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La Trappe Quadrupel

In meinem heutigen Biertest gibt es wieder ein Bier aus der niederländischen Trappistenabtei van Koningshoeven. Unter dem Markennamen La Trappe vertreibt die Abtei ihre Bier mit dem berühmten Trappistenlabel. Das Quadrupel, welches ich heute verkoste ist das stärkste Bier der Brauerei mit einem Alkoholgehalt von 10%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein zuckrig süßliches, aber auch ein nach gedörrtem Obst duftendes Bier. Es hat eine sehr reife Traubennote.

Zum Geschmack: Ein sehr komplexer Geschmack, der als erstes süßlich fruchtige Noten von reifem Obst aufweist, was sich auch bis in den Nachgang der ersten Schlücke durchzieht. Man meint Banane und Birnen herauszuschmecken. Dazu wird das ganze von schönen schokoladigen Noten und einem sehr kräftigen Malzkörper abgerundet. Dazu hat man Aromen die an gewisse Gewürze wie Vanille erinnern.

Zum Fazit: Ein sehr schweres Bier, nachdem man sich nicht mehr viel vornehmen sollte. Man spürt seinen Alkoholgehalt, schmeckt ihn aber nicht. Auch sonst ist es sehr komplex. Ich gebe dem Bier 5 Sterne.

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Braukollektiv Ziggy

Mit dem Ziggy habe ich heute ein American Pale Ale von Braukollektiv aus Freiburg im Breisgau im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,9%.

Zur Optik: Ein orangegoldenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein sehr schönes fruchtiges Aroma. Man hat einen wahrlichen Obstkorb vor sich, der Noten von Mandarine, Apfelsine, Trauben und leicht tropischen Früchten wie Maracuja enthält. Dazu kommt ein ganz leichter herber Ton.

Zum Geschmack: Auch hier im Geschmack ist es im Vergleich zu vielen anderen Pale Ales zunächst einmal ein recht fruchtiges Bier, vor allem der Antrunk und Mittelteil sind sehr schön fruchtig. Es hat ein sehr schönes fruchtiges Aroma, das an die schon im Geruch beschriebenen Früchte erinnert. Vor allem Mandarine und Apfelsine sind hier die dominanten Komponenten. Im Abgang wird es ein wenig herb und kribbelt leicht am Gaumen.

Zum Fazit: So stelle ich mir ein etwas moderneres Pale Ale, wie es in den USA üblich ist, vor, fruchtig, leicht herb aber nicht zu extrem. Ich gebe dem Bier daher auch 5 Sterne.

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St. Georgen Bräu Heller Bock

Zur Optik: Bernsteinfarbenes helles Bier. Klar filtriert, heller schaumd er sich langam zusammenzieht.

Zum Geruch: Es riecht sehr brotig/karamellig. Dazu kommen leicht fruchtigen Aromen von reifen Äpfeln und Pflaumen

Zum Geschmack: Es riecht sehr geschmacksintensiv. Man hat brotige Noten, die sich mit karamelligen und leicht hopfig bitteren Noten vermischen. Es sind sehr karamellige Noten die dieser Bock hat und der dadurch nicht zu süß wirkt. Außerdem kommen leicht harzige Noten des Hopfens in diesem Bock vor. Im Abgang ist es ein wenig herb durch den Hopfen, der jedoch ein wenig von der Kohlensäure überspielt wird. Im Nachgang hat man dann wieder schöne karanmellige Noten, die sich mit dem Hopfen vermischen und so ein wirklich rundes Geschmacksprofil erzeugen. Die Malzaromen sind mit sehr brotigen Tönen veredelt. Auch gegen Ende bleibt der Bock gut trinkbar und besticht vor allem durch seine Hopfenaromen.

Zum Fazit: Was soll ich sagen, ein heller Bock bei dem ich wirklich fast nichts zu bemängeln habe. Die Kohlensäure könnte eine kleinen Ticken niedriger sein. Dennoch möchte ich hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen vergeben.

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Westmalle Triple

In meinem heutigen Biertest habe ich dieses Mal ein echtes belgisches Trappistenbier am Start. Die Abtei Westmalle, von der mein heutiges Bier stammt, wurde 1794 gegründet und befindet sich in der Provinz Antwerpen. 1836 begannen die Mönche dann mit dem Bierbrauen und betreiben dies noch bis heute selbst. Das Triple, welches ich heute verkoste ist eine Art Referenzgröße dieser Sorte, war es doch 1934 das erste seiner Art als es auf den Markt kam. Der Alkoholgehalt liegt hier auch bei stolzen 9,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Der weiße Schaum ist wirklich immens.

Zum Geruch: Ein spritzig frischer Geruch. Man hat ein leicht süßliches Aroma. Es ist ein sehr spritziges Aroma mit Noten von Orange und Apfelsine. Man hat aber noch ganz leicht alkoholische Noten. Die getreidigen Noten und die dazu passende leichte Fruchtigkeit ergänzen sich sehr gut.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein sehr spritziges Bier, das aber auch einen gewisseen bitteren Nachgeschmack aufweist. Dieser ist aber nur sehr bedingt alkoholisch. Man hat aber auch eine sehr schöne fruchtige Note, die sich vor allem im Gaumen festsetzt. Es entwickelt sich ein richtiger Mix aus fruchtig herben Noten im Mund. Auf der einen Seite hat es ein unverkennlich süßliches Mundgefühl, welches jedoch gepaart ist mit dieser immer wieder aufkommenden Zitrusbittere. Am Gaumen bleibt es leicht süßlich und es erinnert eventuelle leicht an Kandiszucker oder Waldhonig.

Zum Geschmack: Ich habe hier wirklich eine Referenzgröße für den Bierstil Tripel getrunken. Es ist ein wirklich vielseitiges und abwechslungsreiches Bier. Ich kann also gar nicht anders als diesem Bier die Höchstwertung von 5 Sternen zu geben.

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Waldhaus Diplom Pils

Zum Abschluss der Woche habe ich nun noch heute das Diplom Pils von Waldhaus im Test. Laut Website erhielt dieses Bier seinen Namen und damit auch sein Diplom 1975 durch den damaligen Brauereichef Hilmar Schmid der mit dem Bier seinen Wissensdurst stillte. Da es aber auch bisher 56 Preise erhielt, hat sich das Bier diesen akademischen Titel durchaus verdient. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr aromatisches, florales Aroma was man hier in der Nase hat.  Es riecht leicht süßlich, aber nicht malzig-süß, sondern eher fruchtig süß. Es erinnert ganz leicht an Traube oder Aprikose wie ich finde.

Zum Geschmack: Auch hier bewährt sich der florale, leicht fruchtig angehaucht Charakter. Das Pils wirkt sehr frisch, ohne das die Süße aufdringlich wirkt. Auf der anderen Seite ist die Herbe bzw. die Bittere nur sehr marginal und prickelt vor allem im Antrunk und ein wenig am Gaumen, während sie sich im Nachgang und Abgang eigentlich relativ zurückhält. Trotzdem hält dieser harmonische Geschmack an und bietet bis zum Ende ein wunderbares Pils Erlebnis.

Zum Fazit: Für Pilstrinker wie mich, die eher auf die blumig-aromatischen Biere anstatt der norddeutsch-herbe Variante stehen, gibt es wohl kaum ein besseres Pils. Man schmeckt den Aromahopfen wirklich sehr gut heraus. Daher gebe ich dafür auch 5 Sterne. Diplom verdient.

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Affligem Patersvat

In meinem heutigen Biertest habe ich dieses Mal wieder etwas belgisches, was ich verkosten möchte. Es handelt sich um ein Bier, der Affligem Serie, welches ursprünglich aus der gleichnamigen belgischen Abtei stammt. Bis 1940 wurden die Biere mit Unterbrechungen auch tatsächlich im Kloster gebraut, bevor die Abtei begann, die Lizenz für die Marke Affligem an kommerzielle Brauer zu verkaufen. Nach mehreren Besitzerwechseln gehört die Marke Affligem nun zu Alken-Maes und damit zum niederländischen Brauriesen Heineken. Das Affligem Patersvat ist ein Jahrgangsbier, welches jedes Jahr mit noch jungem Frischhopfen gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig und frisch. Es hat etwas von Mango oder Papaya. aber auch etwas sehr grasiges.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ist es ein Mix aus bitteren Noten am Gaumen, die vor allem im Abgang zum tragen kommen und etwas süßlichem, ja fruchtigen, das sich im Nachgang dann doch dominant im Mund- und Gaumenraum ausbreitet. Auch im weiteren Trinkverlauf besticht dieses Bier durch eine hopfige Leichtigkeit mit einem schönen grasig-hopfigen Aroma am Gaumen. Es wird von einer schönen Malzsüße getragen, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Gegen ende wird es herber, es bleibt aber ein für seinen Alkoholgehalt recht frisches Bier.

Zum Fazit: Ein Bier, bei dem wirklich der Hopfen im Vordergrund steht. Man schmeckt absolut, das der Hopfen sehr frisch ist und auch sonst wirkt das Bier für mich sehr rund und stimmig. Ich gebe dem ganzen 5 Sterne.

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Ale Mania Imperial Red Ale

Als einer der ersten in Deutschland begann Hobbybrauerei Fritz Wülfing unter dem Namen Fritz Ale in Bonn Craftbeer zu brauen und zu verkaufen. Nach einer Unterlassungsklage des Limonaden Herstellers Fritz Cola, wegen angeblicher Verwechslungsgefahr aufgrund des zu ähnlich klingenden Namens, sind seine Bier seit 2014 unter dem Namen Ale Mania im Regal. Aus seinem sehr bunten Sortiment an Bierspezialitäten möchte ich heute das Imperial Red Ale Verkosten, welches einen Alkoholgehalt von 9,2% hat.

Zur Optik: Ein rötliches, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat ein beerig-fruchtiges Aroma. Mit etwas leicht holzig-röstigem. Eventuell erinnert das beerige an Erdbeere und Johannisbeere bzw. Himbeere.

Zum Geschmack: Ein fruchtiges Aroma mit einer gewissen Bitterkeit. Es hat sogar fast etwas saftiges an sich. Der Abgang bzw. vor allem der Nachgang gestaltet sich dann etwas trocken bitter und ist sehr langlebig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, welches auf der einen Seite doch durch eine ordentliche Hopfebittere auffällt, auf der anderen Seite aber auch eine ganz kleine Welle an Fruchtigkeit reinbringt, die an eben jene Beeren erinnern, aber auch einen ganz kleinen Hauch von Exotik im Schlepptau haben.

Zum Fazit: Ich finde dieses Bier wirklich sehr sehr ordentlich. Man schmeckt das Malz, man schmeckt den Hopfen und eine Fruchtigkeit ist auch vorhanden. Ich gebe dem Bier die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Weyerbacher Merry Monks

Mein heutiger Biertest führt mich über den großen Teich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in die USA. Es geht an die nördliche Ostküste nach Pennsylvania. Dort in der Stadt Easton befindet sich die Weyerbacher Brauerei. 1995 gegründet, ist die Brauerei die einen Clown im Logo trägt, vor allem für ihre sehr straken Biere bekannt, deren Alkoholgehalt oftmals im zweistelligen Bereich liegt. Mein heutiges Testbier, das Merry Monks, liegt mit 9,3% Alkohol auch nur knapp darunter. Inspiriert ist dieses Bier von den belgischen obergärigen Bieren, die sich in ähnlichen Spähren bewegen was den Alkoholgehalt angeht. Ähnlich wie bei diesen Bieren wird auch das Merry Monks mit etwas Kandiszucker in der Flasche nachvergoren.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht säuerlich, sogar etwas zitroniges habe ich im Aroma. Dazu hat man Orangennoten und etwas kräutriges und harziges.

Zum Geschmack. Auch hier ist es im ersten Eindruck ein Mix aus leicht getreidigen Noten, die für einen kräftigen Körper sorgen, sowie dominierenden noten von Honig , Mandarine, Zitrus und nicht zuletzt auch etwas Birne und Apfel. Abgerundet wird dies von kräutrigen Noten die der Hopfen mitbringt. Auch im weiteren Trinkverlauf sind die Zitrusnoten dominant und bestimmen den Geschmack. Auffällig ist seine sehr hohe Spritzigkeit, die auch unter Anderem dafür sorgt, das man den Alkoholgehalt nicht schmeckt. Man spürt ihn aber, wenn man am Ende des Bieres angelangt ist.

Zum Fazit: Ein überraschend spritziges Bier, das einem belgischen Tripel in nichts nachsteht und das ein oder andere auch locker übertrifft. Weyerbacher hat es wirklich geschafft den typisch belgischen Geschmack zu importieren. Mir ist das 5 Sterne wert.

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Wolfscraft Das Helle

Der heutige Test verbindet ein wenig Tradition und Moderne, denn beim Hellen von Wolfscraft handelt es sich zum einen um eine noch recht junge Münchner Craftbierbrauerei, zum anderen um eine typisch bayerische Biersorte die so schon seit jeher sehr beliebt und bekannt ist. Die Verknüpfung zwischen diesen beiden Extremen, genaus das soll das Helle auch sein. Die Bier sind in Bio Qualität gebraut und ihren Namen nehmen die Brauerer auch wörtlich und unterstützen die Wiederansiedelung des Wolfes mit einer Wolfspatenschaft. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, helles Bier. Es hat eine lleine weiße Schaumkrone so wie es sich bei einem Hellen gehört.

Zum Geruch: Ein sensationeller Geruch. Es riecht erstaunlicher Weise sehr sehr fruchtig und das auch tropisch-exotisch. Die Ananasnote ist sehr dominant. Außerdem ist Maracuja vorhanden. Auch ganz leichte Noten von Orange sind zu riechen.

Zum Geschmack: Auch hier bestätigen sich die fruchtigen Noten, die insgesamt für ein schönes fruchtig-süßes Mundgefühl sorgen. Es mir vielleicht wirkt es ein bisschen ätherisch bzw. ölig, aber das ist nur Marginal. Bei den Fruchtnoten sind auch hier die Ananas und die Maracuja dominant. Im Abgang ist es eine Spur zu bitter und zupft leicht am Gaumen. Der Malzkörper ist schlank und spielt für den Geschmack nur eine untergeordnete Rolle, verleiht dem Ganzen aber einen guten Rahmen.

Zum Fazit: Ich bin überrascht, das ist wirklich ein sehr untypisches Helles. Hier steht eindeutig der Hopfen im Vordergrund. Es ist dabei aber nicht zu bitter sondern vor allem sehr schön fruchtig. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 5 Sternen.

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Brewdog New England IPA

Im heutigen Biertest habe ich dieses Mal wieder ein zur Zeit angesagtes New England IPA im Test. Durch ihren obstig saftigen Geschmack sind NEIPAs ein idealer Durstlöscher für heiße Sommertage. Das haben sich auch die Jungs von Brewdog gedacht und zusammen mit Cloudwater aus Manchester ein neues New England IPA auf den Markt gebracht. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein orangenes, sehr cremiges IPA. Es hat eine ganz ordentliche weiße Schaumkrone.

Zum Geruch: Es riecht wirklich sehr sehr fruchtig dieses Bier. Man hat Noten von Grapefruit, Nektarine, Passionsfrucht und Mango

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr sehr saftiges und fruchtiges Mundgefühl, das nur ganz leicht bittere Noten im Abgang hat. Diese Textur hat etwas von einem Fruchtnektar, bei dem etwas Kohlensäure dabei ist und bei dem es ein bisschen herb bitterer am Gaumen wird. Ist ist ein sehr angenehmes, fruchtiges Bier, das einen bunten Strauß an Früchten wie etwas Limette, Mango, Ananas und Melone sowie etwas Pfirsich bereit hält. Gegen Ende ist nicht mehr ganz so saftig wie im Einstig und es wird dann dementsprechend auch etwas herber am Gaumen. Dennoch verliert es nie seine wunderbare Fruchtigkeit.

Zum Fazit: Ein wie ich finde wirklich sehr sehr gutes Bier, wenn man auf saftige und fruchtige IPAs steht. Für die, die es eher herb mögen mag hier etwas fehlen, mir hat es aber super geschmeckt. Ich gebe herfür auch die Höchstnote von 5 Sternen da für mich alles vorhanden ist, was diesen Bierstil auszeichnet.