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Klosterhof Bernsteinweizen

Es ist Sommer und Sommerzeit ist Weizenzeit. Also gibt es heute im Test mal wieder ein Weizen. Es geht nach Heidelberg für unseren heutigen Test. Doch das Bier stammt nicht etwa von der alteingesessen Heidelberger Brauerei, sondern von der noch relativ jungen Brauerei Klosterhof. Gelegen in den historischen Anlagen des Klosters Neuhof, hat sich das Bier seinen Namen Klosterhof redlich verdient. In den Mauern dieses alteingesessenen Klosters, in dem immer noch Mönche leben, hat die Brauerei im Jahre 2009 ihre Pforten im früheren Schweinestall des Klosters geöffnet. Seitdem braut die Brauerei dort ihre Biere in bester Bio Qualität. Mal schauen ob sich dies im Geschmack bemerkbar macht. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Bernsteinfarbenes bis dunkeloranges Bier. Es ist sehr trüb. der Schaum ist schön weiss.

Zum Geruch: Fruchtig nach Banane, so wie es sein sollte, aber auch eine noch etwas deutlichere Süße nach Aprikose mache ich aus. Dazu ein wenig Vanille und etwas Kräuter.

Zum Geschmack: Ein Weizen das zunächst einmal durch seinen etwas herberen, hopfigen Einschlag besticht. Im Abgang ist es malzig, mit wie ich finde leichten Einflüssen von Hopfen, Nektarine und Apfelsine. Ein wirklich sehr schön fruchtiges Weizenbier, bei dem die Weizennote perfekt mit der Fruchtnote harmoniert. Das Bier wirkt aber nicht so spritzig, sondern eher schwerer und reifer. Dementsprechend verhalten sich auch die Fruchtaromen so. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier getreidig und  fruchtig, wobei vor allem im Abgang auch noch Zitrusakzente dazukommen.

Zum Fazit: Ein richtig schmackhaftes Bier. Für mich eines der besten und am ausgewogensten Weizen die ich bisher getrunken habe. Hierfür vergebe ich 5 Sterne. Wirklich sher zu empfehlen.

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Plank Dunkler Weizenbock

In unserem heutigen Biertest erwartet uns eine Reise in den Ort Laaber in der bayerischen Oberpfalz. Außer seiner gut erhaltenen Altstadt mitsamt Burgruine, hat dieser Ort auch biertechnisch einiges zu bieten. Denn in Laaber befindet sich die Brauerei Plank. Diese ist eine bei kennern bekannte Brauerei, die schon vielfach Auszeichnungen und Preise wie z.B, den World Beercup erhalten hat. Bekannt ist die Brauerei hauptsächlich für ihre Weizenböcke, die einen Großteil der Preise einfahren konnten. Auch ich freue mich wirklich auf diesen Biertest, da ich ein sehr großer Fan von Weizenböcken bin und nun einer der beiden Böcke der Brauerei vor mir steht. Der dunkle Bock ist im Gegensatz zu seinem hellen Pendant nicht ganz so bekannt und hat auch nicht ganz so viele Preise gewonnen . Dennoch hat er einen goldenen und einen bronzenen World Beer Cup vorzuweisen. Der Bock besitzt einen ordentlichen Alkoholgehalt von 7,8%.

Zur Optik: Schwarzbraunes, trübes Weizenbier. Es hat einen sehr schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Getreidiges, aber zugleich auch fruchtiges Aroma in der Nase hat dieses Bier. es hat schöne Anklänge von Schokolade und eine wenig Beere.

Zum Geschmack: Sehr vollmundiges Bockbier. Es hat einen sehr fruchtig süßen Abgang der wunderbar von einer Schokoladennote ummantelt wird. Zwischendurch hat man immer weider ein leicht alkoholische Note, die aber nicht so schwerwiegend zu Buche schlägt. insgesamt ist das Bier wirklich sehr bekömmlich. Im Antrunk ist das bier eher ein wenig zurückhalten aber dennoch recht bekömmlich. Man merkt dem bier seine Bockbiercharkater nicht unbedingt an. AUch schwimmen imemr wieder ganz licht röstige Anklänge von Kaffee mit.

Zum Fazit: Ein wirklich starkes Bier und das nicht nur wegen seines Alkoholgehalts. Ein Bier das wirklich sprudelt vor Vielfältigen Aromen. Die alkoholischen Noten sind zwar immer wieder leicht störend aber darüber kann man denke ich hinwegsehen. Dieses Bier wird meinen Ansprüchen definitiv gerecht und hat sich 5 Sterne verdient. Prost.

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Alpirsbacher Weihnachtsbier

Und schon steht vor der 1 ne 2. Heute wird schon das 20igste Türchen geöffnet und heilig Abend ist nur noch 4 Tage entfernt.Deshalb wird es auch heute wird wieder einen Biertest geben, der sich um ein Weihnachtsbier dreht. Diesmal geht es in den schwäbischen Teil des Schwarzwaldes, der mit seinen schneebedeckten Hügeln und dichten Tannenwäldern ohnehin Weihnachtsstimmung erzeugt. Es geht nach Alpirsbach zur Klosterbräu, von der schon einmal Biere im Test waren. Deshalb werde ich nun nicht noch einmal genauer auf die Brauerei eingehen. Verkostet wird diesmal das Weihnachtsbier, welches laut Etikettenangaben schon seit 1880 alljährlich dem Biergenießer die Weihnachtszeit versüßt. Das untergrärige Festmärzen hat einen Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Der Schaum ist nicht wirklich beständig.

Zum Geruch: Sehr brotiges Aroma. Erinnert an Brotkruste. Aber auch Noten von Lebkuchen, sowie leicht harzige Hopfennoten hat man in der Nase. Zusätzlich ein wenig Gewürz A la Nelke oder Kümmel.

Zum Geschmack: Kräftige, leicht röstige Getreidenoten hat man als aller erstes im Mund. Die im Abgang leicht süßlichen Karamellignoten sind wirklich gut, aber fast schon ein bisschen zu süß. Sie Hinterlassen aber auch diesen Geschmack gepaart mit ein wenig harzigen Hopfennoten als Nachgeschmack im Mund, sodass man Lust auf mehr hat. Vor allem diese schönen karamelligen und nach Lebkuchen schmeckenden Noten in der Backgengend versetzen einen wirklich in Weihnachtsstimmung und machen das Bier zu einem Genuss. Insgesammt ein sehr würziges, kräftiges Festbier

Zum Fazit: man schmeckt die Erfahrung der Braumeister aus diesem Bier heraus.  Kein Wunder das dieses Bier schon seit 1880 seine Freunde hat ein wirklich gutes Fetsbier. Hierfür zücke ich doch glatt 5 Sterne.

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Blauer Löwe Wintertraum

Heute ist der 14. Dezember und damit öffnet sich das 14 Türchen des Adventskalenders von Julis Bierblog. Überall ist inzwischen die Weihnachtsstimmung zu spüren und die Weihnachtsmärkte sind Land auf, Land ab in vollem Gange. Dabei wird oft ordentlich Glühwein konsumiert. Doch muss es immer Glühwein sein ? Ganz klar nein, denn die vielen Brauereien Deutschlands stellen viele leckere Festbierspezialitäten her, welche speziell für die Adventszeit gebraut werden. Eine davon will ich euch heute wieder näher bringen. Diese stammt von einer kleinen Familienbrauerei aus Franken. Das scheint ja schon Qualität zu versprechen, da bin ich gespannt. Hergestellt wird sie von der Brauerei Blauer Löwe. Diese hat ihren Sitz in Höchstadt an der Aisch. Seit dem Jahr 1633, als die Stadt im Schwedenkrieg beinahe vollkommen zerstört wurde, existiert diese Brauerei nun schon. Der Wintertraum, unser heutiges Testobjekt hat einen Alkoholgehalt von 5,5% prozent. Schauen wir mal ob er einen vom Winter träumen lässt.

Zur Optik: Goldenes Bier mit einem rötlichen Stich. Es ist klar filtriert, aber der Schaum ist recht schnell wieder verflogen.

Zum Geruch: Getreidige und schrotig/brotige Noten. Erinnert ein wenig an Biskuit und Plätzchen. Leicht süßlich und karamellig in der Nase. Aber auch ein wenig Waldhonig und harzige, hopfige Aromen kommen in die Nase.

Zum Geschmack: Schöne, hopfige Noten die im Antrunk auffallen. Harzig und grasig legen sie sich um den Gaumen und verhelfen dem Bier so zu einem schönen feinherben Abgang. Im Nachgang hat man dann diese brotigen Noten, welche ein leichte Karamelisierung aufweisen. Diese sind gepaart mit einer sanft grasigen Hopfennote. Da es nicht zu bitter oder kratzig wird, ist der Hopfeneinsatz hier perfekt und macht Lust auf den nächsten Schluck. Insgesamt ein sehr würziges Bier das eine ordentliche Portion Geschmack mitbringt. Das Wasser wirkt eher hart, wird aber durch den Hopfeneinsatz ganz gut kaschiert. Die Karamelligen Malznoten lassen ein wenig an Plätzchen und Lebkuchen erinnern. Sehr würziges und kräftiges Bier

Zum Fazit: Eines der besten Festbiere die ich bisher hatte. Durch seine leichten Anklänge von Lebkuchen, Karamell und Plätzchen wirkt es wie ein Witertraum der an Weihanchten erinnert. Der gute Hopfeneinstz mit leicht harzigen tut sein übriges. Außerdem hält er die Malznozen in Schach so das sie nicht überhand nehmen. Kurz ein Wirklich gelungenes Bier. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Wagner Fetsbier

Es ist der 7. Dezember und damit wird auch das 7 Türchen des Adventskalenders heute geöffnet. Dahinter verbirgt sich mal wieder ein bieriger Ausflug in die Region Bamberg, nach Oberfranken. Es geht nach Merkendorf. Dort hat seit 1861 die Brauerei Wagner ihren Sitz. Als solide fränkische Brauerei hat auch diese ein Festbier im Programm. Dies wird aber nicht nur zu Weihnachten gebraut, sondern auch zu Kirchweih und ähnlichen Festen. Das kräftige Festmärzen hat einen ALkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik: Mattgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der weiße Schaum ist doch recht flukativ.

Zum Geruch: Schön malziger, brotiger Geruch. Hat auch intensive Röstnoten und Noten von Lebkuchen und Spekulatius. Auch so einen leicht gewürzige Note und Noten von Tannennadeln ist in der Nase. Riecht richtig nach fränkischer Weihnacht.

Zum Geschmack: Mmmh der erste Eindruck ist sehr würzig und kräftig. So sollte ein Festbier schmecken. Man hat wirklich von Anfang bis Ende immer einen kräftigen Geschmack. Im Antrunk hat man eher leicht süßmalzige, karamellige Noten. Während sich im Abgang ein wenig bitterer Hopfengschmack mit dem Geschmack von Brotkruste vermischt. Das Verhältnis von Malz und Hopfen ist wirklich gut und ergibt so einen komplexen und intensiven Geschmack. Lediglich die Kohlensäure ist mir ein bisschen zu arg dosiert. Wenn diese dann aber allmählich nachlässt entfaltet das Bier sein volle Komplexität und gibt Aromen frei, die von der Kohlensäure ein wenig überdeckt wurden. Man hat auch leichte Einflüsse von Tannennadeln und Lebkuchen, so wie einen Hauch Nelke und Anis wie ich finde. Vor allem diese Herbe des Hopfens im Abgang die mit, den Aromen von der Kruste ein fränkischen Landbrots harmoniert sind wirklich klasse. So einen schönen Abgang hatte ich bisher selten bei untergärigen Bieren.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier. Sehr würzig und kräftig im Geschmack. So sollten Weihanchtsbiere sein. Hierfpr gibts 5 Sterne.

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Rehbräu Der dunkle Rehbock

Heute werden die Stiefel rausgestellt, denn es ist der 5. Dezember und damit Nikolaus Abend .Trotz allem wird aber auch heute wird wieder ein Türchen des Biertestadventskalenders geöffnet. Diesmal etwas später, denn so liegt der frisch geschriebene Biertest praktisch auch bei euch morgen im Stiefel. Diesmal geht es mal wieder in die sogenannte Heimat des guten Bieres, nach Oberfranken. Genauer gesagt in die Region Bamberg, die allein schon wegen ihrer hohen Brauerereiendichte weltweit bei Bierliebhabern bekannt ist. Ganz genau genommen führt es uns diesmal ins Ellertal nach Lohndorf. Dort braut seit 1901 Die Familienbrauerei Reh. Ursprünglich aus einer Metzgerei erwachsen, ist die Rehbräu heute eine kleine aber feine Familienbrauerei. Im Test befindet sich heute ihr Winterbock, der passend zum Firmennamen auf den Namen Rehbock hört. Es ist ein dunkler Bock mit 7,1% Alkohol.

Zur Optik: Bräunliches Bier mit rötlichem Stich. Es ist klar filtriert. Der Schaum hat einen leicht bräunlichen Stich.

Zum Geruch: Sehr brotiges Aroma. Hat sehr starke Einflüsse von etwas rostigen und von Lakritz. Leichte Kaffeenoten. Die brotigen Noten sind aber dominant.

Zum Geschmack: Wirkt im Antrunk zunächst einmal irgendwie ein wenig schmierig, das ist jedoch nur ganz kurz. Jedoch entfaltet er dann sein brotiges Aroma. Im Abgang hat man einen Mix aus brotigen Aromen und Kaffenoten, die dann später durch feinherbe Hopfenoten ergänzt werden. Im Nachgang hängen schön herbe Noten am Gaumen. Im Abgang ist die anfangs Kohlensäure ein wenig zu arg dosiert. Hat leichte Kaffeearomen im Abgang. Die getriedigen Aromen gestalten sich auch eher herber und krustiger Natur. So wie eine Brotkruste.Allgemein ist der Malzkörper sehr brotig, urig und rustikal, von einer zu dominaten Malzsüße, wie es ja bei vielen dunklen Böcken der fall ist nichts zu spüren. Hat auch wieder diesen herb brotigen Abgang im Mund. Insgesammt sehr würziges Bier.  Man schmeckt immer wieder auch leichte Toffeenoten.

Zum Fazit: Auch wenn ganz feine Nuancen nicht stimmen, so verfliegen sie doch bald und hinterlassen ein wirklich ein super Bockbier, welches irgendweie anders ist als viele andere Bockbiere und sich durch sein Herbeit und urigen getreidigen sowie die dadurch geringer ausfallende Süße klar von den meisten anderen Böcken abhebt. Mal ein Bockbier das nicht nur nach Malzsüße schmeckt bzw. bei dem sie dominant ist. Wirklich toll. Hierfür gibts 5 Szerne.

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Duvel Belgian Blonde Ale

Heute wird es teuflisch, zumindest wenn man nach dem Namen des heutigen Bieres gehen würde, den Duvel bedeutet nichts anderes als teuflisch. Das dieses Bier als Teufelswerk bezeichnet wird, resultiert daraus, dass dieses Bier einen hohen Alkoholgehalt von 8,5% hat und dennoch wunderbar leicht trinkbar ist. Seine Stärke schmeckt man somit nicht unbedingt, bekommt sie nach dem Genuss aber eiskalt zu spüren. Ursprünglich hatte dieses Bier aber einen anderen, friedlichen Hintergrund, denn es wurde erstmals 1918 zur Feier des Endes des ersten Weltkriegs gebraut. Gebraut wird dieses Satansgebräu übrigens in der belgischen Brauerei Moortgat, in der Nähe von Antwerpen.

Zur Optik: Also dieses Bier ist wirklich sensationell, so einen Schaumhaube hab ich ja noch nie gesehen. Die ist nicht nur im Glas stabil, sondern kippt auch noch zu Seite ohne dabei zu tropfen. Ansonsten ist dieses goldene Bier klar filtriert.

Zum Geruch: Sehr feiner zitroniger Duft kommt da einem sofort in die Nase. Aber auch sehr blumige/florale Aromen hat man in der Nase. Aber auch ein wenig parfümig.

Zum Geschmack: Sehr Zitroniges Aroma, die in diesem Bier im ersten Zug dominant sind. Im Abgang sind die zitronigen Aromen leicht bitter und säuerlich. Wirklich eine sehr schöne Hopfennote. Auch das Malz kommt nicht ganz zu kurz, auch wenn es nicht besonders zum tragen kommt. Wirkt insgesamt sehr ölig und floral. Aber vor allem hat dieses Bier wirklich ein sehr tollen Zitronenaroma, welches einen Guten Mittelweg zwischen sauren, bitteren und fruchtigen Aromen der Zitrone findet.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier, welches mit seiner feinen Zitronennote zu überzeugen weis. Ich vergebe hierfür 5 Sterne.

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Braukunstkeller Bavarian Dry Hoped Lager

Trotz seiner noch jungen Firmengeschichte haben Alexander Himburg und sein Braukunstkeller bereits eine bewegte Zeit hinter sich. 2012 gegründet ging es für die Brauerei in kurzer Zeit sehr steil bergauf und so konnte er sowohl Absatz als auch Austoß auf bis zu 800 Hektoliter steigern bis 2016 hielt dieser Entwicklung ein jähes Ende fand. Denn Gründer Alexander Himburg musste für viele überraschend Insolvenz anmelden und die Zukunft des Braukunstkellers war für kurze Zeit stark gefährdet. Doch der Grund war keineswegs mangelnder Absatz oder schlecht Umsätze, sondern die Insolvenz eines Geldgebers bzw. Komplikationen mit der Michelstädter Brauerei, wo gebraut wurde. Und so musst Alexander Himburg die ursprüngliche Heimat des Braukunstkellers, Michelstadt im Odenwald, verlassen und geht fortan als Gypsy Brauer auf Wanderschaft. Gypsy Brauer heißt, dass ein Brauer sich in wechselnde Brauereien einmietet und dort seine Biere ohne festen Stammsitz braut. Momentan wird unter anderem bei der Hofmark Brauerei gebraut, wo auch das heutige Bier gebraut wurde. Neben seinen bekannten Ales stellt er seit neuestem auch ein Bavarian Lager her, welches heute im Test ist. Im Gegensatz zu normalen Hellen ist dieses Bier natutrüb und wird mit besonderen Aromahopfen gebraut. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Leichte trübes Bier mit einer hellgodene Farbe mit leichtem Kupferstich. Wirklich sehr schöner Schaum

Zum Geruch: Gleich von beginn an tritt das feine Hopfenaroma durch, das betont auf Zitrusnoten liegt, aber trotzdem nicht bitter wirkt. Wirkt im Haupton sogar eher tropisch fruchtig mit Noten von Melone und Ananas, welche dann gekonnt von Zitrusaromen umrahmt wird.

Zum Geschmack: Sehr feines Bier, welches wirklich eine sehr schöne Fruchtnote hat, die zunächst einmal hauptsächlich an Melone und Trauben erinnert. Aber vor allem fällt auf das dieses Bier unheimlich frisch und weich im Wasser wirkt. Wirklich sehr weiches Mundgefühl. Im Abgang kommen dann leicht Bittere Zitronennoten auf und es hinterlässt einen trockenen Rachen. Dies wird aber erst zum Problem, wenn das Bier leer ist, denn so verlangt der trockene Hals nach dem nächsten Schluck.  Wirklich ein sehr schöner Mix, wenn die fruchtigen Melone/Traubenoten in bittere und leicht säuerliche/trocken Zitrusnoten übergehen. Wobei man allgemein sagen muss das, dass Bier deutlich fruchtiger ist als angenommen und man eher fruchtige Noten als Zitruseindrücke hat.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier und eines der besten Lagerbier, die ich bisher hatte. Fruchtig frisch und wenn es auch nicht so die extreme Zitronennote hatte, die ich erwartet habe, ist es wirklich ein sensationelles Lager. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Schlappeseppel Weizen Bock

Schlappeseppel, zugleich eine Aschaffenburger Legende, aber auch eine Biermarke die auf dieser Geschichte beruht. Zuerst aber zur Legende: Denn die geht auf den Soldaten Jospeh Löchler zurück der im 30 Jährigen Krieg auf der Seite Schwedens kämpfte. Dieser soll nach Einnahme der Stadt Aschaffenburg, aus der dieses Bier stammt, vom schwedischen König beauftragt worden sein den Biervorrat aufzufüllen. Da er dies zur völligen Zufriedenheit des Königs und auch der anderen Soldaten erledigt wurde er in allen Tönen gelobt und ihm das Braurecht verliehen. Aufgrund einer Kriegsverletzung hinkte dieser Soldat aber, was im Volksmund als schlappen bezeichnet wurde und somit wurde über die Jahre aus dem schlappenden Seppel der Schlappesepel. Und da dieser sich nach dem Krieg auch dauerhaft brauend in Aschaffenburg niederlies, wurde er durch sein gutes Bier bald zur stadtbekannten Legende.

Auf genau diesen Schlappeseppel soll also die heutige Biermarke Schlappeseppel zurückgehen, wenngleich die eigentliche Schlappeseppelbrauerei heute nicht mehr existiert und die Biere bei der Brauerei Eder gebraut werden. Jedoch ist die Marke so erfolgreich, das sie von Eder in deutlich größerem Stil gebraut und vermarktet wird als die eigenen Biere. Kurz gesagt der Schlappeseppel ist mittlerweile eine echte Kultmarke, die zunehmends auch außerhalb der Region bekannt wird. Von dem mittlerweile immer vielfältiger werdendem Sortiment wird heute der naturtrübe Weizenbock verkostet. Eigentlich ein limitierter Sondersud, der entsprechende seiner Bezeichnung Frühlingsbote auch schon im Frühjahr erschien. DA jetzt herbst ist nicht mehr unbedingt passend, aber einen Bock kann man auch sehr gut trinken wenn die tage wieder stürmisch und rauer werden. Der Weizenbock hat einen Alkoholgehalt von 6,7%

Zur Optik: Sehr hellbgelbes Bier, mit einem leicht orangenen Stich. Der Schaum dieses trüben Gebräus ist wirklich sehr üppig.

Zum Geruch: Zuerst natürlich die Bananenote, die aber nicht so intensiv ist wie bei anderen Weizen, dafür geht es eher sogar in Richtung Pflaume . Aber auch Apfelsine, Orange, Birne und Kräuter, vornehmlich Nelke und Koriander sind zu riechen.

Zum Geschmack: Boah das ist fruchtig, so eine richtig schöne Note von Banane, Aprikose, Pfirsich und leicht Orange. Vor allem aber Pfrisich und Banane dominieren. Im Abgang kommen dann sogar leicht beerige Noten, vor allem von Erdbeere aber auch Trauben hinzu. Die Banane schwingt aber trotz der unterschiedlichen Eindrücke immer mit. Der Alkohol ist gar nicht zu schmecken, was dieses Bier gefährlich süffig macht. Gegen Ende verschwinden dann der Pfrisichcharkater und wird dann durch Birne und Apfel ersetzt. dadurch das es so Fruchtig ist hat man nur ganz leichte malzige Töne die aber perfekt auf diesen Fruchtcocktail abgestimmt sind.

Zum Fazit: Also dieses Bier ist wirklich eines der fruchtigsten, welches ich bisher getrunken habe. Der Hopfen wurde wirklich perfekt ausgesucht. Für mich der bisher beste Weizenbock, den ich getrunken habe und überhaupt eines der besten Biere. Ich kann hier gar nicht anders als die Höchstpunktzahl zu vergeben. 5 Sterne

 

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Nattheimer Spezial

Heute geht es für den Biertest nach Nattheim. Natheim ist eine Gemeinde die am Rande des Härtsfelds in der Nähe de Stadt Heidenheim liegt. Hier befindet sich auch die Nattheimer Ochsenbrauerei. Diese Brauerei braut bereits seit 1847 und ist auch genau so lange in Besitz der Familie Schlumberger.

Das im Test befindliche Bier der Brauerei ist das Spezial, ein Exportbier bzw. eine klassische Halbe wie man bei uns sagen würde. Es besitzt einen Alkoholgehaöt von 5,4%

Zur Optik: Klassische goldene Farbe und auch die Schaumhaube kann sich sehen lassen.

Zum Geruch: Süßlich, getreidiger Geruch. Leichter Duft nach Biskuit und Brot. Zusammengefasst wird der Geruch dieses Bieb also klar von süßmalzigen Getreidetönen dominiert. Zusätzlich noch leicht parfümige Noten, welche leicht irritieren.

Zum Geschmack: Kräftiges getreidiges Aroma, welches im Abgang ganz feine bittere Töne hat. Jedoch ist der Hopfen so zurückhaltend, dass das malzige immer noch die Oberhand behält. Im Nachgang hat man einen schönen malzigen Geschmack im Gaumen und Rachenbereich, der mit seinen leicht süßlichen Anklängen Lust auf den nächsten Schluck macht. Des Weiteren, ist auch das Brauwasser ganz weich. Durch den malzig süßlichen Grundton wirkt es aber nie wässrig. Auch gegen Ende wirkt es frisch und süffig.

Zum Fazit: Eine wirklich gute Halbe, welche sich meiner Meinung nach ohne Folgen gut zechen lässt. Sollte man wirklich mal probiert haben, wenn man ein solides Exportbier probieren will. Man muss aber Fan eines etwas süßlicheren Geschmacks sein. Für mich wirklich ein süffiges Bier, das gut gekühlt einfach nur läuft, wenngleich es für den ein oder anderen noch spritziger sein dürfte. Für mich ist es perfekt hierfür gibt es 5 Sterne.