Veröffentlicht in 3-Sterne

Der Hirschbräu Adlerkönig Urtyp Hell

Leo Dorn, der legendäre Leibjäger von Prinzregent Luitpold von Bayern, war im Volksmund vor allem unter dem Namen Adlerkönig bekannt wie auch berüchtigt. Nachdem er sich in den Allgäuer Alpen als erfolgreicher Jäger sowohl der großen Greifvögel, als auch von Wilderern einen Namen gemacht hatte, wurde ihm der Titel Adlerkönig im Jahre 1890 vom Regenten höchstselbst verliehen, als er seinen offiziell 50. Adler erlegt hatte. Der Brauerei Höss aus Sonnthofen hat dem berühmten Allgäuer sogar ein eigenes Bier gewidmet, stilitstisch ein klassisches Helles Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches, aber dennoch etwas getreidiges Aroma. Dazu kommen leichte Honignoten.

Zum Geschmack: Ein sehr mildes Bier, welches aber immer noch eine gewissen Körper aufweist und bei weitem nicht wässrig wirkt. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack und wirkt auf gewisse Weise auch mineralisch bis leicht metallisch. Dazu kommt eine leichte Honigsüße. Im Abgang ist es am Gaumen dezent hopfig.

Zum Fazit: Nichts besonders aber ganz gut trinkbar. Insgesamt ein eher mildes Bier mit nur leicht süßlichem Geschmack. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Felsenbräu Kirchweihbier

Kerwa, Kirbe oder einfach nur Kirchweih, je nach Region gibt es eine andere Bezeichnung für ein Volksfest mit der man den Tag der Weihe der Dorf oder Stadtkirche zelebriert. Gerade jetzt im Sommer und im Herbst haben diese Feste Saison. Passend zum jeweiligen fest gibt es dann, sofern noch vorhanden von der Örtlichen Brauerei ein extra gebrautes Festbier. Auch die Felsenbräu aus Thalmannsfeld hat ein solches Bier im Sortiment und so gibt es jedes ab Juli das Felsenbräu Kirchweihbier. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein helles, leicht trüb wirkendes Bier. Es hat keinen wirklich erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig, malziger, leicht karamelliger Duft zieht mir in die Nase.

Zum Geruch: Ich habe ein Bier mit einem durchaus sehr präsenten Malzkörper, das zunächst aber nicht so präsent wirkt wie bei anderen Festbieren. Im Abgang ist das Bier etwas bitter, auch leicht alkoholisch ist. So hat man ein würziges, vollmundiges Bier. Insgesamt könnte das Bier für meinen Geschmack durchaus noch mehr Kohlensäure vertragen. So ist das Bier wirklich sehr süffig.

Zum Fazit: Ein solides Festbier. Nicht zu mastig und schön würzig, aber es dürfte gerne noch etwas kräftiger und auch karamelliger sein. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Frauendorfer Pils

In meinem nächsten Biertest schreibe ich nun wieder über ein Bier der oberfränkischen landbrauerei Hetzel aus Frauendorf. Der Pils ist nun an der Reihe und mit einem Alkoholgehalt von 5,3% ist es außerdem auch ungewöhnlich stark für ein Bier seiner Sorte.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Schaum ist leider nicht wirklich viel vorhanden.

Zum Geruch: Ein herb-hopfiger, aber auch etwas getreidger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein für ein Pils erstaunlich vollmundiges Bier mit durchaus auch wahrnehmbarem Malzkörper. Ich finde es geschmacklich in den ersten Schlucken durchaus eher malzig süßlich als hopfig, Vor allem im Nachgang bleibt ein eher hopfigeres Aroma im Mund. Insgesamt hat man eine vor allem gegen Ende etwas hopfigeres Bier, dass aber einen zu wuchtigen Malzkörper hat und dem mir im Nachgang zu sehr die Malzsüße dominiert. Hopfen ist zwar vorhanden und hat durchaus auch eine gewisse Würze am Gaumen, mir ist das hier aber zu wenig Hopfenbetont.

Zum Fazit: Ein an sich gutes Bier, mir ist aber für den Bierstil hier zu viel Malzkörper und zu wenig Hopfen. Gerne dürfte es noch bitterer und knackiger sein. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Winkler Hell

Bekannt ist die Brauerei Winkler aus dem oberpfälzischen Lengenfeld vor allem für ihr Kupfer Spezial. Aber wie es sich für eine bayerische Brauerei gehört hat man auch ein Helles im Sortiment. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma mit einer schönen Honignote.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist getreidig mit einem leichten estrigen Aroma. Es hat so etwas das ins zuckrige geht. Dieser Eindruck tritt aber zum Glück nur am Anfang auf. Danach bleibt das Bier ganz gut trinkbar und man hat diese wunderschöne Malzsüße. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein sehr schönes süßliches Malzaroma, ohne aber eine kräftigen körper zu haben. Das Bier ist sehr süffig, hat aber für meinen Geschmack etwas zu wenig Kohlensäure. Der Hopfen zeigt sich nur mit leicht grasigen Eindrücken

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ein solides erfrischendes Helles, welches mir in Teilen aber zu süß ausfällt.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Excellent 11°

Etwas aus Tschechien werde ich nun folgenden Beitrag vorstellen. Das Bier nennt sich schlicht Excellent und wird von der bekannten Brauerei in Pilsen gebraut. Auf ihrer Webseite wirbt die Brauerei zudem damit, dass beim Brauen eine sogenannte Dreifachhopfung angewendet wird, wobei die letzten Hopfengabe erst nach dem eigentlichen Kochen der Würze erfolgt, wenn das Bier bereits wieder abkühlt. Ausschließlich Saazer Hopfen wurde zum Brauen des Bieres, welches einen Alkoholgehalt von 4,7% aufweist, verwendet.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Teigig buttriger auch hopfiger Geruch.

Zum Geshmack: Im ersten Eindruck sind zunächst im Antrunk getreidig süßliche Noten zu schmecken, bevor dann am Gaumen leicht hopfige Noten im Abgang dann wieder eher etwas getreidige Noten dominant sind. Ich habe teilweise einen etwas teigigen Eindruck und man hat dieses typisch buttrige wie man es bei viele tschechischen Bieren vorfindet. Der Hopfen hat auch etwas leicht fruchtig, grasiges, ist in der Regel jedoch eher bitter. Störend ist die etwas zu dominante teigig keksige Malznote.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ganz solide, aber ihm fehlt es leider etwas an Substanz. Die Hopfung ist jetzt auch nicht so ausgeprägt oder aromatisch wie von der Brauerei angepriesen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Eschweger Zwickl / Naturtrüb

Wie die Eschweger Klosterbrauerei auf ihrer Website bekanntgab, wurde das Eschweger Zwickl aufgrund von Verbraucherwünschen in Eschweger Naturtrüb umbenannt. Auch die Gebindegröße hat sich geändert und so gibt es das Bier nun in der 0,5 Liter Flasche. Das Bier ans ich ist aber das Selbe geblieben und wird nun in diesem Beitrag vorgestellt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein durchaus frisches, leicht getreidiges Aroma in der Nase. Ansonsten riecht es eher neutral.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im ersten Eindruck durchaus herb ist. Man hat ein würziges Kellerbier mit auch hefigen Noten und einem leicht teigigen Zitrusgeschmack. Der Körper ist dagegen eher etwas leichter. Die hopfigen Noten bleiben aber auch im Nachgang lange im Mundraum bestehen.

Zum Fazit: Ein eher hopfigeres kellerbier, bei dem mir ein wenig der Tiefgang fehlt. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Zötler Herzsolo

Das Zötler nicht nur die klassische Palette an deutschen Standardbieren beherrscht, zeigen sie mit ihren Kreativbieren. Gerade jetzt für den Sommer ist hier auch das Bier namens Herzsolo eine gute Alternative, denn hier handelt es sich um ein hochvergorenes obergäriges Bier, bei dem sowohl belgische Witbier Hefe, als auch die klassische Zötler Weizenbier Hefe eingesetzt werden. Zusätzlich erfolgte eine Kalthopfung mit ganzen 4! verschiedenen Hopfensorten. Dadurch soll ein schlankes, spritziges und besonders fruchtiges Bier entstehen, dass gerade jetzt im Sommer eine erfrischende Wirkung erzielen soll. Ob das wirklich stimmt, soll nun dieses Bier herausfinden. Wie bei den anderen Kreativbieren von Zötler auch, hat die Brauerei aber auch hier noch eine besondere Widmung, denn dieses Gebräu soll eine Hommage an Niklas Zötler, den Großvater des heutigen Braumeisters sein, der gerne Weizenbier trank und eben auch Abends in gemütlicher Rund die ein oder andere Partei Doppelkopf spielte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen eher mäßigen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht fruchtig mit leichten Noten die an Orange erinnern udn auch Banane.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein Bier, welches hopfig ist und zugleich auch spritzig. Dennoch hat man im Abgang dann auch eine gewisse Fruchtigkeit, die sich immer mehr im Mundraum ausbreitet. Diese Fruchtigkeit ist aber klar von Orange, Mandarine und etwas Zitrusfrucht dominiert. Es ist durchaus auch herb und kräutrig. Im weiteren Trinkverlauf nehmen dann leider die Fruchtnoten etwas ab.

Zum Fazit: Dieses Bier ist schon irgendwo fruchtig, aber ehrlicher Weise hätte ich mir hier doch etwas mehr erwartet. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Müllerbräu Weissbier Dunkel

Mein nächstes Tesbier ist wieder eines von der Müllerbräu aus Pfaffenhofen an der Ilm, direkt im Zentrum der Hallertau gelegen. Das dunkle Weissbier ist dabei aber wohl eher ein Nischenprodukt. Dennoch werde ich es im folgenden Beitrag nun vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Der Schaum ist ganz passabel.

Zum Geruch: Ein Duft nach Schokolade und sehr reifer Banane zieht in die Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Antrunk noch ein wenig dezent ist, im Abgang dann aber eine schöne Kakaonote hat, die auch leicht schokoladig ist. Röstmalznoten und etwas Banane runden den Geschmack ab. Das Bier ist insgesamt aber nicht zu süßlich, hat eine leichte Säure und erinnert im Geschmack schon eher an Kakao als an Vollmilchschokolade.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Alle typischen Geschmäcker eines dunklen Weizens sind vorhanden, aber nicht zu sehr ausgeprägt.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Moretti IPA

Moretti mal anders. Nicht als klassisches Lagerbier sondern als IPA bzw. Pale Ale. Auf dem Etikett wird dieses Bier zwar als IPA angepriesen, darunter steht aber in etwas kleinerer Schrift Pale Ale italiana. Auch der Alkoholgehalt von 5,2% lässt mich eher auf ein Pale Ale schließen.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht durchaus fruchtig, auch ein wenig grasig und kräutrig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das ich geschmacklich als durchaus solide und auch etwas würzig herb einordnen würde. Es ist, da muss ehrlich sein aber auch etwas wässrig im Nachgang. Auch im Körper finde ich das Bier leider eher schwach. Interessant ist auch ein leicht karamellig wirkender Malzgeschmack, der zur Farbe des Bieres passt. Für ein IPA finde ich es vor allem im Nachgang durchaus ein wenig lasch. Der Hopfen sorgt wie erwähnt für durchaus wahrnehmbare Bittere am Gaumen die auch stärker als bei üblichen Pils/Lagerbieren ausfällt und etwas kräutriges, leicht fruchtiges hat. Dennoch hat das Bier vor allem gegen Ende immer mehr wässrige Aspekte udn es ist schon recht mild für ein IPA.

Zum Fazit: Es ist in Ordnung, aber irgendwie für ein IPA einfach zu wenig und doch recht mild. Geschmacklich erinnert es ein wenig an englische Standard Pale Ales mit der leicht karamelligen Malznote. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Moosehead Canadian Lager

Kanada als einer der Gastgeber und Südafrika haben heute die K.O. Phase der Fußballweltmeisterschaft eröffnet. Passenderweise werde ich im folgenden Test nun auch ein kanadisches Bier verkosten.

Während bei vielen bekannten kanadischen Biermarken inzwischen ausländische Großkonzerne ihre Finger mit im Spiel haben, ist dies bei meinem heutigen Testbier anderes. Denn die 1867 in Halifax von der Familie Oland gegründete Moosehead Brauerei wird auch heute noch von der Familie in der mittlerweile 6ten Generation geführt. Damit ist sie die einzige größere Traditionsbrauerei in Kanada, die noch immer zu 100% in kanadischer Hand ist.

Dabei hatte es die Brauerei vor allem in ihren Anfangsjahren nie einfach, welche von wiederholten Zerstörungen durch Brände und Unglücke und den damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten geprägt waren. Nachdem durch die Explosion eines französischen Kriegsschiffes im Hafen von Halifax beinahe die ganze Stadt und damit auch die Brauerei erneut zerstört wurde, entschied sich die Familie schließlich Halifax zu verlassen und die Brauerei an ihrem heuten Stammsitz in Saint John neu zu errichten. Seit den 1970er Jahren ist mein heutiges Testbier, das Moosehead Lager im Handel und hat sich zum absoluten Signature Bier der Brauerei entwickelt. Dieses Bier, welches einen Alkoholgehalt von 5% hat, werde ich im folgenden Beitrag nun vorstellen.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum, der aber nicht beständig ist.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches, leicht toastiges Aroma habe zeigt sich in der Nase. Dazu kommt etwas grasiger Hopfen.

Zum Geschmack: Ein erfrischender erster Eindruck, die Kohlensöure ist zwar nicht unbedingt wahnsinnig sprudelnd bzw. spritzig, aber auch nicht lasch, sondern wie ich finde in einem guten Mittel dosiert. Dadurch ist im Nachgang auch Raum für das Malz, sodass sich ein fein süßliches Getreidearoma im Mundausbreitet. Das getreidige hat auch etwas toastiges bzw. erinnert es an Cornflakes, was auch nicht verwunderlich ist, denn hier wurde neben den üblichen Zutaten auch Mais bzw. Maissirup verwendet. Dazu ist eine leichte grasige Hopfung am Gaumen zu erkennen, wodurch eine feine bittere im Abgang entsteht. Der Körper ist ganz ok und das Bier zwar mild aber auf keinen Fall wässrig

Zum Fazit: Insgesamt ist es ein erfrischendes und sehr süffiges Bier. Geschmacklich stört diese durch den Maissirup verursachte Note schon etwas. Ansonsten hat es aber im Vergleich zu vielen anderen Lagerbieren aus Nordamerika Geschmack und ist nicht wässrig. Hier merkt man dann doch noch ein bisschen die Familienbrauerei. Von mir gibt es 3 Sterne.