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Döbler Löschauer Urtyp

In mittlereile 5. ter Generation wird die 1867 von Leonhard Döbler begründete Brautradition von der Familie Döbler im fränkischen Bad Windsheim nun aufrecht erhalten. Im nächsten Biertest werde ich nun deren Löscher Urtyp vorstellen, ein Märzenbier mit einem Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Ein rötliches Bier mit einem bernsteinstich. Es ist klar filtriert und hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidges und röstiges Bier in der Nase

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das einen durchaus dezent röstigen Charakter aufweist. Es hat einen kräftigen Malzkörper und wirkt sehr kernig. Es ist im Abgang röstig bitter und diese reindruck bleibt auch bestehen lang bestehen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das im Antrunk noch etwas getreidig ist, in Richtung Abgang aber durch röstige Noten besticht. Auch etwas karamelliges rundet den Geschmack ein. Süße hat dieses Bier nicht wirklich. Der Körper ist dennoch präsent und auch zu spüren.

Zum Fazit: Ein kräftiges Bier, das mich vor allem mit schöner Röst- und auch leichter Karamellaromatik überzeugt. Von mir gibt das eine Wertung von guten 4 Sternen.

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Heller Hell Export

In meinem Archiv an geschriebenen Rezessionen häufen sich, in letzter Zeit leider immer mehr, Rezessionen zu Bieren, deren Brauerei leider nicht mehr existiert. Oft findet sich zwar noch eine Brauerei, die zumindest daran Interessiert ist die Marke zu übernehmen um dann einzelne Biere weiterhin zu brauen, sodass diese nicht immerhin nicht ganz vom Markt verschwinden. Leider ist dies aber auch nicht immer der Fall, wie zum Beispiel bei meinem folgenden Testbier von der Brauerei Heller aus Herzogenaurach. Ende 2021 beschloss der Inhaber der Brauerei, diese aus privaten Gründen aufzugeben und stellte den Braubetrieb ein. Zwar gibt es den Brauereigasthof noch immer, dort werden aber inzwischen Biere einer anderen Brauerei ausgeschenkt. Im folgenden Beitrag möchte ich meine Notizen zum Hellen Export von Heller präsentieren, das einen Alkoholgehalt von 5,3% hatte.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr süßliches und dennoch getreidiges Aroma habe ich hier in der Nase. Man hat schöne keksige Noten in der Nase und etwas von Biskuit.

Zum Geschmack: Im ersten Eidnruck habe ich ein Bier mit schöner Geschmackasaromatik, die teilweise auch eine schöne keksige Note aufweist. Dieses schöne Biskuitaroma ist auch im Nachgang noch etwas präsent. Es zeigt sich ein Bier mit einer doch recht annehbaren Malznote, die aber im weiteren Trinkverlauf etwas herber wird, aber auch trotzdem noch einen urig würzigen Charakter hat.

Zum Fazit: Eigentlich ein gutes, würzig malziges Exportbier wie es sein sollte. Es ist keine Geschmacksexplosion, aber mehr als solide bis wirklich sehr gut. Ich gebe ihm 4 Sterne. Schade es die Biere nicht mehr gibt.

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Karmeliter Bayerisch Hell

Nachdem die Karmeliterbrauerei aus Salz in Unterfranken mitte letzten Jahres geschlossen hatte, wurden die Rezepturen ihrer Biere überraschender Weise von der Oettinger Brauerei erworben, die sich damit wohl neu am Markt positionieren möchte und neben ihrem gewohnten „Billigsortiment“ auch etwas für die anspruchsvolleren Biertrinker anbierten möchte. So verkoste ich heute das Bayerisch Hell der Karmelitermönche, deren Brautradition bis ins Jahre 1352 zurückreicht.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, leicht süßlicher Geruch. Teilweise kommt noch etwas Honig aber auch leicht parfümig riecht es.

Zum Geschmack: Ein sehr runder und süffiger erster Eindruck, Im Mund bleibt eine angenehmes, leicht fruchtig angehauchtes, malzsüßes Aroma hängen, während im Antrunk die Kohlensäure schon schön auf der Zunge prickelt und das Bier so süffig macht. Es erinnet an leichte Melonentöne. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es sehr erfrischend. Eine herrlich süffige Malzsüße mit einer gewissen leichten Hopfenherbe am Gaumen macht dieses Bier durchaus bekömmlich.

Zum Fazit: Also das Bier, wohlgemerkt aus der alten Brauerei, schmeckt wirklich sehr überzeugend. Ich hoffe das Oettinger die Biere auch weiterhin nach Originalrezeptur braut. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Superfreunde Not Sorry Pale Ale

Das Not Sorry Pale Ale der Superfreunde aus Hamburg wird nun als nächstes in meinem Blog vorgestellt werden. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma. Man hat Noten von leichtem Pfirsich. Maracuja und etwas Kiwi mit leichter Hopfennote.

Zum Geschmack: Im ersten Augenblick hat man ein Bier, das noch gar nicht so viel aussagt. Es ist leicht hopfig mit harziger und leicht tropischer Note, die etwas in Richtung Maracuja geht und leichte Kiwi hat. Dann entfaltet es aber immer mehr seinen Geschmack. Die Geschmacksnoten bleiben aber schön dezent, ohne das sie zu aufdringlich sind. Der Körper des Bieres ist dabei durchaus präsent, aber eher leicht und trägt nicht besonders viel zum Geschmack bei. Insgesamt aber gut fruchtig.

Zum Fazit: Ein wirklich ganz solides Bier. Es ist schön fruchtig und auch wirklich erfrischend. Ein ideales Bier für den Sommer. Mich freut das ganz besonders und von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Inselbier Callista

Mein nächster Biertest stammt von der größten Bodenseeinsel, der Insel Reichenau. Deshalb nennt sich die dort ansässige Brauerei auch Inselbier, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit der Rügener Inselbrauerei. Von diesen werde ich nun das Callista vorstellen ein Pale Ale, bei dem die gleichnamige Aromahopfensorte eine Rolle spielt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,1%.

Zur Optik: Ein goldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht dezent fruchtig. Ich finde es hat etwas von Orangen. Es könnte auch in Richtung Pfirsich und Maracuja gehen.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr aromatisches Bier, dass einen würzig hopfigen Abgang hat. Es ist im Nachgang aber nur dezent geschmackvoll und hat einen leicht prickelnden Abgang im Rachen. Der Nachgeschmack ist aber auch fruchtig und bleibt lange im Mund bestehen. Es hat eine dezente Hopfennote am Gaumen und ist bitter aber nur marginal. Die Bittere verschwindet dann aber auch recht schnell wieder.

Zum Fazit: Ich finde es ein durchaus interessantes und erfrischendes Bier mit guter Hopfenaromatik. Ein klein wenig könnte der Geschmack durchaus intensiver sein. Aber insgesamt bin ich überzeugt und vergebe 4 Sterne an den Bodensee.

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Hübner Steinfelder Hell

Mein nächster Biertest dreht sich wieder um eine der immer noch recht zahlreich vorhandenen Brauereien im Kreis Bamberg, der Brauerei Hübner aus Steinfeld. Deren neuestes Bier, das Steinfeder Hell wird im nächsten Beitrag nun vorgestellt werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidg süßliches Aroma mit Honignote und etwas leicht teigigem.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr süßliches Bier mit würziger Note im Abgang. Es ist vielleicht sogar im Nachgang etwas zu süß und wirkt leicht zuckrig. Dazu ist der erste Eindruck ein lebendig sprudeliger mit etwas würzigem Abgang. Man hat ein durchaus kräftiges Bier, das dennoch auch würzig ist. Die zuckrige Süße kam nur im ersten schluck durch war dann aber nicht mehr wahrnehmbar. Dann hat man ein herrliches süffig würziges Lagerbier. Es ist dann nicht ganz in der Richtung eines bayerischen hellen sondern eher eines fränkischen Lagers, da es durchaus etwas würziger und hopfiger ausfällt.

Zum Fazit: Nach dem ersten Schluck war ich wirklich nicht positiv gestimmt. Zum Glück bleibt es aber dabei und dieses negative Gefühl bestätigte sich in der Folge nicht mehr. Man hat dann ein würzig süffiges Lagerbier mit durchaus etwas hopfigem Abgang. Ich gebe dafür 4 Sterne.

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Ott Export

Mein nächster Biertest wird das Export der Brauerei Ott sein. Die Brauerei Ott ist eine 1678 gegründete Brauerei im Dörfchen Oberleinleiter in Landkreis Bamberg. Seit 1972 betreibt die Familie Ott Brauerei und Gasthof. Das Export kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher zurückhaltendes Aroma im Geruch. Es ist getreidig brotig, sonst nicht viel.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das geschmacklich wirklich solide ist mit einem würzigen Abgang und auch leicht hopfigen Noten am Gaumen. Der Nachgang fällt nicht besonders auf. Insgesamt macht das Bier auch eher einen würzigen Eindruck der sogar leicht hopfig ist. Der Körper ist kräftig aber nicht so sehr aromatisch rund sondern kantig-würzig. Das malzige ist gut, könnte aber noch intensiver sein.

Zum Fazit: Ich vergebe für das Bier eine Wertung von4 Sternen. Ein solides Export, dem aber noch etwas feinschliff fehlt.

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Leikeim Steinbier

Im nächsten Biertest habe ich wieder eine besondere Spezialität aus Franken. Gebraut nach einem einzigartigen Brauverfahren, das eines der ältesten der Welt sein soll verkoste ich heute das Steinbier der Brauerei Leikeim. Das Bier wird hier nicht nur über Holzfeuer gebraut, während des Brauverfahrens werden auch heiße Steine in den Sudkessel gegeben, die dann das Malz karamellisieren lassen, ähnlich dem sogenannten Bierstacheln. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein bernsteinernes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, karamelliges Aroma, bei dem aber etwas brotigere Noten in der Nase dominant sind.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Geschmacksaroma mit einer leicht karamelligen Note. Im Abgang ist es sogar ein wenig zartbitter. Es schmeckt sehr urig mit den brotigen und kramaellig angehauchten Tönen. Auch im weiteren Trinkverlauf tritt vor allem diese karamelilige Note in den Vordergrund. Der Körper ist dazu sehr kräftig, hält sich aber zugunsten der Karamellaromatik im Hintergrund.

Zum Fazit: Ich war bisher nicht so sonderlich begeistert von den Biere von Leikeim. Hier muss ich aber auch sagen, dass dieses Bier ganz gut trinkbar ist. Es ist etwas anderes, da es wirklich schöne Karamellaromen hat. Aber etwas wirklich besonderes sehe ich hier nicht. Dennoch gebe ich dem Bier 4 Sterne.

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Lieselotte Pils

Mein nächstes Beispiel zeigt wieder einmal, wie man eine längst geschlossene Brauerei wieder zu neuem Leben erweckt. Es geht um die Brasserei Perle von Christian Artzner. Als dieser die Brauerei im Jahre 2009 eröffnet, war dies nicht die erste selbigen Names, die von der Familie Artzner betrieben wurde, denn bereits sein Ururgroßvater eröffnete im Jahre 1882 in Schiltigheim bei Straßbourg eine Brauerei names Perle. Diese Brauerei schloss sich 1969 zunächst mit 4 weiteren Elsässer Brauereien zur Albra zusammen, ehe die Grupee 1972 von Heineken übernommen wurde. Diese schloss umgehend den Standort in Schiltigheim und das Bier der Marke Perle verschwand vom Markt. Seit 2009 braut die Familie Artzner also wieder Biere, unter anderem auch mein Testbier, das Lieselotte Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellorangenes, leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen Schaum, der aber nur ca. 1 cm breit ist.

Zum Geruch: Es riecht sehr fruchtig, man hat leicht tropische Einflüsse, vor allem Melone rieche ich herraus, aber auch ein wenig brotige Noten kommen durch.

Zum Geschmack: Ein erstaunlich herbes Pils. Man hat das fruchtige der Melone nur leicht im Antrunk. Auf der anderen Seite ist der Hopfen aber im Vergleich zu nordeischen Pilsnern eher moderat gehalten und blumiger. Es hat aber so eine wunderschöne leichte Malzsüße, die dem leichten Körper eine schöne Geschmacknote verleiht. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man dieses leichte süßliche Aroma das so einen mix aus getreidgen und leicht fruchtigen Noten.

Zum Fazit: Der herbe Einstieg weicht immer süßlicheren Noten und der Hopfen hat insgesamt durchaus eher etwas blumiges. Also auch die Franzosen, zumindest im Elsass können durchaus auch Bier brauen. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Pyraser Dunkel/Jubeltrunk

Seit ein paar Jahren heißt der Jubeltrunk der Pyraser Landbrauerei nun schon Dunkles. Am Bier der mittelfränkischen Dorfbrauerei hat sich aber nichts geändert. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstges, cremiges Aroma. Es wird flankiert von brotigen getreitigen Tönen die mich etwas an Pumpernickel erinnern.

Zum Geschmack: Hier ist es in den ersten 2-3 Schlücken eher ein wenig geschmacksneutral. Es hat leichte fruchtige Anflüge von ganz reifen beerigen Noten. Im Abgang ist es leicht cremig. Es ist ein wenig hopfig am Gaumen, aber nicht zu sehr. In den Backen hat man eine prickelnde Kohlensäure, die ganz gut passt. Es ist insgesamt ein brotig getreidiges mit Bier mit dennoch etwas leicht brotigem Abgang. Dennoch finde ich es insgesamt etwas zu süßlich.

Zum Fazit: Das Bier ist etwas zu süßlich und dürfte durchaus noch eine Spur herber sein. Ansonsten ist das ganze aber durchaus stimmig. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.