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Moritz Fiege Schwarzbier

Im nächsten Test mache ich einen Sprung in den Pott nach Bochum. Als eine der letzten traditionellen Privatbrauereien im Ruhrgebiet hat dort die Brauerei Moritz Fiege bis heute überlebt und genau wie bei Mönchshof setzt man auch hier auf die Bügelflasche. Seit 2002 setzt man nun vollständig auf diese Flaschenform, welche inzwischen zu einem Markenzeichen der Brauerei geworden ist. Heute im Test stelle ich nun das Schwarzbier von Fiege vor, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges und etwas cremiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Fazit: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, mit einer sehr angenehmen röstigen Note. Es ist leicht süßlich im Abgang, hat dann aber dennoch auch etwas röstiges, das leicht herb ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das dezent brotig und röstg ist. Vor allem im Abgang kommt diese leichte Röstnote am Gaumen dann wirklich zum Tragen. Positiv ist, das bei diesem Schwarzbier die Süße sehr zurückhaltend ist und nur leicht anklingt, sodass die Röstnoten hier mehr im Fokus stehen können. Im Körper ist das Bier daher eher schlank gehalten.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich tolles rundes Schwarzbier, bei dem die Betonung wirklich auf den Röstnoten liegt, was ich sehr positiv finde.

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Hirter 1270

Bei meinem nächsten Bietest mache ich Station bei der Brauerei Hirt. Damit befinde ich mich in Kärnten, Österreich. Das vielfach ausgezeichnete 1270, ein Bier im Stile eines Wiener Lagers ist dabei das Objekt, welches heute in mein Glas fließt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotgoldenes Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht karamelliges Aroma mit getriedigen Einflüssen.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit durchaus röstiger Note, die aber auch einen leicht bitteren, würzigen Einfluss hat. Somit bleibt auch ein leicht hopfig bitteres Aroma im Abgang bestehen. Dazu hat es auch diesen für ein Wiener Lager leicht typischen nussigen Geschmack. Auch im weiteren Trinkverlauf hat es einen immer wieder wechselnden Geschmack aus nussig brotigem Aroma mit hopfigen, sogar leicht harzigen Nuancen. Es wirkt dabei sehr würzig und rustikal.

Zum Fazit: Ich kann durchaus nachvollziehen, warum dieses Bier so viele Auszeichnungen erhalten hat. Man hat hier ein würziges und durchaus rustikales Bier, das vor allem durch seine Vollmundigkeit überzeugt. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Hetzelsdorfer Vollbier

Eine weitere fränkische Brauerei von der ich bisher noch kein Bier vorgestellt habe, ist die Brauerei Penning-Zeissler. Die Landbrauerei hat ihren Sitz in Hetzelsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Pretzfeld im Landkreis Forchheim. Seit 1623 wird dort gebraut und noch immer ist sie in Besitz der Familie Penning. Klassiker des Hauses ist definitiv das Vollbier, ein typisch fränkisches Landbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat einen ordentlichen ganz leicht cremigen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent getreidiges Aroma. Ansonsten ist es eher mild im Geruch..

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein eher milderes Bier mit hat einen etwas röstigen Abgang. Am Gaumen ist das Bier leicht hopfig. Insgesamt ist das Bier im Körper schlank. Die Kohlensäure ist ganz gut gehalten. Im Abgang gesellen sich zu den leichten Röstnoten auch noch etwas karamellige Aromen. Ich finde es das Bier aber insgesamt ein wenig zu mild geraten für meinen Geschmack.

Zum Fazit: Ein gutes, auch gut ausbalanciertes Landbier mit durchaus etwas würzigem, leicht karamellig-röstigem Abgang. Das weiß zu gefallen und bekommt von mir eine Wertung von 4 Sternen. Auch wenn es insgesamt etwas mild ist, dafür aber süffig.

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Knoblach Räuschla

Einen doch sehr schönen Namen für ein Bier hat mein nun folgendes Testbier, das Räuschla der Brauerei Knoblach. Wie man sich am Namen denken kann, bin ich in Franken, da das Wort Räuschla eindeutig dem fränkischen Dialekt zugeordnet werden kann. Ob man von dem Bier, das stilistisch ein Märzen ist, auch ein kleines Räuschla bekommt wird nun der folgende Biertest zeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein nur ganz leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges und bortiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Ein kräftig malziges Bier schlägt sich hier nieder mit einer doch leichten Bittere am Gaumen. Man schmeckt sogar ganz leicht den Alkohol wie ich finde. Das Bier ist etwas kräftig, mit einer dennoch immer wiederkehrenden hopfigen Akzentuierung. In der Geschmacksausprägung ist es malzig, dürfte für meinen Geschmack aber durchaus noch ein wenig kräftiger sein. Insgesamt fällt aber auch der würzige Charakter positiv auf und es ist insgesamt sehr rund und süffig.

Zum Fazit: Ein Bier, das trotz seines kräftigen Malzkörpers durchaus auch eine gute Portion Hopfen am Gaumen hat. Für mein Empfinde könnte der Malzcharakter durchaus noch etwas mehr betont werden. Dennoch sehr süffig und für mich 4 Sterne wer. Bietet bei mehrmaligem Genuss durchaus die Gefahr für ein kleines Räuschla

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Hallertauer Hopfentrunk Hell

Eine Brauerei, die sich seit ihrer Gründung bis heute noch immer im Besitz der Gründerfamilie befindet, ist die Brauerei Horneck. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1881 und wird bis heute von der Familie Stempflhuber betrieben. Die Brauerei dominiert heute das Ortsbild des sehr kleinen Dorfes Horneck, welches sich mitten in der Hallertau befindet. Daher werden auch nur Hallertauer Hopfen und Malz aus der Umgebung, welches in der eigenen Mälzerei hergestellt wird, verwendet. Darauf nimmt dann auch mein heutiges Testbier, der Hallertauer Hopfentrunk Bezug, der einen Alkoholgehalt von 4,8% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger, leicht süßlicher Geruch den ich hier in der Nase habe. Dominant sind eher die leicht malzigen Nuancen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus hopfigen Geschmack der versucht gegen die Malzsüße am Gaumen anzukommen. Letztendlich muss er sie aber ein klein wenig passieren lassen. Dazu gesellt sich dann noch eine leicht Säure, die das Bier durchaus erfrischend macht. Auch gegen Ende hat das Bier immer einen durchaus hopfigen Abgang, der auch eine gewisse Bittere mitbringt. Die Süße tritt dann immer mehr in den Hintergrund. Es könnte für meinen Geschmack aber noch etwas mehr Kohlensäure sein und etwas mehr Körper, der das Bier unterstützt.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein süffiges Helles mit leichter Säure, aber dennoch durchaus auch etwas Hopfenbittere, die sich nicht versteckt.

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de Hoorn/Palm Cornet

Zur Abwechslung gibt es im nächsten Beitrag wieder einmal etwas belgisches. Geografisch befinde ich mich im Dörfchen Steenhuvel, etwas nördlich des Bezirks Brüssel. In diesem Ort hat die in Belgien sehr bekannte Palm Brouwerij ihren Sitz, deren obergäriges Amberbier Marktführer in diesem Segment ist. Bis 1974 hieß die Brauerei aber noch de Hoorn. Erst dann benannte man sich zu Gunsten seines Flaggschiffes um. Erstmals offiziell als Brauerei erwähnt im Jahre 1747, lässt sich die Geschichte des Hofguts aus dem die Brauerei hervorging sogar bis ins Jahre 1597 zurückverfolgen. Lange war die Brauerei eine der größten Familienbrauereien in Belgien, bis sich im Jahre 2016 die Inhaberfamilie dazu entschloss, ihre Anteil schrittweise an die niederländische Bavaria Brauerei zu verkaufen. Im folgenden Beitrag geht es aber nicht um das Palm Bier, sondern um ein erstmals 2014 gebrautes Bier namens Cornet. Den Namen hat das Bier von Theodor Cornet, welcher im 18. Jahrhundert das örtliche Schloss verwaltete. Dieser soll bei der Brauerei de Hoorn ein besonderes Bier beauftragt haben, auf das sich auch das heutige Cornet beruft. Besonders an diesem Bier ist, das durch die Hinzugabe von Eichenholzspähnen eine holzige, leicht rauchige Note entstehen soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 8,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat eine leicht holzig vanilliger Note. Dazu kommt etwas kräutriges und leichte Zitrone.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man auch hier die leichte Fassnote bzw. das Barrique. Dazu kommen die holzigen und vanillinen Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es auf der eine Seite etwas bitter zitronig mit gewisser Säure und man hat eine doch überwiegend vor allem im Abgang holzige Noten mit vanilligem Aroma, was so etwas an Barrique erinnert. Im Körper ist das Bier kräftig und das merkt man auch dann wirklich.

Zum Fazit: Ein wirklich komplexes, aber auch spannendes Bier. Dennoch überzeugt es mich nicht restlos, denn irgendetwas fehlt mir. 4 Sterne.

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Kühbacher Weizen dunkel

Für den nächsten Biertest geht es nun Ostwärts nach Bayern. Ich befinde mich an einem der östlichsten Punkte im Regierungsbezirk Schwaben in Kühbach. Von der dortigen Schlossbrauerei die von den Freiherren von Beck-Peccoz betrieben wird, gibt es im Test nun ein dunkles Weizenbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein trübes, hellbraunes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat ein leicht schokoladiges Aroma, aber auch eine reife Banane.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus leicht schokoladigen Aroma. Das Bier hat einen durchaus ansprechenden Körper mit einem bananig schokladigen Abgang. Insgesamt ist ein kräftiges, aber auch hefelastiges Weizenbier. Dennoch schmeckt man das hier wirklich dunkle Malzsorten verwendet wurden, da man ein schönes Schokoaroma im Geschmack hat.

Zum Fazit: Ich habe in jedem Fall ein Bier, welches viele Attribute eines guten dunklen Bieres besitzt. Deshalb bekommt es von mir auch eine Wertung von 4 Sternen.

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Wolfscraft Super Lager

Bei Wolfscraft steckt der Wolf nicht nur im Namen, nein das Brauprojekt engagiert sich auch für den Schutz des Wolfes, indem sie die NABU Wolfspatenschaft unterstützen. Somit tut man beim Genuss eines ihrer Biere auch etwas Gutes. Gebraut werden ausschließlich untergärige Biere, wie das Super Lager mit einem Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma zeigt sich in der Nase. Es erinnert an Zitrusnoten, hat aber auch leicht tropische Einflüsse von Maracuja und Melone wie ich finde.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätigt sich der Eindruck eines frischen, dezent fruchtigen Lagers, bei dem sich die Kohlesäure aber angenehm zurückhält und es so richtig süffig macht. Ich habe Noten von Mandarine und Apfelsine. eventuell etwas Pfirsich und eine ganz leicht tropische Note in etwa Mango oder Maracuja Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein fruchtig erfrischendes Bier, bei dem die Mandarinennoten sehr präsent sind und den Geschmack dominieren.

Zum Fazit: Mir schmeckt dieses Bier wirklich sehr und vor allem die Mandarinennote finde ich hier sehr überzeugend. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Rossdorfer Urbräu

Ich mache weiter mit den Tests in Franken, Oberfranken um genau zu sein, Roßdorf am Forst wenn man es ganz genau wissen will. Dort braut die Brauerei Sauer schon seit dem Jahre 1784 die Rossdorfer Biere. Ein typisch fränkisches, im Falle meines heutigen Testbieres unfiltriertes Lagerbier, ist das Urbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat wie ich finde ein hefiges, zitrusartiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper eher schlankes Bier, das spritzig daherkommt. Im Abgang mache ich zudem eine leichte Zitrusnote aus. Im Gesamteindruck überzeugt es mich vor allem durch seinen spritzig würzigen Charakter.Ich finde es für meinen Geschmack sogar ein wenig zu spritzig. Gegen Ende finde ich lässt die Aromatik im Vergleich zum Beginn leider etwas nach, dennoch hat das Bier definitiv Charakter.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde es schön süffig, spritzig und dennoch hat es auch eine gewisse Würze im Abgang. Das Malz dürfte meiner Meinung nach durchaus noch etwas mehr zum Geschmack beitragen.

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Thorbräu Blümchen

Im nächsten Test geht es dann wieder nach Augsburg zur Thorbräu, die neben den beiden großen Marken Riegele und Hasenbräu ein wenig ein Nischendasein erlebt. Dennoch haben auch die Biere der Thorbräu mehr Aufmerksamkeit verdient und nach dem ich schon 2 Biere der Brauerei vorgestellt habe folgt nun das Blümchen, ein Kellerbier unter Verwendung ausschließlich biologisch angebauter Zutaten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus süßliches Bier im Geruch. Das dazu noch etwas honigsüße Noten eines Hellen aufweist.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, das im ersten Eindruck vor allem durch einen hohen Kohlesäuregehalt auffällt und so doch sehr spritzig ist. Wenn die Kohlensäure abnimmt erinnert es geschmacklich klar an ein Helles mit diesem leicht süßlich honigartigen Abgang der typisch für diese Biere ist. Aber auch einen leichte Zitrusgeschmack von der Hefe hat man im Mundraum. Eine feinwürze Hopfenblume am Gaumen rundet den Geschmack ab.

Zum Fazit. Ein vor allem wirklich süffiges Zwickelbier, das dennoch auch nicht flach oder langweilig wirkt, sondern durchaus auch einen gewissen geschmacklichen Mehrwert aufzuweisen hat. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.