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Böhringer Bockbier

Da die Fastenzeit noch läuft und da der Sonntag bekanntlich kein Fastentag ist, ist heute der Ideale Zeitpunkt für einen Biertest und in Verbindung zu Fastenzeit ist dies natürlich ein Bock. Es gibt mal wieder ein Bier der Böhringer Hirschbrauerei aus Römerstein einer kleinen Ortschaft auf der schwäbischen Alb.

Zur Optik: Bernsteimfarbenes Bier mit einem deutlichen rötlichen Stich. Es ist klar filtriert. Die Schaumentwicklung ist jetzt nicht überdimensional, aber für ein Bockbier ok.

Zum Geruch: Sehr malziges Aroma, hat tolle Biskuittöne. Aber man riecht auch reife früchte, vornehmlich Pflaume heraus.

Zum Geschmack: Man hat am Anfang sogar den Eindruck, dass es sich um eine leicht röstmalzige Textur handelt. Im Abgang hat man hopfige Noten die ganz leicht bitter, den ansonsten malzdominanten Geschmack abrunden. Nachteilig finde ich leider, dass man eine klare alkoholische Note hat, die wie ich finde, ein wenig unangenehm ist. Das Malz hat eine sehr schöne Biskuitnote. Es ist aber auch leicht karamellig, was den insgesamt sehr guten Malzkörper abrundet. Ich persönlich finde das der Übergang vom Malz zum Hopfen ein wenig zu abrupt kommt und es keinen klaren Übergang gibt.

 

Zum Fazit: Ein Bockbier bei dem ich nicht so recht weis woran ich bin. Es hat eine schöne Malzstruktur aber ansonsten fehlt es ein wenig, vor allem ist es nicht ausgewogen abgestimmt. Hierfür gibts nur 3 Sterne.

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Ott Bockbier

Nach einer etwas längeren Fasnetspause meldet sich auch Julis Bierblog wieder mit einem Test zurück. Nachdem die tollen Tage nun vorbei sind, hat ab Aschermittwoch die Fastenzeit begonnen. Viele nutzen diese 40 Tage zum Verzicht auf bestimmte Dinge, darunter ist bei einigen auch Alkohol. Dies mag zwar gut für den Körper sein traditionell christlich wird in der Fasntenzeit aber Hauptsächlich auf feste Nahrung respektive Fleisch verzichtet. Alkoholische Getränke speziell Bier spielen aber dennoch eine sehr wichtige rolle in der kaatholischen Fastentradition. Dies geht den Erzählungen nach auf die Mönche in den Klostern zurück. Diese hatten sich an besonders strenge Fastenregeln zu halten und durften während der Fastenzeit praktisch keine feste Nahrung aufnehmen. Da sie aber dennoch ihren Kalorienbedarf decken mussten, musste etwas anderes her. Nach dem Motte „Flüssiges bricht fasten nicht“, begannen sie ihr Bier einfach mit mehr Malz und somit Stammwürze Einzubrauen. Das Ergebnis, ein deutlich nahrhafteres und stärkeres Bier, ist das was uns heute als Bockbier bekannt ist.Der Legende nach schickten die Mönche ein Fass, dieses nun stärkeren Bieres nach Rom zum Papst um die Freigabe zum Konsum in der Fastenzeit zu erhalten. Da das Fass aufgrund der langen Reisezeit aber umkippte, soll es so scheußlich geschmeckt haben, dass er es für die Fastenzeit freigab. So wurde das Bockbiertrinken zur Tradition, während der Fastenzeit. Land auf Land ab bringen nun viele Brauereien wieder ihre traditionellen Fastenböcke auf den Markt, die ist auch der Grund warum sich eingefleischte Bierfans eher auf die Fastenzeit freuen, denn es ist die Möglichkeit einmal im Jahr diese faszinierenden Bierspezialitäten zu verkosten. Der Tradition folgend ist also auch der heutige Biertest ein Bocktest. Er stammt von der Brauerei Ott aus dem Leinleitertal aus Franken. Der Alkoholgehalt beträgt 6,8%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Schaum ist ganz wenig und nur eine kleine Schicht.

Zum Geruch: Intensiver grünmalziger Geruch. Ansonsten noch eine leicht alkoholische note.

Zum Geschmack: Sehr süßliches Bier, welches durch seine Karamellisierung im Abgang auffällt. Zusätzlich hat man so einen leicht herbe Färbung des Hopfens am hinteren Ende des Gaumens. Die Malzmischung ist sehr gut, da sie nicht zu süß gestaltet ist und sogar einen Hauch Zitrone hat. Auch im weiteren Geschmacksverlauf hat das Bier die süßmalzigen Aromen mit leicht karamelligen Anklängen. Gegen Ende wird das Bier sehr herb. Zusätzlich leicht schmierig, das gibt etwas Abzüge. Außerdem ein wenig zu alkoholisch.

Zum Fazit: Ein süffiges Bier, das wirklich sehr schmackhaft ist. Es hat ein schöne Süße und die Kohlensäure ist gut dosiert. Lediglich ist es etwas zu alkoholisch. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Aufsesser Bock

Die finale Woche vor Weihnachten hat begonnen und damit für einige auch die stressigste Zeit des Jahres. Jeder versucht auf den letzten Metern noch alle Geschenke für seine Liebsten zusammen zu bekommen und dabei möglichst viele Volltreffer zu landen. Tut es bei all dem Weihnachtsstress aber nicht auch mal gut sich einen ruhigen Moment zum entspannen zu gönnen und dabei vielleicht ein gutes Bier zu genießen?. Hinter dem heutigen 18 Türchen jedenfalls verbirgt sich ein Bier, dass zu einem solchen Moment einlädt. Es geht nach Oberfranken, in ein Örtchen, das einen Weltrekord hält. Das nur rund 1300 Einwohner zählende Städtchen Aufsess hat sich wegen seiner ganzen 4 Brauereien den Eintrag als Ort mit der höchsten Brauereiendichte redlich verdient. Auf einem speziell angelegten Bierwanderweg können ebendiese auch auf einer schönen Tagestour erkundet und bewandert werden. Unser heutiges Testobjekt stammt von der Brauerei Rothenbach. Seit 1886 braut die Brauerei nun schon an Ort und Stelle und ist gleichzeitig die größte der 4 Brauereien in Aufsess. Verkostet wird heute der dunkle Bock, der speziell für die kalte Jahreszeit hergestellt wird. Er hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

Optik: Rotbraunes Bier mit einen eindeutig rötlichen Stich. Der Schaum ist nur ca. 1 cm breit.

Zum Geruch: Brotiger Geruch. Aber auch Kaffeenoten und leichte Lakritznoten machen sich breit. Ganz feine röstige Noten.

zum Geschmack: Es ist eine gewisse Süße erkennbar, jedoch ist diese moderat gestaltet und nicht so aufdringlich, dass gefällt. Eine leichter, hopfiger Gegenpol bildet sich zu den süßlichen Malznoten. Diese kommen vor allem im Antrunk und Mittelteil durch und werden dann so etwa ab dem Gaumen von bitteren und röstigen Noten abgelöst. Vor allem das Mundegfühl dieses Bieres ist sehr schmackhaft. Es wirkt trotz seines erhöhten Alkoholgehalts nicht schwerfällig, sondern weich im Geschmack. Auch nicht schmierig wirkt es. Dennoch ist es recht würzig. Im Abgang hat man leichte Anklänge von Kaffee oder Espresso.

Zum Fazit: Ein recht solider Bock. Schmackhaft und süffig fast schon gefährlich. Jedoch fehlt noch das gewisse etwas und es ist ein wenig zu süß. Könnte noch ein bisschen röstiger sein. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Brauerei Wagner Bock dunkel

Heute ist der 15. Dezember. Übermorgen brennt schon die 3te Kerze. Auch heute verbirgt sich wieder ein Biertest hinter dem Adventskalendetürchen. Diesmal gibt es wieder ein Bier der Brauerei Wagner. Diesmal ist es der dunkle Bock. Mit seinen 7,5% ist dieser starke Franke schon einen ordentliche Hausnummer.

Zur Optik: Rotbraunes Bier. Es scheint leicht trüb zu sein. Der Weiße Schaum ist in Ordnung und stabil

Zum Geruch: Sehr malzige Noten. richtig schön karamellig. Auch viele nussige Aromen nimmt man wahr. Leicht alkoholisch. die karamellisierten Malzaromen sind aber dominant.

Zum Geschmack. Ein sehr schöner malziger Geschmack den man da im ersten Eindruck im Mund hat. Da sind zum einen die karamelligen un leicht röstigen Malztöne. Dann auf der anderen Seite feine nussige Aromen und zu guter letzt leicht herbe Noten des Hopfens. Die sehr schönen karamelligen Noten wissen auch weiterhin zu gefallen und diese gewissen Süße ist wirklich gut. Dennoch sind es vor allem diese schönen nussigen Noten, die den Bock wirklich gut machen. Es fehlt leider jedoch das gewisse etwas und er könnte etwas kräftiger und würziger sein.

Zum Fazit : Ganz solider Bock der jedoch nicht an das Wagner Festbier herankommt. Dennoch ein recht guter Bock dem aber hier und da etwas fehlt 4 Sterne.

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Berg Sankt Ulrichsbock

Heute ist der 1. Dezember damit beginnt die Weihnachts und Adventszeit dieses Jahr. Für viele öffnet sich damit heute auch das erste Türchen am Adventskalender. Diese wiederum gibt es ja mittlerweile zu allerlei verschiedenen Themen mit den unterschiedlichsten Inhalten, natürlich auch mit Bier. Auch Ich hatte schon des öfteren einen Bier Adventskalender. Dieses Jahr möchte ich jedoch einmal im Bierblog eine Art Adventskalender starten und zwar wie folgt: Jeden Tag wird es einen neuen Biertest geben und zwar vornehmlich über ein Bier das mit Weihnachten zu tun hat. Gott sei dank bringt inzwischen fast jede Brauerei ein Fest und/oder ein Bockbier zur Weihnachts bzw. Winterzeit auf den Markt. Das freut natürlich Bierliebhaber wie mich, handelt es sich dabei doch meist um vorzügliche Spezialitäten, auf die man sich das ganze Jahr freut. Beginnen möchte ich dabei mit einem Bier der Berg Brauerei aus Ehingen. Hier braut man, der Tradition des legendären Ulrichsbier folgend, zur Kalten Jahreszeit auch den entsprechenden Bock, den Sankt Ulrichsbock. Mit seinen 7,1% Alkohol ist er schon ein ordentliches Pfund.

Zur Optik: Mattgoldenes Bier mit bernsteinfarbenem Ton. Es ist klar filtriert, hat aber so gut wie keinen Schaum.

Zum Geruch: Malzige und Alkoholische Noten hat man als erstes in der Nase. Hat eine leicht beerige Note die hauptsächlich nach Erdbeere riecht.

Zum Geschmack: Sehr intensives Bier, da zuerst einmal durch seine erstaunliche Milde auffällt. Was aber auch auffällt ist eine schöne Erdbeernote, die vor allem im Nachgang durchkommt. Aber auch ein wenig eine alkoholische Note hat dieser Bock, die jedoch nicht anfangs wirklich störend sind und nur dem Abgnag einen kurzen bitteren Moment verleihen. Ein weiterer positiver Punkt ist, das dieses Bier trotz des hohen Alkoholgehalts nicht schwerfällig wirkt, sondern doch recht süffig und gut trinkbar. Fast schon gefährlich wie frisch und süffig dieses Bier ist. Mit weiterem trinken nimmt die Alkoholische Note leider ein wenig zu und wird ein wenig unangenehm. Sie macht aber den frischen leichten Grundcharakter des Bieres nicht wirklich kaputt. Bleibt über den ganze Trinkverlauf überraschend mild, vor allem von der Malznote ausgehend, die nur sehr dezent auftritt

Zum Fazit: Ein recht milde leicht wirkendes Bockbier. Es fehlt ihm ein wenig an Charakter, wirkt aber aber auf der anderen Seite recht frisch und süffig. Auch der Alkoholische Geschmack empfinde ich ein wenig störend. Insgesamt könnte es für eine Bockbier einfach noch ein wenig mehr Charakter haben. So reichtes es nur zu 3 Sternen, den es ist einfach zu mild für einen Bock.

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Baisinger Teufels Bock

Heute ist mal wieder ein Bier aus dem vielfältigen Sortiment der Baisinger Löwenbrauerei im Test. Getestet wird dies mal der Bock der Brauerei. Bei einem Bock handelt es sich meistens um einen stärkeren mit mehr Malz also Stammwürze eingebrautes Bier das bei einer Stammwürze von 16 grad anfängt. Sie gibt es in hell oder dunkel. Es gibt aber auch obergärige Weizenbockbiere, welche jedoch nicht so häufig hergestellt und vor allem im Süden Deutschlands konsumiert werden. Hergestellt werden Bockbiere meistens saisonal, traditionell um die Weihnachtszeit, die Fasten oder auch Starkbierzeit und im Mai als sogenannter Maibock.  Beim Baisinger Teufelsbock handelt es sich um einen hellen Bock, mit 7,0% Alkohol.

Zur Optik: Im Glas ist ein kräftig goldenes bis bernsteinernes Bier mit einer fingerbreiten Schaumkrone die jedoch bald wieder verschwindet.

Zum Geruch: Sehr brotiger Geruch. zudem richt man auch die süßlichen leicht zuckrigen Aromen. Es dominiert die süßlich getreidige Note. Leichte caramellige Noten kommen auch immer wieder durch

Zum Geschmack: Erstaunlich ist zunächst einmal, dass dieses Bier eine sehr hohe Kohlensäurekonzentration besitzt. Im ersten Eindruck bleibt zunächst einmal eine bittere Note hängen. Das Bier ist sehr malzig und caramellig aber es bleibt einfach immer diese unangenehme Bittere als Beigeschmack. Vor allem im am Ende der Zunge. In den Backen hat man immer wieder leicht ölige und beerige Noten, die vermutlich vom Hopfen stammen. Es kommen aber auch Noten von reifen Früchten vor, vor allem von Pflaumen und Trauben. Das Bier hat zusätzlich auch leicht zuckrige Noten die in die Richtung von Traubenzucker zählen.

Fazit: Ein recht gutes Bockbier das aber hier und da einfach zu bitter wirkt aber dennoch recht Gut trinkbar ist. Es hat hier und da aber definitiv noch Potential nach oben und wirkt bei Weitem noch nicht ganz ausgereift. Ich vergebe hierfür 3 von 5 Sternen.