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Schlossbrauerei Au Castle imperial stout

Im heutigen Biertest möchte ich mal wieder etwas Besonderes vorstellen. Ein Bier ,welches kein alltägliches Pils oder Weizen ist. Es ist ein imperial Stout. Hierbei handelt es sich um eine eigentlich stärkere und röstigere Version eines Stout Bieres. Die Bezeichnung Imperial hat es dem British Empire zu verdanken, aus welchem das Bier stammt . Aufgrund der lagen Seewege zwischen den Kolonien mussten die Biere haltbarer gemacht werden. Dies geschah wie bei den hellen Ales auch bein den dunklen Stouts durch das stärkere einbrauen. Bekannt und beliebt wurde dieser Bierstil aber vor allem durch den Umstand, dass dieses Bier ursprünglich als Geschenk für die russische Zarin Katharina die Große gedacht war. Da ihr dieses Bier so gefiel machte es bald die Runde und wurde so im ganzen russisch baltischen Raum bekannt und beliebt. Nachdem dieser Bierstil in den letzten Jahren aber eher ein Dornröschenschlafdasein fristete, ist er in den letzten Jahren im Zuge der Craftbeer Bewegung wieder auferstanden und heute gibt es ihn wieder als Bierspezialität zu haben. Das heute vorgestellte Imperial Stout kommt von der Schlossbrauerei Au aus dem bayerischen Hopfengebiebt Hallertau.

Zur Optik: Tiefschwarzes, trübes Bier. Es hat so gut wie keinen Schaum.

Zum Geruch: Sehr intensives Aroma. Riecht sehr stark nach Kaffee und ist auch ein wenig röstig. Dazu noch ordentliche Toffeenoten.

Zum Geschmack: Ein sehr intensives Bier. Es ist herb und kaffeeartig im Abgang und hat eine sehr schöne röstige Note. Diese entfaltet das Bier auch noch danach auf der Zunge und im Mundraum und hinterlässt dort einen kaffeeartigen Nachgeschmack. Die Röstnoten wirken sehr fein aufeinander abgestimmt, ohne das der Alkoholgehalt dabei zu arg durchkommt. Der Körper ist zwar schwer aber nicht alkoholisch bitter.

Zum Fazit: Ein wirklich runde Sache und der ideale Begleiter um sich am Abend ein schönen Tropfen zu gönnen, der mehr ist als einfach nur ein Bier vor sich herzutrinken. Das ist mir ganze 5 Sterne wert.

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Berg Märzen

Momentan ist nicht nur Starkbierzeit, sondern auch März, also Märzenzeit. Früher war der März der letzte Monat, in dem untergärig gebraut werden konnte. Dies hängt mit der Hefe zusammen, denn die untergärige Hefe arbeitet nur bei einer Temperatur zwischen 4 und 9 Grad. Da es früher noch keine künstlichen Kühlmöglichkeiten gab und zum gefrieren Natureis benutzt worden war, war der März eben jener Monat in dem man üblicherweise zum letzten mal untergärig brauen konnte. Weil man aber das ganze Jahr untergäriges Bier trinken wollte, braute man das Bier im März einfach stärker und mit mehr Stammwürze ein, sodass es den Sommer über hielt und genießbar war. Aus dieser Tradition entstammt also das Märzen und eines ist bei mir heute im Test. Es ist das Märzen der Berg Brauerei aus Ehingen, welches auch nur um diese Jahreszeit erhältlich ist. Mit einem Alkoholgehalt von 6,1% hat es schon einen guten Wumms.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Getreidg süßlich mit einer gewissen Honig-fruchtigen Note. Dazu grüner Apfel und Birne.

Zum Geschmack: Sehr fruchtig und erinnert geschmacklich im ersten Schluck an ein Helles mit diesen typischen süßlichen honigvergoldeten Geteidenoten und dem leichten Geschmack nach Apfel und Birne. Man schmeckt ihm seinen Alkoholgehalt überhaupt nicht an und es wirklich gefährlich süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ein getreidg süßliches Aroma welches auch immer noch frisch wirkt. Insgesamt auch überhaupt nicht schwer oder getreidig zäh. Auch die süße ist auf den Punkt.

Zum Fazit: Das hatte ich so gar nicht erwartet ein trotz seinen doch ordentlichen Alkoholgehalt im Geschmack recht leichtes Bier. Es wirkt überhaupt nicht schwerfällig. Mal ein anderes Märzen, welches den gewohnten Märzentrinker eventuell ein wenig irritiert. Aber egal es muss ja schmecken und das tut es. Wirklich sehr süffig. Hierfür gibts die Höchstwertung von 5 Sternen.

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Berg Weihnachtsbier

Es ist der 24 Dezember. Heilig Abend. Damit fällt heute wieder der Startschuss für eine tagelange Schlemmer- und Fressorgie, bis man sich dann im neuen Jahr wieder über etliche Kilos zu viel wundert. Dabei kommt neben dem Essen auch die Frage auf, was man denn nun trinken solle zum diesjährigen Weihnachtsmenü. Während sich viele Gourmets darüber streiten, welcher edle Wein den nun zu Gans, Wild oder was auch immer passt, sage ich, warum den nicht mal lieber ein Bier zum Mahl. Denn in der Weihnachtszeit bringt eigentlich so gut wie jede Brauerei ein spezielles Fest- oder Bockbier auf den Markt, welches nur für die Weihnachtszeit gebraut wird. Warum also nicht die Zeit nutzen, in der es diese wunderbaren Spezialitäten im Handel gibt und sich zum Braten ein schönes Festbier gönnen. Diesem Motto folge auch ich, und möchte euch daher heute ein Weihnachtsbier vorstellen, welches dieses mal von der Brauerei Berg aus Ehingen kommt.

Zur Optik: Goldenes Bier, mit einem Stich ins bernsteinfarbene. Der Schaum zieht sich leider recht schnell zurück. Es ist klar filtriert.

Zum Geruch: Karamelliger/süßlicher Geruch. Aber auch sehr brotig malzig. Riecht ein wenig nach Brotkruste.

Zum Geschmack: Was auffällt, eine schöne Symbiose von Malz und Hopfen. Im Abgang das leicht bittere des Hopfens und die Brotkrustennoten am Gaumen, erzeugen einen guten harmonischen Geschmack. Insgesamt ist dieses Bier sehr schön würzig und hat eine interessante Karamellfärbung im Geschmack. Vor allem der würzige Abgang, der in einen nicht minderwürzgen Nachgang übergeht, weiß nach wie vor zu gefallen. Dadurch, dass ein feinsüßlicher Teil des Geschmackes am Gaumen hängen bleibt, hat man Lust auf den nächsten Schluck.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr harmonisches und rundes Gebräu, welches ich wärmstens zum Festtagsessen empfehlen kann. Ein wirklich sehr harmonisch aufeinander abgestimmtes Festbier, welches ich für eines der besten seiner Zunft halte. Daher 5 Sterne und frohe Weihnachten.

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Hofbräu Winterzwickl

So langsam wird es kälter und der Winter hält Einzug. In höheren und mittleren Lagen gab es diese Woche ein wenig Schnee und so langsam aber sicher ist auch die Skisaison wieder eröffnet. Daher wird heute passend dazu ein Bier verköstigt das den Namen Winterzwickl trägt. Hergestellt von der Münchner Hofbräu, zu der auch das weltberühmte Hofbräuhaus gehört, ist dieses Bier alles andere als ein klassisches Winterfestbier. Denn anderes als die meisten seiner Vertreter kommt dieses Bier ungefiltert und somit naturtrüb daher. Ich bin also gespannt, ob dieses Bier daher auch ein wenig anders schmeckt, als die meisten bekannten Weihnachtsbiere. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Kastanienbraunes Bier, welches ordentlich trüb ist.  Der cremige Schaum ist feinporige und sehr reichlich vorhanden.

Zum Geruch: Kastanienangehauchter Duft, mit leicht röstigen Noten und hefigem Eindruck. Dominierend sind die nussigen noten. Das cremige aus dem Schaum hat sich auch im Geruch eingeschlichen.

Zum Geschmack: Herb nussiger erster Eindruck. Insgesamt sehr weiches Bier. Vor allem die nussigen Töne die durchkommen sind ein Geschmackserlebnis. Im Abgang leichte süßliche Hopfennoten. Die Hefe sorgt für leicht säuerliche Töne, welche aber nicht weiter störend sind. Auch im weiteren trinkverlauf ein sehr feines und ACHTUNG bekömmliches Bier. Im mundgefühl wirkt es sehr cremig und bestätig so diesen Eindruck. Zusätzlich leicht caramellige Töne durch die Hefe.

Zum Fazit: Ein wirklich etwas anderes Festbier, bei dem vor allem die nussigen Töne zu überzeugen wissen. Aber auch das leicht cremige Mundgefühl und Aroma trägt zu einen insgesamt sehr runden Geschmackserlebnis bei. Wer eine solche Art Bier mag dem kann ich nur empfehlen, damit seine Festtage zu verbringen. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Tegernseer Hell

Im heutigen Biertest gibt es dieses mal einen echten bayrischen Klassiker, der inzwischen weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt ist. Es ist das Tegernseer Hell, welches mittlerweile schon fast ein Synonym für ein klassisches Bayrisches Helles ist. Obwohl sich dieses Bier mittlerweile enormer Beliebtheit erfreut, besitzt das Tegernseer Brauhaus noch immer keine richtige Website, sondern lediglich das der Brauerei angeschlossen Bräustübl besitzt eine Website. Dort hält man sich aber leider mit Informationen über die Brauerei und das Bier doch auch sehr bedeckt. Da schlussendlich aber sowieso der Geschmack des Biers zählt, kommen wir daher direkt zum Test. Das Helle hat einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen weißen Schaum, der in Ordnung ist.

Zum Geruch: Brotig, karamelliges Aroma mit einer leicht süßlichen Note. Dazu ganz leicht süßliche getreidge Aromen, die sogar ein wenig an Plätzchenteig erinnern.

Zum Geschmack: Ein süßlich, getreidiger Geschmack, mit einem ordentlichen Getreidigearoma dahinter. Der Hopfen hält sich bewusst zurück, was dem Bier sehr gut tut. Im Abgang prickelt es ein wenig. Man hat teilweise sogar leicht fruchtige Anflüge, wobei diese nur ganz marginal sind. Dominiert wird das Aroma aber von einer dezenten getreidigen Note die das Bier aber dennoch nicht so beeinflusst, sodass das es weich und geschmeidig vom Mundgefühl daherkommt. Daher hat das Bier ein ausgewogenes Balance zwischen kräftigen und milden Noten und daher sehr süffig.

Zum Fazit: Ein Bier das seinem Ruf absolut gerecht wird. Es ist rotz seiner Popularität bodenständig geblieben und man schmeckt wo es herkommt. Ein wirklich klasse Helles an dem es eigentlich nichts zu meckern gibt. Daher bekommt es 5 Sterne.

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Klosterhof Bernsteinweizen

Es ist Sommer und Sommerzeit ist Weizenzeit. Also gibt es heute im Test mal wieder ein Weizen. Es geht nach Heidelberg für unseren heutigen Test. Doch das Bier stammt nicht etwa von der alteingesessen Heidelberger Brauerei, sondern von der noch relativ jungen Brauerei Klosterhof. Gelegen in den historischen Anlagen des Klosters Neuhof, hat sich das Bier seinen Namen Klosterhof redlich verdient. In den Mauern dieses alteingesessenen Klosters, in dem immer noch Mönche leben, hat die Brauerei im Jahre 2009 ihre Pforten im früheren Schweinestall des Klosters geöffnet. Seitdem braut die Brauerei dort ihre Biere in bester Bio Qualität. Mal schauen ob sich dies im Geschmack bemerkbar macht. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Bernsteinfarbenes bis dunkeloranges Bier. Es ist sehr trüb. der Schaum ist schön weiss.

Zum Geruch: Fruchtig nach Banane, so wie es sein sollte, aber auch eine noch etwas deutlichere Süße nach Aprikose mache ich aus. Dazu ein wenig Vanille und etwas Kräuter.

Zum Geschmack: Ein Weizen das zunächst einmal durch seinen etwas herberen, hopfigen Einschlag besticht. Im Abgang ist es malzig, mit wie ich finde leichten Einflüssen von Hopfen, Nektarine und Apfelsine. Ein wirklich sehr schön fruchtiges Weizenbier, bei dem die Weizennote perfekt mit der Fruchtnote harmoniert. Das Bier wirkt aber nicht so spritzig, sondern eher schwerer und reifer. Dementsprechend verhalten sich auch die Fruchtaromen so. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier getreidig und  fruchtig, wobei vor allem im Abgang auch noch Zitrusakzente dazukommen.

Zum Fazit: Ein richtig schmackhaftes Bier. Für mich eines der besten und am ausgewogensten Weizen die ich bisher getrunken habe. Hierfür vergebe ich 5 Sterne. Wirklich sher zu empfehlen.

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Plank Dunkler Weizenbock

In unserem heutigen Biertest erwartet uns eine Reise in den Ort Laaber in der bayerischen Oberpfalz. Außer seiner gut erhaltenen Altstadt mitsamt Burgruine, hat dieser Ort auch biertechnisch einiges zu bieten. Denn in Laaber befindet sich die Brauerei Plank. Diese ist eine bei kennern bekannte Brauerei, die schon vielfach Auszeichnungen und Preise wie z.B, den World Beercup erhalten hat. Bekannt ist die Brauerei hauptsächlich für ihre Weizenböcke, die einen Großteil der Preise einfahren konnten. Auch ich freue mich wirklich auf diesen Biertest, da ich ein sehr großer Fan von Weizenböcken bin und nun einer der beiden Böcke der Brauerei vor mir steht. Der dunkle Bock ist im Gegensatz zu seinem hellen Pendant nicht ganz so bekannt und hat auch nicht ganz so viele Preise gewonnen . Dennoch hat er einen goldenen und einen bronzenen World Beer Cup vorzuweisen. Der Bock besitzt einen ordentlichen Alkoholgehalt von 7,8%.

Zur Optik: Schwarzbraunes, trübes Weizenbier. Es hat einen sehr schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Getreidiges, aber zugleich auch fruchtiges Aroma in der Nase hat dieses Bier. es hat schöne Anklänge von Schokolade und eine wenig Beere.

Zum Geschmack: Sehr vollmundiges Bockbier. Es hat einen sehr fruchtig süßen Abgang der wunderbar von einer Schokoladennote ummantelt wird. Zwischendurch hat man immer weider ein leicht alkoholische Note, die aber nicht so schwerwiegend zu Buche schlägt. insgesamt ist das Bier wirklich sehr bekömmlich. Im Antrunk ist das bier eher ein wenig zurückhalten aber dennoch recht bekömmlich. Man merkt dem bier seine Bockbiercharkater nicht unbedingt an. AUch schwimmen imemr wieder ganz licht röstige Anklänge von Kaffee mit.

Zum Fazit: Ein wirklich starkes Bier und das nicht nur wegen seines Alkoholgehalts. Ein Bier das wirklich sprudelt vor Vielfältigen Aromen. Die alkoholischen Noten sind zwar immer wieder leicht störend aber darüber kann man denke ich hinwegsehen. Dieses Bier wird meinen Ansprüchen definitiv gerecht und hat sich 5 Sterne verdient. Prost.

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Alpirsbacher Weihnachtsbier

Und schon steht vor der 1 ne 2. Heute wird schon das 20igste Türchen geöffnet und heilig Abend ist nur noch 4 Tage entfernt.Deshalb wird es auch heute wird wieder einen Biertest geben, der sich um ein Weihnachtsbier dreht. Diesmal geht es in den schwäbischen Teil des Schwarzwaldes, der mit seinen schneebedeckten Hügeln und dichten Tannenwäldern ohnehin Weihnachtsstimmung erzeugt. Es geht nach Alpirsbach zur Klosterbräu, von der schon einmal Biere im Test waren. Deshalb werde ich nun nicht noch einmal genauer auf die Brauerei eingehen. Verkostet wird diesmal das Weihnachtsbier, welches laut Etikettenangaben schon seit 1880 alljährlich dem Biergenießer die Weihnachtszeit versüßt. Das untergrärige Festmärzen hat einen Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Der Schaum ist nicht wirklich beständig.

Zum Geruch: Sehr brotiges Aroma. Erinnert an Brotkruste. Aber auch Noten von Lebkuchen, sowie leicht harzige Hopfennoten hat man in der Nase. Zusätzlich ein wenig Gewürz A la Nelke oder Kümmel.

Zum Geschmack: Kräftige, leicht röstige Getreidenoten hat man als aller erstes im Mund. Die im Abgang leicht süßlichen Karamellignoten sind wirklich gut, aber fast schon ein bisschen zu süß. Sie Hinterlassen aber auch diesen Geschmack gepaart mit ein wenig harzigen Hopfennoten als Nachgeschmack im Mund, sodass man Lust auf mehr hat. Vor allem diese schönen karamelligen und nach Lebkuchen schmeckenden Noten in der Backgengend versetzen einen wirklich in Weihnachtsstimmung und machen das Bier zu einem Genuss. Insgesammt ein sehr würziges, kräftiges Festbier

Zum Fazit: man schmeckt die Erfahrung der Braumeister aus diesem Bier heraus.  Kein Wunder das dieses Bier schon seit 1880 seine Freunde hat ein wirklich gutes Fetsbier. Hierfür zücke ich doch glatt 5 Sterne.

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Blauer Löwe Wintertraum

Heute ist der 14. Dezember und damit öffnet sich das 14 Türchen des Adventskalenders von Julis Bierblog. Überall ist inzwischen die Weihnachtsstimmung zu spüren und die Weihnachtsmärkte sind Land auf, Land ab in vollem Gange. Dabei wird oft ordentlich Glühwein konsumiert. Doch muss es immer Glühwein sein ? Ganz klar nein, denn die vielen Brauereien Deutschlands stellen viele leckere Festbierspezialitäten her, welche speziell für die Adventszeit gebraut werden. Eine davon will ich euch heute wieder näher bringen. Diese stammt von einer kleinen Familienbrauerei aus Franken. Das scheint ja schon Qualität zu versprechen, da bin ich gespannt. Hergestellt wird sie von der Brauerei Blauer Löwe. Diese hat ihren Sitz in Höchstadt an der Aisch. Seit dem Jahr 1633, als die Stadt im Schwedenkrieg beinahe vollkommen zerstört wurde, existiert diese Brauerei nun schon. Der Wintertraum, unser heutiges Testobjekt hat einen Alkoholgehalt von 5,5% prozent. Schauen wir mal ob er einen vom Winter träumen lässt.

Zur Optik: Goldenes Bier mit einem rötlichen Stich. Es ist klar filtriert, aber der Schaum ist recht schnell wieder verflogen.

Zum Geruch: Getreidige und schrotig/brotige Noten. Erinnert ein wenig an Biskuit und Plätzchen. Leicht süßlich und karamellig in der Nase. Aber auch ein wenig Waldhonig und harzige, hopfige Aromen kommen in die Nase.

Zum Geschmack: Schöne, hopfige Noten die im Antrunk auffallen. Harzig und grasig legen sie sich um den Gaumen und verhelfen dem Bier so zu einem schönen feinherben Abgang. Im Nachgang hat man dann diese brotigen Noten, welche ein leichte Karamelisierung aufweisen. Diese sind gepaart mit einer sanft grasigen Hopfennote. Da es nicht zu bitter oder kratzig wird, ist der Hopfeneinsatz hier perfekt und macht Lust auf den nächsten Schluck. Insgesamt ein sehr würziges Bier das eine ordentliche Portion Geschmack mitbringt. Das Wasser wirkt eher hart, wird aber durch den Hopfeneinsatz ganz gut kaschiert. Die Karamelligen Malznoten lassen ein wenig an Plätzchen und Lebkuchen erinnern. Sehr würziges und kräftiges Bier

Zum Fazit: Eines der besten Festbiere die ich bisher hatte. Durch seine leichten Anklänge von Lebkuchen, Karamell und Plätzchen wirkt es wie ein Witertraum der an Weihanchten erinnert. Der gute Hopfeneinstz mit leicht harzigen tut sein übriges. Außerdem hält er die Malznozen in Schach so das sie nicht überhand nehmen. Kurz ein Wirklich gelungenes Bier. Hierfür gibts 5 Sterne.

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Wagner Fetsbier

Es ist der 7. Dezember und damit wird auch das 7 Türchen des Adventskalenders heute geöffnet. Dahinter verbirgt sich mal wieder ein bieriger Ausflug in die Region Bamberg, nach Oberfranken. Es geht nach Merkendorf. Dort hat seit 1861 die Brauerei Wagner ihren Sitz. Als solide fränkische Brauerei hat auch diese ein Festbier im Programm. Dies wird aber nicht nur zu Weihnachten gebraut, sondern auch zu Kirchweih und ähnlichen Festen. Das kräftige Festmärzen hat einen ALkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik: Mattgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der weiße Schaum ist doch recht flukativ.

Zum Geruch: Schön malziger, brotiger Geruch. Hat auch intensive Röstnoten und Noten von Lebkuchen und Spekulatius. Auch so einen leicht gewürzige Note und Noten von Tannennadeln ist in der Nase. Riecht richtig nach fränkischer Weihnacht.

Zum Geschmack: Mmmh der erste Eindruck ist sehr würzig und kräftig. So sollte ein Festbier schmecken. Man hat wirklich von Anfang bis Ende immer einen kräftigen Geschmack. Im Antrunk hat man eher leicht süßmalzige, karamellige Noten. Während sich im Abgang ein wenig bitterer Hopfengschmack mit dem Geschmack von Brotkruste vermischt. Das Verhältnis von Malz und Hopfen ist wirklich gut und ergibt so einen komplexen und intensiven Geschmack. Lediglich die Kohlensäure ist mir ein bisschen zu arg dosiert. Wenn diese dann aber allmählich nachlässt entfaltet das Bier sein volle Komplexität und gibt Aromen frei, die von der Kohlensäure ein wenig überdeckt wurden. Man hat auch leichte Einflüsse von Tannennadeln und Lebkuchen, so wie einen Hauch Nelke und Anis wie ich finde. Vor allem diese Herbe des Hopfens im Abgang die mit, den Aromen von der Kruste ein fränkischen Landbrots harmoniert sind wirklich klasse. So einen schönen Abgang hatte ich bisher selten bei untergärigen Bieren.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier. Sehr würzig und kräftig im Geschmack. So sollten Weihanchtsbiere sein. Hierfpr gibts 5 Sterne.