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Hönig Pils

Ein fränkisches Pils ist das nächste, welches bei mir auf der Agenda steht. Von der Brauerei Hönig, eine der unzähligen noch bestehenden Brauereien im Landkreis Bamberg wird es gebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein in der Nase etwas unscheinbares Bier. Es hat leicht florale Noten des Hopfens in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer dezent Hopfennote, die eine leicht florale Ausprägung hat. Dannach ist ein Bier das wirklich kantig ist und dennoch eine aromatische Hopfennote hat, ohne dabei aber zu herb oder bitter zu schmecken. Mit dem Abgang geht eine leichte Süße einher, bevor sich dann die floralen Hopfennoten im Mundraum ausbreitet. So wirkt das Bier im Mundgefühl recht aromatisch. Insgesamt wird der Hopfen immer stärker im Geschmack, je länger man das Bier trinkt.

Zum Fazit: Ein hopfenbetontes, schlankes Pilsbier. Mir gefällt vor allem, dass es zwar schon recht knackig hopfig ist, dennoch aber einen eher floralen Charakter hat. Von mir gibt es dafür sehr gute 4 Sterne.

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Obendorfer Edel Pils

Man nächster Biertest stammt wieder aus Franken. Trotz meiner inzwischen doch recht guten Kenntnis der hiesigen Brauereilandschaft hatte ich die im Test nun folgende Biermarke vorher noch nirgends gesehen und so war mir jene bis zu diesem Zeitpunkt auch völlig unbekannt. Als ich mich nun näher mit dem Bier beschäftigte, wurde mir auch schnell klar warum. Denn die zur Mark gehörende Brauerei Obendorfer braut schon seit dem Jahre 1997 nicht mehr selbst. Die Gebäude aber stehen noch und der dazu gehörende Gasthof ist auch nach wie vor in Betrieb. Gegründet wurde die Brauerei bereits im Jahre 1611 und kann nach Ihrem Ende nun auf eine fast 400 jährige Brauereigeschichte zurückblicken. Das Bier selbst wird seit dem Ende nun beim ebenfalls in Weismain ansässigen Püls Bräu gebraut, der übrigens letzten noch aktiven Brauerei vor Ort. Sortentechnisch gibt es heute nur noch das Pils, die Recherche zeigt aber, dass es früher durchaus auch noch andere Sorten des Obendorfer Bieres gab. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht hopfig, etwas kräutig riecht es in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass durchaus am Gaumen eine gute Portion Hopfen aufweist, welche aber von einer malzigen Süße durchbrochen wird. Es wird immer begleitet von einer leichten Malzsüße, denoch lässt sich der Hopfen von dieser nicht verdrängen. Im Körper ist das Bier schlank und die Kohlensäure ist für meinen Geschmack recht gut dosiert. Insgesamt ist die Hopfung ok, lässt aber noch einer gewissen Zeit doch stark nach. Aber auch die zunächst etwas störende Malzsüße pendelt sich ein.

Zum Fazit: Ein solides Pils, das nicht so billig schmeckt wie das Etikett aussieht. Ob es wirklich nach dem Originalrezept gebraut wird, oder einfach nur um Überkapazitäten zu vermarkten weiß ich nicht. Man kann es aber trinken, auch wenn es kein Highlight ist. 3 Sterne.

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Hetzelsdorfer Vollbier

Eine weitere fränkische Brauerei von der ich bisher noch kein Bier vorgestellt habe, ist die Brauerei Penning-Zeissler. Die Landbrauerei hat ihren Sitz in Hetzelsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Pretzfeld im Landkreis Forchheim. Seit 1623 wird dort gebraut und noch immer ist sie in Besitz der Familie Penning. Klassiker des Hauses ist definitiv das Vollbier, ein typisch fränkisches Landbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat einen ordentlichen ganz leicht cremigen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent getreidiges Aroma. Ansonsten ist es eher mild im Geruch..

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein eher milderes Bier mit hat einen etwas röstigen Abgang. Am Gaumen ist das Bier leicht hopfig. Insgesamt ist das Bier im Körper schlank. Die Kohlensäure ist ganz gut gehalten. Im Abgang gesellen sich zu den leichten Röstnoten auch noch etwas karamellige Aromen. Ich finde es das Bier aber insgesamt ein wenig zu mild geraten für meinen Geschmack.

Zum Fazit: Ein gutes, auch gut ausbalanciertes Landbier mit durchaus etwas würzigem, leicht karamellig-röstigem Abgang. Das weiß zu gefallen und bekommt von mir eine Wertung von 4 Sternen. Auch wenn es insgesamt etwas mild ist, dafür aber süffig.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Knoblach Räuschla

Einen doch sehr schönen Namen für ein Bier hat mein nun folgendes Testbier, das Räuschla der Brauerei Knoblach. Wie man sich am Namen denken kann, bin ich in Franken, da das Wort Räuschla eindeutig dem fränkischen Dialekt zugeordnet werden kann. Ob man von dem Bier, das stilistisch ein Märzen ist, auch ein kleines Räuschla bekommt wird nun der folgende Biertest zeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein nur ganz leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges und bortiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Ein kräftig malziges Bier schlägt sich hier nieder mit einer doch leichten Bittere am Gaumen. Man schmeckt sogar ganz leicht den Alkohol wie ich finde. Das Bier ist etwas kräftig, mit einer dennoch immer wiederkehrenden hopfigen Akzentuierung. In der Geschmacksausprägung ist es malzig, dürfte für meinen Geschmack aber durchaus noch ein wenig kräftiger sein. Insgesamt fällt aber auch der würzige Charakter positiv auf und es ist insgesamt sehr rund und süffig.

Zum Fazit: Ein Bier, das trotz seines kräftigen Malzkörpers durchaus auch eine gute Portion Hopfen am Gaumen hat. Für mein Empfinde könnte der Malzcharakter durchaus noch etwas mehr betont werden. Dennoch sehr süffig und für mich 4 Sterne wer. Bietet bei mehrmaligem Genuss durchaus die Gefahr für ein kleines Räuschla

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Fischer Landbräu schwarze Lore

Unter dem Label Hirschcraft gibt es von der Fischer Landbräu auch eine spezielle Craftbierlinie. Ganz so Craft ist mein heutiges Testbier die Schwarze Lore aber nicht, nimmt man zum Maßstab, das man unter Craft vornehmlich Biere versteht, die sich an die amerikanische Craftkultur anlehnen. Denn die Schwarze Lore ist stilistisch ein typisch deutsches Dunkelbier, ohne Kalthopfung oder ähnliches. Einfach eine handwerklich gebraute, traditionelle Biersorte mit sorgfältig ausgewählten hochwertigen Zutaten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes bis schon leicht schwarzes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidges Aroma habe ich in der Nase. Man hat wirklich schöne Röstnoten in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich hier ein kräftiges Bier. Es hat einen schönen präsenten Malzkörper der geschmacklich sehr ausfüllend ist. Insgesamt man schöne Röstmalznoten udn auch etwas Schokolade zeigt sich. Abgerundet wird alles durch eine fein platzierte Hopfenbittere am Gaumen. Alles ist aber nicht zu intensiv, sodass das Bier wunderschön süffig ist.

Zum Fazit: Ein vorzügliches, kräftiges Dunkelbier, das von allem etwas hat, aber nicht zu viel und dadurch sehr gut ausgewogen ist. Dazu ist es wirklich süffig und daher gibt es von mir auch 5 Sterne.

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Rossdorfer Urbräu

Ich mache weiter mit den Tests in Franken, Oberfranken um genau zu sein, Roßdorf am Forst wenn man es ganz genau wissen will. Dort braut die Brauerei Sauer schon seit dem Jahre 1784 die Rossdorfer Biere. Ein typisch fränkisches, im Falle meines heutigen Testbieres unfiltriertes Lagerbier, ist das Urbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat wie ich finde ein hefiges, zitrusartiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper eher schlankes Bier, das spritzig daherkommt. Im Abgang mache ich zudem eine leichte Zitrusnote aus. Im Gesamteindruck überzeugt es mich vor allem durch seinen spritzig würzigen Charakter.Ich finde es für meinen Geschmack sogar ein wenig zu spritzig. Gegen Ende finde ich lässt die Aromatik im Vergleich zum Beginn leider etwas nach, dennoch hat das Bier definitiv Charakter.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde es schön süffig, spritzig und dennoch hat es auch eine gewisse Würze im Abgang. Das Malz dürfte meiner Meinung nach durchaus noch etwas mehr zum Geschmack beitragen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Mager Märzen

Im Herzen der fränkischen Schweiz liegt das idyllische Pottenstein eingebettet in eine malerische Felsenkulisse. Markant ist sicherlich auch die über der Stadt auf einem solchen Felsen gelegene Burg, aber auch Biertechnisch gibt es in Pottenstein etwas zu entdecken. Seit 1774 versorgt hier die Brauerei Mager die Menschen mit Bier und wird bis heute von der Familie Mager in mittlerweile siebter Generation betrieben. Aus dem kompakten Sortiment habe ich heute ein Märzen das dementsprechend einen Alkoholgehalt von 5,1% hat, was für ein klassisches Märzen fast ein bisschen wenig erscheint.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich bedeutenden Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen intensiven malzigen Geruch in der Nase mit leichter Karamellnote.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem doch sehr kräftigen Einstig, das leicht am Gaumen prickelt. Es hat auch etwas fruchtige Noten von reifen Äpfeln und im Abgang kommt dann auch etwas karamelliges. Es erinnert wie ich finde leicht an kandierte Äpfel. Das Bier hat einen interessanten Körper und auch eine etwas fruchtigen Abgang. Dazu kommt eine leicht Würze am Gaumen. Insgesamt finde ich es aber doch eher sogar ein wenig schwach. Gegen Ende fehlt es dem Bier dann auch einfach etwas an Kohlensäure und auch der Körper insgesamt hat etwas wenig Substanz für ein Märzen.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier. Mir fehlt hier leider für ein Märzenbier einfach die Substanz. Hier müsste es für mich noch kräftiger und intensiver sein. Und auch die fehlende Kohlensäure, vor allem gegen Ende lässt das Bier etwas abgestanden wirken. So reicht es nur zu 3 Sternen.

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Gundel Urhell

Ich fahre fort mit meinen Tests und lande mal wieder bei einem fränkischen Bier. Dieses Mal wieder bei der vergleichsweise recht kleinen Brauerei Gundel aus Barthelmsaurach südlich von Nürnberg. Der Alkoholgehalt des Urhell, meines heutigen Testbiers liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier mit passablem Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig, urig durchaus auch etwas fruchtig mit leichtem Zitruseinschlag.

Zum Geschmack: Ich habe ein überraschend kräftiges und durchaus süffiges Bier mit leichter Hopfenwürzung am Gaumen, das zum Abgang hin auch etwas süßlich ist und mit einem Hauch von Zitrusaroma ausgestattet ist. Der Körper des Bieres ist insgesamt schlank, aber er hat eine leichte Süße an sich, die in Richtung Abgang sehr schöne, auch fruchtige Zitrusnoten bereithält. Dazu kommt ein ganz klein wenig der Hopfen dazu.

Zum Fazit. Ein gutes, eher würziges Helles Lagerbier, das man wirklich sehr gut trinken kann. Von mir gibt das eine klare Empfehlung und folgerichtig eine Wertung von 4 Sternen.

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Vierzehnheiliger Nothelfer Lager

Die Basilika Vierzehnheiligen ist eine der schönsten und imposantesten Wallfahrtskirchen in Deutschland. Gewidmet den 14 heiligen Nothelfern, greift dies auch die unmittelbar hinter der Brauerei liegende Brauerei Trunk auf, die ihre Biere als Nothelfer gegen die Strapazen der Wanderung hoch zur Basilika bezeichnet. So sollte man die Wallfahrt unbedingt auch mit einer Einkehr in den Biergarten der Brauerei verbinden, in welchem man unter anderem auch mein heutiges Testbier, das Vierzehnheiliger Lager verkosten kann. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei dieser Sorte bei 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtrietes dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen und beständigen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht süßmalzig im und getredig etwas brotig eine leichte Hopfenblume lässt sich reichen und etwas wilder Honig.

Zum Geschmack: Es ist ein durchaus interessanter erster Eindruck. Ich finde es im Antrunk noch leicht süßlich, aber auch etwas strohig. Im Abgang ist es dann durchaus würzig, aber auch leicht schmierig. Es ist in jedem Fall ein sehr süffiges Bier, auch wenn die Kohlensäure bzw. die Spundung recht niedrig ist. Hier könnte es durchaus noch ein wenig erfrischender sein. Hopfenwürzung hingegen nehme ich nicht so wahr. Es wirkt etwas ölig bzw.- ätherisch am Gaumen, was aber nicht schlecht ist. Insgesamt ist es im Körper schlank. Es ist aber geschmacklich durchaus malzig süßlich. Im Abgang ist es dabei durchaus würzig, aber nicht zu knackig, sodass es süffig bleibt. Auch das zu beginn leicht schmierige Mundgefühl im Nachgang verschwindet nach den ersten Schlucken.

Zum Fazit: Ein leckeres, süffiges und durchaus auch etwas würziges Lagerbier, welches ich gerne mal vor Ort vom Fass verköstigen würde. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 4 Sternen.

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Becherbräu Vollbier

Von Bayreuths ältester Brauereigaststätte habe ich im nächsten Biertest das Vollbier. Zurückverfolgen lässt sich die Geschichte des Becher Bräus bis ins Jahre 1781, als Johann Rauh Anna Margaretha Schiller heiratet und auf dem Gelände der heutigen Brauerei eine Wirtschaft betrieb, die auch selbst gebrautes Bier ausschenkte. Ihren Namen erhielt die Brauerei von Johann Heinrich Becher, der die Brauerei im Jahre 1881 erwarb. Heut ist Hans Hacker Inhaber der Brauerei, dessen Eltern die Brauerei von der Familie Becher, mit denen sie verwandt waren, übernahmen. Das angesprochene Vollbier, welches ich heute verkosten werde, ist ein untergäriges Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier zeichnet sich durch einen keksigen, aber vor allem sehr hervorstechenden karamelligen bis karamellmalzigen Geruch aus.

Zum Geschmack: Ein erfrischendes im Antrunk schon süßes Bier, bei dem rasch sehr schöne Karamellmalznoten einsetzten. Im Abgang hat es eine feine Hopfenwürzung mit leichter Röstaromatik. Insgesamt wirkt das Bier vollmundig und hat im Abgang eine leichte Säure, die sehr gut zu den karamelligen Noten passt. Insgesamt finde ich das Bier im Körper leicht, das Bier süffig und es überzeugt vor allem durch seine schöne Karamellaromatik, die gegen Ende aber ein wenig schwächer wird. Dazu hat es eine gute Hopfenaromatik, die dem Bier im Abgang eine gute Würze verleiht. Ich empfinde es dazu durchaus auch als leicht röstig.

Zum Fazit: Ein sehr rundes, vollmundiges und würziges Bier. Vor allem am Anfang ist das Bier stark, lässt jedoch im weiteren Trinkverlauf etwas nach und kann das Niveau nicht bis zum Schluss halten. Vor allem die Karamellaromatik finde ich sehr schön getroffen. Das gibt eine Wertung von 4 Sternen.