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Leitner Lager

Ein Bier, welches leider auch seit nunmehr 16 Jahren nur noch als Marke existiert, ist jenes der Brauerei Leitner aus Schwabach. Bei der 1649 gegründeten Brauerei entschloss man sich im Jahre 2010 mangels Nachfolge zu einer Aufgabe des betriebs und verkaufte die Markenrechte an Herrnbräu aus Ingolstadt, welche die Biere seitdem braut und vertreibt. Mit ihrer Schließung endete auch die Jahrhundertealte Brautradition in Schwabach die ihren Höhepunkt in den 1920er und 1930er Jahre hatte. Dennoch bliebt zumindest mein heutiges Testbier erhalten, welches ich in diesem Beitrag nun vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlich getreidiges Aroma, mehr gibt das Bier leider nicht her.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es brotig und getreidig, mir aber fast schon zu süßlich bzw. teigig.  Im Abgang hat man leicht bittere Nuancen des Hopfens. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein süßgetreidiges Bier, das aber ansonsten nicht viel zu bieten hat und mir doch zu süß ausfällt.

Zum Fazit. Ein solides, aber etwas zu süßes und durchaus auch langweiliges Lagerbier. Ich bin mi sicher, dass das Original durchaus mehr Kanten aufzuweisen hat. Daher gibt’s auch nur 3 Sterne von mir für dieses Bier.

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Mayers Pfalzstoff

Eine der letzten Brauereien in der Pfalz ist bekanntlich die Brauerei Mayer aus Oggersheim, jenem Ludwigshafener Stadtteil, den auch der Kanzler der Einheit, Helmut Kohl seine Heimat nennt. Ihrer Heimat zu ehren haben die Mayers den Pfalzstoff auf den Markt gebracht, ein untergäriges Lagerbier, dass eher in die Pilsrichtung geht, aber mit 5% Alkohol etwas stärker als das eigentliche Pils eingebraut wurde.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, aber auch sehr süßliches Aroma, das ich in der Nase habe.

Zum Geschmack: Ich finde es ist ein Bier, bei dem mir im zunächst einmal eine harmonische Hopfenbittere auffällt, die gut in den Gesamteidruck passt. Das Bier schmeckt aber insgesamt irgendwie komisch pappig, man hat aber einen etwas grasigen – zitronigen sehr frisch wirkenden Hopfengeschmack. Für ein Pils ist es aber eher etwas milder gehalten und auch der Malzkörper kommt mit leicht süßlichen Noten im Geschmack etwas durch. Die Kohlensäure ist ok und macht das Bier recht süffig.

Zum Fazit: Solides Pils, das mir für ein Bier pilsener Brauart aber nicht pilsig genug ist. Ich würde es daher eher als Lager bezeichnen. Dennoch ein eher milderes Bier, dem ich dafür 3 Sterne gebe.

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Palmbräu Export

Die Eppinger Brauerei zur Palme aus Eppingen im Kraichgau ist der Produzent meines nun folgenden nächsten Testbieres. Gebraut wird dort neben Pils, Weizen und anderer Spezialbiere natürlich auch ein Exportbier, die klassische Halbe eben. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches und aber durchaus auch getreidiges Aroma zeigt das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein durchaus würziges Bier mit einem leicht getreidigen Nachgeschmack. Es prickelt etwas aber nicht zu sehr sodass es dennoch recht süffig wirkt. Es ist ein geschmacklich eher neutraleres bzw. milderes Exportbier, das im Körper zwar präsent ist, aber doch relativ unauffällig. Geschmacklich ist es dezent malzig süßlich und verfügt über für ein Export schon eher hopfigeren Abgang, dennoch finde ich es nicht herausstechend. Die Kohlensäure macht das Bier recht süffig, auch wenn sie den Magen schon recht aufbläht.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus recht süffig und eigentlich geschmacklich auch recht solide.

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Oechsner Hell

Auch die Brauerei Oechsner hat dem Trend folgend vor ein paar Jahren ein neues Helles auf den Markt gebracht. Genauer gesagt bin ich vor 3 Jahren das erste Mal über dieses Bier gestolpert und werde es nun das erste Mal hier am Blog vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier ohne besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas grobgetreidiges, leicht süßliches Aroma zeigt das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, welches durchaus zunächst etwas würzig schmeckt. Vor allem auch in Richtung Abgang zeigt es eine schöne Hopfennote am Gaumen. Schön ist, dass es dadurch nicht so süß schmeckt wie viele andere helle Lagerbiere. Ein leicht keksiges Malzaroma zeigt es dennoch und auch leichten Honig schmecke ich im Geschmack. Die Malzsüße kommt immer mehr durch, je länger man das Bier trinkt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, das deutlich süßlicher wird, aber auch sehr sprudelt und mineralisch ist.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ein recht solides Bier, dass man durchaus mal trinken kann, jedoch ist es nichts besonderes und teilweise sind die Süße die zu beginn noch nicht so durchkommt und der Hopfen der den Beginn dominiert etwas unausgewogen.

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Böhringer Edelmärzen

Die Böhringer Brauerei hat wohl zum Anfang letzten Jahres nach einem zuvor eröffneten Insolvenzverfahren ihren Betrieb eingestellt. Leider lässt sich dazu wenig aus der Presse recherchieren und wenn, dann sind diese wenigen Berichte hinter einer Bezahlschranke versteckt. In jedem Fall wurde der Betrieb in Württembergs höchstgelegener Brauerei in Römsterstein auf der Alb eingestellt und was bleibt ist der nostalgische Blick zurück, auf eine Brautradition die bis ins Jahre 1826 reicht. In Erinnerung an die Brauerei werde ich nun noch eine Notiz zu deren Edelmärzen veröffentlichen, das auf einen Alkoholgehalt von 5,9% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, mattgoldenes bis bernsteingoldenes Bier. Es hat eine nicht so besondes herausragende Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein sehr sehr brotiges Bier, dass vor allem mit Karamellnoten in der Nase auffällt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das sehr von getreidigen Aromen lebt. Diese sind karamellig und auch brotig zugleich und es schmiegt sich sehr schön an den Gaumen. Es ist ein Bier, welches sehr malzig ist und zugleich im Körper kräftig ist, auch wenn es hier ein wenig zu schwer wirkt. Auch fehlt es etwas an Kohlensöure.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier. Es hat schon einen sehr einnehmenden Körper und durchaus auch schöne Karamellnoten. Es fehlt aber etwas ume s als rundes Trinkvergnügen wirken zu lassen. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Greif Zwickl

Im nächsten Biertest wird nun wieder ein wenig gezwickelt. Dieses mal, wie könnte es anders sein mit einem Zwickelbier aus Franken. Von der Brauerei Greif aus Forchheim habe ich nun schon allerhand Biere hier im Blog verkostet, dieses mal ist nun das naturtrübe Zwicklbier an der Reihe. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen eher mäßigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht brotiges Aroma, dass sich hefig und auch etwas karamellig in der Nase zeigt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es leicht süßlich und man hat etwas getreidiges im Bier. Der süßliche Abgang bleibt lange hängen. Es ist ein insgesamt sehr kerniges und durchaus auch etwas würziges Bier mit eine leicht aromatischen auch etwas zitrusartigen und anhaltenden Nachgang. Dazu kommt dieser schöne, aber gut dezent gehaltene karamellige Nachgang. Eine feine Hopfenbittere sorgt für einen durchaus etwas würzigen Abgang, auch wenn ich das Bier insgesamt als eher mild beschreiben würde. Die Kohlensäure ist eher dezent, aber dennoch wirkt das Bier recht süffig.

Zum Fazit: Ein feines Zwicklbier. Ich bin aber ehrlich und finde es insgesamt geschmacklich ein klein wenig zu mild im Geschmack. Es ist wirklich süffig, aber mir fehlt etwas die geschmackliche Tiefe. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Zillertal Tyroler Imperial Bock

Weiter mache ich mit meinen Biertests im Zillertal. Ich bin also geografisch in Tirol in der alpinen Bergwelt unseres Nachbarlandes Österreich. Die dort beheimatete Zillertal Brauerei kann als alteingesessene Familienbrauerei auf eine über 500 jährige Brauereigeschichte zurückblicken und ist inzwischen nicht nur bei Bierkennern in Österreich für ihre Bierspezialitäten bekannt, die regelmäßig Preise und hohe Bewertungen von Experten erreichen. Unter anderem hat auch das Genussmagazin Falstaff mehrere Biere der Brauerei mit einer Wertung von über 90 Punkten bedacht. Die Tyroler Serie von der es mehrere, auch wechselnde Sorten gibt, unterstreicht den Bezug der Brauerei zu ihrer Heimatregion, wie auch die Tatsache, das viele Biere, eben auch die Tyroler Biere mit 100% Tiroler Getreide gebraut werden. Unter andere gibt es auch mein heutiges Testbier den Tyroler Imperial Bock, der auf einen Alkoholgehalt von 7,5% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlich getreidiger Geruch mit etwas tropischen Anklängen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit schönen fruchtigen Noten, welches aber dennoch vor allem vom getreidigen dominiert wird. Im Abgang ist es leicht fruchtig, was auch so am Gaumen hängen bleibt. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier mit spannenden Facetten, wo Bier mir dies insgesamt zu mastig bzw. süßlich ist in den Getreidenoten. Der Körper ist kräftig und es lässt sich reifen Streuobst erahnen.

Zum Fazit. Dieser Bock ist nicht ganz so mein fall. Er ist mir etwas zu süßlich und auch mastig im Geschmack. Hier gibt es von der Brauerei durchaus noch bessere Biere 3 Sterne.

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Flensburger Dunkel

Es wird wieder Dunkel und dafür geht es in den hohen Norden zur nördlichsten Traditionsbrauerei nämlich jener in Flensburg. Bekannt vor allem für ihr Pils, braut man an der Förde aber auch andere Biere, so wie zum Beispiel ein Dunkles Lagerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht nussig, sehr süßlich nach Karamell. Auch etwas Schokolade zeigt sich im Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit malzigem Antrunk, der hier noch etwas pappig schmeckt. Im Nachgang kommt dann eine Karamellmalzsüße, die aber nicht zu intensiv ist. Es bleibt dann durchaus eine karamellige Süße am Gaumen hängen. Das Malz hat etwas röstiges, dieses ist hier aber eher hintergründig . Insgesamt finde ich das Bier recht ausgeglichen, den Nachgang aber etwas pappig. Hier sehe ich noch potential und es fehlt hier dann irgendwie auch der Hopfen, der sich nur kurz etwas herb am Gaumen meldet. So recht weiß ich dann nicht, wohin mich dieses Bier führen will.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von knapp 3 Sternen. Ich finde man hat durchaus Anklänge von Karamell und auch Röstmalznote aber das Ganze hält sich schlussendlich doch eher bedeckt. So wirkt es zu großen Teilen als ein für ein Dunkles eher langweiliges Bier, das sogar leicht pappig schmeckt.

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Maisel & Friends Amber Lager

Pur Trinkfreude mit Liebe gebraut für Grill- und Bierfreunde. Das verspricht die Bayreuther Brauerei Maisel mit ihrem Amber Lager. Dieses Bier ist Teil 3 der BrewBQ Serie, bei der Maisel zusammen mit in der Barbecue und Grillszene bekannten Persönlichkeiten ein Bier herausbringt, welches sich besonders für einen Grillabend eignet. Im Falle des Amber Lagers war dies eine Zusammenarbeit mit Thorsten Brandenburg vom Grillmagazin BBQPit, der 2017 überdies den Titel als offizieller Grillweltmeister erringen konnte. Aus mehreren gemeinsamen Tasting- und Brausessions ist dann schlussendlich das Maisel & Friends Amber Lager entstanden, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes, rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat hier ein brotig obstiges Aroma in der Nase. Ich mache hier zunächst etwas von Zitrus Früchten, Orange und Blutorange aus. Aber auch leicht karamellige etwas beerige Noten hat man

Zum Geschmack: Ich empfinde dieses Bier ist schlank und zunächst eher etwas dünn im Geschmack. Es wirkt im Antrunk etwas fruchtig und der Körper ist einigermaßen ok. Auch die Kohlensäure passt ganz zum Bier. Ich finde die Kohlensäure teilweise sogar etwas zu viel des guten, jedoch ist das Bier insgesamt stimmig, auch wenn es nicht wirklich eine Geschmacksexplosion mit sich bringt. Es klingen leicht rote Beerenfrüchte und vor allem Orange an und das Malz hat einen Hauch von Karamell. Im Abgang zeigt sich eine fein-milde Hopfenbittere.

Zum Fazit: recht süffig ist dieses Bier schon und für eine Grillabend würde es sich auch wirklich gut als Durstlöscher eigenen, von dem man gut und gerne auch ein paar mehr Fläschchen trinken kann. Geschmacklich ist es aber kein wirklich besonderes Highlight, sondern eher recht mild, aber nicht wässrig. Man kann es wirklich gut trinken, sollte aber keine riesige Geschmacksexplosion erwarten. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Van Steenberge Piraat

Nicht nur in der Karibik gab es Piraten, auch an der Fasnet läuft man mit Sicherheit wieder dem ein oder anderen Freibeuter über den Weg. Für alle die sich überlegen, ob sie sich dieses Jahr in ein solches Kostüm werfen wollen, habe ich im folgenden Test das passende Bier. Den der „Piraat“ ist auch ein belgischer Starkbierklassiker der Brouwerij van Steenberge aus Evergem. Da Piraten bekanntlich gerne Rum und andere starke Getränke konsumierten, wird auch bei diesem Bier nicht am Alkohol gespart, weshalb es das Bier auf einen Alkoholgehalt von satten 10,5% bringt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat Noten von Wildhonig, Kräutern, Kandiszucker riechen. Auch etwas reife Fruchtaromen kann ich in der Nase finden.

Zum Geschmack: Schon im ersten Eindruck ist es für mich ein geschmacklich sehr intensives und vollmundiges Bier. Es hat einen süßlich, zuckrigen Abgang, der ein bisschen Kandiszucker in Kombination mit dem bitter-kräutrigen Hopfen aber auch an Kräuterbonbons erinnert. Aber auch an sehr reife Früchte, gerade in Richtung roter Beeren lassen sich schmecken. Ein großes Aber hat das Bier allerdings, denn mir ist es vor allem im Abgang viel zu süß und teilweise schon zuckrig und so entseht auch ein etwas klebriger Eindruck am Gaumen. Positiv ist, dass es überhaupt nicht alkoholisch schmeckt, auch wenn man natürlich die Schwere des kräftigen Malzkörpers spürt und das Bier auch etwas wärmendes hat. So zwigen sich der Körper vor asllem auch in den süßen Malzaromen, gegen die der Hopfen nicht ganz ankommt, auch wenn dieser eine gute Portion bitterer Kräuternoten ins Bier bringt. Die Kohlensäure sorgt auch dafür dass es dennoch auch eine gewisse Spritzigkeit aufweist, auch wenn diese hier im Vergleich zu einem Tripel schon etwas zurückgenommen ist.

Zum Fazit: Ein wirklich vollmundiges und auch komplexes Bier. Mir ist es aber vor allem im Nachgang einfach doch viel zu süß, was dann irgendwo auch einfach unangenehm ist. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.