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Ringwood Razorback

Für meinen nächsten Biertets geht es auf die Britischen Inseln. Ich finde mich geographisch im Süden Englands wieder in der Grafschaft Hampshire. In der Stadt Ringwood gab es seit 1978 die gleichnamige Ringwood Brewery die sich auf klassische britische Ales spezialisiert hat. Sie wurde von Peter Austin, einem vormaligen Brauer aus Hull und seinen Partnern gegründet. Nachdem Peter Austin ursprünglich nach Hampshire gekommen war, um seinen Ruhestand mit Segeln zu verbringen, gründete er schließlich eine eigene Brauerei, da er wieder neue Lust am Brauen versprühte. Peter Austin selbst war einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der britischen Brauereszene und half auch weltweit beim Bau neuer Brauanlagen mit seiner Experiste und seinen Kontakten. Nachdem sich Austin langsam aus dem Betrieb zurückzog verkaufte er schieße seine Anteile an David Welsh, welcher wiederum 2007 an den zu Carlsberg gehörenden Marstons Konzern verkaufte. Ende 2024 beschloss dieser den Braubetrieb einzustellen und die Biere werden seither in Wolverhampton und Burton gebraut. Das Razorback, welches zuvor schlicht den Namen Ringwoos Best Bitter trug, ist das Flagschiff der Brauerei und kommt auf einen Alkoholgehalt von 3,6%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mehr als ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht fruchtig nach Sauerkirsche und etwas Beere, eventuell geht es in Richtung Johannisbeere.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist vor allem im Antrunk sehr bitter und es zeigt sich ein sehr feinporiges Mundgefühl. Der Abgang ist aber auch gepaart durch herbe, etwas aromatischere Hopfennoten, die von einem ganz leichten röstig karamelligen Malz umspült werden. Im weiteren Trinkverlauf, wenn die Bittere aus dem Antrunk nächslässt, wird es ein schön würziges Bier mit diesen herben Noten, gepaart mit den brotigen, leicht röstigen Getreidenoten. Man könnte den gesammt Geschmack mit einer knusprig gebackenen Brotkruste vergleichen. Man schmeckt aber auch, das es ein leichteres Bier ist, da der Körper doch noch recht flach ist und das Bier insgesamt nicht sehr kräftig wirkt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das eine Wertung von 3 Sternen. Als die Brauerei noch unabhängig war muss dieses Bier bestimmt noch viel besser geschmeckt haben. So ist es aber doch ein wenig mau im Geschmack, vor allem im Körper ist das Bier dünn. Dennoch hat es auch einen schönen röstig-herben Abgang.

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Jennings Cumberland Ale

Mit dem Cumberland Ale der Jennings Brewery habe ich in meinem heutigen Test ein klassisches englisches Real Ale, wie sie in vielen Pubs des Landes zu finden sind. Die Jennings Brewery, der Hersteller des Produktes, kann auf eine Historie zurückblicken die bis ins Jahre 1828 zurückreicht. Inzwischen gehört der Betrieb aber zur Marstons Brewery, die in den letzten Jahren einige regionale Brauereien übernommen hat. Gleichzeitig wurde aber zugesichert den Standort der Jennings Brewery in Cockermouth zu erhalten. Der Alkoholgehalt des Cumberland Ales liegt bei 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges Aroma mit einem gewissen karamelligen Touch. Leicht beerige Noten mache ich unter dem fruchtigen aus.

Zum Geschmack: Auch hier ist dieses malzig-karamellige im Aroma zunächst auffällig. Ergänzt wird es von diesen fruchtigen Noten, die leicht beerige gehen und auch Noten von grünem Apfel enthalten. Der Hopfen wirkt mit leicht bitteren Noten noch nach und setzt hier und da Akzente. Mir gefällt vor allem die sehr ausgeprägte Apfelnote, die sich bis in den Abgang durchzieht und sich sehr im Nachgang festsetzt. Gegen Ende lässt dieses fruchtige Aroma aber leider ein wenig nach und es wird eher hopfenzentriert und deutlich bitter.

Zum Fazit: Für den doch eher geringen Alkoholgehalt hat dieses Bier erstaunlich viel Geschmack. Wenn man klassische britische Biere mag ist dieses durchaus eine gute Alternative wie ich finde. So gibt es von mir 4 Sterne.