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Zötler Heile Welt

Das Allgäu scheint bisweilen noch in gewisser Weise eine Heile Welt zu sein. Speziell am Fuße des Grünten, wo die Brauerei Zötler ihren Sitz hat, lässt es sich gut leben und man findet scheinbar noch eine heile Welt vor. Das hat die Brauerei erkannt und dementsprechend ihr seit ein paar Jahren erhältliches Pale Ale so genannt. Gewidmet ist das Bier jedoch der Oma von Brauereichef Niklas Zötler, die die Familie und den Betrieb mit viel Herzblut zusammenhielt und so für eine „Heile Welt“ sorgte. Erwähnenswert ist bei diesem Bier zudem auch das wunderschön gestaltete Etikett der Flasche, das für sich genommen schon ein wahres Kunstwerk darstellt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, dunkel bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus hefiges Bier. Es hat feine Noten von Zitrus, Orange und auch Mandarine und Pfirsich.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier mit einem schönen Boquet aus einem guten Abgang der sehr in die Orangen und Mandrinen Richtung geht. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, mit einem sehr schönen, den Mundraum ausfüllenden Körper der Noten von Zitrus und Orange mitbringt. Dazu ist das Bier sehr spritzig und hat fast schon Anklänge die an Champagner erinnern.

Zum Fazit: Ein spirtziges, leicht säuerliches Pale Ale. Es hat ein sehr schönes Fruchtaroma, das an Orange oder Mandarine erinnert. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Superfreunde Not Sorry Pale Ale

Das Not Sorry Pale Ale der Superfreunde aus Hamburg wird nun als nächstes in meinem Blog vorgestellt werden. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma. Man hat Noten von leichtem Pfirsich. Maracuja und etwas Kiwi mit leichter Hopfennote.

Zum Geschmack: Im ersten Augenblick hat man ein Bier, das noch gar nicht so viel aussagt. Es ist leicht hopfig mit harziger und leicht tropischer Note, die etwas in Richtung Maracuja geht und leichte Kiwi hat. Dann entfaltet es aber immer mehr seinen Geschmack. Die Geschmacksnoten bleiben aber schön dezent, ohne das sie zu aufdringlich sind. Der Körper des Bieres ist dabei durchaus präsent, aber eher leicht und trägt nicht besonders viel zum Geschmack bei. Insgesamt aber gut fruchtig.

Zum Fazit: Ein wirklich ganz solides Bier. Es ist schön fruchtig und auch wirklich erfrischend. Ein ideales Bier für den Sommer. Mich freut das ganz besonders und von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Inselbier Callista

Mein nächster Biertest stammt von der größten Bodenseeinsel, der Insel Reichenau. Deshalb nennt sich die dort ansässige Brauerei auch Inselbier, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit der Rügener Inselbrauerei. Von diesen werde ich nun das Callista vorstellen ein Pale Ale, bei dem die gleichnamige Aromahopfensorte eine Rolle spielt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,1%.

Zur Optik: Ein goldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht dezent fruchtig. Ich finde es hat etwas von Orangen. Es könnte auch in Richtung Pfirsich und Maracuja gehen.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr aromatisches Bier, dass einen würzig hopfigen Abgang hat. Es ist im Nachgang aber nur dezent geschmackvoll und hat einen leicht prickelnden Abgang im Rachen. Der Nachgeschmack ist aber auch fruchtig und bleibt lange im Mund bestehen. Es hat eine dezente Hopfennote am Gaumen und ist bitter aber nur marginal. Die Bittere verschwindet dann aber auch recht schnell wieder.

Zum Fazit: Ich finde es ein durchaus interessantes und erfrischendes Bier mit guter Hopfenaromatik. Ein klein wenig könnte der Geschmack durchaus intensiver sein. Aber insgesamt bin ich überzeugt und vergebe 4 Sterne an den Bodensee.

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Fullers ESB

ESB, das steht für Extra Special Bitter und wird als das Champion Ale der Londoner Griffin-Fuller Brewery vermarktet. Champion Ale, deshalb weil das Bier in der Vergangenheit schon einige Preise gewonnen hat und das meist prämierte Bier der Brauerei ist. Stilistisch ist es ein Strong Pale Ale und mit 5,9% auch deutlich stärker als die klassischen Englischen Real Ales.

Zur Optik: Ein klar filtriertes bernsteinfarbenes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, nach reifem Fallobst riechendes Bier. Es hat auch etwas karamelliges im Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das karamellige Noten am Gaumen hat und auch insgesamt gtreidige Noten, die durch etwas nussig karamelliges hervorzuheben sind. Die Kohlensäure prickelt ganz gut und ist optimal dosiert. Der Hopfen ist nur dezent dabei und verleiht diesem Bier ein würziges leicht harziges Aroma, das sich zum Nachgang hin etwas in der Gaumengegend ausbreitet. Der Nachgang fällt dann auch leicht trocken aus.

Zum Fazit: Ein gutes Ale. Der Abgang typisch harzig-kräutrig mit trockenem Nachgang. Dazu ein kräftiger Körper und karamellige Malznoten. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Schäffler Perfect Moment

Für meinen nächsten Biertest nehme ich euch mit ins Allgäu nach Missen zur Brauerei Schäffler. Das diese Brauerei ihr Handwerk versteht, beweist allein die Tatsache, das sie ein sehr umfangreiches Sortiment an unterschiedlichsten Bierspezialitäten bietet. Auch ein IPA oder Pale Ale hat die Brauerei im Sortiment. Das Perfect Moment wird auf der Website zwar als IPA beworben, aufgrund seines Alkoholgehalts von 5,6% würde ich es aber eher noch als Pale Ale betrachten. Nun denn, ich bin gespannt wie es schmeckt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr fruchtiger und sehr obstiger Geruch. Man hat allerlei tropischer Aromen in der Nase. Vor allem Mango und Passionsfrucht mache ich aus, da es auch eine leichten säuerlichen Touch hat, der noch einen Hauch Zitrus hinzufügt. Auch etwas Ananas rieche ich.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, mit einem doch eher bitterfruchtigen Aroma, das mich so diese schönen saftigen Fruchtaromen aus dem Geruch schon etwas vermissen lässt. Auch im Körper wirkt es durchaus eher leicht. bestechen tut das Bier vor allem durch sein knackiges Hopfenaroma, das durchaus auch eine gewisse Bittere hat. Im weiteren Trinkverlauf ist das Bier nicht mehr ganz so bitter, aber dafür kommt etwas mehr Fruchtigkeit hinzu. Auch das malz schmeckt man nun leicht. Im Nachgang wird das Mundgefühl auch ein wenig saftiger, obstiger und nicht mehr ganz so trocken.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Der Geruch und der Geschmack gehen zwar etwas auseinander. Wenn man es aber rein geschmacklich betrachtet, dann hat man hier ein knackig-hopfiges IPA, bei dem ab und an durchaus auch die Frucht durchkommt.

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Hook Norton Haymaker

Eine der bekanntesten noch in Familienbesitz verbliebenen Traditionsbrauereien in England ist die Brauerei Hook Norton. Die Brauerei befindet sich im gleichnamigen Ort in Oxfordshire im Süden Mittelenglands. Die 1849 gegründete Brauerei ist vor allem wegen der historischen Gebäude in denen sie noch immer produziert bekannt und definitiv einen Besuch Wert, wenn man sich für die Geschichte des Bierbrauens, aber auch für alte Industrieanlagen interessiert. In einem im victorianischen Stil erbauten Turm wird noch eine mit Dampfmaschine betriebene Anlage genutzt, in der der Brauprozess von oben nach unten erfolgt, bis das Bier schließlich im Keller in Fässern reifen darf. Seit 2006 wird der Dampfbetrieb aber hauptsächlich nur noch zu Museums und Führunsgzwecken genutzt und es wurden inzwischen auch elektrische Antriebe installiert.

Da heute ein eher verregneter, stürmischer Tag ist, habe ich mich entschlossen aus dem Sortiment von Hook Norton den Haymaker zu verkosten. Dieser wird beschrieben als „Like Sunshine dancing on the Tongue“, was wie ich finde genau für Tage wie heute gemacht ist. Der Alkoholgehalt des Ales liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Der Schaum ist nicht besonders ausgeprägt.

Zum Geruch: Im ersten Moment zeigen sich brotig getreidige Noten, mit ganz leicht hopfig fruchtiger Aromatik. Ein wenig nach angebranntem Getreide riecht es aber auch.

Zum Geschmack: Herb und gleichzeitig auch gerstig ist das erste Geschmacksaroma. Es hat so einen leichten Pfirsichabgang. Im Antrunk prickelt es leicht und am Gaumen hat man auch eine gewisse trockene Herbe. Im Nachgang jedioch setzt sich teilweise sogar ein etwas penetrant wirkender süßlicher Nachgeschmack am Gaumen fest. Dennoch hat das Bier schon eine ordentlich bittere Hopfennote, die sich aber nicht nachhaltig auf den Geschmack auswirkt, denn im Nachgang hat man dann eher wieder süßliche Malzaromen.

Zum Fazit: Ich hätte mir das Bier noch fruchtiger und leicht säuerlicher gewünscht. Etwas mehr Zitrus im Hopfen hätte hier nicht schaden können. Mir ist das etwas zu süß. Dennoch hat das Bier eine ordentliche Hopfennote, die aber hauptsächlich trocken-bitter ist. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. So richtig will der Sonnenschein bei mir auf der Zunge daher leider nicht tanzen.

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Urban Chestnut Zuagroast

Urban Chestnut Hallertau versucht, klassische Bierstile neu zu interpretieren. Aber auch ein Pale Ale hat die Brauerei dauerhaft im Sortiment, das passenderweise auf den Namen Zuagroast getauft wurde, da der Bierstil in Bayern zumindest noch relativ neu ist und die klassischen Helles und Weissbiertrinker, diesem durchaus kritisch gegenüberstehen, wie so ziemlich allem Neuen was von außerhalb nach Bayern kommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. eEs hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht fruchtige, aber meiner Meinung nach vor allem getreidige Noten kommen in die Nase.

Zum Geschmack: Man hat hier dann doch zunächst etwas brotigere Noten die den ersten Eindruck bestimmen. Vor allem im Abgang gepaart mit karanelligen Noten  erinnert es doch trotz seiner Farbe an ein dunkeles Bier. Der Hopfen flankier das Bier nur kurz. Vor allem am Anfang sind hopfige Noten präsent, die sich aber eher auf das prickeln und eine dezente Bittere beschränken, die dennoch auch eine gewisse Zeit am Gaumen hängen bleibt. Die karamelig brotigen Noten mit leicht harziger Hopfennote sind dominant. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses karamellige im Malz dominant. Das harzige leicht fruchtige des Hopfens ergänzt es aber super. Manchmal wirkt es etwas zu unablanciert, ist aber ansonsten gut trinkbar.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde es geschmacklich noch eher in der Richtung eines klassischen britischen Real Ales, denn als amerikanischer Vertreter. Dennoch schmeckt es mir gut und ich finde dieses karamellig-harzige Aroma super süffig.

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Octobräu Pale Ale Malin Mandarina

Auch in der Region Mittelhessen und meinem temporären Wohnort Giessen gibt es biertechnisch etwas zu entdecken. Nachdem die Insolvenz und die daraus resultierenden Schließung des Gießener Brauhauses ein vorläufiges Ende der Brauaktivitäten in der Stadt bedeuteten, hat es nicht lange gedauert bis mit neuen Ideen versucht wird, an die lange Biergeschichte der Stadt anzuknüpfen. Ein von ihnen ist die Octobräu. Im Jahre 2018 hatten ein paar Freunde die Idee zu einer eigenen Brauerei. Umgesetzt wurde diese als mobile PopUp Brauerei in einem alten Feuerwehrauto. Ziel war es überall, direkt vor Ort brauen zu können und das fertige Gebräu anschließend auch auszuschenken und zu verkaufen. Als es im Zuge der Pandemei schweiriger Wurde Brauevents zu veranstalten, beschloss man mit der Brauerei sesshaft zu werden. Seither hat man eine eigene Brauerei im Lahnauer Stadteil Dorlar. Das Bier ist nun auch in einigen Läden in der Region erhältlich und so bin auch ich auf diese Biere aufmerksam geworden. Das Malin Mandarina Pale Ale von Octobräu wird nun von mir heute im Blog verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein osbtig fruchtiges Aroma man hat Orange und Mandarine in der Nase und etwas erinnert mich auch an nimm 2 Bonbons.

Zum Geschmack: En wirklich erfrischendes Bier. Es hat eine leichte Fruchtigkeit im Geschmack und im Nachgang kommen auch diese Mandarinen und Orangennoten durch. Es wirkt sehr erfrischend und im Abgang auch leicht bitter. Im Nachgang bleibt eine Fruchtigkeit im Mundraum die sehr angenehm ist und auch länger anhält.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Ocotobäru Pale Ale 4 Sterne. Es hat eine schöne Fruchtigkeit, ist aber dennoch recht schlank und spritzig Es ist leicht, ohne dabei zu mild zu sein, sondern hat einen schönen vollen Geschmack, der auch im Nachgang noch länger im Mundraum bestehen bleibt.

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Singhbräu Indian Pale Ale

Auch in meiner Heimatregion entdeckt man doch immer wieder eine neue Brauerei. So die Singhbräu aus Weilheim an der Teck. Singhbräu ist ein noch recht junges Brauprojekt von Daniel Singh, der es im Jahre 2018 ins Leben rief. Seit 2023 hat die Brauerei ihren Sitz in einem alten Bauernhaus in Weilheim. Ich verkoste heute ein (Indian) Pale Ale dieser Brauerei. Der Alkoholgehalt dieser Bierspezialität beläuft sich auf 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch eher brotiges und karamelliges Aroma hat man hier in der Nase teilweise ist es auch etwas harzig.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck wirkt es auch sehr urig brotig und im Abgang harzig. Je länger der Nachgang aber im mund anhält, desteo mehr hopfig bittere Noten kommen auch zum Vorschein und bleiben im Mund hängen.

Zum Fazit. Ein solides Pale Ale, das cih vor allem als sehr harzig empfinde. Es ist auchleicht röstig und allgemein etwas dunkler. Von mir gibt es 3 Sterne dafür. Es ist insgesamt dann doch noch etwas gewöhnungsbedürftig und geht geschmacklich eher in die Richtung englischer Ales.

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Brew Age Hopfenauflauf

Ein Hopfenauflauf, was sich wohl dahinter verbirgt? Hopfen steht bei meinem heutigen Testbier, das diesen ausgefallenen Namen trägt, definitiv im Vordergrund, denn es handelt sich um ein Pale Ale. Gebraut wird es von der Wiener Craft Brauerei Brew Age, eine der größten in diesem Segment in Österreich. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat keinen besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Man hat Noten, die an Mango und Maracuja erinnern.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, bei dem im Antrunk zunächst eher hopfige, ja leicht fruchtige Noten kommen, die dann im Abgang aber auch von durchaus etwas würzigerenund bitteren Noten verdrängt werden. Das Bier hat eine angenehme Verteilung von bitteren und dennoch fruchtigen Aromen. Es ist im Abgang knackig, aber nicht zu sehr. Der Körper ist vorhanden, aber nicht dominant. Hier gibt definitiv der Hopfen die Marschrichtung vor. Ergänzt wird es von Zitrusnoten

Zum Fazit: Ein solides, ja sogar gutes Pale Ale. Es ist sicherlich keine Aromenexplosion, bietet aber ein ordentlich herbes Hopfenaroma, bei dem auch fruchtige Nuancen hinzukommen. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.