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Corsendonk Grand Hops

Mein nächstes Testbier kommt aus Belgien. Es ist ein Bier der Marke Corsendonk. Bei Corsendonk handelt es sich um ein belgisches Abteibier, das auf ein gleichnamiges Kloster in Oud Turnhout zurückgeht. Die Biere werden unter Lizenz der Klosterbrauerei von der Brasserie du Bocq gebraut. Das Grand Hops ist ein Spezialbier mit Bittereinheiten von 30 EBU. Stilistisch ist es womöglich in Richtung eines IPAs zu verorten, wobei hier ein exklusiv im Elsass angebauter Hopfen mit dem Namen Mistral d’Alsace verwendet wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,9%.

Zur Optik: Ein relativ klares, nur leicht trübes Bier mit einem ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig grasiges Aroma ist in der Nase. Es wirkt sogar ganz leicht fruchtig. außerdem ist ordentlich Hopfen und etwas kräutriges in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer schönen getreidigen Note. Ich finde aber das der Hopfen schon auch deutlich präsent ist und bitter am Gaumen kitzelt. Dazu kommt etwas kräutriges und es schwingt eine leichtes Aroma von Wildhonig mit der auch an Kräuertbonbons erinnert.

Zum Fazit: Ein wirklich bitteres, sehr kräutriges Hopfenaroma mit einem ordentlich harzig trockenen Abgang. Es geht definitiv in die Richtung eines IPAs wie ich finde. Dazu ist der Körper sehr kräftig aber passt gut zum Bier. Malzig ist es nur ganz leicht. Ich finde das Bier richtig gut und gebe ihm daher auch die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Dithmarscher Naturtrüb

Ganz hoch im Norden von der Nordseeküste Schleswig-Holsteins kommt mein nächster Biertest. Es handelt sich um die ungefilterte Bierspezialität der Brauerei Karl Hintz aus Marne im Dithmarscher Land. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch getrediges Aroma mit leicht keksiger Nuance.

Zum Geschmack: Ein spritziges, doch betont herbes Bier, das etwas ölig wirkt. Es ist aber durchaus würzig und auch leicht aromatisch. Das Bier ist würzig herb mit aromatisch blumiger Note am Gaumen. Dazu kommt etwas zitrusartiges der Hefe hinzu. Ich habe ein Bier, das auch im weiteren Trinkverlauf durchaus aromatisch hopfig ist und mit einer floralen Zitrusnote ausgestattet ist. Der Körper des Bieres ist eher leicht gehalten.

Zum Fazit: Ein Kellerpils, das einen schönen Hauch von Zitrus hat. Der Hopfen ist floral-aromatisch und hat einen schöne Bittere im Abgang. Mir hat das Bier überraschend gut geschmeckt, mit so einer aromatischen Hopfennote in Norddeutschland hätte ich nicht gerechnet. So hat es sich auch 4 Sterne verdient.

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Eggenberg Hopfenkönig

Für meinen nächsten Biertest gehe ich nach Österreich ins Salzkammergut. Die Schlossbrauerei Eggenberg ist vor allem bekannt für ihre sehr starken Samichlaus Biere, hat aber auch für alle etwas im Sortiment, die es gerne etwas leichter mögen. Auch wenn große Teile des ursprünglichen Schlosses im laufe der Zeit zerstört wurden, befindet sich die Brauerei noch immer auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses und hat die Zeit überdauert. Wenn genau im Schloss mit dem Bierbrauen angefangen wurde, lässt sich nicht genau sagen, belegt ist jedoch, das ab dem Jahre 1681 auch gewerblich Bier gebraut und außer Haus verkauft wurde. Der Hopfenkönig wird auf der Website als hopfenaromatisches Vollbier angepriesen, sodass ich denke, das er in Richtung Pils geht, auch wenn der Alkoholgehalt mit 5,1% etwas hoch für diese Sorte ausfällt.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Einen etwas blumiges, florales Hopfenaroma habe ich in der Nase. Es hat dazu einen ganz leichten Zitrustouch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einer durchaus aromatischen Hopfennote im Geschmack, die das Bier sehr erfrischend macht. Es hat darüber hinaus einen schönen Abgang, der auch lange anhält. Dabei hat das Bier durchaus auch bittere Seiten, diese sind aber nicht so knackig, aber dafür gut in das Gesamte Bier eingebunden.

Zum Fazit: Auch wenn der Malzkörper durchaus leicht wahrnehmbar ist, so ist das Bier schöne hopfig. Es ist nicht unbedingt bitter, dafür aber schön grasig und floral. Mir sind das 4 Sterne wert.

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Neunspringer Hefeweizen

Für meinen nächsten Biertest springe ich quasi nach Thüringen zur Brauerei Neunspringe. Nach dem carl Kuntze Bier habe ich nun das Hefeweizen im Test. Es kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges, leicht getreidiges Bier. Es ist auch ganz leicht bananig.

Zum Geschmack: Ich habe ein getreidiges Bier mit einer schönen leicht hefigen Note. Der Abgang des Bieres ist leicht süßlich fruchtig, ansonsten ist es schon sehr Getreidig und brotig. Es ist ein Bier mit einem doch sehr schöne hefigen Nachgang, der sich immer mehr entfaltet und hat dazu gewisse vanilline Noten. Ein bisschen schmeckt man auch die Banane.

Zum Fazit: Ein solides, sehr hefiges und getreidges Weizen. Der Hopfen fehlt hier und auch die Kohlensäure könnte es noch lebendiger machen. Von mit bekommt es 3 Sterne.

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Troubadour Imperial Stout

Ein Imperial Stout aus Belgien werde ich in meinem nächsten Biertest verkosten. Gebraut wird es von der Brauerei The Musketeers aus Saint Gillis. Der Alkoholgehalt des Bieres ist sehr üppig wie es sich für ein Imperial Stout üblich ist und liegt bei 9%.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes Bier mit einem braun-weißen Schaum. Es ist naturtrüb.

Zum Geruch: Ein intensiv röstiges Bier mit einer ordentlich rostig-bitteren Kaffeenote

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck erwartet einen ein doch überraschen bitter alkoholischer erster Eindruck. Erst in Richtung Abgang kommt eine bittere Note durch, die immer mehr ins kaffeeartig-röstige geht und dann auch ganz leicht schokoladige Akzente bekommt. Es ist dann im weiteren Trinkverlauf nicht mehr ganz so bitter wie zunächst im ersten Eindruck wahrgenommen. Hier entfaltet sich dann eher Nuancen von Kakao, Lakritze und Toffee.

Zum Fazit: Insgesamt ist das Bier wirklich ganz gut zu trinken. Im allgemeinen Vergleich gibt es aber noch bessere Imperial Stout Biere. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Mönchsgeheimnis Bayerisch Hell

Die Franziskaner von Betanien sind eine katholische Glaubensgemeinschaft, die nach dem Gelübde der Armut und der Keuschheit zusammenleben. Sie leben als Brüder und Schwestern und habe sich sozialen Projekten verschrieben. Seit 2013 gibt es einen Ableger der ursprünglich aus Italien stammenden Gemeinschaft in Aschaffenburg. Um ihre Förderprojekte finanziell zu unterstützen gibt es ein von der Gemeinschaft gebrautes Bier, das Mönchsgeheimnis, welches ich heute verkosten werde. Stilistisch ist es ein Helles und hat einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbens Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma, ansonsten ist es aber eher dezent.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier mit einer etwas kernigen Antrunk und auch einem durchaus würzigen Nach- und Abgang. Der Malzkörper wirkt insgesamt im mundegfühl relativ leicht. Man hat etwas säuerliche Noten, vor allem im Antrunk, die aber schnell verschwinden. Jedoch ässt dies das Bier nicht ganz so frisch wirken. In Richtung Abgang kommen dann im weiteren Trinkverlauf dennoch ein wenig süßliche Noten auf. Es prickelt zudem recht angenehm am Gaumen.

Zum Fazit: Ein gutes, angenehm zu trinkendes Bier, das aber nicht ganz frisch wirkt. Von mir gibts dafür 4 Sterne.

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Michelbacher Export

Im fränkisch Geprägten Nordosten von Baden-Württemberg befindet sich Michelbach an der Bilz. Im Ort befindet sich auch die Adlerbrauerei der Familie Schmetzer. Seit 1716 lassen sich Brautätigkeiten auf dem heutigen Anwesen der Brauerei nachweisen. Bis heute ist sie eine relativ kleine sehr lokal agierende Brauerei geblieben, deren Biere nur in wenigen Läden zu finden sind. Ich verkoste heute aus dem kleinen aber feinen Spezialitätensortiment der Brauerei das Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen getreidigen Geruch, aber auch etwas hopfige Nuancen.

Zum Geschmack: Ich habe ein kräftig malziges Bier, das im Abgang auch etwas süßlich ist. Es ist ein Bier, das definitiv Kante zeigt. Bisweilen kommt es mir etwas zu süßlich daher. Die Kohlensäure ist in diesem Bier ganz gut dosiert. Es ist ein würziges Bier, jedoch finde ich es im Abgang etwas unausgewogen. Es wirkt rustikal, aber auch nicht ganz sauber gebraut.

Zum Fazit: Ein sehr würziges, rustikales Bier, das aber auch ein wenig unrund wirkt. Im Abgang zeigt es etwas Fehlaromen. Von mir gibts für das Bier 3 Sterne.

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Dachsenfranz Märzen

Vom Dachsenfranz, der Biermarke der Adlerbrauerei Zuzenhausen, habe ich im folgenden Biertest nun das Märzen. Das Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges und brotiges Aroma hat man in der Nase. Es riecht sehr süßlich wie ich finde und hat etwas von Apfel.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr kerniges Bier. Es ist malzig süßlich, wirkt aber auch sehr sehr frisch. Die Malzsüße ist wirklich würzig. Im Abgang hat man eine ganz leichte Hopfennote. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein kernigs Bier, das nicht mehr so süßlich ist, sondern durchaus getreidig herb. Der Hopfen kommt vor allem gegen Ende Immer mehr durch, auch wenn es leicht alkoholisch schmeckt.

Zum Fazit: Ich habe ein Bier, das einen sehr schönen kräftigen Malzkörper hat. Es ist im Abgang etwas würzig und hat auch eine leichte Hopfennote. Von mir gibts auch hier 4 Sterne auch wenn ich etwas Abzug geben muss wegen der leicht alkoholischen Komponente.

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De Molen Water & Vuur

Eine wahre Ikone im weltweiten Craftbeermarkt ist die Niederländische Brauerei de Molen. Sie begann 2004 in einer alten Mühle, nachdem der sie sich nannte, bevor eine neue Brauanlage errichtet wurde. Die Biere der Brauerei werden weltweit von Craftbierfreunden geschätzt und gewinnen regelmäßig Preise. Für Aufregung sorgte die Übernahme von De Molen durch die Royal Swinkels Brouwerij aus Lieshout, die sich zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 35% sicherte, bevor sie im Jahre 2016 die restlichen 65% übernahm. Ich verkoste heute das Water & Vuur eine New England IPA mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein sehr sehr trübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma mit durchaus saftigem Ansatz. Man hat einen Hauch von Maracuja, Ananas und auch etwas Papaya. Ganz leicht hat man auch noch eine Grapefruit.

Zum Geschmack: Auch im Mundraum zeigt sich ein durchaus saftiges Aroma und im Abgang wird es dann etwas bitterer, bevor sich dann im Nachgang etwas fruchtigeres im Mundraum ausbreitet. Es hat eine hopfig bittere Note, die durchaus knackig, aber nicht nur bitter ist, sondern auch etwas aromatisches hat, sodass sie sich gut ergänzt und sehr überzeugt. Entfernt erinnert es etwas an Grapefruit und hat leicht parfümige Noten.

Zum Fazit. Ein wirklich gutes IPA, das aber noch etwas mehr Fruchtigkeit braucht. Von mir gibts daher 4 Sterne.

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Schleicher Lorenz Meistersud

Die Gemeinde Kaltenbrunn ist ein Ortsteil der 1978 durch die Zusammenlegung mehrerer Ortschaften geschaffenen Gemeinde Itzgrund. Ich befinde mich wieder einmal in Franken und wie sich das gehört, befindet sich im Ort auch eine Brauerei. Die Brauerei Schleicher wurde im Jahre 1880 von Andreas Schleicher gegründet und befindet sich bis heute in Familienbesitz. Die jünsgte Generation wird von Lorenz Schleicher Repräsentiert, der zu seiner Meisterprüfung erstmals den heute im Test befindlichen Meistersud braut. Dies ist ein Rauchbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum.

Zum Geruch. Ein malziges Aroma mit den typischen Noten von Buchenholz und etwas Schinken.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einer malzigen Note und einer leichten Süße und durch die feine Rauchnote abgerundeten Abgang. Man hat ein Bier, das wirklich erfrischend wirkt und auch einen kräftigen Malzkörper aufweist. Das rauchige ist nicht übertrieben und nur dezent gehalten, so das es ganz angehem zu trinken ist. Die Kohlensäure ist einigermaßen hoch dosiert und bringt durchaus auch eine herbe Komponente mit. Es ist ein Bier, mit einem schön bittere Beigeschmack und ich finde das rauchige kommt gar nicht so sehr durch, eher hat man im Abgang einen leicht bitteren Nachgeschmack.

Zum Fazit: Ein wirklich ganz passables Rauchbier. Feinschmecker würde bemängeln, das der Rauchgeschmack nicht intensiv genug ist, ich finde ich ihn hier genau richtig. So ist dieses Bier durchaus auch etwas, da diese Biersorte probieren wollen und noch nicht so viel Erfahrung damit haben. Von mir gibts 4 Sterne.