgeprägt und aromatisch. Durch die Kohlensöure hat dieses kräftige Bier dennoch einen sehr erfrischenden Charakter.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen. Ein kräftiges und leckeres, wirklich sehr schön getreidiges eher süßliches Exportbier. Es ist sehr süffig und erfrischend.

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Bruckmüller Hell

Im nächsten Biertest habe ich nun ein Helles aus Bayern, genauer gesagt aus der Region Oberpfalz. Von einer der in Amberg ansässigen Brauereien, nämlich der Brauerei Bruckmüller, verkoste ich im folgenden Test nun das Helle. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen recht ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig, süßlich mit schöner Honignote.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes Helles Bier. Es hat nicht so viel Geschmackstiefe, aber einen schönen, leicht süßlichen Abgang, der auch etwas an Honig erinnert. Eine leichte Säure hat das Bier im Antrunk, diese passt aber gut zum Malz und auch im Abgang bleibt diese am Rand bestehen. Dennoch verspührt man am Gaumen durchaus auch eine leichte Würze, die den Geschmack abrundet. Sie sorgt dafür das Bier nicht zu süß wirkt und somit eine eher leicht hopfigeres helles ist. Die sehr lebendige kohlensöure sorgt, dafür das es süffig und sehr lebendig wirkt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein rundum gelungenes und süffiges Helles.

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Mager Ur-Hell

Für meinen nächsten Biertest geht es wieder in die wunderschöne fränkische Schweiz. In Pottenstein, der Stadt mit der weithin bekannten Burg, umgeben von malerischen Felsformationen, hat die Brauerei Mager ihren Sitz. Von dieser stelle ich im folgenden Test das Ur-Hell vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe hier einen doch sehr süßlichen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen kräftig süßlichen Geschmack. Es hat eine gewisse Honigsüße, die man oft bei Hellen findet. Insgesamt finde ich es schon sehr süß im Geschmack. Die Kohlensäure prickelt ganz gut und macht das Bier sehr lebendig. Vor allem im Nachgang bleibt aber eine etwas unangenehme Süße hängen. Der Antrunk ist noch etwas spritzig. Im Abgang kommen ganz leichte Hopfennoten, bevor der Nachgang von einem durchaus süßlichen Aroma dominiert wird. Dem Bier fehlt es etwas an Hopfenwürze.

Zum Fazit: Ein gutes Helles, das mir aber leider etwas zu süß ausfällt. Man kann es trinken, ich hatte aber definitiv schon das ein oder andere bessere Helle. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Greif Vollbier Hell

Natürlich mache ich auch im neuen Jahr mit meinen Biertests in gewohnter Qualität weiter. Auch mein Podcast Projekt “ Ausgedacht und Nachgetrunken“ werde ich weiterführen und um neue Ideen ergänzen. Da das neue Jahr jedoch auch die Zeit für Veränderung und die ein oder andere Neuheit bietet soll das erste Bier des Jahre ein Bier sein, welches noch nicht so lange am Markt ist, eine Neuheit also. Anlässlich des 175 jährigen Jubiläums hat die Forchheimer Brauerei Greif nämlich ein Helles in einer Retro Version heraus gebracht, das sowohl optisch als auch geschmacklich an jenes aus den 60er und 70er Jahren erinnern soll. Geschmacklich soll es sich durch seine mildere Hopfung im Vergleich zum normalen Hellen von Greif unterscheiden. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit ordentlichem weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas getreidig, aber auch leicht hopfig.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr lebendig, aber auch etwas hopfig. Der Nachgang ist dennoch eher mild. Eine gewisse Hopfenwürze am Gaumen ist aber nicht zu leugnen. Im Körper ist das Bier sehr schlank überzeugt mich aber vor allem durch sein dezentes Hopfenaroma welches am Gaumen anklingt. Das Bier ist süffig könnte aber noch spritziger sein, Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein würzig frisches Helles mit durchaus ausgeprägter Hopfennote am Gaumen die mich überzeugt. Malzsüße kommt nur ganz leicht im Geschmack heraus und ist hier eher zurückhaltend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein doch eher mildes, aber keineswegs geschmackloses Helles. Ich finde dennoch das geschmacklich vor allem eine leichte Hopfenwürze heraussticht und es so durchaus deutlich mildere Helle gibt. Vor allem das Malz hält sich geschmacklich zurück und sorgt für ein schlankes und süffiges Bier. Wie sich das Bier im vergleich zum normalen Hellen verhält kann ich jetzt so spontan nicht sagen, jedoch werde ich das zu gegebener Zeit nachtragen, wenn ich wieder einmal in den Genuss dieses Bieres kommen sollte.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Freunden des Bierblogs ein frohes neues Jahr 2026 auf das es noch viele lecker Bierchen geben wird. Prost!

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Königsseer Helles

Helle Biere und oberbayerische Seen? Vom Tegern- bis zum Chiemsee scheint dies bestens zu funktionieren. Daher hat man sich beim Hofbräu in Berchtesgaden wohl gedacht einfach mit auf dieser Welle zu reiten und sein neues Helles nach einem der wohl schönsten und bekanntesten bayerischen Seen benannt, dem Königsee. Einen Bezug zur Region hat das Bier aber dennoch, da sich Berchtesgaden nicht weit entfernt von besagtem See befindet, der die alpine Region prägt und Jahr für Jahr zahlreiche Touristen anzieht, welche dann nach einem Besuch des Königsees vielleicht auch ein Königsseer Hell genießen. Wie besagtes Bier schmeckt und ob es mit den besagten anderen „Seehellen“ mithalten kann, wird der folgende Beitrag nun zeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher geruchsneutrales nicht so viel aussagendes Bier.

Zum Geschmack: Ich habe ein süßliches, aber sehr erfrischendes Bier. Es hat etwas süßliches doch auch honigartiges in Richtung Abgang. Geschmacklich ist es insgesamt aber ein eher zurückhaltendes, mildes Bier, das aber dennoch nicht wässrig wirkt sondern immer irgendwie eine gewisse Süße mitbringt und daher auch süffig wirkt. Der Hopfen ist dementsprechend auch zurückhaltend und sorgt nur für eine ganz leichte Bittere am Gaumen. Im Körper ist es eher schlank aber dennoch recht vollmundig.

Zum Fazit: Ein solides Helles, das mit seinen Brüder vom Tergern- oder Chiemsee durchaus mithalten kann. Insgesamt aber ein wenig zu mild und im Vergleich zu andere Hellen fehlt ihm etwas die Würze. Von mir gibt’s 3 Sterne.

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Riedl Landbier

Auch die nächste Brauerei existiert nicht mehr, denn vor ziemlich genau einem Jahr hat auch die Brauerei Riedl aus der Oberpfalz ihre Pforten geschlossen. Auch in diesem Fall habe ich mich noch einmal in die Nähe der Brauerei begeben und mich mit einem großen Teil des Sortiments eingedeckt, sodass ich es nun verkosten kann. Dieses mal habe ich das Landbier, das einen Alkoholgehalt von 4,8% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig süßlich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges, getreidges Bier. Es hat einen leicht würzigen Abgang. Das Bier wirkt im ersten Moment sehr spritzig. Der Körper ist leicht, der Abgang aber auch ein wenig wässrig. Das Bier ist im Körper schlank und im Abgang würzig herb, aber eben auch ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Ein solides, ausgewogenes Bier, das aber auch ein wenig belanglos scheint und sich eher in die Masse der Mitte einreiht. Es ist durchaus gut trinkbar, sticht aber für meinen Geschmack nicht heraus. Daher bekommt es von mir solide 3 Sterne.

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Gansbräu Hell

Neumarkts guter Schluck. Das ist der Slogan der Gansbräu. Ihr beliebtestes Bier, das Helle habe ich nun heute im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma mit einer leicht kernig urigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer dezent süßlichen Note. Schon im Antrunk startet das Bier süßmalzig, so dass diese Aromen schön den Gaumen umspielen. Ich habe auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier mit einem schönen getreidig leicht süßliche Abgang, der auch etwas Säure bringt. Das getreidige wirkt aber sehr urig da es von würzigen Hopfennoten begleitet wird. Es ist ein Bier, das von erstem bis zum letztens Schluck gschmackig und süffig wirkt und nicht nachlässt.

Zum Fazit. Ein würziges und auch kernigeres Helles, das nicht so glatt wie viele andere wirkt. Dennoch sorgt dies dafür das es manchmal etwas unausgeglichen wirkt. Dennoch kann ich dieses Bier absolut empfehlen und vergebe hier 4 Sterne.

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Wittmann LA Lager

Bei L.A. da denkt wohl jeder sofort an Hollywood, die großen Filmstars und den kalifornischen Lifestyle mit viel Sonne und Strand. Doch LA steht auch für das bayerische Landshut, zumindest wenn man das Autokennzeichen heranzieht. Die Brauerei Wittmann aus Landshut spielt bewusst mit dieser Nähe zur kalifornischen Metropole, zumindest wenn man sich Namen und Etikett des LA Lager anschaut. In Anlehnung an den berühmten Hollywood Walk of Fame ziert das Etikett der Flasche nämlich ein großer goldener Stern. Ob der Inhalt des Bieres auch so filmreif ist, wird nun der folgende Test klären. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig, leicht teigig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das am Gaumen durchaus etwas würzig ist und einen leicht teigig-getreidigen Abgang aufweist. Es ist im ersten Eindruck vor allem im Nachgang aber auch etwas zu süß. Dieser zu Süße Eindruck bessert sich aber ein wenig, wenngleich dem Bier etwas Kohlensäure noch merklich gut tun würde. Ansonsten ist es im Körper recht leicht und lässt sich entspannt trinken.

Zum Fazit: Um bei der Filmsprache zu bleiben, handelt es sich bei diesem Bier wohl eher um ein B-Movie, denn um einen Blockbuster. Immerhin ist es meiner Meinung nach kein Kassenflop, aber auch nichts wirklich besonderes. Die Süße ist es zu viel und auch etwas mehr Kohlensäure wäre nicht schlecht. Ansonsten hat es aber einen ausgewogenen Getreidegeschmack und etwas Würze am Gaumen. Das gibt 3 Sterne.