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Kanone Dunkel

Mein nächster Biertest dreht sich um das Dunkle der fränkischen Brauerei Kanone aus Schnaitach. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht röstig in der Nase. Es hat etwas von Kaffee.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einen doch intensiv röstigen Geschmack hat, der vor allem im Abgang zum tragen kommt. Wenn dieser verschwindet, kommt auch etwas milchig süßliches. Es wirkt auch leicht angeraucht, denn man hat so einen holzigen, aber auch leicht an Schinken erinnernden Geschmack. Es ist ein Bier, das insgesamt durchaus süffig ist und vor allem auch schön röstig. Das etwas an rauchbier erinnernde Aroma lässt im weiteren Trinkverlauf aber etwas nach und verliert sich dann. Trotzdem klingen immer wider die leicht rauchige Noten an.

Zum Fazit. Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Dieses leicht rauchige mit den ansonsten typischen Aromen eines Dunkelbieres gefällt mir. Es röstig hat zeitgleich aber auch ein etwas milchiges Geschmacksprofil.

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Zwanzger Vollbier

Bereits in der 12 Generation wird die Brauerei Zwanzger im fränkischen Uehlfeld von der gleichnamigen Familie geführt. Uehfeld selbst liegt im Landkreis Windsheim-Neustadt und ist wegen seiner aktuell 35 nistenden Storchenpaare als Storchendorf Bayerns bekannt. Neben der Brauerei Zwanzger gibt es im Ort auch noch die Brauerei Prechtel, von der ich ebenfalls schon einmal ein Bier verkostet habe. Erstmals erwähnt wurde Brauerei Zwanzger im Jahre 1639 und wird aktuell von Christian Zwanzger geführt. Neben den klassisch fränkischen Standardsorten, werden auf einer Kleinbrauanlage auch allerhand Spezialsude gebraut. Ich verkoste heute aber das Vollbier, einer der Klassiker im Sortiment mit einem Alkoholgehalt von 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, kupferfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen brotigen, durchaus auch karamelligen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen röstig karamelliges Aroma und dennoch auch etwas Hopfenherbe am Gaumen. Trotz seine vergleichsweise wenigen Alkoholgehalts finde ich, hat das das Bier einen schönen Körper und ist durchaus ordentlich würzig Es zeichnet sich durch einen leicht röstigen, hopfig herben Abgang hat. Im Nachgang kommen dann noch etwas karamellige Noten dazu. Der hopfig herbe Abgang, hat durchaus auch etwas leicht kräutriges.

Zum Fazit: Ein wirklich super Bier mit nicht allzu hohem Alkoholgehalt, sodass man davon durchaus auch mal eines mehr trinken kann. Würzig herb, aber dennoch nicht bitter mit leichter Röst- und Karamellnote. Das gibt 5 Sterne. Was will man mehr.

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Friedel Vollbier

Im nächsten Biertest stelle ich wieder eine Brauerei vor, von der ich bisher noch kein Bier hier im Blog hatte. Die Rede ist von der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen. Der Ort ist ein Gemeindeteil von Höchstadt an der Aisch und liegt in Mittelfranken. Die im Ort ansässige Brauerei Friedel, kann auf eine Tradition bis ins Jahre 1467 zurückblicken und ist wohl das, was man allgemein unter einer fränkischen Landbrauerei versteht. Der Alkoholgehalt des Vollbieres, der beliebtesten Sorte, liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum, der aber schnell verfliegt.

Zum Geruch: Ein wie ich finde sogar leicht hopfiges, zitroniges und etwas teigiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer herb aromatischen Geschmacksnote. Es ist bitter, hat aber irgendwo auch eine schöne Fruchtaromatik im Geschmack. Zudem hat das Bier wie ich finde eine leichte Säure im Geschmack, die aber ganz erfrischend wirkt. Die Kohlensäure prickelt auch etwas unangenehm am Gaumen, macht das Bier aber frisch und süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein säuerlich karamellige Bier mit einer gewissen Hopfenwürze am Gaumen.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein urig würziges Bier, das so seine Eigenheiten hat. Das muss man mögen. Es ist aber definitiv nicht glattgebügelt und durchaus auch süffig.

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Greif Bock

Fastenzeit ist Bockbierzeit. Deshalb werde ich im nächster Zeit auch hier den ein oder anderen Bock vorstellen. Heute ist es jener der Brauerei Greif aus Forchheim. Auch wenn in Franken eher der Herbst und die Weihnachtszeit als Bockbierzeit gilt, so finden diese Biere durchaus auch in der Fastenzeit ihre Liebhaber. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein Mix aus keksig karamelligen Noten, das mit sehr reifen Obstnoten daherkommt.

Zum Geschmack: Ich hab ein sehr kräftiges Bier, das aber durchaus auch etwas alkoholische Noten im Abgang hat. Diese wirken durchaus auch eher unangenehm. Der Bock wirkt auf mich auch im ersten Eindruck nicht so richtig rund. Der Malzkörper des Bieres ist sehr ausgeprägt und kräftig und dominiert den Geschmack. Im Abgang ist es durchaus auch immer noch bitter. Der Hopfen trägt hier sicherlich zur Bittere bei, dennoch bin ich mir nicht sicher, ob hier auch der Alkohol eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

Zum Fazit. Ein doch sehr hopfiger Bock. Ich finde ihn aber etwas unrund. Mir ist er vor allem im Abgang dann doch wirklich ein wenig zu bitter. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Martinsbräu Skt. Martinus Kellerbier 1883

Ich bleibe mit meinen Biertests in Franken, wechsle allerdings von Mittel- nach Unterfranken. Nun ist Unterfranken eher bekannt für seinen Wein als fürs Bier und wenn ich ehrlich bin haben mich die Biere aus dieser Region bisher nicht so überzeugt wie aus den anderen Teilen Frankens. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Nun geht die Martinsbräu aus Marktheidenfeld, das die meisten wohl nur aus dem Verkehrsfunk kennen, mit ihrem Kellerbier ins Rennen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr brotig und etwas estrig aber auch karamellig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein getreidiges, aber vor allem im Abgang auch ins karamellige gehende Bier. Es ist teilweise aber auch sehr schrotig oder auch grobschlächtig könnte man meinen. Insgesamt wirkt das Bier sehr urig und getreidig. Im Abgang zeigt sich auch eine leichte Hopfenwürze die sehr gut dazu passt. Insgesamt wirkt es aber gegen Ende etwas schmierig und mir zu hefig. Hier könnte das Bier noch mehr Kohlensäure vertragen. Insgesamt finde ich es etwas unrund.

Zum Fazit: Ein ordentliches Kellerbier. Mir ist es aber gerade gegen Ende ein wenig zu unrund. Dennoch hat es auch schöne leicht karamellige Noten und wirkt insgesamt als ein sehr uriges und auch würziges Bier. Von mir gibt das 3 Sterne.

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Aufsesser Lager

Nach Oberfranken in die Gemeinde Aufseß bringt mich mein nächster Biertest. Von der Brauerei Rothenbach habe ich im Test das Lagerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen nicht so besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen süßlich brotigen Geruch mit etwas karamelligem.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus leicht karamelligem Charakter, aber es ist auch etwas süßliches. Es ist insgesamt ein mild süffiges Bier. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und wirklich gut passend. Dazu kommen etwas karamellige Malznoten. Auch im Nachgang hält ein brotig karamelliger Geschmack im Mund an. Das Bier ist süffig und hat durchaus auch ganz leicht hopfige Noten am Gaumen die den Geschmack abrunden. Der Körper ist insgesamt eher schlank, was aber gut zum Bier passt. Insgesamt finde ich es geschmacklich ein wenig zu mild geraten und man wünscht sich vor allem, das das karamellige noch mehr zum Vorschein tritt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Wenn die Geschmacksaromatik insgesamt noch intensiver ausgeprägt wäre, würde es hier die Höchstnote bekommen.

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Hebendanz Posthalter

Das Posthalter Lagerbier von der Brauerei Hebendanz aus Forchheim wird im Blog als nächstes getestet werden. Der ungewöhnliche Name des Bieres weißt auf die Vergangenheit der Brauerei als Posthalterei hin. Posthaltereien waren Orte, an denen die Postkutscher Wagen und Pferde wechseln konnten. Oft boten sie den Mitreisenden dieser Kutschen auch Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten an. So entstanden aus viele Posthaltereien Gasthäuser. Das Lagerbier der zweitältesten Forchheimer Brauerei kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen brotgen, etwas karamelligen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einen leicht karamelligen Abgang hat, mit durchaus auch leicht herben Noten. Dazu zeigt sich eine doch dezente Fruchtigkeit mit einem schönen Apfel. Ich finde das Bier hat sogar etwas von kandiertem Apfel. Die Kohlensäure ist hier aber eher gering. Das Bier ist insgesamt durchaus süffig, aber es hat auch eine etwas bittere Note im Abgang, die ganz leicht alkoholisch schmeckt. Insgesamt ist ein malzig dominiertes Bier, das aber über ein weiches Mundgefühl verfügt. Das Bier zeigt sich sehr süffig die die gute passende Kohlensäure und wird im Abgang von feinherben Hopfennoten abgerundet. Insgesamt gefallen mir diese süßlichen Noten vor allem sehr gut, da sie auch etwas fruchtig nach Apfel schmecken.

Zum Fazit: Ein sehr gutes und süffiges Lagerbier, das nicht zu süß schmeckt. Es hat eine schöne Malzsüße die deutlich mehr noch ins fruchtige geht. Dazu wird aber alles von einem guten fein-würzigen Hopfen im Abgang abgefangen und abgerundet. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Leikeim Steinbier

Im nächsten Biertest habe ich wieder eine besondere Spezialität aus Franken. Gebraut nach einem einzigartigen Brauverfahren, das eines der ältesten der Welt sein soll verkoste ich heute das Steinbier der Brauerei Leikeim. Das Bier wird hier nicht nur über Holzfeuer gebraut, während des Brauverfahrens werden auch heiße Steine in den Sudkessel gegeben, die dann das Malz karamellisieren lassen, ähnlich dem sogenannten Bierstacheln. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein bernsteinernes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, karamelliges Aroma, bei dem aber etwas brotigere Noten in der Nase dominant sind.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Geschmacksaroma mit einer leicht karamelligen Note. Im Abgang ist es sogar ein wenig zartbitter. Es schmeckt sehr urig mit den brotigen und kramaellig angehauchten Tönen. Auch im weiteren Trinkverlauf tritt vor allem diese karamelilige Note in den Vordergrund. Der Körper ist dazu sehr kräftig, hält sich aber zugunsten der Karamellaromatik im Hintergrund.

Zum Fazit: Ich war bisher nicht so sonderlich begeistert von den Biere von Leikeim. Hier muss ich aber auch sagen, dass dieses Bier ganz gut trinkbar ist. Es ist etwas anderes, da es wirklich schöne Karamellaromen hat. Aber etwas wirklich besonderes sehe ich hier nicht. Dennoch gebe ich dem Bier 4 Sterne.

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Frauendorfer Vollbier

Vor kurzem erst habe ich ein Bier, der Bad Staffelsteiner Staffelberg Bräu verkostet. Nun geht es für mich in den zu Bad Staffelstein gehörenden Teilort Frauendorf. Auch dort gibt es mit der Brauerei Hetzel einen Braubetrieb, der auf eine Tradition bis zum Jahre 1867 zurückblicken kann. Seinen ungewöhnlichen Namen hat die Ortschaft Frauendorf von einem ehemaligen Frauenkloster und auch heute noch lautet der Leitspruch der Brauerei, das nicht nur den Frauen von Frauendorf, das Frauendorfer Bier schmeckt. In diesem Sinne Prost und nun wird das Vollbier aus dem Hause Hetzel genauer unter die Lupe genommen. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier mit leider keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas röstiges, leicht keksiges ud etwas karamelliges Aroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein würziges Bier mit leicht karamelligem Abgang. Es hat eine wirklich sehr schönen karamelligen Abgang, der sich hier im Mundraum ausbreitet, mir aber einen Ticken zu süß erscheint. Mir fehlt etwas an Hopfenwürze. Die Spundung des Bieres, bzw. seine Kohlensäure ist ganz gut gemacht ganz gut und sorgt dafüt das es süffig ist, wozu auch der relativ schlanke Körper beiträgt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein sehr süffiges, brotig-karamelliges, typisch fränkisches Vollbier. Ja es verfügt durchaus über eine respektable Hopfenwürze am Gaumen, mir ist diese aber zu kurzlebig und dürfte durchaus noch intensiver sein.

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Knoblach Lagerbier

Seit 1880, so lange zurück reicht die Brautradition der Brauerei Knoblach. Ihren Sitz hat die Brauerei im Litzendorfer Stadtteil Schammelsdorf. Geführt wird die Brauerei heute von Michael Knoblach und ist eine von insgesamt 5 Brauereien im Litzendorfer Stadtgebiet. Somit trägt auch dieser Ort seinen Teil zur höchsten Brauereiendichte im Landkreis Bamberg bei. Neben der Brauerei werden auch selbgebrannte Brände und Liköre im eigenen Gasthof und zum Außerhausverkauf angeboten. Aus dem Sortiment der Brauerei gibt es für mich heute das Lagerbier, das einen Alkoholgehalt von 5,3% aufweist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, kesiges Aroma habe ich hier in der Nase. Dazu riecht es leicht süßlich.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das überraschend hopfenaromatisch ist. Es hat eine sehr würzige Hopfennote, die besiweilen sogar fast ein wenig ins bittere geht. Der Körper ist schlank und die Kohlensäure erwartungsgemäß nur moderat im Antrunk zu spüren. Es ist ein Lagerbier, das schon sehr die Hopfenaromatik betont und insgesamt sehr würzig und urig wirkt. Eventuell ist mir das für ein Lagerbier fast schon ein wenig zu viel Hopfen.

Zum Fazit: Auch dieses fränkische Bier weis durchaus zu überzeugen. Mir ist das eine Wertung von 4 Sternen wert. Es könnte für mich persönlich noch etwas weniger Hopfen sein.