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Königsbräu Hopsoul

Auch von der Brauerei Königsbräu aus Heidenheim gibt es ein Craftbeer, das es heute zu mir in den Test geschafft hat. Die Rede ist vom Hopsoul, einem hellen Sommerbier, was angesichts des Wetters der letzten Tage auch ganz gut passt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat einen außerordentlich schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Zitrusnoten mit hopfig bitteren Tönen. Dazu kommen grasige Noten. Dies grasigen Noten sind sehr floraler Natur.

Zum Geschmack: Auch hier ist der Eindruck sehr zitrusmäßig und sehr spritzig. Im Abgang ist es kurz leicht bitter. Der Nachgang ist eher harmonisch und süßlich, aber trocken. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es sehr harmonisch. Auf einen prickelnden, spritzigen Zitrusantrunk folgt dieses weiche fruchtig-obstige Aroma, das sich im Mund breit macht wenn ein schluck genommen wurde.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr erfrischendes Sommerbier, das man mit diesen ausprägten Zitrusnoten manchmal sogar für ein Radler halten könnte. ich finde es für den Sommer sehr passend und daher bekommt es von mir 4 Sterne.

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Silly Scotch

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier von unseren belgischen Nachbarn. Dabei handelt es sich um ein Bier der Brasserie de Silly aus der gleichnamigen Wallonischen Stadt. Ihre Anfänge hat die Brauerei als eine für die Region typische Farmbrauerei, die hauptsächlich dazu da war die Farmarbeiter mit Bier zu versorgen. Inzwischen ist die Brauerei in der sechsten Generation, genauer gesagt ist sie seit 1860 in Besitz der selben Familie und hat ein breites Sortiment, das nicht nur obergärige, sondern auch untergärige Biere umfasst. Das Silly Scotch, mein heutiges Testbier, ist ein klassisches Scotch oder Brown Ale. In Belgien hat sich diese Sorte im Zuge des ersten Weltkriegs etabliert, als britische Soldaten die Sorte mitbrachten und die ansässigen Brauereien dazu veranlassten Biere dieses Stils zu brauen. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Ein trübes, rotbraunes Bier. Es hat einen röstigen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstig cremiges Aroma und es ist mit einer leicht beerigen Note versehen.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es sehr süßlich und vor allem in Richtung Abgang wird es sehr sehr zuckrig. Es ist ganz leicht röstig am Gaumen. Es ist im weiteren Trinkverlauf ein wenig säuerlicher und irgendwie hat man auch ganz süßliche Noten die leicht nach sauren Kirschen schmeckt aber auch an einen Pudding erinnern könnten. Es ist mir im Abgang dann auch ein wenig zu süßlich und das ganze wirkt mir etwas zu zuckrig, gar ein wenig künstlich. 

Zum fazit: Mir ist dieses Bier wirklich ein wenig zu süßlich und zuckrig. Ich hätte mir hier etwas mehr Röstnoten gewünscht. So komme ich auf eine Wertung von nur 2 Sternen. 

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Midtfyns Double IPA

Im nun folgen Test passiere ich eine weitere deutsche Grenze, dieses Mal die nördlichste in Richtung Dänemark. Dort werde ich ein Bier des Midtfyns Bryghus verkosten. Die 2004 gegründete Brauerei befindet sich wie man aus dem Namen ableiten kann mitten auf der dänischen Insel Fyn, nahe der Stadt Odense. Seit der Übernahme durch Eddie Szweda und seine dänische Frau im Jahre 2006 hat die Brauerei eine rasante Entwicklung genommen und sich als eine der führenden Craftbrauereien in Dänemark etabliert. Auch im restlichen Europa hat sich die Brauerei mit ihren außergewöhnlichen Kreationen einen Namen als Spezialitäten Brauerei gemacht. Ich werde heute das double IPA mit einem Alkoholgehalt von ordentlichen 9,2% verkosten.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr intensiv malzig und  karamellig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es vor allem im Antrunk nicht süßlich, bevor es im Nachgang eher in die Pinienrichtung geht und sehr harzige Noten zum Vorschein kommen. Es hat eine durchaus malzig karamellige Komponente, die man bei diesem Bier nicht unterschätzen sollte und auch der Körper ist sehr kräftig. Dazu kommen durchaus diese Noten von reifen tropischen Früchten. Es ist darüber hinaus auch ölig und harzig in der Tinktur.

Zum Fazit: Ein doch sehr harziges IPA, das wirklich reinknallt. Ich finde es sher gelungen, jedoch könnte es noch etwas mehr Fruchtigkeit besitzen. Man muss bei diesem Bier aufpassen, das einem der Alkoholgehalt nicht zu Kopfe steigt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Appenzeller Quöllfrisch naturtrüb

Für meinen zweiten Biertest am heutigen Tage überschreite ich erneut die Grenze, dieses Mal aber in Richtung der Schweiz. Es geht in den zweitkleinsten Schweizer Kanton Appenzeller Innerrhoden. Neben dem berühmten Käse und der Hunderasse hat der Kanton auch biertechnisch etwas zu bieten. Im Hauptort Appenzell ist die Brauerei Locher ansässig, die nicht nur im Kanton sondern in der gesamten Schweiz eine echte Institution ist. Die Brauerei ist auch heute Eigentümer der 1810 gegründeten Brauerei, nachdem diese den Betrieb im Jahre 1886 übernommen haben. Die Brauerei zeichnet sich vor allem durch ihr sehr sehr umfangreiches Sortiment aus, das sehr viele traditionelle und auch experimentelle Biere abdeckt. Mein heutiges Testbier das Quöllfrisch naturtrüb, ist eine eher traditionelleres Bier, das auf dem bekannten Lager der Brauerei dem Quöllfrisch basiert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%. Zum Schluss möchte ich mich auch bei diesem Bier bei meinem treuen Bierspender für die Beschaffung bedanken.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamelliges, aber auch leicht zitroniges Aroma. Dazu kommt etwas Wildhonig und Getreidenoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck finde ich es ein sehr erfrischendes Bier, das aber nur dezent seine Geschmacksaromatik verbreitet. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es kein schlechtes Bier, aber geschmacklich ist es recht unspektakulär und teilweise auchneutral. Es prickelt aber schön durch die Kohlensaure und ist somit sehr erfrischend. Der Hopfen ist vorhanden und ganz leicht bitter.

Zum Fazit: Die Hefe schmeckt man in diesem Bier nicht unbedingt heraus. Wenn man sie nicht sehen würde ich würde sie nicht wahrnehmen. Dennoch ist es erfrischend und hat sich 3 Sterne verdient.

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Miller Genuine Draft

Der heutige Tag darf zurecht als einer bezeichnet werden, der in die Geschichtsbücher eingeht. Nach nun 4 Jahren Donald Trump, in denen in den Augen der meisten vieles eher schlecht als recht lief, wurde mit Joe Biden nun sein Nachfolger vereidigt. Dies nehme ich nun zum Anlass eines der bekanntesten Biere aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verkosten. Das Miller Genuine Draft ist das Flaggschiff Bier der zweitgrößten US Brauerei aus der amerikanischen Bierhauptstadt Milwaukee. Von den großen Brauereien der Stadt ist Miller die letzte, die heute noch aktiv braut. Wie so viele andere US Marken auch, hat Miller deutsche Wurzeln, den der Mann der hinter dem Namen Miller steht ist ein gewisser Friedrich Müller der 1854 aus dem beschaulichen Sigmaringen nach Wisconsin übersiedelte. Gebraut wurde mein Bier aber nicht im Stammsitz in Milwaukee, sondern bei der zum Konzern gehörigen Borsodi Brauerei in Ungarn. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%. Man sollte noch erwähnen, das auf der Zutatenliste Maltosesirup, also nicht unbedingt eine natürliche Zutat, zu finden ist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßgetreidiges, ansonsten eher ein geruchsneutrales Bier

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit süßlich getreidgen Noten. Man hat so eine Malzsüße, die irgendwie etwas an Mais oder etwas ähnliches erinnert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher unspektakuläre Bier mit dieser komischen Malzsüße am Gaumen, die irgendwie unpassend wirkt. Es hat eine etwas künstlichen Malzgeschmack mit einer sehr zähen süße, bei der man dann doch irgendwie den Maltosesirup wahrnimmt.

Zum Fazit: Ja man kann es trinken und es ist jetzt nicht absolut ungenießbar oder eklig. Es hat aber wirklich seine Schattenseiten und so finden sich doch einige Lagerbiere die deutlich mehr Aroma und Geschmack haben. Das gibt 2 Sterne

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St. Erhard Pinsl Märzen

Das Pinsl Märzen ist das Hausbier der Bierothek Erlangen. Der Name Pinsl ist angelehnt an das Erlanger Stadtoriginal Eduard Königsreuter, dessen Spitzname Pinsl war. Als Lebenskünstler in und um Erlangen bekannt bezahlte er sein Bier oftmals mit selbstgemalten Bildern. Auf der Bergkirchweih ein gern gesehener Gast haben seine Bilder über die Jahre Kultstatus erlangt und jeder hoffte in den Besitz eines dieser Unikate zu gelangen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein rötliches Bier mit einer ordentlichen Hefetrübung. Es hat eine wirklich richtig ordentlichen hohen weißen Schaum.

Zum Geruch: Fruchtige Noten hat man in der Nase, hauptsächlich von Mandarine und Erdbeere. Dazu hat das Bier etwas leicht hopfig harziges.

Zum Geschmack: Ein ungewöhnlich hopfiges Bier. Es hat einen schönen leicht grasig-bitteren Abgang und prickelt schön auf der Zunge. Insgesamt ist es schon sehr bitter und somit fehlt dem Bier leider ein wenig die Fruchtigkeit. Insgesamt ist dieses Bier schon sehr auf den Hopfe bedacht und mir kommt das Malz hier leider ein wenig zu kurz. Der Hopfen deutet immer mal wieder seine Fruchtigkeit an und setzt sie dezent in Szene.

Zum Fazit: Das Bier ist mit insgesamt etwas zu hopfig und auch eine leicht alkoholische Bittere habe ich. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen, da das Malz etwas zu kurz kommt. 

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Permon P.a.p.a.

Im heutigen Test werde ich ein zweites Bier der Brauerei Permon aus Tschechien  verkosten. Der Papa der sich bei mir ins Glas ergießt ist stilistisch ein American Pale Ale und der Alkoholgehalt ist moderat und bei 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma mit Noten nach Melone und Maracuja.

Zum Geschmack: Ein im ersten Eindruck recht bitteres Bier, welches im Abgang sogar aromatisch schmeckt und gewisse Fruchtnoten in sich vereint. Auch im weiteren Trinkverlauf bleib es doch recht aromatisch trotz dieser gewissen Bitteren Hopfenaromatik die immer mal wieder kurz am Gaumen anklingt. Es ist so im allgemeinen ein ins fruchtige gehendes Bier.

Zum Fazit: Ich finde dieses Bier wirklich ganz gut gelungen und es erzeugt ein harmonisches Mundgefühl mit seinen verschiedenen Komponenten. Ich vergebe hier eine Wertung von 4 Sternen.

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Hachenburger Pils

In meinem folgenden Test habe ich wieder ein Bier, bei dem ich mich bei meinem treuen Spender bedanken muss der mich regelmäßig mit Bieren versorgt. Es handelt sich dabei um das Pils der Hachenburger Brauerei aus dem Westerwald. Die Brauerei wurde 1861 in der gleichnamigen Ortschaft gegründet. Die Brauerei blieb dabei immer in Besitz der Familie Schneider, die die Geschicke der Brauerei bis heute leitet. Das Pils mein heutiges Testbier ist der absolute Klassiker aus dem Hause und wird bereits seit 1902 gebraut. Der Alkoholgehalt beträgt 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hopfenaromatisches, blumiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätigt sich ein Bier, das blumig florale Hopfennoten hat. Jedoch kommt auch das Malz ordentlich durch und hinterlässt statt hopfigen Noten eher eine getreidigen Nachgeschmack. Auch im weiteren Trinkverlauf habe ich hier ein etwas aromatisches Bier mit leichten Getreide und Hopfennoten am Gaumen. Es prickelt vor allem im Antrunk.

Zum Fazit: Ein Pils das nicht über die Herbe kommt sondern schöne florale Hopfenaromen hat. Für ein perfektes Pils ist es mir allerdings zu malzig. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Calanda Glatsch

Für meinen heutigen zweiten Biertest geht es dieses Mal wieder in die Schweiz. Vielen Dank hierfür schon einmal an einen Kumpel fürs besorgen. Dabei gibt es ein Bier der Marke Calanda die aus Chur stammt. Ihre Ursprünge reichen zurück bis ins Jahre 1780. Nach mehreren Fusion gehört die Brauerei inzwischen seit 1993 zum Heineken Konzern. Das Glatsch, welches ich heute verkosten möchte ist nach der Rätoromanischen Bezeichnung für Eis benannt. Das Lagerbier wird dementsprechend bei besonders eiskalten Temperaturen gereift. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Bier. Es riecht leiht nach Mais.

Zum Geschmack: Ein leicht getreidiges Bier, das am Gaumen eine ordentliche Kante zeigt. Es ist sehr urig am Gaumen. Aber es ist ein nur bedingt würziges Bier, jedoch schwingt ein Beigeschmack mit, der das Bier nicht so recht bekömmlich macht.

Zum Fazit: Nichts besonderes. Es ist mild, aber hat auch einen etwas komischen Beigeschmack. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Schoppe Das ist kein Oktober****bier

In diesen Tagen wäre es bald wieder so weit gewesen und das Münchner Oktoberfest öffnet seine Pforten, wenn Corona dieses Jahr keinen Strich durch die Richtung gemacht hätte. Das Bier fließt aber dennoch und muss dabei gar nicht zwangsläufig aus München kommen, wie meine heutiges Testbier beweist. Schoppebräu nämlich liefert mit dem „Das ist kein Oktober****Bier“ nun eine Berliner Antwort auf die bayerischen Originale. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig getreidiges Aroma. Man hat gleichzeitig auch deutlich kräutrige Noten, die an Pfeffer oder auch Anis erinnern.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Mix aus getreidigen und süßlichen Noten, die dieses leicht karamellige und lebkuchenartige haben, wie bei einem kräftigen Märzen. Man hat auch hopfig herbe Noten, die am Gaumen anklingen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Festbier, bei dem man vor allem den Alkoholgehalt nicht so schmeckt und es dadurch sehr süffig wirkt. Das kaltgehopfte kommt nicht so wirklich durch.

Zum Fazit: Also für mich ist dieses Bier deutlich geschmacks- und gehaltvoller als die Münchener Pendants. Ob es nun so süffig ist, das man es in Massen trinken kann, da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.