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Greif Zwickl

Im nächsten Biertest wird nun wieder ein wenig gezwickelt. Dieses mal, wie könnte es anders sein mit einem Zwickelbier aus Franken. Von der Brauerei Greif aus Forchheim habe ich nun schon allerhand Biere hier im Blog verkostet, dieses mal ist nun das naturtrübe Zwicklbier an der Reihe. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen eher mäßigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht brotiges Aroma, dass sich hefig und auch etwas karamellig in der Nase zeigt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es leicht süßlich und man hat etwas getreidiges im Bier. Der süßliche Abgang bleibt lange hängen. Es ist ein insgesamt sehr kerniges und durchaus auch etwas würziges Bier mit eine leicht aromatischen auch etwas zitrusartigen und anhaltenden Nachgang. Dazu kommt dieser schöne, aber gut dezent gehaltene karamellige Nachgang. Eine feine Hopfenbittere sorgt für einen durchaus etwas würzigen Abgang, auch wenn ich das Bier insgesamt als eher mild beschreiben würde. Die Kohlensäure ist eher dezent, aber dennoch wirkt das Bier recht süffig.

Zum Fazit: Ein feines Zwicklbier. Ich bin aber ehrlich und finde es insgesamt geschmacklich ein klein wenig zu mild im Geschmack. Es ist wirklich süffig, aber mir fehlt etwas die geschmackliche Tiefe. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Maxlrainer Schloss Trunk

Eine der vielen Schlossbrauereien die es noch in Bayern gibt, ist jene in Maxlrain. Seit 1636 wird im Schloss in der kleinen oberbayerischen Gemeinde schon Bier gebraut. Ein etwas dunkleres Kellerbier dieser Brauerei ist mein heutiges Testobjekt, nämlich der Schlosstrunk. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamellig getreidiges und keksiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes und leicht karamelliges Kellerbier im Geschmack. Diese feine nussige-karamellige Malznote die im Abgang hinzukommt empfinde ich als sehr überzeugend. Es hat einen durchaus wahrnehmbaren Malzkörper, das vor allem durch seine feinmalzigen Getreidenoten auftrumpft, die eine leichte karamellige Ader haben. Der Hopfen kommt leicht bitter durch, ist aber größtenteils zurückhaltend.

Zum Fazit: Eine wirklich runde und leckere Sache ist dieses Kellerbier. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen. Vor allem der schöne karamellige Abgang überzeugt mich mit dieser leicht nussigen Note im Abgang. Etwas hopfiger könnte es für meinen Geschmack noch sein.

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Kaiserhöfer Kellerbier

Die letzte noch verbliebene von ehemals über 70 Brauereien in der oberfränkischen Stadt Kronach, die Brauerei Kaiserhof, hat eine Tradition die bis ins Jahre 1879 zurückreicht. Sie beginnt mit dem Kauf eines Grundstücks durch Bruno Kaiser, der die darauf bereits kurz zuvor von Karl Keim errichtete Brauerei nun zum brauen seines eigenen Bieres nutzte. Auch heute noch wird die Brauerei von der Familie Kaiser betrieben und ist inzwischen zu einer der größten Brauereien der Umgebung gewachsen. Ein sehr umfangreiches und auch saisonales Biersortiment zeichnet die Brauerei aus und so werden vor allem untergärige Lagerbiere gebraut. Eines dieser Biere ist das Kellerbier, wie es gerne in Oberfranken getrunken wird. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,5% und damit ist es durchaus etwas schwächer als die üblichen Kellerbiere der Umgebung.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlicher, getreidiger, leicht karamelliger Geruch.

Zum Geschmack: Ich hab ein im ersten Eindruck doch eher milderes Bier, das seinen Geschmack erst in Richtung Abgang so wirklich entfalten kann. Dann kommen aber durchaus schöne karamellige Noten zum Vorschein, die sich dann vor allem im Nachgang auch im Mundraum festsetzten. Insgesamt ist das Bier sehr süffig mit einem durchaus festen Körper, der auch gegen Ende durch die gut dosierte Kohlensäure süffig bleibt und im Nachgang ein leicht karamelliges, süßliches Aroma hinterlässt. Man hat hier bis zu Ende ein vollmundiges Bier, mit einem durchaus leicht süßlichen Nachgang. Es fehlt mir ein wenig die Würze bzw. der Hopfen, aber dennoch ist es ein sehr süffiges, süßgetreidiges Kellerbier.

Zum Fazit: Wie so viele andere Biere aus der Region Oberfranken kann man auch dieses Bier wirklich empfehlen. Ich finde es lecker und trotz seines geringen Alkoholgehalts ist es durchaus vollmundig. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Huppendorfer Zwickl

Mein nächster Biertest führt mich wieder zu einem alten Bekannten, der Brauerei Grasser aus Huppendorf. Wieder einmal heißt es also ein Bier aus dem Landkreis Bamberg, der Region mit der weltweit höchsten Brauereiendichte. Das ein oder andere Bier des Hauses hat schon den Weg in mein Glas gefunden, so wie dieses Mal nun das Zwickl. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weiße Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht in der Nase hefig mit leichtem Zitrustouch.

Zum Geschmack: Das Bier ist im ersten Eindruck würzig und durchaus sehr lebendig. Im ersten Eindruck wirkt die Kohlensäure sehr lebendig, nimmt sich dann aber ein wenig zurück, was das Bier deutlich bekömmlicher macht. Dann entsteht auch ein durchaus würzig süßlicher Abgang der auch lange anhält. Der Körper ist eher etwas leicht, aber dennoch wirkt das Bier durchaus vollmundig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein vollmudiges Bier, mit einem etwas süßlichen Abgang. Es hat hier auch etwas leicht fruchtige Noten.

Zum Fazit: Von mir gibt es die Wertung von 4 Sternen und damit natürlich auch eine Trinkempfehlung. Ein super süffiges Kellerbier, das dennoch auch eine gewisse Würze im Gaumen hat. Die Kohlensäure ist mir am Anfang etwas zu viel, pendelt sich dann aber sehr gut ein.

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Nordbräu Kellerbier

Ein Kellerbier aus Ingolstadt werde ich nun als nächstes Bier auf diesem Blog vorstellen. Ihre Wurzeln hat die Brauerei Nordbräu im Stadtteil Oberhaunstadt, welcher erst 1972 in die Schanzerstadt eingemeindete wurde. Auch wenn vom ehemaligen Schloss, in dem die Ursprünge der Brauerei liegen, heute nichts mehr zu sehen ist, befindet sich die Brauerei heut noch immer am Standort der ehemaligen Schlossanlage und ist eine von noch 2 verbliebenen Traditionsbrauereien im Stadtgebiet. Viele Biere des seit 1639 bestehenden Betriebs habe ich inzwischen schon verkostet und hier vorgestellt, das Kellerbier fehlt mir aber noch, was ich nun mit diesem Beitrag nachholen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%. Im Gegensatz zu anderen Kellerbieren wurde hier auch Weizenmalz verwendet.

Zur Optik: Ein dunkles, bersteinfarbenes fast schon etwas bräunliches Bier Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum und ist trüb.

Zum Geruch: Es riecht etwas bananig, und erinnert schon ein wenig an ein Hefeweizen im Duft, wenngleich auch ein feines Karamellaroma hinzu kommt.

Zum Geschmack: Auch geschmacklich hat man hier durchaus ein Bier, das zunächst an ein Weizenbier erinnert. Der Weizen ist dominant im Geschmack und erzeugt eine bananige Note im Mundraum, die auch noch lange danach am Gaumen hängen bleibt und den Mundraum auch gut ausfüllt. Man merkt dem Bier an das hier Weizenmalz verwendet wurde, ich finde das im Geschmack aber etwas komisch. Dennoch muss man auch sagen, das es durchaus würzig am Gaumen ist und es insgesamt auch durch die Kohlensäure sehr gut spritzig geraten ist. Auch Noten von Karamellmalz und eine leichte Säure finde sich geschmacklich im Bier

Zum Fazit: Ein urwürziges, derbes Bier. Ich finde das Weizenmalz etwas fehl am Platz. Das gibt 3 Sterne.

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Glückauf Kräusenbier/Kellerbier

Mit dem Kräusenbier, das inzwischen als Kellerbier verkauft wird, von der Glückauf Brauerei aus dem Erzgebirge mache ich mit den Biertests am heutigen Tage weiter. Die Bezeichnung des Bieres ist etwas verwirrend, denn normalerweise ist ein Kräusenbier ein klein wenig anders, als ein normales Kellerbier. Beide sind zwar unfiltriert, jedoch wird bei einem echten Kräusenbier, dem fertig vergorenen Bier noch etwas gärendes Jungbier, Kräusen genannt hinzugegeben. Dadurch findet in der Flasche noch einmal ein leichte Gärung statt, die das Bier besonders spritzig machen soll. Da mit dem Kräusen insbesondere der sich auf dem Jungbier bildende Schaum gemeint ist und dieser wie krauses Haar aussieht, ist die Biersorte so zu ihrem Namen gekommen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es sich beim heutigen Testbier eher um ein normales Kellerbier handelt, zumindest habe ich nichts anderes dazu gefunden. Der Alkoholgehalt dieses sächsischen Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig karamelliger Geruch den man in der Nase hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das würzig und zugleich auch ein wenig herb ist. Man hat diese Aroma insbesondere am Gaumen. Es ist aber auch insgesamt eher mild im Geschmack. Wenn dann hat es am Gaumen würzig herbe Hopfennoten und etwas Zitrus. Gegen Ende finde ich das Mundgefühl auch ein wenig pappig. Zudem zeigt sich im Nachgang eine leichte Säure im Mundraum. Die Kohlensäure macht es wie zu erwarten recht spritzig und auch im Körper wirkt es schlank.

Zum Fazit. Ein eher hopfenbetonteres, dennoch eher milderes, leicht säuerliches Kellerbier, das vor allem durch seine Spritzigkeit überzeugt. Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Karmeliter Keller Festbier

Im nächsten Test wird fränkisch und auch ein wenig nostalgisch. Von der ehemaligen Karmeliter Brauerei aus Salz in Unterfranken habe ich im folgenden Biertest das Keller Festbier im Glas. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, goldenes ins bernstein gehendes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßlichen fruchtigen Geruch mit hang ins tropische. Ich würde etwas Maracuja aber auch ein klein wenig Melone und grüner Apfel ausmachen.

Zum Geschmack: Ein im ersten Eindruck durchaus hopfenbetontes Bier. Es weist im Abgang süßliche karamellige Töne auf, die aber auch in den Fruchtbereich gehen und eben im Geruch beschriebene Richtungen abdecken können. Ich finde hier kommt besonders die Assoziation zum grünen Apfel durch. Insgesamt ist es in den ersten Schlucken ein Wechselspiel zwischen vor allem im Antrunk einsetzenden hopfigen Noten, die sich am Gaubendach abspielen und mit der Kohlensäure gut harmonieren, hin zu süßlichen bis ins getreidige wirkenden Noten, die bisweilen etwas zu süßlich sind. Auch im weitern Trinkverlauf bleibt es ein Bier, welches doch arg von der Kohlensäure dominiert wird und irgendwie doch sehr sprudelig wirkt.

Zum Fazit: Man kann das Bier wie ich finde sehr gut trinken, auch wenn es eventuell für ein Festbier etwas zu sprudelig ist. Ansonsten gefällt mir das Wechselspiel aus Hopfen und Karamellmalznoten sehr gut. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Bruckmüller Kellerbier

Amberg in der Oberpfalz besticht nicht nur durch seine sehr gut erhaltene Altstadt mit Stadtmauer, Türmen und Schloss, sondern auch durch seine bis heute erhaltene Biervielfalt. Eine der Brauereien die zu dieser beitragen, ist die Brauerei Bruckmüller, die schon seit 1803 im Besitz der gleichnamigen Familie ist. Aus dem eher kompakten Sortiment von Bruckmüller werde ich heute das Kellerbier vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas hefig, leicht nach Zitrus, ist geruchlich aber eher noch zurückhaltend.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr lebendig und spritzig im ersten Eindruck. Ich finde es fast schon ein wenig herb. Das Bier hat einen durchaus präsenten Malzkörper und die Kohlensäure nimmt dann auch etwas ab was das Bier noch bekömmlicher und süffiger macht. Geschmacklich ist es insgesamt aber ein wenig mild geraten.

Zum Fazit. Ein gutes Kellerbier, welches vor allem durch seine Spritzigkeit und Süffigkeit punkten kann. Positiv ist die durchaus auffallende Hopfenbittere am Gaumen. Das gibt von mir 4 Sterne.

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Palmbräu Zwickel Hell Naturtrüb

Das neueste Bier aus dem Kraichgau von der Eppinger Palmbräu ist das Zwickl Hell Naturtrüb. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht fruchtig, hat etwas spritzige Nuancen, aber ansonsten kommt nichts dabei rüber.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das zunächst einmal sehr sprudelnd und spritzig auffällt. Es prickelt leicht im Abgang, aber auch hier ist die Kohlensäure noch dominant und lässt nur ganz leicht etwas des Hopfens zu. Der Körper wirkt hier eher schlank. Auch im weiteren Trinkverlauf wirkt dieses Bier süffig und mit leicht bitteren Abgang. Insgesamt finde ich es im Abgang etwas unausgewogen und mir ist es dort dann ein wenig zu hefig im Geschmack. Dennoch hat es auch einen leichten Hauch von Zitrus.

Zum Fazit: Ein solides, aber auch eher schlankes Bier. Kann man machen und lässt sich auch wirklich gut trinken, leider ist es aber dadurch auch wirklich ein wenig unspektakulär. Das gibt von mir eine Wertung von 3 Sternen.

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Rossdorfer Urbräu

Ich mache weiter mit den Tests in Franken, Oberfranken um genau zu sein, Roßdorf am Forst wenn man es ganz genau wissen will. Dort braut die Brauerei Sauer schon seit dem Jahre 1784 die Rossdorfer Biere. Ein typisch fränkisches, im Falle meines heutigen Testbieres unfiltriertes Lagerbier, ist das Urbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat wie ich finde ein hefiges, zitrusartiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper eher schlankes Bier, das spritzig daherkommt. Im Abgang mache ich zudem eine leichte Zitrusnote aus. Im Gesamteindruck überzeugt es mich vor allem durch seinen spritzig würzigen Charakter.Ich finde es für meinen Geschmack sogar ein wenig zu spritzig. Gegen Ende finde ich lässt die Aromatik im Vergleich zum Beginn leider etwas nach, dennoch hat das Bier definitiv Charakter.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde es schön süffig, spritzig und dennoch hat es auch eine gewisse Würze im Abgang. Das Malz dürfte meiner Meinung nach durchaus noch etwas mehr zum Geschmack beitragen.