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Schönbuch Amber Ale

Das Schönbuch auch ab und an Biere abseits des Mainstreams braut beweisen sie regelmäßig mit ihren besonderen Braukreationen. Ein davon ist das Amber Ale mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ganz passablen weißen Schaum der doch recht schnell verfliegt.

Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hopfig fruchtigen Noten. Man riecht auf der einen Seite das getreidige und karamellige Konstrukt mit einem hauch weihnachtlicher Gewürze, auf der anderen Seite hat man aber auch fruchtige Aromen wie Honigmelone und Apfelsine. Dazu kommt Nektaine.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier zunächst sehr fruchtig süß mit den oben genannten Früchten. Im Abgang kommt dann immer mehr ein getreidiges Bouquet dazu und man hat diese karamellig getreidgen Noten mit diesen Weihnachtsgewürzen. Es hat ein leicht beeriges Aroma wie Waldfrüchte, erinnert auf der anderen Seite aber auch an Spekulatius. Der Körpers ist sehr präsent aber auch ist es leicht wässrig. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und passt dazu. Ich finde es vor allem beerig und eine Erdbeernote kommt dazu. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein durchaus interessantes Bier, das aber dann eher ins karamellig getreidige abweicht.

Zum Fazit: Von mir gibt es fürs Bier eine Bewertung von 4 Sternen ich habe hier ein wirklich gutes Red Ale, dem aber noch ein kleiner Highlightpunkt fehlt.

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Budels Batavier

Mein heutiger Biertets führt mich wieder in die Niederlande. Es geht ins Brabant nach Budel einer Ortschaft in der Nähe von Eindhoven. Dort hat mit der Budelse Brouwerij eine echte Traditionsbrauerei ihren Sitz. Seit 1870 wird dort schon gebraut. Als eine der wenigen niederländischen Traditionsbrauereien hat sie die Jahre überstanden und befindet sich auch heute noch in Familienhand. Mein heutiges Testobjekt wird dabei der Batavier sein. Beim Batavier handelt es sich um ein Amberbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr brotig und zugleich auch leicht süßlich im Geruch. Es hat etwas toffeeartiges und riecht auch leicht holzig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es röstig, aber ohne zu süßlich zu sein. Es hat einen sehr nussigen und dabei aber auch getreidige Noten. Es prickelt leicht. Es ist aber auch leicht hopfig am Gaumen. Der Nachgeschmack bleibt holzig und nussig, ist jedoch dezent mild. Es ist ab und an im Gaumen etwas zu prickelnd und gegen Ende wird es zu toastig.

Zum Fazit: Ein wie ich finde sehr gut ausbalanciertes dunkles Bier. Man hat toastige aber auch röstige und leicht hopfige Noten. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 4 Sterne.

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Du Bocq Gauloise Ambree

Der heutige Biertest verschlägt uns dieses Mal wieder zu unseren belgischen Nachbarn mit ihrer einzigartigen Bierkultur. Dabei geht es in die französischsprachige Wallonie nach Purnode. Dort hat die Brasserie du Bocq ihren Sitz, deren Ursprünge bis ins Jahr 1858 zurückgehen. Seit 1949 ist die Brauerei kommerziell aktiv und die Marke Gauloise ist die, mit der alles begann. Von diesen Bieren möchte ich heute das Ambree verkosten, welches schon Auszeichnung beim World Beer Cup sowie beim European Beer Star gewonnen hat. Der Alkoholgehalt ist für belgische Verhältnisse recht moderat und liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives kräutriges und beeriges Aroma hat man in der Nase. Man hat dazu noch Noten von Kandiszucker.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr spritziges Aroma, das mit kräutrigen Noten, aber auch vor allem noch getreidigen und beerigen Noten versehen ist. Im Abgang hat man erstaunlicherweise eher etwas hopfige und kräutrige sowie auch bisschen wässrige Note, wie man ehrlicher weiße zugeben muss. Auch im weiteren Trinkverlauf  bleibt es ein eher leichteres Bier, welches aber die beerig-röstigen Noten beibehält. Im Abgang büßt es aber leider einiges an Geschmack ein.

Zum Fazit: Ich bin etwas enttäuscht. Von einem Bier, welches schon so viele Auszeichnungen gewonnen hat hätte ich etwas mehr erwartet. Ich empfinde es vor allem gegen Ende als flach und so bekommt das Ganze von mir nur 3 Sterne.

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Jenlain Ambree

Im heutigen Biertest wird es französisch. Frankreich ist ja gemeinhin bekannt für seinen Wein und nicht für Bier. Der Bierkonsum ist in Frankreich daher auch nicht allzu weit verbreitet. Dennoch gibt es einige Brauereien, von denen neben den großen dominierenden Biermarken, auch ein paar familiengeführte existieren. Diese sind Bierstiltechnisch oft an den belgischen Sorten orientiert. Dementsprechend, kommt das heutige Bier auch aus einer Brauerei an der Grenze zu Frankreich. Es kommt aus der Stadt Jenlain, in welcher die Brauerei Duyck, Biere der gleichnamigen Marke produziert. Seit 1922 braut die Familie Duyck an diesem Standort nun Bier und ist nach turbulenten Zeiten heute frankreichweit aktiv. Verkostet wird die Ursorte der Brauerei, das Ambree, ein obergäriges Rotbier. Es hat einen ordentlichen Alkoholgehalt von 7,5%.

Zur Optik: Rotbraunes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr röstig und etwas nach Beeren. Riecht ähnlich, wie andere Rotbiere. Vor allem die Röstnote ist intensiv gespickt mit leichten mineralischen und alkoholischen Noten.

Zum Geschmack: Ein intensiver Malzeindruck. vor allem röstiger Natur. Im Abgang ist es ein wenig süßlich, mit leichten beerigen Einflüssen. Während im Nachgang immer weider kurze, leicht bitter angehauchte alkoholische Noten dem Bier anhaften. Die alkoholische Note ist aber überraschend zurückhaltend zunächst und das Bier wirkt fast ein wenig leicht. Man schmeckt ihm seine 7,5% nicht unbedingt an.

Zum Fazit: Ein Bier, dem man seine Nähe zu Belgien anmerkt. Es ist klar von dortigen Amber Spezialitäten inspiriert. Dementsprechend ist es auch wirklich schmackhaft und der Beweis dafür, dass es in Frankreich auch gute einheimische Sorten gibt. Hierfür gibts 4 Sterne.