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Alpirsbacher Schwarzwaldmichel Weizen

Vom schwarzwaldmichel der Alpirsbacher Klosterbräu gibt es nicht nur ein helles Vollbier sondern auch ein Weizenbier. Dieses kommt heute zu mir in den Test und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes eher helleres Weizenbier mit einer ordentlichen weißen Schaumhaube

Zum Geruch: Ein hefig bananiges Weizenaroma habe ich in der Nase. Es wirkt doch einigermaßen fruchtig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man einen schönes Bier mit einem leicht fruchtigen Abgang. Es ist im Körper eher schlank und der Nachgang ist zwar vorhanden, aber irgendwie auch schwach und schnell verschwunden. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier gefällig, zugleich aber schlank und spritziges.

Zum Fazit: Ein Bier, zudem es nicht so viel zu sagen gibt. Es ist schlank und spritzig, aber irgendwie auch langweilig. Es ist im Abgang leicht fruchtig, das war es aber auch. Hier könnte noch mehr an Geschmack vorhanden sein. Es ist aber auch keine Katastrophe und man kann es wirklich trinken, aber es ist einfach nichts besonders spektakuläres. Das gibt 3 Sterne.

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Hoppebräu Weissbier

Von der 2010 gegründeten Hoppebräu aus Waakirchen in Oberbayern, unweit des Tegernsees, habe ich heute ein Weissbier im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: In der Nase zeigt sich kräutrig herbes Aroma. Aber auch eine leicht fruchtige Banane hat man.

Zum Geschmack: Ein im Antrunk herbes Bier, das sich je mehr es in Richtung Gaumen und Rachen kommt immer fruchtiger und hefiger wird. Vor allem im Nachgang hat man eine schöne Fruchtigkeit mit Banane und etwas Pflaume. Das macht lust auf dem nächsten Schluck. Im Mittelteil und im Antrunk fehlt dem Bier aber einfach ein Ticken der Geschmack. Ein leichte Nelke zeigt sich am Gaumen.

Zum Fazit: Ein mächtiges und vor allem getreidig-hefiges Bier. Man hat eine schöne Banane am Gaumen. Ich werde aber das Gefühl nicht los, das Bier einfoch noch das gewisse Etwas fehlt. Dennoch kann man es gut trinken und es bekommt von mir 4 Sterne.

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Lehner s’Rauchige

Als Erinnerung an den fürchterlichen Stadtbrand von 1868 in Rosenfeld hat die im Ort ansässige Lehner Brauerei zum 150 jährigen Jubiläum ein spezielles Bier herausgebracht. Die nach einem Insolvenzverfahren inzwischen zum Brauhaus Zollernalb gehörende Brauerei hat zu diesem Anlass, s’Rauchige gebraut, ein Rauchbier, das mit seinem Geruch an die nach dem Brand übrig gebliebene Asche der überwiegend aus Fachwerk bestehenden Stadt erinnern soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Bier. Es ist leicht trüb und hat einen leicht bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Es riecht rauchig torfig. Man hat sofort den Geruch von gedörrtem Eichenholz und von rauchigem Schinken in der Nase. Die geröstete Gerste kommt nur leicht durch.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es überraschend leicht spritzig. Im Abgang wird es dann röstig und ordentlich rauchig. Im Abgang kommen dann auch Noten von Schinken durch. Es hat Passagen; in denen aber der Abgang auch eher lasch ist und ich finde das geschmacklich nicht so viel ankommt. Der rauchige Geschmack klingt immer nur ganz leicht am Gaumen an und ist bei weitem nicht so intensiv wie bei manch fränkischem Vertreter. Im Antrunk ist es sogar leicht süßlich, was nicht so ganz passt. Es hat ab und zu noch eine leicht röstige Note.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist leicht rauchig, aber dies schon eher auf einem moderaten Level. So ist es eventuell auch etwas für jemanden, der diese Art von Bier einmal probieren möchte und nicht gleich durch einen zu gewöhnungsbedürftigen Geschmack abgeschreckt wird.

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Neumarkter Lammsbräu Schwarze Weisse

Die Neumarkter Lammsbräu aus der Oberpfalz ist eine der führenden Biobrauereien Deutschlands. Seit 1986 hat man sich dem Brauen mit ökologischen Zutaten verschrieben und konnte in dieser Marktnische zu einer der größten Brauereien in Bayern wachsen. Aus ihrem Sortiment gibt es in meinem Test heute die Schwarze Weisse. Die einen Alkoholgehalt von 5,1% aufweist.

Zur Optik: Ein schokobraunes, naturtrübes Bier. Es hat einen schönen leicht bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch ist schön hefig röstig und leicht schokoladig. Dennoch hat man auch die für ein Weizen typische Bananennote.

Zum Geschmack: Ein sehr röstiges Aroma mit einer gut ausgeprägten Bananennote zeigt sich mir in den ersten Schlücken. Dazu hat man im Abgang ein wirklich schönes keksig-schokoladiges Aroma im Rachen. Das Bier ist leicht herb bzw. bitter und dennoch nicht störend.

Zum Fazit: Für mich ein wirklich gutes dunkles Weissbier. Hier ist definitv Geschmack dahinter. Es ist auf der einen Seite schokoladig-fruchtig, hat aber auch eine leichte Hopfenwürzung am Gaumen. Eines der besten dunklen Weisbiere die ich bisher hatte. Das gibt 4 Sterne.

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Maierbräu Alto-Dunkel

Nach dem ich vor kurzem ein Bier der Kapplerbräu verkostet habe, werde ich im folgenden Test ein Bier der anderen Privatbrauerei aus Altomünster verkosten, der Maierbräu. Die Geschichte der Brauerfamilie Maier beginnt damit, das Franz Xaver Maier 1886 eine Braustätte in Altomünster von Josef Duschl erwirbt. Noch heute ist die Brauerei in Besitz der Familie Maier. Auch das erste Bier der Maierbräu, das ich vorstelle, soll ein Dunkles sein und so wird nun das Alto Dunkel vorgestellt, das auf einenAlkoholgehalt von 5,1% kommt.

Zur Optik. Ein klar filtrites mahagoibraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat etwas Röstnoten. Diese sind aber eher dezent.

Zum Geschmack: Das Bier hat im ersten Eindruck einen vollmundigen Köprer und einen etwas süßlichen Abgang, der dann auch ein schokoladiges Aroma im Mundraum zurücklässt. Dies sind aber nicht so ganz intensiv. Das Bier hat eine schöne Malznote, die mit schönem Scholoadenaroma überzeugt. Das Bier ist im Geschmacksprofil süß, mir im Abgang aber fast ein wenig zu süß. Der Hopfen kommt gar nicht so zur Geltung und könnte für mich durchaus noch etwas mehr Akzenten setzen. Die Kolhensäure ist gut dosiert und der Körper durchaus präsent.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier 3 Sterne. Es hat einen schönen Malzkörper mit schokoladigem Aroma. Mir fehlt hier aber doch eine wenig die Würze und so ist es vor allem im weiteren Trinverlauf ein wenig störend, wenn man nur die Süße des Malzes im Mundraum wahrnimmt. Vor allem klebt diese ein wenig unangenehm am Gaumen.

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Abysmo Minotauro IPA

Für meinen nächsten Biertest geht es nach Südamerika. Dank meines treuen Bierspenders habe ich die Möglichkeit auch abseits der großen nationalen Lagermarken, Biere aus der Craftszene, die auch in diesem Teil der Welt ihren Teil zu einer vielfältigen Bierkultur beiträgt, zu verkosten. Nun habe ich heute ein Bier der Brauerei Abysmo aus Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Die Brauerei wurde 2013 von Nelson Calle, der sein Studium der Bier und Getränketechnologie in den USA und Deutschland absolvierte, gegründet. Die Namen der Biere, wie auch der der Brauerei, sind stark von der griechischen Mythologie beeinflusst. Mein heutiges Testbier, das Minotauro IPA, ist nach jener griechischen Sagengestalt benannt, die ein Mischwesen aus Menschenkörper mit Stierkopf darstellt. Dieser hauste in einem Labyrinth des kretischen Königs Minos. Die Athener mussten jedes Jahre 7 Jünglinge und Jungfrauen, als Tribut nach Kreta senden, die dann in das Labyrinth geschickt und dem Minotaurus geopfert wurden. Erst Theseus gelang es den Minotaurus zu töten und mit einer List wieder aus dem Labyrinth heraus zu finden. Nun aber genug der griechischen Mythologie und es geht zum eigentlichen Thema, dem Bier über. Das IPA, das nun vor mir steht kommt auf einen Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordnetlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein Bier, das dezent fruchtig riecht mit einer gewissen beeerigen Aromatik.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Grundkörper doch sehr spritzig ist und dies auch etwas in den Abgang hinein durchzieht. Der Gesamtgeschmack hat eine ganz leichte Fruchitgkeit, ist aber ehr zurückhaltend. Dennoch hat man auch leicht beerige Noten und im Abgang auch eine durchaus vorhanden Bitteraromatik.

Zum Fazit: Ein ganz passables IPA, das aber noch nicht die Krönung der Braukunst ist. Es schmeckt schön angenehm fruchtig mit guter Kohlensäure. Es ist aber auch ein wenig gewöhnlich und nichts, das einen wirklich vom Hocker haut. Dennoch erfrischend und spritzig. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Ganter Wodan

Wodan oder Odin, war die höchste Gottheit der Germanen und anderer nordischer Völker. Ihm zu Ehren wurde sicherlich auch das ein oder andere Trinkgelage veranstaltet. Die als trinkfreudig geltenden Germanen griffen hierzu hauptsächlich auf Met oder eben Bier zurück. Daher passt auch die Überleitung zum folgenden Testbier ganz gut, denn der Doppelbock der Freiburger Brauerei Ganter wurde nach diesem Gott benannt. Auch das sehr schöne Etikett der Flasche ist in einem Design gesaltet, das an den Gott erinnert. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig und nur auf der Oberfläche sichtbar.

Zum Geruch: Ein sehr malziges Aroma. Es erinnert an Schwarzbrot oder Pumpernickel. Dazu leicht röstige Noten und ganz leicht Lakritz oder Toffee.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es röstig und würzig. Im Abgang wird es dann ein wenig cremiger mit ein wenig rösrig-getreidigen Noten. Es schwingen immer ein bisschen Toffeenoten mit und teilweise erinnert es an Lakritze. Der Körper ist wie erwartet sehr kräftig und das Bier wärmt gut von innen. Nach längerem Trinken kommen im Abgang auch ein wenig Noten von Milchschokolade und Dörrobst durch.

Zum Fazit: Nach längerer Zeit habe ich hier wieder einmal ein gutes Bockbier. Der Alkohol ist wenig wahrnehmbar, aber insgesamt ist es ein durchaus kräftiger Bock, den man vor allem im Malzkörper spürt. Das Bier hat schöne Noten von Karamell, Dörrobst und auch die röstige Komponente kommt nicht zu kurz. Der Abgang wird auch von einer leichten Würzigkeit begleitet. Von mir bekommt das Bier 4 Sterne.

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Mythos Premium Lager

Wer schon einmal in Griechenland im Urlaub war, wird mein folgendes Testbier wohl kennen. Aber auch hierzulande findet es sich im ein oder anderen griechischen Spezialitätengeschäft wieder. Die Rede ist natürlich vom Mythos Premium Lager. Das Bier, welches heute eine der am meisten getrunkenen Marken im Land des Ouzos ist, hat dabei noch gar keine so große Historie vorzuweisen. Erst im Jahre 1997 wurde die Marke von der Mythosbrauerei, die in der Nähe von Saloniki ansässig ist, in den Markt eingeführt. Obwohl in Griechenland auch Bier ein relativ beliebtes Getränk ist, mangelt es lange an starken einheimischen Biermarken. Hauptsächlich niederländische und deutsche Biermarken beherrschten den einheimischen Markt. Mit Mythos wurde versucht dies zu ändern und wieder eine starke eigene Marke am Markt zu platzieren, was in der Folge auch gelang. Heute ist die Brauerei eine Marke im Portfolio vom Carlsberg aus Dänemark. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein realativ neutrales, getreidiges Bier. es riecht ein wenig metallisch. Ansonsten gibt das Bier geruchlich nicht viel her.

Zum Geschmack: Ein typishes Standardlagerbier einer Großbrauerei. Man hat eine gewisse prickelnde Kohlensäure, die etwas im Rachen kitzelt und etwas Herbe des Hopfens. Der Malzkörper klingt wenn dann überhaupt nur sehr leicht an, sodas die Malzsüße so gut wie gar nicht zu schemcken ist. Außerdem wirken die Hopfenoten im Abgnag leicht metallisch und es kratzt ein wenig im Hals.

Zum Fazit: Ein typisches Standardbier, das nach nicht viel schmeckt. Dazu ist es auch noch leicht kratzig und etwas metallisch. Ein Stern wäre hier zu hart, da man es durchaus trinken kann. Mehr als 2 sind hier aber auch wirklich nicht möglich, daher bleibt es bei 2 Sternen für das Mythos Lager.

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To Ol City

Die To Öl Brewery ist eine der führenden Craftbrauereien Europas und besticht durch ein sehr sehr breites Sortiment an immer wieder wechselnden Bieren. Nachdem sie zunächst einige Jahre als Gypsybrewer agierten, haben sie nun eine feste Basis in Kopenhagen. Das City, einer der Klassiker der Dänen, ist ein Session IPA mit einem Alkoholgehalt von 4,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr fruchtig frisch und grasig. Außerdem erinnert es mich an Marcuja und Kiwi und eventuell noch etwas Mango.

Zum Geschmack: Es ist etwas herb und im Geschmack. Ich mache hier ein wenig Melone aus, die sich lange im Nachgang an den Gaumen hängt. Aber auch Spuren von Maracuja und Mango mache ich aus. Das Bier ist aber wunderbar leicht und der prickelnde, aber dezente Hopfen verhindert, das es saftig wird und schwimmt auch ein wenig bitter im Geschmack mit. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf fruchtig leicht, ohne dabei seinen bierigen Charakter zu verlieren. Es wird aber im Abgang hopfiger und hängt auch länger am Gaumen nach. Es ist etwas hefig, aber dennoch eher leicht. Es könnte für mein Empfinden etwas spritziger sein.

Zum Fazit: Es ist schon ein gutes fruchtiges Bier, das aber auch seinen leichten Charakter bewahrt. Ich finde das durchaus gute aber zu ganz großen Ehren fehlt noch etwas. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Störtebeker Irish Red Ale

Die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund veranstaltet jedes Jahr eine Meisterschaft der Hobbybrauer. Als Preis winkt unter anderem, dass die Brauerei das Siegerbier für eine bestimmte Zeit in ihr Sortiment aufnimmt. Einer dieser Siegerbiere war auch mein heutiges Testbier, das Irish Red Ale. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 4,5%.

Zur Optik: Ein trübes, rotbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen und auch leicht cremigen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier mit einem cremig getridgen Aroma. Es hat etwas von einem Cremakaffee mit leicht beerigen Noten. Dazu kommt auch noch etwas Schokolade.

Zum Geschnack: Man hat ein Bier mit einem röstig cremigen Abgang. Es ist etwas bitter am Gaumen und vor allem im Abgang dann doch überraschend röstig bitter. Das Bier zeichnet sich durch einen schönen bittermalzigen Geschmack, dass aber auch etwas röstiges mit einbringt und dennoch im Mundgefühl irgendwie cremig wirkt. Der Körper ist schlank gehalten.

Zum Fazit: Mit seinem cremigen Mundgefühl und den rösrigen Noten könnte man durchaus auch meinen, das es sich um ein Guinness handelt. Dennoch haben die bitteren und auch leicht beerige Noten, dann auch etwas eines Red Ales, da es auch nicht zu röstig ist. Insgesamt ist es auch sehr schlank gehalten. Ich gebe dem Bier 3 Sterne, hier könnte durchaus noch mehr Geschmack vorhanden sein.