Veröffentlicht in 4-Sterne

Haberstumpf Rubin

Obwohl die Brauerei Haberstumpf in ihrer fast 500 jährigen Geschichte sicherlich schon so einige Dinge erlebt hat, war vor allem das letzte Jahrzehnt eine durchaus turbulente Zeit für den Betrieb, dessen Schicksal im Jahre 2017 schon besiegelt schien. Damals sah sich Inhaber Hans Wernlein dazu veranlasst, den Braubetrieb vorübergehend einzustellen, da ein Weiterbetrieb in der bisherigen Größenordnung wirtschaftlich nicht mehr tragbar war. Auch die Nachfolge war ungeklärt, aber glücklicherweise fand sich im Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch ein Interessent, der die Brauerei schließlich im Jahre 2019 kaufte und ihr wieder neues Leben einhauchte. Mit dem neuen Inhaber wurden die Anlagen modernisiert und auch das Sortiment wurde komplett umgekrempelt. Man beschränkte sich zunächst auf zwei Hauptsorten, dem Hellen und einem etwas dunkleren Lagerbier, dem Rubin. Inzwischen hat sich das Sortiment über die Jahre ein wenig vergrößert, die Hauptsorten bleiben aber nach wie vor das Helle und das Rubin. Dieses Bier ist ein Rotbier und typisch für Oberfranken, der Heimat der Brauerei, die ihren Sitz in Trebgast im Landkreis Kulmbach hat. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, braunes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches karamelliges Geruchsaroma. Es erinnert leicht an Schokolade.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper kräftiges Bier, das schon im Antrunk eine deutliche brotig schokoladige Note aufweist, die sich auch bis in den Abgang durchzieht und mit einer ganz feinen Röstaromatik lange im Mundraum bleibt. Das Mundgefühl wirkt insgesamt sehr cremig. Insgesamt hat man ein im Körper kräftiges Bier, dass aber auch Aromen von etwas Wildfrucht , wilde Kirsche hat man im Abgang vermehrt. Vor allem aber kommen die Schokoladen und Brotnoten hier am ehesten zum Tragen. IInsgesamt hat man ein vollmundiges Bier, das durchaus eine gewisse Würze mitbringt und Röstnoten sowie leicht Schokoladennoten gut miteinander vereint. Gegen Ende lässt es geschmacklich aber etwas nach. Vor allem die Röstmalznote entfaltet aber bis zum Schluss sehr schön ihren geschmack im Mundraumund ist geschmacklich auch dominant.

Zum Fazit: Man kann dieses Bier wirklich hervorragend trinken. Ein würziges, abwechslungsreiches Bier mit vor allem schöner Röstnote. Von mir bekommt das Bier daher eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Greif Zwickl

Im nächsten Biertest wird nun wieder ein wenig gezwickelt. Dieses mal, wie könnte es anders sein mit einem Zwickelbier aus Franken. Von der Brauerei Greif aus Forchheim habe ich nun schon allerhand Biere hier im Blog verkostet, dieses mal ist nun das naturtrübe Zwicklbier an der Reihe. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen eher mäßigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht brotiges Aroma, dass sich hefig und auch etwas karamellig in der Nase zeigt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es leicht süßlich und man hat etwas getreidiges im Bier. Der süßliche Abgang bleibt lange hängen. Es ist ein insgesamt sehr kerniges und durchaus auch etwas würziges Bier mit eine leicht aromatischen auch etwas zitrusartigen und anhaltenden Nachgang. Dazu kommt dieser schöne, aber gut dezent gehaltene karamellige Nachgang. Eine feine Hopfenbittere sorgt für einen durchaus etwas würzigen Abgang, auch wenn ich das Bier insgesamt als eher mild beschreiben würde. Die Kohlensäure ist eher dezent, aber dennoch wirkt das Bier recht süffig.

Zum Fazit: Ein feines Zwicklbier. Ich bin aber ehrlich und finde es insgesamt geschmacklich ein klein wenig zu mild im Geschmack. Es ist wirklich süffig, aber mir fehlt etwas die geschmackliche Tiefe. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Friedmann Pils

Wieder einmal etwas aus Franken, dieses mal ein Pils, wird in meinem nächsten Biertest vorgestellt. Dabei ist Franken nicht unbedingt als klassische Pilsregion bekannt. Jedoch hat fast jede Brauerei ein solches Bier im Sortiment und das ein oder andere wird von Bierkennern von nah und fern durchaus sehr geschätzt. Nun habe ich aus Gräfenberg, östlich von Nürnberg, im folgenden Test nun das Pils der Baruerei Friedmann. Mit einem Alkoholgehalt von 5,2% ist es für ein Pils durchaus stärker als gewöhnlich.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr frisches, hopfiges und zitroniges Aroma hat das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt sehr erfrischend mit einer leichten Zitrunote in der Gaumengegend. Es ist erfrischend und hat durchaus etwas, dass mich an nimm 2 Bonbons erinnern lässt. Dennoch kommt dann auch eine gute Portion Hopfen durch die eine schöne grasige Bittere am Gaumen verursacht. Das Pils überzeugt eher durch sein aromatische, grasige Note, als dass es eine wirklich knackige Hopfenbittere aufweist. Die Kohlensäure ist durchaus lebendig, jedoch nicht zu intensiv, sodass sich der Geschmack gut entfalten kann. Der hopfen hat wie erwähnt den Charakter eine etwas fruchtigen, aber auch grasigen Aromas. Dennoch kommt auch eine gewisse Süße des Malzkörper geschmacklich durch und wirkt insgesamt sehr frisch.

Zum Fazit: Nicht das typische hopfig-bittere Pils. Aber das sind die wenigsten Pilsbiere aus Franken. Ich finde es aber sehr frisch und der grasig-fruchtige Hopfen gibt einen etwas anderen Eindruck. Für mich hat es für ein Pils aber etwas zu viel Körper und dürfte hier gerne noch etwas schlanker sein. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Maisel & Friends Amber Lager

Pur Trinkfreude mit Liebe gebraut für Grill- und Bierfreunde. Das verspricht die Bayreuther Brauerei Maisel mit ihrem Amber Lager. Dieses Bier ist Teil 3 der BrewBQ Serie, bei der Maisel zusammen mit in der Barbecue und Grillszene bekannten Persönlichkeiten ein Bier herausbringt, welches sich besonders für einen Grillabend eignet. Im Falle des Amber Lagers war dies eine Zusammenarbeit mit Thorsten Brandenburg vom Grillmagazin BBQPit, der 2017 überdies den Titel als offizieller Grillweltmeister erringen konnte. Aus mehreren gemeinsamen Tasting- und Brausessions ist dann schlussendlich das Maisel & Friends Amber Lager entstanden, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes, rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat hier ein brotig obstiges Aroma in der Nase. Ich mache hier zunächst etwas von Zitrus Früchten, Orange und Blutorange aus. Aber auch leicht karamellige etwas beerige Noten hat man

Zum Geschmack: Ich empfinde dieses Bier ist schlank und zunächst eher etwas dünn im Geschmack. Es wirkt im Antrunk etwas fruchtig und der Körper ist einigermaßen ok. Auch die Kohlensäure passt ganz zum Bier. Ich finde die Kohlensäure teilweise sogar etwas zu viel des guten, jedoch ist das Bier insgesamt stimmig, auch wenn es nicht wirklich eine Geschmacksexplosion mit sich bringt. Es klingen leicht rote Beerenfrüchte und vor allem Orange an und das Malz hat einen Hauch von Karamell. Im Abgang zeigt sich eine fein-milde Hopfenbittere.

Zum Fazit: recht süffig ist dieses Bier schon und für eine Grillabend würde es sich auch wirklich gut als Durstlöscher eigenen, von dem man gut und gerne auch ein paar mehr Fläschchen trinken kann. Geschmacklich ist es aber kein wirklich besonderes Highlight, sondern eher recht mild, aber nicht wässrig. Man kann es wirklich gut trinken, sollte aber keine riesige Geschmacksexplosion erwarten. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Kaiserhöfer Kellerbier

Die letzte noch verbliebene von ehemals über 70 Brauereien in der oberfränkischen Stadt Kronach, die Brauerei Kaiserhof, hat eine Tradition die bis ins Jahre 1879 zurückreicht. Sie beginnt mit dem Kauf eines Grundstücks durch Bruno Kaiser, der die darauf bereits kurz zuvor von Karl Keim errichtete Brauerei nun zum brauen seines eigenen Bieres nutzte. Auch heute noch wird die Brauerei von der Familie Kaiser betrieben und ist inzwischen zu einer der größten Brauereien der Umgebung gewachsen. Ein sehr umfangreiches und auch saisonales Biersortiment zeichnet die Brauerei aus und so werden vor allem untergärige Lagerbiere gebraut. Eines dieser Biere ist das Kellerbier, wie es gerne in Oberfranken getrunken wird. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,5% und damit ist es durchaus etwas schwächer als die üblichen Kellerbiere der Umgebung.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlicher, getreidiger, leicht karamelliger Geruch.

Zum Geschmack: Ich hab ein im ersten Eindruck doch eher milderes Bier, das seinen Geschmack erst in Richtung Abgang so wirklich entfalten kann. Dann kommen aber durchaus schöne karamellige Noten zum Vorschein, die sich dann vor allem im Nachgang auch im Mundraum festsetzten. Insgesamt ist das Bier sehr süffig mit einem durchaus festen Körper, der auch gegen Ende durch die gut dosierte Kohlensäure süffig bleibt und im Nachgang ein leicht karamelliges, süßliches Aroma hinterlässt. Man hat hier bis zu Ende ein vollmundiges Bier, mit einem durchaus leicht süßlichen Nachgang. Es fehlt mir ein wenig die Würze bzw. der Hopfen, aber dennoch ist es ein sehr süffiges, süßgetreidiges Kellerbier.

Zum Fazit: Wie so viele andere Biere aus der Region Oberfranken kann man auch dieses Bier wirklich empfehlen. Ich finde es lecker und trotz seines geringen Alkoholgehalts ist es durchaus vollmundig. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Zum Löwenbräu Schwarzer Löwe

Seit 1747 wird in der Löwenbrauerei in Adelsdorf-Neuhaus schon Bier gebraut. Neben dem Standardsortiment gibt es auch ein alle 2 Monate wechselndes Spezialbier. Im Januar und Februar ist dies der Schwarze Löwe. Dieser kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen leichten weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht schokoladig und etwas röstig zeigt sich das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe einen sehr aromatischen ersten Eindruck mit einer ausgeprägten Schokoladenaromatik und etwas Lakritz im Ab- und Nachgang. Die Kohlensäure ist recht gut dosiert. Der Malzkörper ist vollmundig, leicht süßlich und verhindert einen zu trockenen Abgang, der dennoch von röstigen Noten begleitet wird. Im Antrunk ist das Bier noch etwas süßlich, bevor im Abgang dann eine feine Röstaromatik durchkommt. Diese kann sich aber nicht gegen das süßliche Malzaroma und die Lakritznoten durchsetzen. Insgesamt ist das Bier auch bis zum Ende hin süffig und zeichnet sich durch einen süßlichen Malzkörper aus, der im Abgang weiterhin etwas röstig ist. Der Körper zeichnet sich relativ vollmundig und ist somit eher an ein dunkles angelegt, als ein klassisches Schwarzbier. Insgesamt hat das Bier eine ganz leichte Kaffee bzw. Röstnote. Erst im Nachgang tritt diese teilweise zu Tage. Dominiert wird das Bier von einem vollmundigen, leicht süßlichen Malzkörper der durchaus auch Lakritznoten hat. Dennoch ist Röstnote nicht zu vernachlässigen, auch wenn ich mir hier noch eine stärkere Betonung gewünscht hätte.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Schwarzes. Zur Höchstnote hätte ich mir noch eine stärkere Betonung der Röstmalznote gewünscht. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Huppendorfer Zwickl

Mein nächster Biertest führt mich wieder zu einem alten Bekannten, der Brauerei Grasser aus Huppendorf. Wieder einmal heißt es also ein Bier aus dem Landkreis Bamberg, der Region mit der weltweit höchsten Brauereiendichte. Das ein oder andere Bier des Hauses hat schon den Weg in mein Glas gefunden, so wie dieses Mal nun das Zwickl. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weiße Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht in der Nase hefig mit leichtem Zitrustouch.

Zum Geschmack: Das Bier ist im ersten Eindruck würzig und durchaus sehr lebendig. Im ersten Eindruck wirkt die Kohlensäure sehr lebendig, nimmt sich dann aber ein wenig zurück, was das Bier deutlich bekömmlicher macht. Dann entsteht auch ein durchaus würzig süßlicher Abgang der auch lange anhält. Der Körper ist eher etwas leicht, aber dennoch wirkt das Bier durchaus vollmundig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein vollmudiges Bier, mit einem etwas süßlichen Abgang. Es hat hier auch etwas leicht fruchtige Noten.

Zum Fazit: Von mir gibt es die Wertung von 4 Sternen und damit natürlich auch eine Trinkempfehlung. Ein super süffiges Kellerbier, das dennoch auch eine gewisse Würze im Gaumen hat. Die Kohlensäure ist mir am Anfang etwas zu viel, pendelt sich dann aber sehr gut ein.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Kapuziner Hefe Dunkel

In meinem nächsten Biertest wird es wieder dunkler. Ich bleibe aber im obergärigen Bereich und verkoste das dunkle Kapuziner Weissbier der Kulmbacher Brauerei. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein schokobraunes, naturtrübes Bier. Es hat eine ordentlichen weiß-braunen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr röstiger, kaffeeartiger Geruch. Es hat leicht schokoladige Anklänge.

Zum Geschmack: Im Antrunk noch eher schlammig und hefig, entfaltet das Bier hinten heraus eine schöne leichte Röstmalzaromatik. Nicht so intensiv, aber man schmeckt, dass es ein Dunkles Bier ist. So hat es auch eine leicht zuckrige Süße. Aber auch gute Kakaonoten hat das Bier. Im Nachgang gleitet das Bier dann in ein durchaus röstiges Finish. Dennoch ist dieser nicht so lang und schnell wieder verschwunden. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier eher röstig mit teilweise sogar schoko Anflügen, jedoch nur ganz marginal und wenn dann geht es eher in einen bitteren Kakaogeschmack.

Zum Fazit: Gar nicht mal so schlecht wie ich gedacht habe für ein Bier aus Industrieproduktion und im Vergleich zu vielen anderen dunklen Weizen ist dies auch wirklich ein richtiges Dunkles. Dennoch gebe ich dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Da ich etwas geschmackliche Tiefe vermisse und Körper.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Lang Bräu Burggraf Dunkel

Vor rund einem Jahr traf die für Mai letzten Jahres angekündigte Schließung der Lang Bräu aus Schönbrunn die Fans der Marke hart. Die Brüder Richard und Rudolf Hopf sahen sich mehr in der Lage, die fälligen Investitionen, die für eine Modernisierung der Brauerei notwendig gewesen wirtschaftlich seriös zu stemmen. Daher war der Schritt der Betriebsschließung unumgänglich, obwohl die Marke durch geschicktes Marketing auch weit über die eigenen Ortsgrenzen hinaus ihre Fans hatte, die regelmäßig nach Schönbrunn kamen um ihre Biervorräte aufzufüllen. Inzwischen kann man aber immerhin im nach war vor betriebenen Brauereigasthof ein paar Sorten Langbräus vom Fass verkosten, welche nun nach der Originalrezeptur bei der Brauerei Jacob gebraut werden. Auch ich habe mir kurz Betriebsschließung noch einige Flaschen Langbräu gesichert und mich durch das Sortiment getestet. Dieses Mal ist nun das Burggraf Dunkel an der Reihe, das einen Alkoholgehalt von 5,5% besitzt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat keinen besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas süßlich und leicht broitg. Mehr nicht.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges Bier, das nicht ganz so süßlich ist. Erst im Nachgang kommt langsam eine süßliche Malzigkeit mit etwas Toffeenoten versehene Aromatik dazu. Das Bier erinnert geschmacklich an Malzkaffe. Es ist dabei nicht zu süß, hat aber auch keine ausgeprägte Würze. Es geht eher in die Richtung Malzbonbon oder Malzbier. Der Körper des Bieres hingen zeigt sich kräftig und vollmundig und den gesamtem Mundraum ausfüllend. Die Kohlensäure ist sehr passend dosiert und verleiht dem Bier eine gewisse Spritzigkeit. Im Nachgang kommt neben den brotigen süßliche Noten auch eine gewisse Röstaromatik durch, die Lust auf den nächsten Schluck macht. Mich hat da Bier sehr überzeug mit dieser süßmlazigen Note, die an Tofee, aber auch Brotkruste erinnert und der leicht süßliche Abgang gepaart mit dem etwas röstigen und vor allem langen Nachgang.

Zum Fazit: Schade das es das Bier nicht mehr gibt, denn in meinen Augen handelt es sich um ein wirklich gutes Dunkles, aber vielleicht schafft es dieses Bier ja auch mal an den Zapfhahn vom Brauereigasthof. Ich gebe ihm jedenfals 4 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Friedel Hell

Auch mein nächstes Testbier kommt aus Franken, dieses Mal aber von der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen, ebenfalls in Mittelfranken. Im März letzten Jahres habe ich mit dem Vollbier das erste Mal ein Bier dieser Brauerei vorgestellt mit dem Hellen lege ich nun ein weiteres Bier nach. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein etwas getrediges, leicht süßliches Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das sich im ersten Eindruck durchaus eher ein bisschen würzig zeigt. Es hat aber durchaus auch süßliche Komponenten. Mir gefällt aber vor allem der würzige, leicht bittere Hopfenansatz am Gaumen. Der Körper des Bieres ist schlank, die Kohlensäure prickelt auch ganz gut und macht das Bier durchaus auch süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf zeigt sich ein durchaus süffiges Bier, dass durch eine würzigen Abgang abgerundet wird. Gegen Ende ist es aber dann etwas wenige herb und mehr süßlich. Trotzdem ist das Bier meiner Meinung nach perfekt ausbalanciert.

Zum Fazit: Ich bin überrascht. Eines der besten Hellen die ich bisher hatte. Hier stimmt einfach alles. Hopfennoten und Malzsüße sind perfekt ausbalanciert und es ist eindeutig als typisches Lagerbier erkennbar. Von mir gibt es daher auch die Höchstwertung von 5 Sternen für dieses Bier.