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Barre Louis Barre Imperial

Unser heutiger Test für uns ins tiefste Westfalen, an die Nordhänge des Wiehengebirges. Dort liegt die Stadt Lübbecke in der sich die mittelständische Familienbrauerei Barre befindet. Die Brauerei wurde 1842 von Ernst Barre gegründet und feiert dieses Jahr ihr 175 jähriges Bestehen. Verkostet wird heute das Louis Barre Imperial, ein recht neue Kreation der Brauerei. Das Bier ist wie der Name schon sagt zu ehren von Louis Barre, einem früheren Brauereiinhaber gebraut worden. Dieser soll ein Lagerbier hergestellt haben welches durch innovative Verfahren von besonderer Qualität war und dadurch auch länger Haltbar. Außerdem soll er der erste gewesen sein der in Norddeutschland untergärige Lagerbiere gebraut hat und auch eine Kältemaschine zum Bierbrauen eingesetzt hat. Imperial heißt es deshalb weil dieses Bier zu Kaisers Zeiten mit der Norddeutschen Lloyd um die ganze Welt fuhr und somit im damaligen weltweiten „Deutschen Imperium“ ausgeschenkt wurde. Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,4% Prozent wurde nun neu herausgebracht und versucht an diese Zeit zu erinnern. Das besondere an diesem „Boquet Lager“ ist seine sechswöchige Kaltreifung in der es mit Saphirhopfen verfeinert wurde.

Zur Optik: Sehr hellgelbes Bier, fast schon ein wenig matt. Es ist klar filtriert und seine weiße feinporige Schaumhaube hält sich beständig im Glas.

Zum Geruch: Fuchtige Noten von Äpfeln hat man zunächst in der Nase aber auch feine nussige Noten vom Malz sowie leichte brotige/getreidige Töne. Auch leichte Zitrusnoten kann man erriechen.

Zum Geschmack: Feine Malzige Noten, aber eine leicht störende Bittere. Diese Bittere wirkt ein wenig unrund und nicht so gut abgestimmt. Das Boquet also das Malzbett ist dagegen sehr fein mit den getreidigen/britigen Noten. Durch den Hopfen kommen Töne von grünen Äpfeln und Birnen durch. Der Abganag hingegen ist recht flach, man hat zwar leichte Noten von Apfel im Gaumen aber ansonsten ist er recht wässrig Bzw. man schmeckt nichts. Insgesamt bin ich von dem Bier schon ein wenig enttäusch, da es sehr mild ist und im weiteren Trinkverlauf immer wässriger wird.

Zum Fazit: Ich weiß auch nicht was ich zu dem Bier sagen soll, aber eines ist sicher. Für so viel Trara und Anpreisung hätte ich mir mehr erwartet. Ich finde dieses Bier doch sehr Flach und es hat einfach immer wieder bittere Stellen die nicht so recht passen. Seinem Namen wird es allerding schon gerecht, da es genau nach so wenig schmeckt wie die vielen großen internationalen Standardlager alla Budweiser und Co. Ich vergebe hierfür 3 Sterne da es nicht eklig ist und der Ansatz eigentlich ganz gut, da man immerhin ein wenig den Aromahopfen schmeckt.

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Peroni Puro Malto Gran Riserva

Wein, wenn man an Italien denkt ist das sofort, natürlich auch berechtigt, eines der ersten Atribute, was einem neben Pizza und Pasta kulinarisch zu Italien einfällt. Doch Bier?. Bisher hielt sich die Begeisterung und die Meinungen darüber in Grenzen. Doch auch in Italien hat sich etwas getan und so hat sich in den letzten Jahren eine auftsrebende und kreative Craftbeer Szene entwickelt, wie sie es nur in wenigen Ländern in Europa gab. Das Heute verkostete Bier kommt zwar nicht aus einer Craftbeer Brauerei, zeigt jedoch wie aktuell die Nachfrage nach Spezialitätetenbieren in Italien ist. Das Bier wird hergestellt von der Brauerei Peroni, eine der größten in Italien. Diese Brauerei, mit Sitz in Rom, stellt seit einigen Jahren neben ihren Lagerbieren auch immer mehr Spezialbiere her. Diese Spezialbiere Laufen unter dem Label Peroni-Gran Riserva. Heute verkostet wird das Puro Malto eine Art Malzbetontes Lagerbier mit speziellen Malzen. Da sich mein Italienisch jedoch in Grenzen hält, kann ich leider nicht so viel zu dem Bier sagen. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,2%

Zur Optik: Klares goldenes Bier, mit leichtem rötlichen Stich. Schaum ist praktisch so gut wie nicht vorhanden.

Zum Geruch: Biskuitnoten, leicht muffiger, fauliger Geruch. Riecht nicht besonders einladend. Riecht nach leichtem Getreide, erinnert an italienieschs Chiabatta. Hat trotzdem frische Noten.

Zum Geschmack: Erstaunlich frischer Geschmack, hätte der Geruch nicht vermuten lassen. Sogar leicht fruchtige Noten vom Hopfen sind zu erhaschen. Diese fruchtigen Noten haben einen leichten Pfirsich und Trauben Touch. Dominierend ist aber die Malzaromatik. Diese wird dominiert von Biskuit und Plätzchentönen. Jedoch verfliegt dieser Eindruck bald und das Bier schmeckt eher alt und abgestanden. Vor allem hat es langsam eine komische Bittere und einen Nachgeschmack der buttrig wirkt.

Zum Fazit: Kein wirklich gutes Bier. Der erste Eindruck trübt, das Bier ist nicht wirklich genießbar und es schmeckt teilweise alt und abgestanden. Ich vergebe hierfür nur 2 Sterne.