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Angelo Poretti 4 Luppoli l’Originale

Mal wieder etwas aus Italien, dieses Mal aber von einer alteingesessenen Traditionsbrauerei, habe ich in meinem nächsten Biertest. Die 1877 im Norden der Lombardei gegründete Brauerei gehört jedoch inzwischen zum dänischen Carlsberg Konzern, welcher sich bereits 1982 in das Unternehmen einkaufte, Ihren Fokus legt die Brauerei eindeutig auf den Hopfen, weshalb die Biere auch passend zur Anzahl der verwendeten Hopfensorten mit einem entsprechenden Namenszusatz versehen sind. Dementsprechend fanden bei meinem folgenden Testbier, dem 4 Luppoli auch 4 verschiedene Hopfensorten den Weg in den Sudkessel. Stilistisch ist das Bier ein klassisches Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier mit ordentlichem weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht süßlich getreidig und auch etwas nach Mais

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes Bier mit einem etwas würzigen, aber auch leicht metallischen Abgang. Der Nachgang ist dann eher wässrig. Es hat durchaus Körper, mir missfällt jedoch der metallisch wirkende bittere Hopfenabgang, da er einfach nicht natürlich schmeckt. Im weiteren Trinkverlauf legt sich dieser Geschmack zum Glück und das Bier wird allgemein etwas milder, bleibt aber im Großen und Ganzen doch recht langweilig. Insgesamt ist das Bier durchaus süffig, aber auch recht geschmackslos, mit eben in großen Teilen unpassendem Nachgang. Das Malz zeigt sich nur mit einer leichte Süße. Die Kohlensäure hingegen ist ganz gut dosiert und sorgt dafür das man es einigermaßen trinken kann und sich eine gewisse Erfrischung einstellt.

Zum Fazit: Gut gekühlt im Sommer, oder eben im Italienurlaub kann man es durchaus trinken. Sobald jedoch die Temperatur des Bieres steigt kommt diese metallische Hopfen zu deutlich im Geschmack heraus. Ansonsten ist es geschmacklich sehr mild bis blass und daher einfach auch ein recht langweiliges und austauschbares Bier. Die Nummer mit dem Hopfen im Namen erachte ich daher auch eher als Marketinggag. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.

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Haberstumpf Rubin

Obwohl die Brauerei Haberstumpf in ihrer fast 500 jährigen Geschichte sicherlich schon so einige Dinge erlebt hat, war vor allem das letzte Jahrzehnt eine durchaus turbulente Zeit für den Betrieb, dessen Schicksal im Jahre 2017 schon besiegelt schien. Damals sah sich Inhaber Hans Wernlein dazu veranlasst, den Braubetrieb vorübergehend einzustellen, da ein Weiterbetrieb in der bisherigen Größenordnung wirtschaftlich nicht mehr tragbar war. Auch die Nachfolge war ungeklärt, aber glücklicherweise fand sich im Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch ein Interessent, der die Brauerei schließlich im Jahre 2019 kaufte und ihr wieder neues Leben einhauchte. Mit dem neuen Inhaber wurden die Anlagen modernisiert und auch das Sortiment wurde komplett umgekrempelt. Man beschränkte sich zunächst auf zwei Hauptsorten, dem Hellen und einem etwas dunkleren Lagerbier, dem Rubin. Inzwischen hat sich das Sortiment über die Jahre ein wenig vergrößert, die Hauptsorten bleiben aber nach wie vor das Helle und das Rubin. Dieses Bier ist ein Rotbier und typisch für Oberfranken, der Heimat der Brauerei, die ihren Sitz in Trebgast im Landkreis Kulmbach hat. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, braunes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches karamelliges Geruchsaroma. Es erinnert leicht an Schokolade.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper kräftiges Bier, das schon im Antrunk eine deutliche brotig schokoladige Note aufweist, die sich auch bis in den Abgang durchzieht und mit einer ganz feinen Röstaromatik lange im Mundraum bleibt. Das Mundgefühl wirkt insgesamt sehr cremig. Insgesamt hat man ein im Körper kräftiges Bier, dass aber auch Aromen von etwas Wildfrucht , wilde Kirsche hat man im Abgang vermehrt. Vor allem aber kommen die Schokoladen und Brotnoten hier am ehesten zum Tragen. IInsgesamt hat man ein vollmundiges Bier, das durchaus eine gewisse Würze mitbringt und Röstnoten sowie leicht Schokoladennoten gut miteinander vereint. Gegen Ende lässt es geschmacklich aber etwas nach. Vor allem die Röstmalznote entfaltet aber bis zum Schluss sehr schön ihren geschmack im Mundraumund ist geschmacklich auch dominant.

Zum Fazit: Man kann dieses Bier wirklich hervorragend trinken. Ein würziges, abwechslungsreiches Bier mit vor allem schöner Röstnote. Von mir bekommt das Bier daher eine Wertung von 4 Sternen.

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Heidelberger Pils

Heute schaue ich nach längerer Zeit wieder einmal bei der Heidelberger Brauerei vorbei, die inzwischen von der Welde Brauerei gekauft wurde und einen kompletten Markenrelaunch hinter sich hat. Das Sortiment wurde verschlank auf das Wesentliche beschränkt und auch die Etiketten und Flaschen sind komplett neu. Ein Klassiker der geblieben ist, ist das Pils und dieses stelle ich im folgenden Beitrag vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ganz passablen weißen Schaum

Zum Geruch: En sehr hopfiges Aroma mit einer leicht blumigen Note hat man in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck zeigt sich überraschend ein sehr aromatisches und auch klar hopfenbetontes Bier. Es ist nicht wirklich bitter, aber dafür sehr floral und grasig. Es prickelt schön, auch weit in den Nachgang hinein und das lässt das Bier rund und auch süffig erscheinen. So macht es einen sehr bekömmlichen Eindruck, bei dem man Lust auf den nächsten Schluck bekommt. Wirklich bitter wird es aber nur kurz, wenn es den Gaumen passiert. Insgesamt bleibt es ein eher etwas milderes Bier, bei dem der Hopfen eher aromatischer, grasiger auftritt. Im Körper ist es schlank und vom Malz schmeckt man nur eine marginale Süße.

Zum Fazit: Wer auf ein Pils mit knackiger Hopfenbittere steht wird hier vielleicht nicht ganz abgeholt. Wer aber auf süffige, aromatischere Pilsbiere steht, die dazu nicht zu süß und dennoch hopfenbetont schmecken, ist hier ganz gut aufgehoben. Ich gebe dem Bier 4 Sterne

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Cast Wee Scotch Ale

Im Zuge der Corona Krise musste die erste Stuttgarter Craft Brauerei, die Cast Brauerei Insolvenz anmelden. Die Ludwigsburger Gasthausbrauerei Rossknecht und ihr Chef Andreas Rothacker übernahmen jedoch den Betrieb mitsamt der Brauerei und brauen ihre Bier, wie auch die Marke 0711 nun in der Feuerbacher Craftbrauerei, welche sich in einer Industriehalle mit auffälligem Anstrich befindet, die man auch aus dem Zug der unmittelbar dort vorbeiführenden Bahnlinie gut erkennen kann. Der folgende Beitrag dreht sich nun um das Wee Heavy Scotch Ale der Cast Brauerei, welches auf einen Alkoholgehalt von 8% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe auf der einen Seite getreidige Note, die aber von etwas Süßem überflogen werden. Man hat dazu noch etwas Schokolade aber auch torfige leicht rauchige Noten, die man von Whiskys kennt.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein Bier bei dem man süßlich getreidige Noten hat. Dazu ist es aber auch röstig mit einer herben Akzentuierung. Das Mundgefühl ist insgesamt, eher sogar cremig. Im Abgang hat man schöne Röstnoten und den Hauch eines leichten Raucharomas. Im Körper ist das Bier natürlich sehr mächtig und gegen Ende merkt man es auch durchaus im Kopf.

Zum Fazit: Es ist weniger komplex als gedacht, aber dennoch kein wirklich schlechtes Bier. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Friedmann Pils

Wieder einmal etwas aus Franken, dieses mal ein Pils, wird in meinem nächsten Biertest vorgestellt. Dabei ist Franken nicht unbedingt als klassische Pilsregion bekannt. Jedoch hat fast jede Brauerei ein solches Bier im Sortiment und das ein oder andere wird von Bierkennern von nah und fern durchaus sehr geschätzt. Nun habe ich aus Gräfenberg, östlich von Nürnberg, im folgenden Test nun das Pils der Baruerei Friedmann. Mit einem Alkoholgehalt von 5,2% ist es für ein Pils durchaus stärker als gewöhnlich.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr frisches, hopfiges und zitroniges Aroma hat das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt sehr erfrischend mit einer leichten Zitrunote in der Gaumengegend. Es ist erfrischend und hat durchaus etwas, dass mich an nimm 2 Bonbons erinnern lässt. Dennoch kommt dann auch eine gute Portion Hopfen durch die eine schöne grasige Bittere am Gaumen verursacht. Das Pils überzeugt eher durch sein aromatische, grasige Note, als dass es eine wirklich knackige Hopfenbittere aufweist. Die Kohlensäure ist durchaus lebendig, jedoch nicht zu intensiv, sodass sich der Geschmack gut entfalten kann. Der hopfen hat wie erwähnt den Charakter eine etwas fruchtigen, aber auch grasigen Aromas. Dennoch kommt auch eine gewisse Süße des Malzkörper geschmacklich durch und wirkt insgesamt sehr frisch.

Zum Fazit: Nicht das typische hopfig-bittere Pils. Aber das sind die wenigsten Pilsbiere aus Franken. Ich finde es aber sehr frisch und der grasig-fruchtige Hopfen gibt einen etwas anderen Eindruck. Für mich hat es für ein Pils aber etwas zu viel Körper und dürfte hier gerne noch etwas schlanker sein. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Freistil Pia

Auch beim Brauwerk Freistil in Tübingen hat man nicht nur Pale Ale und IPA im Sortiment. Auch untergärig wird dort gebraut und so findet sich auch ein helles Lagerbier im Sortiment. Jedoch ist es nicht einfach nur ein weiteres Helles, welches die Brauerei hier anbietet. Nein es handelt sich beim Bier um ein Dry Hopped Lager, also es wurde während der Lagerung noch einmal kaltgehopft. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen so besonders herausstechenden Schaum

Zum Geruch: Man hat ein leichtes Zitrusaroma flankiert von leicht teigigen und hefigen Noten und auch grasig frische Hopfennote lassen sich in der Nase erhaschen.,

Zum Geschmack: Man hat ein anständiges Zitrusaroma mit leicht bitteren Hopfennoten im Abgang. Im Mundraum aber fügt sich alles zu einem harmonischen Aroma mit Zitrusnoten und leicht grasig fruchtigem Abgang, der sich im mundraum ausbreitet und bestehen bleibt zusammen. Auch der Malzkörper sorgt für eine leicht Süße, die typisch für ein Helles auch leicht nach Honig schmeckt. Durch die Zitrusaromen entsteht im Abgang auch eine leichte Säure.

Zum Fazit: Ein wirklich gar nicht mal so schlechtes helles. Es ist natürlich deutlich hopfiger als klassische Vertreter, aber dennoch ordentlich süffig und für alle geeignet, die es auch mal hopfiger und fruchtiger mögen. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Farny Winterbier

Zwar ist die Zeit der Festbiere eigentlich schon vorbei, bei dem erneuten Wintereinbruch der seit gestern nicht nur Deutschland beherrscht und noch einmal Massen an Neuschnee gebracht hat, eignet sich jedoch auch einmal ganz gut ein Winterbier. Deshalb gibt es eines, aus einer Region, in der man in Deutschland durchaus auch öfter größere Schneemassen gewohnt ist, nämlich dem Allgäu. Aus dem Baden-Württembergischen Teil der Region gibt es heute also das Farny Winterbier, dass auf einen Alkoholgehalt von 5,5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches Aroma, welches durchaus auch Getreideelemente hat und so auch süßlich riecht.

Zum Geschmack: Auch im Geschmack dominiert ein kräftiger Malzkörper der getreidige, süßliche Noten mitbringt. Die Malzsüße dominiert dem Geschmack und lässt es insgesamt als sehr gefällig erscheinen. Es hat vor allem im Nachgang eine schönes malziges Aroma, dass im Mund hängen bleibt und auch nach dem Trinken den Mundraum ausfüllt. Im Abgang wird der Geschmack durch eine leichte Hopfenbittere ergänzt, die dem Bier eine leichte Würze verleiht.

Zum Fazit: Ein solides, bis sogar recht gutes Winterbier. Es ist kräftig im Geschmack und hat durchaus auch einen angenehmen, würzigen und lang anhaltenden Abgang. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Störtebeker Pazifik Ale

Bei Störtebeker in Stralsund kann man zumindest mit dem Gaumen einmal um die Welt segeln, denn neben dem Atlantik Ale und anderer exotischer Bierspezialitäten gibt es seit ein paar Jahren auch ein Pazifik Ale im Sortiment. Im Gegensatz zum durchaus knackig herben Atlantik Ale, welches stilistisch ein Pale Ale ist, ist das Pazifik Ale ein eher tropisch fruchtiges India Pale Ale, genauer gesagt die amerikanische Interpretation dieses Bierstils. Auch einen World Beer Award hat dieses Bier schon in seiner Kategorie gewonnen, was mich umso spannender auf dieses Bier blicken lässt. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, sehr helles Bier. Es hat einen äußerst ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr fruchtiges Aroma, dass von tropischen Südfrüchten träumen lässt. Ich habe Kiwi und Mango und auch Ananas in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich Noten die im Antrunk fruchtig sind und dann aber leicht bitter am Gaumen werden und sich mit einer gewissen Fruchtnote vereinen. Vor allem eine leichte Mango und etwa Ananas sind hervorzuheben. Es ist vor allem herb mit einer schönen Zitrusfruchtaromatik am Gaumen und diese setzt sich auch im Nachgang fest. Im Antrunk ist das Bier fruchtig bis herb, aber ich finde, dass die Fruchtigkeit im ganzen Bier nicht so richtig Anklang findet wie ich das im Geruch erwartet hätte, da die Bittere hier schon dominiert. Man schmeckt diese nektarartigen tropischen Anklänge, die versuchen durchzukommen, aber von den bitteren Noten unterdrückt werden und immer mehr zurückgedrängt werden. Aber die bitteren Noten sind zum Glück auch nicht so, als dass sie dieses Bier zu bitter erscheinen lassen würden, sondern durchaus relativ harmonisch und so dass das Bier ein gutes Gesamtbild abgibt.

Zum Fazit: Ich hätte es etwas fruchtiger erwartet. Ich finde, dass das Bier nicht ganz optimal ausbalanciert ist und die Bittere im Geschmack ein wenig zu dominant ist. Dennoch ist dies ein gutes Bier, das vor allem für Freunde von knackigen Hopfennoten eine wirkliche Empfehlung darstellt. 4 Sterne.

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Maxlrainer Schloss Trunk

Eine der vielen Schlossbrauereien die es noch in Bayern gibt, ist jene in Maxlrain. Seit 1636 wird im Schloss in der kleinen oberbayerischen Gemeinde schon Bier gebraut. Ein etwas dunkleres Kellerbier dieser Brauerei ist mein heutiges Testobjekt, nämlich der Schlosstrunk. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamellig getreidiges und keksiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes und leicht karamelliges Kellerbier im Geschmack. Diese feine nussige-karamellige Malznote die im Abgang hinzukommt empfinde ich als sehr überzeugend. Es hat einen durchaus wahrnehmbaren Malzkörper, das vor allem durch seine feinmalzigen Getreidenoten auftrumpft, die eine leichte karamellige Ader haben. Der Hopfen kommt leicht bitter durch, ist aber größtenteils zurückhaltend.

Zum Fazit: Eine wirklich runde und leckere Sache ist dieses Kellerbier. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen. Vor allem der schöne karamellige Abgang überzeugt mich mit dieser leicht nussigen Note im Abgang. Etwas hopfiger könnte es für meinen Geschmack noch sein.

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Munich Brew Mafia Völlerei

Die 7 Todsünden, die man aus der Bibel kennt, dienten der Munich Brew Mafia thematisch als Vorlage für ihre Bierserie Sevensins, von denen auch einige Biere getestet habe. Für jede einzelne dieser „Sünden“ haben sie versucht, diese geschmacklich in ein Bier zu übersetzten, welches die Essenz dieser widerspiegelt.

Die 5. dieser Sünden ist die Gula, die Völlerei. Damit ist der maßlose, auch verschwenderische Genuss und ein ausschweifender Lebenstil gemeint, was sich auch auf die Trinkgewohnheiten beziehen kann. Völlerei kennt man besonders gut von den üppigen Fressorgien rund um die Festtage an Weihnachten, aber auch bei Grillabenden im Sommer wird gerne groß aufgetischt. Dies dürfte auch die Inspiration für das Bier zum Thema Völlerei sein, denn auf dem Etikett ist eine Bratwurst abgebildet und von deren Geschmack ist auch das Bier inspiriert. Stilistisch ist es ein Rauchbierbock mit den typischen Raucharomen, welche man so auch bei einer guten Bratwurst von Grillrost wiederfindet. Um das Ganze abzurunden wurden auch noch Senfkörner zum brauen verwendet, womit das Bier nicht dem Reinheitsgebot entspricht und damit eigentlich gar nicht offiziell als Bier bezeichnet werden darf. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat leider nicht so viel Schaum.

Zum Geruch: Man hat beim Bier wie ich finde ein doch markanten Senfgeruch der in der Nase auch für ein leicht scharfes Kitzeln sorgt. Auch den Rauch und das Malz riecht man.

Zum Geschmack: Ich habe einen Geschmack, der am Anfang noch eher getreidig ist, im Nachgang dann aber durchaus die Noten von Senf, aber auch etwas holziges hat. Auch ein geräuchertes Aroma, das an Schinken, oder aber auch geräucherte Würste erinnert ist vorhanden. Insgesamt hat das Bier vor allem diese Senfnote die den Geschmack dominiert und wirklich auffällt. Ergänzt wird sie durch ein im Abgang einsetzendes, leicht süßliches Malzaroma. Der Senf schmeckt frisch und erinnetr auch eher an den groben Senf, als wirklich jenen den man aus der Tube kennt. Insgesamt bleibt das Bier süffig und im Körper nicht zu kräftig, sondern das Malz ist hier schon eher leicht süßlich. Ein leichte Malzsüße mit einem Hauch Karamell kommt gegen Ende auch ein bisschen durch und rundet den Geschmack ab.

Zum Fazit: Mal etwas anderes und ich finde das die Senfnote natürlich schmeckt und sehr gut zu diesem Bier passt. Für Menschen die Senf mögen sicherlich mal etwas spannendes zum probieren. Auch mich zähle ich dazu und deshalb gibt es von mir sehr gute 4 Sterne. Natürlich schmeckt es nicht genau so wie eine Bratwurst, aber als Begleiter zu einer solchen finde ich dieses Bier wirklich optimal