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Glückauf Kräusenbier/Kellerbier

Mit dem Kräusenbier, das inzwischen als Kellerbier verkauft wird, von der Glückauf Brauerei aus dem Erzgebirge mache ich mit den Biertests am heutigen Tage weiter. Die Bezeichnung des Bieres ist etwas verwirrend, denn normalerweise ist ein Kräusenbier ein klein wenig anders, als ein normales Kellerbier. Beide sind zwar unfiltriert, jedoch wird bei einem echten Kräusenbier, dem fertig vergorenen Bier noch etwas gärendes Jungbier, Kräusen genannt hinzugegeben. Dadurch findet in der Flasche noch einmal ein leichte Gärung statt, die das Bier besonders spritzig machen soll. Da mit dem Kräusen insbesondere der sich auf dem Jungbier bildende Schaum gemeint ist und dieser wie krauses Haar aussieht, ist die Biersorte so zu ihrem Namen gekommen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es sich beim heutigen Testbier eher um ein normales Kellerbier handelt, zumindest habe ich nichts anderes dazu gefunden. Der Alkoholgehalt dieses sächsischen Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig karamelliger Geruch den man in der Nase hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das würzig und zugleich auch ein wenig herb ist. Man hat diese Aroma insbesondere am Gaumen. Es ist aber auch insgesamt eher mild im Geschmack. Wenn dann hat es am Gaumen würzig herbe Hopfennoten und etwas Zitrus. Gegen Ende finde ich das Mundgefühl auch ein wenig pappig. Zudem zeigt sich im Nachgang eine leichte Säure im Mundraum. Die Kohlensäure macht es wie zu erwarten recht spritzig und auch im Körper wirkt es schlank.

Zum Fazit. Ein eher hopfenbetonteres, dennoch eher milderes, leicht säuerliches Kellerbier, das vor allem durch seine Spritzigkeit überzeugt. Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Bruckmüller Kellerbier

Amberg in der Oberpfalz besticht nicht nur durch seine sehr gut erhaltene Altstadt mit Stadtmauer, Türmen und Schloss, sondern auch durch seine bis heute erhaltene Biervielfalt. Eine der Brauereien die zu dieser beitragen, ist die Brauerei Bruckmüller, die schon seit 1803 im Besitz der gleichnamigen Familie ist. Aus dem eher kompakten Sortiment von Bruckmüller werde ich heute das Kellerbier vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas hefig, leicht nach Zitrus, ist geruchlich aber eher noch zurückhaltend.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr lebendig und spritzig im ersten Eindruck. Ich finde es fast schon ein wenig herb. Das Bier hat einen durchaus präsenten Malzkörper und die Kohlensäure nimmt dann auch etwas ab was das Bier noch bekömmlicher und süffiger macht. Geschmacklich ist es insgesamt aber ein wenig mild geraten.

Zum Fazit. Ein gutes Kellerbier, welches vor allem durch seine Spritzigkeit und Süffigkeit punkten kann. Positiv ist die durchaus auffallende Hopfenbittere am Gaumen. Das gibt von mir 4 Sterne.

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Spalter Zwickl

Auch heute darf ein Biertest aus dem Frankenland nicht fehlen. Dieses mal geht es wieder nach Spalt zur dortigen Stadtbrauerei die ein durchaus sehr umfangreiches Sortiment besitzt. Ich wage mich nun dieses Mal an einen echten Klassiker aus Spalt, nämlich deren Zwickl. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein brotiges und vor allem karamelliges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es en kerniges, zugleich aber auch süßliches Bier. Es ist im Antrunk durchaus etwas brotig und im Abgang spielt hier und da auch mal der Hopfen mit bitteren anklängen, wie man es von den Spalter Bieren kennt eine Rolle. Es dominiert aber vor allem eine süßliche und karamellige Note den Gaumen. Dieser karamellige Eindruck ist es der vor allem beim Trinken im Gedächtnis bleibt und welcher auch lange noch im Nachgang im Mundraum hängen bleibt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen ein sehr süffiges Bier mit vor allem schöner Karamellaromatik. Aber auch der Hopfen kommt hier nicht zu kurz.

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Nothhaft Rawtzer Zioigl

Gegründet im Jahre 1882 von Otto Nothhaft und bis heute in Familienbesitz geblieben ist die Brauerei meines nächsten Testbieres die Brauerei Nothhaft aus Marktredwitz in Ostfranken. Das Zoiglbier ist eigentlich eine typische Spezialität der Oberpfalz, jedoch befindet sich das fränkische Marktredwitz nur ein paar Kilometer von der Grenze des Regierungsbezirkes entfernt und der kulturelle Übergang in dieser Region ist sowieso fließend. Der Alkoholgehalt des Zoigls liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht durchaus brotig und etwas karamellig in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges Bier mit einem würzigen auch etwas herben Abgang. Der Körper des Bieres ist durchaus präsent. Der Grundgeschmack ist aber getreidig und süßlich, auch wenn er im Abgang etwas würzig herb ist. Im Abgang kommt zudem eine gutes Aroma von Karamellmalz dazu. Dieses karamellige hängt auch noch lange am Gaumen nach und bleib lang am Gaumen erhalten. Das Bier ist insgesamt süffig und schön süßlich karamellig. Am Gaumen hat es eine leicht Würze im Nachgang bleibt aber vor alle eine doch eher süßlich teigige Note. Die auch etwas Frucht hat. Mir ist das insgesamt ein wenig zu süß.

Zum Fazit: Ein bisschen zu süß ist dieses Zoigl im Nachgang dann schon, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt handelt es sich bei diesem Bier um ein würziges Zoiglbier mit schönem leicht karamelligem Abgang. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Blauer Löwe 1907

Eine fränkische Brauerei, die Brauerei Blauer Löwe aus Höchstadt and der Aisch ist der Produzent meines heutigen Testbieres. Ich rede vom 1907, einem naturtrüben Zwickelbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht karamelliges Aroma. Man hat etwas Noten von Apfel.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier das geschmacklich durchaus würzig daherkommt. Es ist etwas bitter und prickelt auch gut im Abgang, dazu hat es eine feine hefige Note um den Gaumen, die auch im Nachgang noch lange bestehen bleibt. Man hat ein Bier, das durchaus würzig ist und auch dennoch irgendwie etwas teigiges an sich hat, das leicht karamelliges an sich hat und von der Hefe kommt.

Zum Fazit: Ein kräftiges und würziges Zwickelbier. Man hat schöne karamellige Noten, aber insgesamt fehlt dem Bier noch das gewisse etwas. Dennoch sehr gut zu trinken und ausgesprochen süffig. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Baisinger Zwickel

Von Baisinger gibt es ein neues Bier. Seit Februar 2021 gibt es mit dem Zwickel einen Neuzugang in der Baisinger Bierfamilie. Das untergärige Lagerbier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum

Zum Geruch: Ein dezent hefiges Aroma hat dieses Bier. Es ist auch nur ganz leicht getreidig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, bei dem die getreidige Süße sich erst im Laufe des Geschmack entfaltet und vor allem im Nachgang durchkommt. Der Hopfen ist eher zurückhaltend. Es ist ein dezent hefig-getreidiges Bier mit einer etwas urigen Hopfennote. Es ist aber insgesamt weder zu süß noch irgendwie anderes ausartend. Manchmal fällt es in leicht belanglose Nuancen zurück, dies ist aber immer nu sehr kurzweilig.

Zum Fazit: Ein solides und süffiges Kellerbier, das wirklich gut läuft. Bisweilen ist es aber etwas dünn im Geschmack. man kann es aber wirklich gut trinken und von mir bekommt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Ketterer Zwickel Pils

Von der Ketterer Brauerei aus Hornberg im schönen Schwarzwald liegend gibt es heute das Zwickel Pils in meinem Test. Das Zwickel, also unfiltrierte Pils kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, mitteltrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein mineralisches Aroma, aber auch ein hopfiges. Man hat manchmal das Gefühl von leicht zitronigen Noten in der Nase.

Zum Geschmack: Ein Bier mit einer guten Hopfennote, jedoch hat es bisweilen am Gaumen auch ein wenig zu süßliche Anflüge. Das leicht hefige kommt immer wieder durch und passt eigentlich ganz gut zu den Hopfennoten. Diese könnten jedoch noch intensiver und erfrischender sein. Vor allem der Nachgang hat dieses leicht karamellige und an Plätzchenteig erinnernde typische Hefearomen.

Zum Fazit: Ein schönes Pils, das durch feine Hefenoten gut ergänzt wird. Mir schmeckt das wirklich ausgezeichnet und so hat es sich eine Wertung von 4 Sternen verdient.

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Schlössle Zwickel

Für den folgenden Test verkoste ich das Zwickel der Schlössle Brauerei aus Neu Ulm. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8% und es geht stilistisch laut Webseite auch eher in Richtung eines Kellerpils.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges und getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Es hat im ersten Eindruck einen leicht herben Einschlag, aber auch grasige Noten. Es hat irgendwie einen holzigen und leicht pappigen Charakter. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier sehr gut trinkbar. Es hat eine leicht karamelluge Note und das holzige verschwindet allmählich.

Zum Fazit: Ein zunächst herbes, dann aber hefig und teigig werdendes Bier. Es schmeckt für mich ganz gut, überzeugt aber nicht hundert prozentig. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Schwaben Bräu Zwickl

Von Schwabenbräu aus Stuttgart gibt es im heuten Test das Zwickel zur Verkostung. Dr Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bierchen mit schönem weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist recht Geruchsneutral. Dazu ist es noch ein wenig karamellig mit einer brotigen Note. Insgesamt ist es aber eher ein flaches Bier.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und getreidiges Aroma, welches man im ersten Eindruck im Mund hat. Auch im Abgang ist das Bier sehr getreidig und hat leicht hefig zitronige Einschläge, aber auch der Hopfen kommt durch und macht das Bier ein wenig bitter.

Zum Fazit: Alles in allem ist das Bier nicht wirklich etwas besonderes. Es ist äußers unspektaulär und bekommt so auch nur eine Wertung von 3 Sternen.

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Clausel Gezwickelt

Im heutigen Test springe ich wieder über die Grenze, zu unseren Nachbarn, was in meinem Fall momentan deutlich einfacher zu sein scheint, als bei den momentan vorherrschenden und drohenden Grenzschließungen. Mich verschlägt es dabei nach Luxemburg, von wo mir ein Kumpel ein paar Biere zur Verkostung mitgebracht hat. Vielen Dank hierfür. Eines dieser Bier ist das Gezwickelt von Clausel. Die Luxemburger Stadtbrauerei, in der das Clausel gebraut wird, gibt es zwar offiziell erst seit 2007, jedoch befindet sich die Brauerei an einem braugeschichtlich sehr traditionellen Ort. Clausel leitet sich dabei vom Standort der Brauerei, dem Luxemburger Stadtteil Clausen ab. Am Ort, an dem heute das Clausel gebraut wird, wurde zuvor über hundert Jahre die Luxemburger Traditionsmarke Mousel gebraut, bis diese vom Großkonzern Inbev geschluckt wurde und mit der Diekirch Brauerei fusionieren musste. Clausel versucht sich nun in die Tradition dieser ehemals stolzen Marke einzureihen und befindet sich in Besitz eines Erben des Gründers der Mousel Brauerei. Das Gezwickelt, welches ich verkoste ist dabei ein simples untergäriges Lager, welches unfiltriert in die vor mir stehende Dose gefüllt wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, aber auch hefiges und leicht zitroniges Aroma habe ich in der Nase,

Zum Geschmack: Im ersten Eidnruck ist es ein Bier, das ich doch recht erfrischend finde. Es wirkt getreidig, hat aber auch eine sehr urige Hopfennote dabei, die auch eine leicht harzige Komponente hat. Dazu kommen leichte Zitrusnoten und etwas teigiges von der Hefe. Diese werden aber vom Hopfen unterdrückt. Der Hopfen ist würzig dezent und bleibt auch im Nachgang lange am Gaumen hängen. Dazu kommt das urig getreidge, was für mich sehr stimmig wirkt. Eine ganz leichte Zitrusnote im Abgang bleibt bestehen.

Zum Fazit: Dieses Zwickel ist ein wirklich sehr uriges Bier und für mich passt hier vieles zusammen. Dieses urige etwas unrunde Bier ist bisweilen aber noch etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch gebe ich hierfür eine Wertung von 4 Sternen.