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Auerbräu Johann Auer Weissbier Bock

Noch immer befinden wir uns in der Fasten- und damit auch Starkbierzeit. Während in München auf dem Nockherberg der Salvator fließt, wird in Rosenheim bei der Auerbräu in dieser Zeit beim Starkbierfest ein Weisser Bock getrunken. Was keiner weiß, beide Brauereien gehören zu ein und dem selben Konzern, nämlich der Schörghuber Gruppe und so findet sich auch auf dem Rosenheimer Starkbierfest auch der untergärige Doppelbock aus München. Im folgenden Test soll es aber um sein obergäriges Pendant aus Rosenheim gehen, den ich im folgenden Test nun vorstellen möchte. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein sehr intensives pflaumiges Aroma habe ich in der Nase. Dazu kommt etwas Schokolade und eine sehr sehr reife Banane.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein sehr reifes Bier mit einen zunächst etwas trockenen Charakter. Die Kohlensäure prickelt zunächst recht auffällig, jedoch ist da auch eine gewisse alkoholische Note im Geschmack erkennbar. Im Nachgang gesellen sich ganz leichte Schokonoten im Geschmack hinzu. Man hat gewisse schokoladige Noten die mal mitschwingen, aber für einen Weizenbock ist es eher noch ein bisschen zurückhaltend und auch nicht so vielschichtig und tiefgründig. Man hat einen kräftigen Malzkörper und diesen spürt man auch, aber geschmacklich ist es einfach etwas bieder.

Zum Fazit: So ganz überzeugt hat mich dieser Weizenbock nicht. Er ist zwar ganz solide, aber auch ein wenig alkoholisch und nicht ganz so tiefgründig wie andere Biere dieses Stils. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Riedl Zoigl

Von der Brauerei Riedl, die seit Herbst 2024 leider nicht mehr produziert habe ich noch einen Test von deren Zoigl Bier in meinem Archiv entdeckt, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Der Alkoholgehalt, des für die Oberpfalz typischen Bieres lag bei 4,5%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr getreidig, geht aber doch eher in eine brotige, schrotige Richtung.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein durchaus würziges Bier, dass ich im ersten Eindruck aber auch ein wenig nichtssagend finde. Das Bier wirkt sehr süffig und hat auch eine gewisse Würze. Die Kohlensäure ist hier hier sehr gut dosiert. Im Abgang ist es auch ei wenig karamellig. Im Körper hingegen gestaltet sich das Bier eher leicht.

Zum Fazit: Ein solides, nicht zu starkes Alltagsbier. Es schmeckt ist süffig, hebt sich aber nicht so recht aus der Masse, der guten aber nicht herausragenden unfiltrierten Biere ab. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

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Bischofshof Helles Weissbier

Neben den Weltenburger Klosterbieren hat die Brauerei Schneider aus Kelheim auch die Markenrechte des Regensburger Bischofshof Bier vom dort ansässigen Bistum übernommen. Anders als in Weltenburg soll die Regensburger Brauerei aber Ende des Jahres geschlossen werden und die Produktion der Biere dann in den beiden anderen Brauereien erfolgen. Also immerhin die Marke wird auf jeden Fall erhalten bleiben. Im folgenden Test stelle ich nun das Weizenbier aus Regensburg vor, das einen Alkoholgehalt von 5,1% hat.

Zur Optik. Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eine etwas bananiger Geruch. Man hat zudem Noten von leichter Nelke.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das wie ich finde einen eher leichten Körper hat, aber ihm fehlt es wie ich finde klar an Spritzigkeit bzw. Kohlensäure. Der Abgang ist hefig hat aber eine schöne Banane. Deshalb habe ich ein Bier, das im Abgang etwas süßlich ist und eine sehr sehr schöne Banane hat, die dort wunderbar zur Entfaltung kommt. Auch im weiteren Trinkverlauf fehlt es dem Bier einfach etwas an Kohlensäure, da es ansonsten aber eine gute Geschmacksaromatik hat.

Zum Fazit: Ein eher leichter wirkendes, sehr hefiges und damit auch sehr bananiges Weizen. Ich finde es trinkt sich teilweise etwas schwerfällig, da ihm eindeutig die Kohlensäure fehlt, sodass dies hier klar zu Lasten der Spritzigkeit geht. Von mir gibt’s dafür eine Wertung von 3 Sternen.

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Duchesse Anne Triple

Erst einmal geht für meinen nächsten Biertest wieder ein ordentliches Dankeschön an meinen treuen Bierspender, ohne den ich das nun folgende Bier wahrscheinlich nie in mein Glas bekommen hätte. Es handelt sich hierbei tatsächlich um ein Bier aus Frankreich, dass zudem nicht aus dem Elsass stammt. Stattdessen geht es in den äußersten Westen Frankreichs, nämlich in die Bretagne, die auch nicht unbedingt als Weinregion bekannt ist. Hier trinkt man eher Cider oder eben auch Bier. Da auch hier der Biermarkt eher von den großen nationalen und Internationalen Marken dominiert wird, hat sich dort auch in den letzten Jahrzehnten eine lebendige Craft Bier Szene entwickelt, unter anderem auch die Brasserie Lancelot. Gegründet im Jahre 1990 von Bernard Lancelot, legt sie besonderen Fokus auf die keltische Tradition der Region und ließ sich dementsprechend auch bei seinen Bieren von deren Braukunst, die auch schon die Kelten beherrschten, inspirieren. Seit 2021 gehört die Brauerei, die eine der bekanntesten der Region ist, zur Agrial Gruppe, einer Lebensmittelgenossenschaft von über 12.000 angeschlossenen Landwirten. Mein heutiges Testbier nennt sich Duchesse Anne, benannt nach Anne de Bretagne, welche als Herzogin stets darum bemüht war, die Unabhängigkeit der Bretagne gegenüber Frankreich zu bewahren. Stilistisch ist mein Testbier ein Tripel, das auf einen Alkoholgehalt von satten 7,5% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders ausgebildeten Schaum.

Zum Geruch: Ein duchaus getreidges etwas kräutriges Geruchsaroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus hefigem Aroma, das dann vor allem im Nachgang eine gewisse Süße zeigt, die dann durchaus auch ein etwas cremiges Mundegfühl erzeugt. Man merkt den kräftigen Körper, jedoch ist dieser nicht übermächtig. Zudem ist die Kohlensäure recht passend dosiert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier durchaus süffig durch die gut ausbalancierte Kohlensäure. Es bleibt auch ein durchaus getreidig hefiger Nachgang, der versucht leicht trocken zu wirken. Dennoch ist der Hopfen hier eher ein wenig brav und so fehlt ein wenig die typisch kräutrige Note die ein Tripel ansonsten auszeichnet. So ist das Geschmacksprofil hauptsächlich broitg getreidig und reicht auch leicht nach angerösteter Gerste.

Zum Fazit: Ein würziges, durchaus auch uriges Bier, dem mir ein wenig der Hopfen anbelangt. Es ist kräftig, aber auch ein wenig unausgewogen. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Glaabsbräu Dunkles

Ein echtes Dunkles aus dem Süden von Hessen. Das habe ich im nun folgenden Biertest im Angebot. Ich verkoste nämlich das Dunkle der Glaabsbräu aus Seligenstadt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, braunes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiger Geruch. Es ist etwas schokoladig. Man hat aber auch etwas süßliches.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man im Mund einen Mix aus verschiedenen Komponenten. Man hat zum einen die getreidigen und sehr brotigen Noten, dann ganz leicht nussige und auch etwas röstige Noten. Es ist ein eher süßliches Bier mit einem etwas cremigen Mundgefühl. Vor allem fehlt mir aber ein wenig der Hopfen, denn im Abgang hat man nur cremige, leicht süßmalzige Geschmacksnuancen.

Zum fazit. Ein gutes und solides dunkles, aber es gibt durchaus noch bessere Biere dieses Stils. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Pfungstädter Export

Als nächstes geht es wieder nach Hessen, doer eigentlich nach Franken, den mein nächstes Bier stammt zwar ursprünglich aus dem hessischen Pfungstadt, seit der Schließung der Brauerei wird das Bier aber in Ostheim vor der Rhön beim Brauhaus Streck gebraut, welches ebenfalls dem Eigentümer der Pfungstädter Brauerei gehört. Der Alkoholgehalt des Pfungstädter Exports liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldnes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas hopfiges, leich getreidger ansonsten nichtssagender Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem etwas getreidgen, leicht süßlichen Geschmack. Es ist eher mild bis fast ein wenig nichtssagend und etwas herb am Gaumen Insgesamt ist ein doch eher hopfigeres Export, das etwas die Malzsüße vermissen lässt. Dennoch nimtm man einen kräftigeren Körper wahr. Auch im Nachgang bleiben eher hopfigere Nuancen des Bieres übrig.

Zum Fazit: Ein durchaus kräftiges Bier, dass überraschenderweise eher etwas hopfiger ausfällt. Mir fehlt hier der für ein Export typische kräftige Malzgeschmack mit dezenter Süße. Es ist würzig, aber mir ein wenig zu nichtssagend. Solide, mehr aber auch nicht. Das gibt 3 Sterne.

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Moritz Fiege Bernstein

Im nächsten Test geht es für mich nach Bochum, mitten ins Herz des Ruhrgebietes. Nebn Kohlen, Stahl und Fußball ist die Region kulinarisch vor allem für die Currywurst und die damit zusammenhängende Imbisskultur bekannt. Doch welches Getränk eignet sich am besten zu Ruhrpottklassikern wie dem zuletzt stark gehypten Taxi-Teller? Die Antwort kann hier natürlich nur Bier lauten und auch da hat der Pott einiges zu bieten. Neben den bekannten Industriebieren, die zumeist aus Dortmund stammen, hat im Pott aber durchaus auch noch die ein oder andere Privatbrauerei überlebt, wie zum Beispiel die Brauerei Moritz Fiege in Bochum. Von dieser verkoste ich nun ein Lagerbier namens Bernstein, das einen Alkoholgehalt von 4,7% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier verfügt über einen karamellig brotigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ein erfrischendes, keksig karmalliges Bier. Das kjaramellige kommt vor allem gegen Ende noch deutlicher durch. Im Nachgang ist mir das Bier ein wenig zu teigig, hier könnte es durchaus noch würziger sein. Der Antrunk prickelt noch recht gut. Im Abgang wird es dann malzig. Die Kohlensäure könnte aber dennoch noch etwas mehr sein. Im Körper ist das Bier durchaus eher schlank, auch wenn vor allem der schöne Karamellgeschmack auch bis zum Ende hin noch lange präsent ist. Gegen Ende setzt dann auch eine leichte Hopfenwürzung am Gaumen ein. Im Abgang prickelt es zudem noch recht schön und lange nach.

Zum Fazit: Ein solides und durchaus leckeres Ber. Der Name ist hier Programm und vor allem die schönen Karamellnoten überzeugen. Aber das Bier hat auch seine schwächen und so finde ich das es hier etwas an Kohlensäure und Hopfen fehlt. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Maier’s Kellerbier

Im nächsten Test habe ich nun das Kellerbier der Maierbräu aus dem oberbayerischen Altomünster. Das ein oder andere Bier aus diesem Hause habe ich bereits hier vorgestellt, nun ist also das Kellerbier an der Reihe. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, orange bis bernsteinfarbenes Bier mit sehr schöner, ansprechender Schaumhaube.

Zum Geruch: Das Bier hat einen hefig, teigigen Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das sehr erfrischend wirkt, aber nicht richtig spritzig ist wie finde. Es hate einen eher teigigen, malzigen Geschmack mit dennoch ausgeprägter Zitrusaromatik. Insgesamt wirkt das Bier sehr belebend und erfrischend. Der Malzkröper ist durchaus präsent, was die Hopfung betrifft ist es aber eher ein wenig milder und es kommt ein eher süßlicher Malzgeschmack hindurch.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist wirklich ganz gut, süffig und erfrischend, aber irgendwie auch ein wenig unspektakulär und es sticht nicht so richtig heraus.

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Mager Ur-Hell

Für meinen nächsten Biertest geht es wieder in die wunderschöne fränkische Schweiz. In Pottenstein, der Stadt mit der weithin bekannten Burg, umgeben von malerischen Felsformationen, hat die Brauerei Mager ihren Sitz. Von dieser stelle ich im folgenden Test das Ur-Hell vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe hier einen doch sehr süßlichen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen kräftig süßlichen Geschmack. Es hat eine gewisse Honigsüße, die man oft bei Hellen findet. Insgesamt finde ich es schon sehr süß im Geschmack. Die Kohlensäure prickelt ganz gut und macht das Bier sehr lebendig. Vor allem im Nachgang bleibt aber eine etwas unangenehme Süße hängen. Der Antrunk ist noch etwas spritzig. Im Abgang kommen ganz leichte Hopfennoten, bevor der Nachgang von einem durchaus süßlichen Aroma dominiert wird. Dem Bier fehlt es etwas an Hopfenwürze.

Zum Fazit: Ein gutes Helles, das mir aber leider etwas zu süß ausfällt. Man kann es trinken, ich hatte aber definitiv schon das ein oder andere bessere Helle. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Maisel Hazy IPA

Ein einzigartige Zusammenarbeit von Streetart und Braukunst ist die Artbierserie von Maisel und Friends. Hier werden jeweils Streetartkünstler damit beauftragt, ein einzigartiges Etikett für ein Bier zu gestalten, welches zuvor von dem Maisel Braumeistern nach den Vorlieben der jeweiligen Künstler gebraut wurde. Im Falle meines Testbieres handelt es sich um das Artbeer Nummer 6, welches vom Hambuger Künstlerduo Sutosuto designed wurde. Stilistisch handelt es sich um ein Hazy IPA mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein sehr trübes, orangenes Bier. Es hat einen überaus ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig und obstig. Vor allem tropische Ananas und etwas Mango rieche ich.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes, durchaus lebendiges Bier mit einem eher saftigen Mundgefühl und auch wahrnehmbarer Bitternote im Abgang. Die Bitternote ist aber nicht zu dominant sodas es einen runden auch leicht süßlichen Abgang hat, der nicht zu trocken ausfällt und man so auch etwas vom Malzkörper wahrnimmt. Insgesamt finde ich fehlt es dem Bier aber etwas an Geschmackstiefe. Das Bier ist sehr lebendig und süffig und verfügt auch über eine gute Hopfennote am Gaumen. Ich finde aber, dass der Körper ein bisschen zu wenig Substanz hat und das fruchtig saftige nicht so richtig durchkommt oder es zumindest nicht schafft sich dauerhaft im Geschmack zu erhalten.

Zum Fazit: Ein ganz solides IPA mit passabler Bitternote im Abgang. Mir fehlt es aber etwas an Substanz und Geschmackstiefe. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.