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Rehbräu Der dunkle Rehbock

Heute werden die Stiefel rausgestellt, denn es ist der 5. Dezember und damit Nikolaus Abend .Trotz allem wird aber auch heute wird wieder ein Türchen des Biertestadventskalenders geöffnet. Diesmal etwas später, denn so liegt der frisch geschriebene Biertest praktisch auch bei euch morgen im Stiefel. Diesmal geht es mal wieder in die sogenannte Heimat des guten Bieres, nach Oberfranken. Genauer gesagt in die Region Bamberg, die allein schon wegen ihrer hohen Brauerereiendichte weltweit bei Bierliebhabern bekannt ist. Ganz genau genommen führt es uns diesmal ins Ellertal nach Lohndorf. Dort braut seit 1901 Die Familienbrauerei Reh. Ursprünglich aus einer Metzgerei erwachsen, ist die Rehbräu heute eine kleine aber feine Familienbrauerei. Im Test befindet sich heute ihr Winterbock, der passend zum Firmennamen auf den Namen Rehbock hört. Es ist ein dunkler Bock mit 7,1% Alkohol.

Zur Optik: Bräunliches Bier mit rötlichem Stich. Es ist klar filtriert. Der Schaum hat einen leicht bräunlichen Stich.

Zum Geruch: Sehr brotiges Aroma. Hat sehr starke Einflüsse von etwas rostigen und von Lakritz. Leichte Kaffeenoten. Die brotigen Noten sind aber dominant.

Zum Geschmack: Wirkt im Antrunk zunächst einmal irgendwie ein wenig schmierig, das ist jedoch nur ganz kurz. Jedoch entfaltet er dann sein brotiges Aroma. Im Abgang hat man einen Mix aus brotigen Aromen und Kaffenoten, die dann später durch feinherbe Hopfenoten ergänzt werden. Im Nachgang hängen schön herbe Noten am Gaumen. Im Abgang ist die anfangs Kohlensäure ein wenig zu arg dosiert. Hat leichte Kaffeearomen im Abgang. Die getriedigen Aromen gestalten sich auch eher herber und krustiger Natur. So wie eine Brotkruste.Allgemein ist der Malzkörper sehr brotig, urig und rustikal, von einer zu dominaten Malzsüße, wie es ja bei vielen dunklen Böcken der fall ist nichts zu spüren. Hat auch wieder diesen herb brotigen Abgang im Mund. Insgesammt sehr würziges Bier.  Man schmeckt immer wieder auch leichte Toffeenoten.

Zum Fazit: Auch wenn ganz feine Nuancen nicht stimmen, so verfliegen sie doch bald und hinterlassen ein wirklich ein super Bockbier, welches irgendweie anders ist als viele andere Bockbiere und sich durch sein Herbeit und urigen getreidigen sowie die dadurch geringer ausfallende Süße klar von den meisten anderen Böcken abhebt. Mal ein Bockbier das nicht nur nach Malzsüße schmeckt bzw. bei dem sie dominant ist. Wirklich toll. Hierfür gibts 5 Szerne.

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Duvel Belgian Blonde Ale

Heute wird es teuflisch, zumindest wenn man nach dem Namen des heutigen Bieres gehen würde, den Duvel bedeutet nichts anderes als teuflisch. Das dieses Bier als Teufelswerk bezeichnet wird, resultiert daraus, dass dieses Bier einen hohen Alkoholgehalt von 8,5% hat und dennoch wunderbar leicht trinkbar ist. Seine Stärke schmeckt man somit nicht unbedingt, bekommt sie nach dem Genuss aber eiskalt zu spüren. Ursprünglich hatte dieses Bier aber einen anderen, friedlichen Hintergrund, denn es wurde erstmals 1918 zur Feier des Endes des ersten Weltkriegs gebraut. Gebraut wird dieses Satansgebräu übrigens in der belgischen Brauerei Moortgat, in der Nähe von Antwerpen.

Zur Optik: Also dieses Bier ist wirklich sensationell, so einen Schaumhaube hab ich ja noch nie gesehen. Die ist nicht nur im Glas stabil, sondern kippt auch noch zu Seite ohne dabei zu tropfen. Ansonsten ist dieses goldene Bier klar filtriert.

Zum Geruch: Sehr feiner zitroniger Duft kommt da einem sofort in die Nase. Aber auch sehr blumige/florale Aromen hat man in der Nase. Aber auch ein wenig parfümig.

Zum Geschmack: Sehr Zitroniges Aroma, die in diesem Bier im ersten Zug dominant sind. Im Abgang sind die zitronigen Aromen leicht bitter und säuerlich. Wirklich eine sehr schöne Hopfennote. Auch das Malz kommt nicht ganz zu kurz, auch wenn es nicht besonders zum tragen kommt. Wirkt insgesamt sehr ölig und floral. Aber vor allem hat dieses Bier wirklich ein sehr tollen Zitronenaroma, welches einen Guten Mittelweg zwischen sauren, bitteren und fruchtigen Aromen der Zitrone findet.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier, welches mit seiner feinen Zitronennote zu überzeugen weis. Ich vergebe hierfür 5 Sterne.

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Braukunstkeller Bavarian Dry Hoped Lager

Trotz seiner noch jungen Firmengeschichte haben Alexander Himburg und sein Braukunstkeller bereits eine bewegte Zeit hinter sich. 2012 gegründet ging es für die Brauerei in kurzer Zeit sehr steil bergauf und so konnte er sowohl Absatz als auch Austoß auf bis zu 800 Hektoliter steigern bis 2016 hielt dieser Entwicklung ein jähes Ende fand. Denn Gründer Alexander Himburg musste für viele überraschend Insolvenz anmelden und die Zukunft des Braukunstkellers war für kurze Zeit stark gefährdet. Doch der Grund war keineswegs mangelnder Absatz oder schlecht Umsätze, sondern die Insolvenz eines Geldgebers bzw. Komplikationen mit der Michelstädter Brauerei, wo gebraut wurde. Und so musst Alexander Himburg die ursprüngliche Heimat des Braukunstkellers, Michelstadt im Odenwald, verlassen und geht fortan als Gypsy Brauer auf Wanderschaft. Gypsy Brauer heißt, dass ein Brauer sich in wechselnde Brauereien einmietet und dort seine Biere ohne festen Stammsitz braut. Momentan wird unter anderem bei der Hofmark Brauerei gebraut, wo auch das heutige Bier gebraut wurde. Neben seinen bekannten Ales stellt er seit neuestem auch ein Bavarian Lager her, welches heute im Test ist. Im Gegensatz zu normalen Hellen ist dieses Bier natutrüb und wird mit besonderen Aromahopfen gebraut. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Leichte trübes Bier mit einer hellgodene Farbe mit leichtem Kupferstich. Wirklich sehr schöner Schaum

Zum Geruch: Gleich von beginn an tritt das feine Hopfenaroma durch, das betont auf Zitrusnoten liegt, aber trotzdem nicht bitter wirkt. Wirkt im Haupton sogar eher tropisch fruchtig mit Noten von Melone und Ananas, welche dann gekonnt von Zitrusaromen umrahmt wird.

Zum Geschmack: Sehr feines Bier, welches wirklich eine sehr schöne Fruchtnote hat, die zunächst einmal hauptsächlich an Melone und Trauben erinnert. Aber vor allem fällt auf das dieses Bier unheimlich frisch und weich im Wasser wirkt. Wirklich sehr weiches Mundgefühl. Im Abgang kommen dann leicht Bittere Zitronennoten auf und es hinterlässt einen trockenen Rachen. Dies wird aber erst zum Problem, wenn das Bier leer ist, denn so verlangt der trockene Hals nach dem nächsten Schluck.  Wirklich ein sehr schöner Mix, wenn die fruchtigen Melone/Traubenoten in bittere und leicht säuerliche/trocken Zitrusnoten übergehen. Wobei man allgemein sagen muss das, dass Bier deutlich fruchtiger ist als angenommen und man eher fruchtige Noten als Zitruseindrücke hat.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier und eines der besten Lagerbier, die ich bisher hatte. Fruchtig frisch und wenn es auch nicht so die extreme Zitronennote hatte, die ich erwartet habe, ist es wirklich ein sensationelles Lager. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Schlappeseppel Weizen Bock

Schlappeseppel, zugleich eine Aschaffenburger Legende, aber auch eine Biermarke die auf dieser Geschichte beruht. Zuerst aber zur Legende: Denn die geht auf den Soldaten Jospeh Löchler zurück der im 30 Jährigen Krieg auf der Seite Schwedens kämpfte. Dieser soll nach Einnahme der Stadt Aschaffenburg, aus der dieses Bier stammt, vom schwedischen König beauftragt worden sein den Biervorrat aufzufüllen. Da er dies zur völligen Zufriedenheit des Königs und auch der anderen Soldaten erledigt wurde er in allen Tönen gelobt und ihm das Braurecht verliehen. Aufgrund einer Kriegsverletzung hinkte dieser Soldat aber, was im Volksmund als schlappen bezeichnet wurde und somit wurde über die Jahre aus dem schlappenden Seppel der Schlappesepel. Und da dieser sich nach dem Krieg auch dauerhaft brauend in Aschaffenburg niederlies, wurde er durch sein gutes Bier bald zur stadtbekannten Legende.

Auf genau diesen Schlappeseppel soll also die heutige Biermarke Schlappeseppel zurückgehen, wenngleich die eigentliche Schlappeseppelbrauerei heute nicht mehr existiert und die Biere bei der Brauerei Eder gebraut werden. Jedoch ist die Marke so erfolgreich, das sie von Eder in deutlich größerem Stil gebraut und vermarktet wird als die eigenen Biere. Kurz gesagt der Schlappeseppel ist mittlerweile eine echte Kultmarke, die zunehmends auch außerhalb der Region bekannt wird. Von dem mittlerweile immer vielfältiger werdendem Sortiment wird heute der naturtrübe Weizenbock verkostet. Eigentlich ein limitierter Sondersud, der entsprechende seiner Bezeichnung Frühlingsbote auch schon im Frühjahr erschien. DA jetzt herbst ist nicht mehr unbedingt passend, aber einen Bock kann man auch sehr gut trinken wenn die tage wieder stürmisch und rauer werden. Der Weizenbock hat einen Alkoholgehalt von 6,7%

Zur Optik: Sehr hellbgelbes Bier, mit einem leicht orangenen Stich. Der Schaum dieses trüben Gebräus ist wirklich sehr üppig.

Zum Geruch: Zuerst natürlich die Bananenote, die aber nicht so intensiv ist wie bei anderen Weizen, dafür geht es eher sogar in Richtung Pflaume . Aber auch Apfelsine, Orange, Birne und Kräuter, vornehmlich Nelke und Koriander sind zu riechen.

Zum Geschmack: Boah das ist fruchtig, so eine richtig schöne Note von Banane, Aprikose, Pfirsich und leicht Orange. Vor allem aber Pfrisich und Banane dominieren. Im Abgang kommen dann sogar leicht beerige Noten, vor allem von Erdbeere aber auch Trauben hinzu. Die Banane schwingt aber trotz der unterschiedlichen Eindrücke immer mit. Der Alkohol ist gar nicht zu schmecken, was dieses Bier gefährlich süffig macht. Gegen Ende verschwinden dann der Pfrisichcharkater und wird dann durch Birne und Apfel ersetzt. dadurch das es so Fruchtig ist hat man nur ganz leichte malzige Töne die aber perfekt auf diesen Fruchtcocktail abgestimmt sind.

Zum Fazit: Also dieses Bier ist wirklich eines der fruchtigsten, welches ich bisher getrunken habe. Der Hopfen wurde wirklich perfekt ausgesucht. Für mich der bisher beste Weizenbock, den ich getrunken habe und überhaupt eines der besten Biere. Ich kann hier gar nicht anders als die Höchstpunktzahl zu vergeben. 5 Sterne

 

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Nattheimer Spezial

Heute geht es für den Biertest nach Nattheim. Natheim ist eine Gemeinde die am Rande des Härtsfelds in der Nähe de Stadt Heidenheim liegt. Hier befindet sich auch die Nattheimer Ochsenbrauerei. Diese Brauerei braut bereits seit 1847 und ist auch genau so lange in Besitz der Familie Schlumberger.

Das im Test befindliche Bier der Brauerei ist das Spezial, ein Exportbier bzw. eine klassische Halbe wie man bei uns sagen würde. Es besitzt einen Alkoholgehaöt von 5,4%

Zur Optik: Klassische goldene Farbe und auch die Schaumhaube kann sich sehen lassen.

Zum Geruch: Süßlich, getreidiger Geruch. Leichter Duft nach Biskuit und Brot. Zusammengefasst wird der Geruch dieses Bieb also klar von süßmalzigen Getreidetönen dominiert. Zusätzlich noch leicht parfümige Noten, welche leicht irritieren.

Zum Geschmack: Kräftiges getreidiges Aroma, welches im Abgang ganz feine bittere Töne hat. Jedoch ist der Hopfen so zurückhaltend, dass das malzige immer noch die Oberhand behält. Im Nachgang hat man einen schönen malzigen Geschmack im Gaumen und Rachenbereich, der mit seinen leicht süßlichen Anklängen Lust auf den nächsten Schluck macht. Des Weiteren, ist auch das Brauwasser ganz weich. Durch den malzig süßlichen Grundton wirkt es aber nie wässrig. Auch gegen Ende wirkt es frisch und süffig.

Zum Fazit: Eine wirklich gute Halbe, welche sich meiner Meinung nach ohne Folgen gut zechen lässt. Sollte man wirklich mal probiert haben, wenn man ein solides Exportbier probieren will. Man muss aber Fan eines etwas süßlicheren Geschmacks sein. Für mich wirklich ein süffiges Bier, das gut gekühlt einfach nur läuft, wenngleich es für den ein oder anderen noch spritziger sein dürfte. Für mich ist es perfekt hierfür gibt es 5 Sterne.

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Weissenoher Kloster Sud

Bier und Klöster, das gehört einfach zusammen. Nicht nur die Tatsache, dass fast alle sehr alten Brauereien aus Klöstern resultieren untermauert dies. Denn die Mönche haben auch entscheidend dazu beigetragen, dass Bier so hergestellt wird, so wie wir es heute kennen. Sie waren nämlich die ersten die Hopfen zum brauen verwendeten. Also gibt es heute einmal etwas aus einer Klosterbrauerei. Und zwar aus der Weissenoher Klosterbrauerei. Diese befindet sich im fränkischen Weissenohe und geht auf ein ehemaliges Benediktinerkloster zurück. Aus dem Sortiment wird heute der Klostersud, ein klassisches fränkisches Landbier verkostet. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,4%

Zur Optik: Rotbraunes klares Bier mit einem ganz kleinen weißen Schaum.

Zum Geruch: Wieder die typischen karamelligen und röstigen Noten, wobei das Röstaroma klar überwiegt. Auch leichte Töne von Maromen und ein nussiges Aroma kann man riechen.

Zum Geschmack: Sehr süffiges Bier mit einer tollen Röstmalznote. Aber auch der Hopfen kommt nicht zu kurz und im Abgang hat man dieses schöne röstigen Note gepaart mit leicht grasigen Tönen. Die Kohlensäure ist gut dosiert und lässt es weder zu lasch noch zu sprudelig erscheinen. Der Antrunk hat immer dieses leichte prickeln auf der Zunge, welches dann in die röstigen Noten übergeht die sich am Abgang langsam von Hinten ach vorne im ganzen Mundraum breit machen. Mit ihren leicht nussigen Einflüssen weis sie durchaus zu entzücken.

Zum Fazit: Für mich doch bisher eine der besten fränkischen Biere, die ich bisher probieren durfte. Hier passt einfach alles und die einzelnen Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt. Hier kann man nur 5 Sterne vergeben.

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Simon Spezial

Es geht mal wieder nach Franken, hier ist einfach die Heimat der Biere. Da es relativ nah von meinem Stadtort und die Biervielfalt enorm ist, kommt man einfach nicht drum rum des Öfteren mal ein Bier von dort zu trinken. Der neueste Test führt uns nach Lauf an der schönen Pegnitz. In der Kleinstadt braut bereits seit 1875 die Brauerei Simon. Diese stellt vier verschiedene Sorten her von denen heute das Spezial verkostet wird. Es wird als altfränkisches Vollbier bezeichnet, daraus schließe ich das es etwas dunkler als normale Exportbier sein dürfte. Es hat 5,6 % Alkohol.

Zur Optik: In der Tat ist es etwas dunkler und entpuppt sich als fränkisches Rotbier. Ein rubinrotes, klares Bier steht da vor mir. Der Schaum ist leider recht schnell verflogen.

Zum Geruch: Sehr Malzig. Ein schöne Mischung des dominierenden Röstmalzes mit einer leicht karamelligen und süßen Note.

Zum Geschmack: Wirklich tolles aromatisches Bier. Im Antrunk und im Mittelteil hat man schöne geröstete Malznoten. Es hat aber auch eine ausgeprägte Karamellnote und im Abgang kitzelt es leicht am Gaumen. Im Nachgang hat man noch leicht Noten von Süßkirsche und Johannisbeere. Ein bisschen mehr Kohlensäure könnte das ganze noch vertragen, sodass es noch ein wenig frischer wirkt. Gegen später wird es im Abgang ein wenig herber, was den Geschmack spannender macht.

Zum Fazit: Vor allem die Gute Mischung aus dem für dunkles Bier typischen Röstmalznoten und den karamelligen und leicht süßen Malznoten ist wirklich gut. Auch die leichte Fruchtigkeit passt perfekt. Wirklich ein tolles Bier so wie man sich urtypische fränkische Biere vorstellt. Hierfür vergebe ich 5 Sterne.

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Stefansbräu Märzen

Heute gibt es wieder ein Bier aus Dinkelsbühl. Diesmal aber etwas von Stefansbräu, einer relativ jungen und sehr kleinen Brauerei. Diese Brauerei wird von Stefan Klein betrieben, aber mehr war im Netzt dazu leider nicht zu finden. Nun denn so lange die Biere überzeugen. Deshalb schnurstracks weiter zum Test. Diesem wird heute das Märzen unterzogen, ein etwas stärkeres untergäriges Bier mit 5,4% Alkohol.

Zur optik: Rötlich/bernsteinfarbenes Bier, welches eine leichte Trübung aufweist. Es hat eine weiße Schaumhaube die sehr beständig ist.

Zum Geruch: Röstmalzige und brotige Noten. Aber auch Noten von Karamell und Lebkuchen kommen durch. Insgesmat ist der Eindruck sehr malzig. Vom Hopfen hat man leichte Eindrücke von Beeren und Grapefruit.

Zum Geschmack: Sehr intensive malzige Noten, die von einer ganz leichten Bittere ummalt werden. Die  Malznoten haben feine karamellige Töne. Ein bisschen hat man sind Noten von Lebkuchen wahrnehmbar. Auch die beerigen Aromen die im Geruch leicht wahrnehmbar sind, kommen im Geschmack durch. Dies ist vor allem im Abgang und ein wenig im Nachgang der Fall. Dort vermischt sich der Geschmack von Johannis und Brombeeren mit leicht grasigen und herben Noten. Toll!. Aber natürlich muss ich auch die MAlzzsammensetzung loben, denn der Malzkörper ist wirklich sehr gut ausbalanciert und vor allem die intensiven karamelligen Noten mit den röstigen Touch gefallen mir sehr gut. Abgerundet wird dies alles von einer sehr moderten Kohlensäure, die das Bier so sehr bekömmlich macht.

Zum Fazit: Wirklich ein tolles Märzen, welches endlich auch mal eins ist das wirklich Charakter zeigt. Überhaupt nichts wässriges ist an diesem Bier zu spüren. Sensationell sind vor allem die kräftigen und abwechslungsreichen Malztöne wissen sehr zu gefallen. Ich bin begeistert und kann dieses Bier nur weiterempfehlen. 5 Sterne.

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Aalener Löwenbräu Spezial

Unser heutiger Biertest führt uns nach Aalen in den Ostalbkreis. In der ehemaligen freien Reichsstadt haben es zwar drei Brauereien ins neu Jahrtausend geschafft, jedoch ist von diesen heute im Stadtgebiet nur noch eine übrig, nämlich die Löwenbrauerei. Die 1668 gegründete, und immer noch in Familienbesitz befindliche Brauerei, befindet sich am Galgenberg. Dies ist in sofern interessant,als das sich die beiden anderen ehemaligen Brauereien in unmittelbarer Nachbarschaft befinden und die Gebäude immer noch existieren. In sofern ist ein Besuch nicht nur mit Blick auf die Löwenbräu an sich empfehlenswert. Verkostet wird heute das Spezial, die klassische Halbe der Brauerei. Das helle Exportbier hat eine Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Kräftige goldene Farbe, die man bei einem Export erwartet. Der Schaum des klar filtrierten Bieres ist weiß und sehr stabil. Schön anzusehen dieses Bier.

Zum Geruch: Kräftige Malztöne mit einem Hauch von Fruchtigkeit. Leichte Apfelnoten kommen durch. Aber hauptsächlich die süßlichen malzigen Noten sind präsent. Sogar eine leichte caramellige Färbung sticht durch.

Zum Geschmack: Kräftiger Malziger Geschmack mit einem malzig süßen Abgang. Es wirkt ein wenig pappig, aber das ist zunächst nicht weiter störend. Die Kohlensäure ist fast perfekt dosiert und macht das Bier somit sehr süffig. Sie umrandet den Malzkörper perfekt. Im Abgang hat man dann die leicht hopfigen Noten, die sich leicht trocken im Rachen festsetzen und somit Lust auf den nächsten Schluck machen. Dieses Bier ist wirklich extrem süffig und ist extrem gefährlich, denn es macht Lust auf mehr von diesem vorzüglichen Gebräu. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier durchaus Klasse, der getreidig süße Malzkörper legt sich sehr sanft um den Gaumen und behält diesen Geschmack auch nach wie vor bei. Das Brauwasser ist sehr weich und wirkt wirklich erfrischend.

Zum Fazit: Was soll ich hier noch groß sagen. Wirklich ein klasse Malzkörper und sehr süffig und frisch dieses Bier. Sicher könnte es noch etwas mehr Hopfen oder eine kleine Fruchtigkeit haben, aber das muss meiner Meinung nach ein traditionelles Export auch nicht. Hier braucht man nicht craftig bitteres oder fruchtiges. Dafür vergebe ich die Höchstnote 5 Sterne.

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Hopfenstopfer California Sunset

Man sollte ja meinen der Biermarkt ist ein umkämpfter Markt, in dem Brauereien versuchen jeden noch so kleinen Marktanteil der Konkurrenz abzuluchsen. Im Craft Bier Markt ist dies jedoch ein wenig anders hier wird oft mehr miteinander als gegeneinander gebraut, es wird wird versucht durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch die Sude und das Know How zu optimieren. Außerdem eint alle das gemeinsame Ziel, das Produkt Bier als Gourmet- und Genussmittel zu etablieren und die Biervielfalt in der Gesellschaft zu verankern. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass sich befreundete Brauer treffen und dann zusammen ein Bier brauen. So etwas nennt man Collab Brew und ein solches haben ich heute vor mir stehen. Es ist ein Gemeinschaftssud von Braueren der Brauereien Häffner, Eichbaum und Heidelberger. Erschienen ist es unter dem Label von Hopfenstopfer, der Craft Beer Marke von Häffner Bräu aus Bad Rappenau. Unter dieser Marke wurde Thomas Wachno als einer der Craftbeer Pioniere bekannt, und bringt seither immer wieder neue Biere heraus. Das heutige Bier California Sunset ist ein West Coast IPA, eine extrem hopfenbetonte Version des IPAs, die aktuell sehr im Trend ist. Es hat einen 6,8%igen Alkoholgehalt.

Zur Optik: Orangenes Bier welches trüb ist aber nicht extrem trüb. Der klare weiße Schaum ist sehr stabil.

Zum Geruch: Sehr grasige hopfige Noten, die sogar leicht an der Nasenspitze kitzeln. Beerige Noten und ein bisschen Pfirsich. Auch eine sehr ausgeprägte Annanasnote lässt sich erhaschen.

Zum Geschmack: Die Fruchtigkeit bestätigt sich sofort. Aber auch de Bittere ist sofort da und extrem ausgeprägt. Das Bier hat ein sehr weiches Mundgefühl, vor allem der Einstieg ist sehr angenehm da die Kohlensäure nicht so extrem störend wirkt. Im Abgnag hingegen kommt dann die Bittere durch wobei diese nicht so extrem ist das es störend wäre. Im Nachtrunk macht sich dann eine beerige Fruchtigkeit breit, die Lust auf den nächsten Schluck macht. Man hat aber auch sehr gasige und florale Noten, die an eine frisch blühende Wiese erinnern. Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Bier da nichts wirklich den Geschmackseindruck trübt. Der Hopfen wirkt perfekt dosiert und das Malz und die Kohlensäure halten sich dezent im Hintergrund. Auch ist der Hopfen nicht zu Bitter sonder schön fruchtig, sodass dieses Bier Lust auf mehr macht.

Fazit: Spannendes Bier sehr fruchtig. Zwar auch gewöhnungsbedürftig bitter, aber nicht so das es unangenehm wirkt. Für mich ein wirklich sehr gelungenes Bier, bei dem ich absolut nichts zu bemängeln habe. Ich vergebe hierfür die Höchstnote von 5 Sternen. Perfekt abgestimmtes und ausbalanciertes Bier.