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Hauf Dinkelator

Im heutigen Biertest geht es mal wieder ins Frankenland. Es geht in die Stadt Dinkelsbühl, welche aufgrund ihres sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns immer einen Ausflug wert ist. Als ehemalige freie Reichsstadt hat Dinkelsbühl natürlich auch eine sehr reiche Braugeschichte vorzuweisen. Leider sind im laufe der Jahre auch hier viele Brauereien verschwunden und so existiert mit der Hauf Brauerei nur noch eine größere mittelständische Brauerei in der Stadt. Gegründet 1901 ist sie für eine Traditionsbrauerei noch relativ jung. Aus ihrem breiten Sortiment an Standardbieren wird heute der Dinkelator verkostet. Hierbei handelt es sich wie der Name vermuten lässt um einen dunklen Doppelbock. Mit stolzen 7,4% Alkohol bringt er auch ordentlich wumms mit.

Zur Optik: Röstbraunes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen leicht bräunlichen Schaum.

Zum Geruch: Sehr süßliches röstiges Aroma. Riecht nach Lakritze. Ein schöner Mix aus röstigen und süßen Noten in der Nase.

Zum Geschmack: Sehr süßliches Bier. Schmeckt fast schon ein wenig nach Süßstoff. Intensive malzige Aromen, die aber hauptsächlich süßlichen Charakters sind. Es fehlt mir ein wenig der Hopfen, der ein wenig herbe Noten vermissen lässt. Könnte auch deutlich intensiver sein, das Malz hat nur diese süßlichen an Lakritz erinnernden Noten. Es fehlt mir ein wenig an röstigen Noten.

Zum Fazit: Naja auch dieses Bier der Hauf Brauerei kann mich nicht so recht überzeugen. Wer die älteren Tests zu dieser Brauerei liest weiß wovon ich spreche. Hier ist es allerdings nicht ganz so übel aber für einen Bock schon recht fahl. Daher nur 3 Sterne.

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Pfungstädter St. Nikolaus

Heute ist Nikolaus und damit der 6. Dezemeber. Passend dazu, habe ich mir für das heutige Advendskalendertürchen auch ein entsprechendes Bier ausgesucht. Es handelt sich um das St. Nikolaus der Pfungstädter Brauerei und ist dem heutigen Würdenträger gewidmet. Der Herkunftsort des Bieres, Pfungstadt, ist eine Stadt in Südwesthessen und dürfte vielen durch den Verkehrsfunk bekannt sein. Denn Pfungstadt befindet sich quasi direkt am Autobahndreieck Darmstadt, an welchem es sich bekanntlich öfter einmal staut. Aber auch biertechnisch hat Pfungstadt einiges zu Bieten, denn in Pfungstadt braut seit 1831 die Brauerei Hildebrand. Die Brauerei wächst seitdem kontinuierlich und ist heute die größte Privatbrauerei in Hessen. Damit hat sich die Brauerei eines trotz ihrer inzwischen stattlichen Größe bewahrt, nämlich ihre Unabhängigkeit. Nun aber geht es zu unserem heutigen Bier, dem St. Nikolaus. Bei ihm handelt es sich um einen dunklen Bock mit stattlichen 6,9% Alkohol.

Zur Optik: Dunkelbraunes Bier, das trüb zu sein scheint. Schaum ist so gut wie keiner vorhanden.

Zum Geruch: Ein sehr röstiges Geruchskonstrukt, was einem da in die Nase schwebt, aber auch alkoholische Noten kommen durch. Dazu ein leicht fruchtiges Aroma das an leicht an Trockenobst oder ein Früchtebrot erinnert. zusätzlich ganz feine Kaffenoten.

Zum Geschmack: Sehr intensives, röstiges Aroma was das Bier zunächst einmal dominant. Im Abgang hat man zartbittere Noten auf der Zunge die an Kaffee erinnern. Jedoch finde ich das Bier insgesamt ein wenig zu einseitig und bisweilen sogar echt wässrig. Bei einem so hohen Alkoholgehalt und den dunklen Malzen erwartet man schon deutlich mehr Geschmack. Im Antrunk ist es ein wenig prickelnd. Die röstigen Aromen sind ok und das Bier ist insgesamt auch ein wenig würzig, aber es fehlt so der richtige Intensität des dunklen Malzes, vor allem ein leicht süße und Schokoladennoten. Die zartbitteren Kaffeenoten bleiben andererseits hallen jedoch auf der Zunge noch lange nach ohne störend zu wirken. Schmeckt für mich insgesamt eher wie ein Schwarzbier, als wie ein Bock, denn der wird nur leicht angedeutet durch teilweise alkoholische Aromen.

Zum Fazit: Für ein Bockbier ganz in Ordnung, aber hier und da einfach zu flach und nicht tiefgreifend genug. Dennoch ganz in Ordnung aber es gibt deutlich bessere Bockbiere. Erinnert eher an ein Schwarzbier. Hierfür gibt s 3 Sterne.

 

 

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Rehbräu Der dunkle Rehbock

Heute werden die Stiefel rausgestellt, denn es ist der 5. Dezember und damit Nikolaus Abend .Trotz allem wird aber auch heute wird wieder ein Türchen des Biertestadventskalenders geöffnet. Diesmal etwas später, denn so liegt der frisch geschriebene Biertest praktisch auch bei euch morgen im Stiefel. Diesmal geht es mal wieder in die sogenannte Heimat des guten Bieres, nach Oberfranken. Genauer gesagt in die Region Bamberg, die allein schon wegen ihrer hohen Brauerereiendichte weltweit bei Bierliebhabern bekannt ist. Ganz genau genommen führt es uns diesmal ins Ellertal nach Lohndorf. Dort braut seit 1901 Die Familienbrauerei Reh. Ursprünglich aus einer Metzgerei erwachsen, ist die Rehbräu heute eine kleine aber feine Familienbrauerei. Im Test befindet sich heute ihr Winterbock, der passend zum Firmennamen auf den Namen Rehbock hört. Es ist ein dunkler Bock mit 7,1% Alkohol.

Zur Optik: Bräunliches Bier mit rötlichem Stich. Es ist klar filtriert. Der Schaum hat einen leicht bräunlichen Stich.

Zum Geruch: Sehr brotiges Aroma. Hat sehr starke Einflüsse von etwas rostigen und von Lakritz. Leichte Kaffeenoten. Die brotigen Noten sind aber dominant.

Zum Geschmack: Wirkt im Antrunk zunächst einmal irgendwie ein wenig schmierig, das ist jedoch nur ganz kurz. Jedoch entfaltet er dann sein brotiges Aroma. Im Abgang hat man einen Mix aus brotigen Aromen und Kaffenoten, die dann später durch feinherbe Hopfenoten ergänzt werden. Im Nachgang hängen schön herbe Noten am Gaumen. Im Abgang ist die anfangs Kohlensäure ein wenig zu arg dosiert. Hat leichte Kaffeearomen im Abgang. Die getriedigen Aromen gestalten sich auch eher herber und krustiger Natur. So wie eine Brotkruste.Allgemein ist der Malzkörper sehr brotig, urig und rustikal, von einer zu dominaten Malzsüße, wie es ja bei vielen dunklen Böcken der fall ist nichts zu spüren. Hat auch wieder diesen herb brotigen Abgang im Mund. Insgesammt sehr würziges Bier.  Man schmeckt immer wieder auch leichte Toffeenoten.

Zum Fazit: Auch wenn ganz feine Nuancen nicht stimmen, so verfliegen sie doch bald und hinterlassen ein wirklich ein super Bockbier, welches irgendweie anders ist als viele andere Bockbiere und sich durch sein Herbeit und urigen getreidigen sowie die dadurch geringer ausfallende Süße klar von den meisten anderen Böcken abhebt. Mal ein Bockbier das nicht nur nach Malzsüße schmeckt bzw. bei dem sie dominant ist. Wirklich toll. Hierfür gibts 5 Szerne.

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Tucher Bajuvator

Der Neueste Test führt uns nach Nürnberg bzw. Fürth zur alteingesessenen Tucher Bräu. Das Bier das verkostet wird ist eher unbekannt, nämlich der Bajuvator. Der Bajuvator ist seines Zeichens ein dunkler Doppelbock mit 7,3 % Alkohol also durchaus ein kräftiger Vertreter. Etwas verwirrend nur das eine fränkische Brauerei ihren Bock als Bajuvator bezeichnet. Aber gut nun zum Bier. Die Farbe ist ein tiefes, kräftiges Dunkelbraun. Vom Geruch her kommen ganz eindeutig die caramelligen Noten durch, aber auch Noten von Toffee, reifen Früchten und ein leichtes kitzeln des Hopfens sind in der Nase zu spüren. Im Antrunk zeigen sich schon die deutlichen Caramellnoten. Im Nachgeschmack ist die bittere zu spüren die leicht am Gaumen kitzelt. Der Nachgeschmack hinterlässt ein Aroma von reifen Pflaumen und sehr süßen dunklen Kirschen. insgesamt auch alles sehr süß aber dennoch einigermaßen rund. Insgesamt aber ein sehr guter Bock wie ich finde, sehr kräftig gut süß und hier und da auch eine leichte  Herbe. lediglich die Kohlensäure ist ein wenig zu viel dosiert und hier und da ist es noch ein wenig zu wässrig. Alles in allem ein Bier mit vielen guten Ansätzen, sodass ich heute 3 Sterne mit Tendenz nach oben vergebe.