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Schönbuch Amber Ale

Das Schönbuch auch ab und an Biere abseits des Mainstreams braut beweisen sie regelmäßig mit ihren besonderen Braukreationen. Ein davon ist das Amber Ale mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ganz passablen weißen Schaum der doch recht schnell verfliegt.

Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hopfig fruchtigen Noten. Man riecht auf der einen Seite das getreidige und karamellige Konstrukt mit einem hauch weihnachtlicher Gewürze, auf der anderen Seite hat man aber auch fruchtige Aromen wie Honigmelone und Apfelsine. Dazu kommt Nektaine.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier zunächst sehr fruchtig süß mit den oben genannten Früchten. Im Abgang kommt dann immer mehr ein getreidiges Bouquet dazu und man hat diese karamellig getreidgen Noten mit diesen Weihnachtsgewürzen. Es hat ein leicht beeriges Aroma wie Waldfrüchte, erinnert auf der anderen Seite aber auch an Spekulatius. Der Körpers ist sehr präsent aber auch ist es leicht wässrig. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und passt dazu. Ich finde es vor allem beerig und eine Erdbeernote kommt dazu. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein durchaus interessantes Bier, das aber dann eher ins karamellig getreidige abweicht.

Zum Fazit: Von mir gibt es fürs Bier eine Bewertung von 4 Sternen ich habe hier ein wirklich gutes Red Ale, dem aber noch ein kleiner Highlightpunkt fehlt.

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Du Bocq Gauloise Ambree

Der heutige Biertest verschlägt uns dieses Mal wieder zu unseren belgischen Nachbarn mit ihrer einzigartigen Bierkultur. Dabei geht es in die französischsprachige Wallonie nach Purnode. Dort hat die Brasserie du Bocq ihren Sitz, deren Ursprünge bis ins Jahr 1858 zurückgehen. Seit 1949 ist die Brauerei kommerziell aktiv und die Marke Gauloise ist die, mit der alles begann. Von diesen Bieren möchte ich heute das Ambree verkosten, welches schon Auszeichnung beim World Beer Cup sowie beim European Beer Star gewonnen hat. Der Alkoholgehalt ist für belgische Verhältnisse recht moderat und liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives kräutriges und beeriges Aroma hat man in der Nase. Man hat dazu noch Noten von Kandiszucker.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr spritziges Aroma, das mit kräutrigen Noten, aber auch vor allem noch getreidigen und beerigen Noten versehen ist. Im Abgang hat man erstaunlicherweise eher etwas hopfige und kräutrige sowie auch bisschen wässrige Note, wie man ehrlicher weiße zugeben muss. Auch im weiteren Trinkverlauf  bleibt es ein eher leichteres Bier, welches aber die beerig-röstigen Noten beibehält. Im Abgang büßt es aber leider einiges an Geschmack ein.

Zum Fazit: Ich bin etwas enttäuscht. Von einem Bier, welches schon so viele Auszeichnungen gewonnen hat hätte ich etwas mehr erwartet. Ich empfinde es vor allem gegen Ende als flach und so bekommt das Ganze von mir nur 3 Sterne.

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Flensburger Dark Amber

Ploppp, wenn dieses Geräusch erklinkt bringen dies viele mit dem öffnen einer Bügelverschlussflasche in Verbindung. Und welche Brauerei steht stellvertretend für die Ploppflasche? Richtig die Flensburger Brauerei, die nicht erst durch die Werner Filme Kult ist. Die Brauerei hat sogar eine Forschungsabteilung, die sich nur mit dem Bügelverschluss und dem Ploppgeräusch beschäftigt. Die 1888 gegründete Familienbrauerei hat sich in diesem Jahr nun auch auf den Weg des Craftbieres begeben. Neben ihrem weltbekannten Pilsner und weiteren anderen Traditionsbieren befinden sich jetzt nun auch ein blonde und ein dark amber im Sortiment. Und genau dieses wird heute verkostet. Dieses Amberale hat einen Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Rotbraunes Bier mit einer sehr starken Trübung. Schaum ist überhaupt garkeiner vorhanden.

Zum Geruch: Schöne Mischung aus beere und leichten Lakritznoten. Aber auch leichte Röstmalz und Kaffeenoten kommen durch. Außerdem sind feine Anklänge von Kirschen zu riechen.

Zum Geschmack: Sehr sprudeliger erster Eindruck, irgendwie sogar ein wenig typisch belgisch. Mit intensiven Lakritz und Kaffeenoten und einem Hauch von Kirsche und Erdbeere. Der Abgang und Nachgang ist geprägt durch Kaffee und leichte Röstmalznoten. Er ist aber nicht zu bitter, sodass er recht angenehm ist. Auch die Kohlensäure hat sich nach dem viel zu sprudeligen Anfang gelegt und tritt jetzt moderater auf.

Zum Fazit: Wikrlich gar kein so schlechtes Bier. Man muss sagen das der Flensburger Craftbierauslug gelungen ist. Ich vergebe hierfür 4 Sterne, da es wirklich ein harmonisches Bier ist in dem die Malz und Hopfennoten perfekt harmonieren. Auch das röstige und lakritzige ist wirklich gut.

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Amarcord Tabachera

Jetzt wird es mal wieder italienisch. Heute gibt es mal wieder ein Craftbier aus einer kleineren, noch relativ jungen Brauerei, wie sie mittlerweile recht häufig in Italien zu finden sind. Denn was viele nicht wissen, Italien war eines der ersten Ländern in denen die Craftbierbewgung richtig Fuß fassen konnte. Heute gibt es etwas von der Brauerei Amarcord. Über die Brauerei selber ist wenig bekannt, ich haben herausgefunden, das sie aber schon seit 1997 braut. Verkostet wird heute das Tabachera. Es ist ein strong Amber Ale mit stattlichen 9% Alkohol.

Zur Optik: Trübes Bier mit einem ordentlichen Brauen Ton erinnert fast an Colaweizen. Also wirklich rötlich ist das nicht mehr auch wen ich mich auf meine rot braun schwäche nicht ganz verlassen möchte.

Zum Geruch: Im ersten Eindruck erstmal ziemlich malzig. Aber im Hintergrund kommen dann auch leicht fruchtige Noten durch. Vornehmlich Pflaume und Pfirsich aber auch etwas exotischere Töne wie Maracuja und Melone. Zusätzlich sind die Hopfennoten auch ein wenig harzig und haben zugleich etwas von Lakritz.

Zum Geschmack: Das ist eine Bombe im Antrunk, hat man zuerst einmal leicht bittere aber auch caramellige Noten. Im Abgang kommen dann zum einen leicht hefige Noten aber irgendwie hat man auch ein wenig Noten von einer Cola. Zusätzlich hat wirklich auch Noten von Blaubeere und Brombeere im Abgang und vor allem im Nachgang sodass es wirklich süffig ist. Die 9% sind wirklich sehr gut kaschiert. Insgesamt sind die Hopfennoten von sehr fruchtiger Natur, man hat Litschi und Maracuja. Die Fruchtnoten sind im allgemein sehr reif und wirken leicht kandiert. Das Malz ist leicht röstig und hat ein wenig den Geschmack von Lebkuchen und Biskuit. Ich muss sagen das dieses Bier trotz seiner 9% sehr süffig ist, da es nicht wirklich bitter ist sondern schön fruchtig und malzig. Somit macht es dieses Bouquet sehr bekömmlich.

Zum Fazit: Dieses Bier ist wirklich gar nicht so schlecht und gerade jetzt wenn die kalte Jahreszeit kommt und es langsam wieder auf Weihnachten zugeht ist dieses Bier durchaus interessant. Es hat wirklich weihnachtlich Noten gerade mit den sehr reifen und kandierten Früchten und dem leichten Lebkuchengeschmack. Auch hat man leichte noten von Zimt. Mir gefällt das soweit ganz gut, jedoch fehlt so der letzte Schliff. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

 

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North Coast Brewing Red Seal Ale

Im heutigen Test geht es ins Eldorado der guten Biere, nämlich in die USA. Seit dem dort in den 1970er Jahren die Craftbeerbewgung startete haben immer mehr Leute angefangen selbst Bier zu brauen. Aus einigen sind dann die heutigen Craftbeer Brauereien entstanden, die hauptsächlich für den weltweiten Siegeszug des Craftbeers verantwortlich waren und der in den letzten Jahren auch immer mehr zu uns kommt. Das heutige Bier kommt aus einer Brauerei die getrost zu den größeren Craftbeerbrauereien gezählt werden kann. Sie wurde 1988 als Brewpub gegründet und ist somit eine der älteren Brauereien und somit auch ein Mitbegründer der Szene. Das Heutige Bier ist das Red Seal Ale der North Coast brewing company. Es handelt sich hierbei um ein Red bzw. Amber Ale. Die Farbe ist ein klar schönes Rot mit einer ganz leichten Trübung und der Schaum ist leider sehr schnell verflogen. Im Geruch hat man beerige Aromen z.B. Kirsche, Erdbeere und Johannisbeere aber auch ein leichter Hauch von Getreide macht sich bemerkbar. Der Geschmack beginnt dann mit den getreidig süßlichen Aromen im Antrunk die auch ein wenig an Trauben und Kirsche erinnern. Auch prickelt zu Beginn gleich einmal die Kohlensäuren an der Zungenspitze. Im weiteren Verlauf gibt sich das Bier dann zunehmend bitter und der Hopfen spielt sich auf. Der Nachtrunk gestaltet sich dann kurz bitter. Die Bittere verfliegt jedoch nach kurzer Zeit und es stellt sich dann ein wässriges Aroma im Rachen und Gaumenbereich dar. Die Bittere im Mittelteil verschlechtert leider ein wenig die Süffigkeit. Außerdem hat der Hopfen außer den grasigen und bitteren Noten leider nicht mehr viel zu bieten. Alles in allem ein solides Bier aber nichts wirklich besonderes also 3 Sterne