Veröffentlicht in 5-Sterne

Buddelship Mr. B

Mit dem Mr. B der Hamburger Brauerei Buddelship gibt es im heutigen Test mal wieder ein New England IPA zur Verkostung. Der Alkoholgehalt beträgt 6,7%.

Zur Optik: Ein helloranges, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges, hopfiges Aroma hat man in der Nase. Man hat Noten von Ananas und Melone, dazu kommt Maracuja.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein sehr fruchtiges, fast schon saftiges Aroma, das man im Mund hat. Man hat den Eindruck man trinkt einen Multisaft, der aber von Maracuja und Ananas dominiert wird. Es ist daher sehr tropisch veranlagt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein fruchitges Bier, jedoch kommt dann die Kohlensäure ein wenig mehr durch. Im Grundprofil ist es jedoch wirklich schön fruchtig und man merkt sehr schön, da es absolut keine Bittere aufweist, aber trotzdem bekömmlich und fruchtig bleibt.

Zum Fazit: Für mich eine nahe zu perfektes NEIPA. Man hat eine sehr schön saftige Fruchtigkeit und bevor diese Überhand nimmt, kommt noch die Kohlensäure als Gegenpart hinzu. Ich gebe dem Bier volle 5 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

St Bernardus Abt 12

Im heutigen Biertest gibt es wieder ein Bier unserer belgischen Nachbarn. Es geht in das flandrische Städtchen Watou in der sich neben der der Brauerei van Eecke auch die St Bernardus Brauerei befindet. Bis 1992 braute die Brauerei die berühmten Trappistenbiere von Westvleteren in Lizenz für das Kloster. Als die Lizenz 1992 auslief, entschieden sich die Mönche dazu die Biere in Zukunft selbst zu brauen und nicht zu verlängern. Seither braut die Brauerei die berühmten St. Bernardus Bier, die den Originalen aus Westvletern nachempfunden sind. So auch der Abt 12, ein Quadrupel welcher sich heute in meinem Test befindet. Der Alkoholgehalt liegt bei 10%.

Zur Optik: Ein braunes, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlicher, lakritziger Geruch. Man hat auch leichte beerige Noten die nach Wildfrüchten riechen.Man hat Dörrobst und Karamell

Zum Geschmack: Ein fruchtig lakritzartigter Geschmack. Der Nachgang ist sehr sehr süßlich und hat auch eicht Einflüsse von Wildhonig und Karamell. Die Kohlensäure prickelt sehr gut, aber genau so das sie nichts vom Geschmack nimmt. Man hat hier und da noch leicht kratzige Töne. Den Alkohol schmeckt man gar nicht. Es ist wirklich ein Füllhorn von verschieden Einflüssen, vor allem der Lakritz ist dominant, aber auch etwas Sauerkirsche. Es ist ein sehr komplexes Bier mit Aromen von Dörrobst und auch leichten Gewürznoten.

Zum Fazit: Für ein solch spannendes und komplexes Bier muss man sich Zeit nehmen. Aber es lohnt sich so etwas ist nicht alltäglich und mir bleibt folgerichtig auch nichts anderes übrig als hier die volle Punktzahl von 5 Sternen zu vergeben

Veröffentlicht in 5-Sterne

Stone Woot Stout

Mein heutiges Testbier ist ein Bier, das wieder eher auf der schwereren Seite Zuhaus ist. Es handelt sich um das Woot Stout von Stone Brewing aus Kalifornien. Alleine die Zutatenliste kann sich sehen lassen. So sind da auch Roggen, Weizenmalz sowie Pecanüsse zu finden. Als wäre das nicht genug, wird ein Viertel des fertigen Bieres noch in Bourbon Fässern gelagert. Heraus kommt ein Imperial Stout mit einem Alkoholgehalt von 11,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es keinen besonders nennenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches, malziges Aroma. Dazu kommen holzige Noten, die auf die Fasslagerung schließen lassen. Aber auch etwas vanilliges und nussiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste eindruck ist ein sehr vielschichtiger. Er mischt sich aus getreidigen, röstigen, fruchtigen und süßlichen Noten zusammen. Im Abgang bleibt ein süßlich milchiges Mundgefühl mit gewissen röstigen Anflügen. Auch im weiteren Trinkverauf ist es ein sehr aromatisches Bier mit wirklich fast vanilleartigen Noten im Abgang. Im Abgnag wirkt es manchmal aber auch etwas alkoholisch bitter. Dazu kommen immer wieder mal nussige und holzige Noten.

Zum Fazit: Ich gebe dem Ganzen die Höchstpunktzahl von 5 Sternen. Es ist ein sehr komplexes und zugleich auch vielschichtiges Bier.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Schoppe Holy Shit Endboss Ale

Für meinen heutigen Biertest kehre ich wieder zurück nach Deutschland und dann mit einem richtigen Hammer, dem Holy Shit Endboss Ale von Schoppe aus Berlin. Mit seinen 12% Alkohol ist das Triple Ale sicherlich nichts für schwache Nerven.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, sehr trübes Bier. Es hat sogar einen annehmbaren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch sehr intensives Fruchtaroma, welches aber sehr sehr reif wirkt. Man schmeckt auch etwas den Alkohol.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es eine wahre Aromenbombe. Mann kann gar nicht genau sagen welche Frucht wirklich Durchkommt, es wirkt aber für seine Alkoholgehalt erstaunlich saftig. Es hat etwas von Maracuja, Nektarine und Granatapfel wenn man es definieren möchte. Im weiteren Trinkverlauf wird es alkoholischer, jedoch schmeckt man das nicht unmittelbar. Es wird aber auch süßlicher. Den mächtigen Malzkörper kann das Bier nicht verstecken und will es auch nicht.

Zum Fazit: Das Bier nimmt seinen Namen wirklich ernst. Es ist ein richtiger Endgegner. Es ist wirklich serh voluminös und mächtig im Geschmack, aber auch vollmundig und fruchtig. Es ist wirklich sehr facettenreich und mir daher auch die Höchstwertung von 5 Sternen wert.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Het Nest Wild Card

Mein heutiger Biertest führt mich in Belgien zur Brauerei Het Nest in Tornhout in der Nähe Antwerpens. Die Brauerei ist noch relativ jung und wurde erst 2007 von ein paar befreundeten Hobbybrauern gegründet. Die Namen der Biere sind an Spielkarten angelehnt, da Tornhout, die belgische Spielkartenstadt ist. Bei meinem Testobjekt der Wild Card handelt es sich um einen Sourblend, sprich ein traditionelles belgisches Sourbeer, das zusätzlich noch ein Jahr in Holzfässern gelagert wurde und danach zur hälfte mit einem frischen Jungbier verschnitten wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 9%.

Zur Optik: Ein braunes, trübes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Man hat schöne holzige Noten. Es hat etwas vanilliges und man hat auch leicht säuerliche Anflüge. Dazu kommt auch Milchschokolade.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es noch leicht säuerlich und dies zieht sich auch bis in den Abgang. Jedoch kommen dann immer mehr die Fassnoten durch. Man hat eine sehr schön holzig vanillige und leicht schokoladige Note, die sich am Gaumen festhält. Es hat eine sehr schöne Säure, die sich wunderbar in die holzigen Noten einfügt. Die Säure schmeckt etwas schwefelhaft, aber das stört nicht wirklich.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr spannendes und komplexes Bier, welches man mal getrunken haben muss. Die Vereinigung von säuerlichen Noten mit den Aromen des Fasses gibt eine außergewöhnliche, aber auch spannende Konstellation. ich gebe hierfür 5 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Rochefort 10

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal in das belgische Kloster Rochefort. Dort wird eines der für Belgien bekannten Trappistenbiere gebraut. Trappistenbier bedeutet, das dieses Bier von den Mönchen oder durch deren Aufsicht im Kloster selbst gebraut wird. Wichtig dabei ist, das die Einnahmen durch de Bierverkauf zum Großteil nur für den Erhaltungszweck der Abtei oder wohltätige Zwecke genutzt werden dürfen. Rochefort selbst befindet sich in der Region Wallonien in der Provinz Namur. Beim Rochefort 10, welches ich heute verkoste, handelt es sich um das stärkste Bier des Klosters, stilistisch um ein Quadrupel, und hat einen Alkoholgehalt von sage und schreibe 11,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Lakritze und alkoholische Noten bestimmen den Geruch, wobei die leichten Lakritznoten übertrumpfend sind. dazu hat man Dörrobst und reife Früchte, sowie etwas Schokolade.

Zum Geschmack: Auch hier kommen die Lakritznoten durch, jedoch mit einer deutlichen Bittere im Abgang , bei der der Hopfen durchkommt und auch der Alkohol eine Rolle spielt. Der Nachgang besticht dann wieder durch die lakritzartigen Noten gemischt mit den leicht gerteidigen Noten und etwas Dörrobst. Das Bier ist im Körper sehr schwer und nicht zuletzt auch der Alkohol und die hohe Restsüße sorgen dafür, das es sehr voluminös wirkt. Es ist aber wirklich ganz gut ausbalanciert und man schmeckt ihm den alkohol nicht unbedingt an, was die Bittere angeht. Dazu kommen immer wieder Noten von Dörrobst, sehr reifen Pflaumen und einen Hauch Schokolade.

Zum Fazit: Ein sehr komplexes, aber auch wirklich spannendes Bier und einer der Gründe, warum die belgische Bierkultur so einzigartig ist. Ich kann hier einfach nicht anders und muss diesem Bier 5 Sterne geben, auch wenn es für jemanden der so etwas vorher noch nicht getrunken hat sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Lehe und St Erhard Endpsiel

Gestern fand in Berlin das Endspiel um den deutschen Fußballpokal statt, welches mit dem FC Bayern auch seinen verdienten Sieger gefunden hat. Um dieses Spiel noch einmal Revue passieren zu lassen trägt mein heutiges Testbier den Namen Endspiel. Das Bier selbst ist ein Brauprojekt der estnischen Brauerei Lehe mit St. Erhard aus Bamberg. Stilistisch ist es als Barleywine einzuordnen und ist mit 9,5% Alkohol auch nicht ohne.

Zur Optik: Ein rotbraunes, leicht trübes Bier. Der Schaum ist für ein so hochprozentiges Bier erwartungsgemäß gering.

Zum Geruch: Es riecht nussig mit leicht röstigen, aber auch leicht alkoholischen Noten. Vor allem überwiegt aber das nusisge Aroma.

Zum Geschmack: Ein wirklich sehr interessantes Bier, bei dem auch zunächst die nussigen Aromen durchstechen, die von einer schönen schokoladigen, leicht süßlichen Note flankiert werden. Vor allem im Abgang  ist dieses schokoladige sehr überzeigend und man hat fast wirklich den Eindruck, man hätte gerade etwas Schokolade gegessen. Es ist ein sehr tiefgründiges Bier, das auch im weiteren Trinkverlauf durch sein schokoladiges Aroma befeuert wird. Es wird dabei immer wieder flankiert von leicht bitteren Aromen. Dazu kommen Aromen von trockenobst die das Ganze geschmacklich abrunden.

Zum Fazit: Es ist für mich ein sehr vielschichtiges Bier. Vor allem die Schokoladennote ist für mich sehr überzeugend. Ich gebe dem Bier volle 5 Sterne, da es eine wahre Aromenbombe ist.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Emma Salto Orale

Von den Emmabieren hatte ich vor einiger Zeit mal das Heimspiel im Test. Nun möchte ich mit dem Salto Orale ein zweites Bier dieses Brauprojekts verkosten. Beim Salto Orale handelt es sich um ein Imperial Stout mit einem Alkoholgehalt von 8,6%.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, naturtrübes Bier. Es hat einen leicht bräunlich angehauchten Schaum der ca. 2 cm breit ist.

Zum Geruch: Man hat sehr starke Noten von Kaffee, aber auch fast schon ein wenig rauchige Noten mit ein bisschen Torf und Schinken.

Zum Geschmack: Eine Überraschung ist dieses Bier, da es sehr rauchige Noten mit einer gewissen Fruchtigkeit verbindet. Man hat im Geruch immer einen Grundgeschmack vom dunklen Malz, der wirklich teilweise einen ziemlich rauchigen Charakter aufweist. Es ist dadurch sehr röstig im Geschmack. Unterstützt wird es durch eine überraschend fruchtige Note, die an Brombeere und Erdbeere erinnert. Dies ist wirklich eine sehr überraschende Verbindung in Kombination mit den rauchigen, dunklen Noten.

Zum Fazit: Ein Bier, welches ich als wirklich sehr abwechslungsreich und sehr gelungen betrachte. Der Name trifft das Bier perfekt. Hier hat man wirklich einen Salto Orale. Dafür ist mir das Bier auch 5 Sterne wert.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Hummel Kellerbier

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal in den oberfränkischen Ort Merkendorf im Bierkreis Bamberg. Neben der Brauerei Wagner gibt es in dem kleinen Dorf mit der Brauerei Hummel gleich noch eine zweite Brauerei. Die Brauerei Hummel ist dabei die deutlich ältere, wenngleich Wagner dafür einen deutlich größeren Bierausstoß hat. Seit 1556 existieren Brauerei und dazugehöriger Gasthof bereits und seit dem Jahre 1846 gehört sie der Familie Hummel. Die Brauerei hat eine sehr große Produktpalette an saisonalem und ganzjährigen Bier, eines ihrer beliebtesten Biere ist dabei mein heutiges Testobjekt, das Kellerbier. Mit einem Alkoholgehalt von 5,0% ist es ein eher leichtes Bier. Zudem ist es ungespundet.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr brotig und getreidg, aber auch leicht hefig und karamellig.

Zum Geschmack: Hier hat man eine Mix aus brotigen und karamelligen Noten. Im Abgang wird eine perfekte Süße erreicht, die eine schönes karamelliges Mundgefühl erzeugt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein sehr brotiges unterfangen, das auf der einen Seite recht süffig wirkt, jedoch auch ab und an noch hopfige Akzente setzt. Die immer wieder leicht auftretende, leicht herbe Note verleiht dem Bier zusätzlich einen würzigen Geschmack. Auch gegen Ende bleibt es ein würziges Bier mit Ecken und Kanten und einer leicht karamelligen Note.

Zum Fazit: Ein wirklich klasse Kellerbier, das mich von vorne bis hinten komplett überzeugt hat. Ich kann wirklich nichts negatives finden und so gebe ich dem Ganzen 5 Sterne.

 

Veröffentlicht in 5-Sterne

Kehrwieder Shipa Hüll Melon

Im heutigen Biertest kehren wir ganz getreu dem Namen der Brauerei wieder zur Kehrwieder Kreativbrauerei nach Hamburg zurück. Mit ihrer Shipa Serie hat die Brauerei etwas in ihrem Sortiment, bei dem der Fokus besonders auf dem Hopfen liegt. Bei den Bieren handelt es sich um Single Hop IPAs, die bis auf den Hopfen jedes Mal gleich eingebraut werden. Der Hopfen variiert dabei von Sud zu Sud. Bei meinem heutigen Testbier ist in diesem Fall die Hopfensorte Hüll Melon verwendet worden. Der Alkoholgehalt liegt wie immer bei 7,5%.

Zur Optik: Es fällt auf das dieses Bier sehr schaumig ist. Dieses bernstein orangene Bier hat eine natürliche Trübung.

Zum Geruch: Ein klares Fruchtiges Hopfenaroma. Man schmeckt, das der Hopfen recht frisch ist, da er ätherische sprich leicht ölig wirkt. Die Fruchtnoten sind von Melone bestimmt. Aber auch die bittere grasige Spur des Hopfens kommt bei intensivem Riechen nicht zu kurz.

Zum Geschmack: Ein wie zu erwarten sehr hopfenbetontes Bier, bei dem sich Fruchtigkeit und Bittere abwechseln. Die Bittere gewinnt im Nachgang langsam die Oberhand bis sie dann völlig dominant ist und ein trockenes Mundgefühl hinterlässt. Das macht natürlich durstig und so ersucht man schnell den nächsten Schluck. Im Antrunk hat man vor allem auf der Zungenmitte schöne fruchtige Noten, die in etwa bis zum Gaumen anhalten. Hier hat man Noten von Honigmelone und leicht grünen Äpfeln. Wirklich ein toller Mix zwischen Bittere und Fruchtigkeit. Der Hopfen ist mit einer gewissen Bittere immer präsent, aber nicht so das er störend und zu bitter wirkt. Er wird perfekt von einem Rahmen aus Fruchtigkeit und leichter Malzsüße umrahmt. Auch die Kohlensäure ist perfekt dosiert und macht das Bier zu einem bekömmlichen Getränk.

Zum Fazit: Ein sehr schönes, grasige fruchtiges Bier, bei dem auch die Bittere nicht zu kurz kommt. Hier stimmt für mich alles und vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ist mehr als perfekt. So gebe ich dem Ganzen 5 Sterne und damit volle Punktzahl.