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Landwehrbräu Jahrgangsbier 2023

2025 ist das Jahrgangsbier der Landwehrbräu aus Rothenburg ein naturtrübes Lagerbier. Aber auch 2023 war das Jahrgangsbier im Prinzip schon ein naturtrübes Lagerbier, da aber ein Kellerpils. Jenes stelle ich euch im folgenden Beitrag nun auch vor. Gebraut wurde es mit dem Aromahopfen Arania und der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Einen zitrusartiges, leicht fruchtig sauren Duft hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit zitronigen Noten, sodass es im Abgang auch etwas leicht säuerlich ist. Im Körper ist es schlank und die Kohlensäure macht es durchaus spritzig. Der Nachgang hat zudem etwas süßliches, erinnrt leicht an nimm zwei Bonbons und durch das durchaus auch zum Geschmack beitragende malz wirkt dieser nicht zu trocken.

Zum Fazit: Vor allem das Zitrusaroma, das hier deutlich zur Entfaltung kommt, überzeugt mich. Mir gefällt das sehr, auch wenn ich es teilweise etwas dünn im Geschmack finde. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Loscher Winterfestbier

Nachdem es Ende November/Anfang Dezember durchaus recht kalt war und kurzfristig sogar etwas Schnee fiel, wird es seit ein paar Tagen immer wärmer und der Winter rückt dann doch wieder in weite Ferne. Dennoch haben aktuell Fest- und Winterbiere Saison und bei den momentan doch eher milderen Temperaturen schmeckt so ein Winterbier vielleicht doch besser als ein Glühwein. Diesen Gedanken greift auch der folgende Biertest auf. Ich verkoste dort das Winterbier der Brauerei Loscher, einem Betrieb aus Franken von dem hier auch schon das ein oder andere Bier vorgestellt wurde. Wie für ein Festbier üblich, handelt es sich auch bei jenem von Loscher um ein echtes Märzenbier und es hat dementsprechend auch einen Alkoholgehalt von ordentlichen 5,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht intensiv getreidig, etwas keksig leicht karamellig und auch etwas nach Lebkuchen.

Zum Geschmack: Ich habe ein würziges Bier im Antrunk und auch die Kohlensäure ist ganz gut dosiert. Im Abgang wird das Bier etwas karamellig getreidig. Auch im Nachgang legt sich ein schöner karanmelliger Schleier um den Gaumen. Insgesamt hat das Bier einen durchaus kräftigen Körper mit einem malzig würzigen, etwas karamelligen Abgang. Nachdem das Bier am Gaumen durchaus würzig ist, setzt sich im Nachgang dann immer mehr die etwas karamellige Note durch und breitet sich langsam im Mundraum aus. Insgesamt ist es ein süffiges Bier mit würzigem Abgang und karamelligem Nachgang. Im Körper ist das Bier kräftig und vollmundig. Die Kohlensäure könnte noch etwas mehr sein, sodass das Bier süffiger und noch runder würde. Im Nachgang schmeckt man neben Karamell auch etwas nussiges.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier 4 Sterne. Ein kräftiges Bier, das vor allem durch den karamelligen Nachgang überzeugt. So muss ein Märzen/Winterbier schmecken. Da bekommt man richtig Lust auf die Festtage.

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Kühbacher Red

Mein nächster Test ist wieder ein etwas spezielleres Bier. Es ist das Kühbacher Red. Stilistisch ist das Bier ein roter Doppelbock und dementsprechend hat es auch einen Alkoholgehalt von 8,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes bis leicht trübes rotes Bier. Es hat keine wirkliche Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hier intensiv röstig und getreidig in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck zeigt sich ein getreidig röstiges Bier, dem es aber durchaus etwas an Kohlensäure fehlt. Man hat insgesamt ein Bier mit einem durchaus kräftigen, doch aber auch leicht röstigen Abgang. Dazu finde ich es im Abgang aber auch etwas alkoholisch. Auch nussige und im Nachgang leicht karamellige Noten sind zu schmecken. Insgesamt finde ich das Bier süffig und vor allem die feine Röstnote im Abgang überzeugend. Eine leichte Säure die an etwas beeriges erinnert, ergänzt den Geschmack abschließend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein geschmacklich abwechslungsreiches und durchaus auch etwas anderes Bockbier, als die herkömmlich erhältlichen.

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Hönig Pils

Ein fränkisches Pils ist das nächste, welches bei mir auf der Agenda steht. Von der Brauerei Hönig, eine der unzähligen noch bestehenden Brauereien im Landkreis Bamberg wird es gebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein in der Nase etwas unscheinbares Bier. Es hat leicht florale Noten des Hopfens in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer dezent Hopfennote, die eine leicht florale Ausprägung hat. Dannach ist ein Bier das wirklich kantig ist und dennoch eine aromatische Hopfennote hat, ohne dabei aber zu herb oder bitter zu schmecken. Mit dem Abgang geht eine leichte Süße einher, bevor sich dann die floralen Hopfennoten im Mundraum ausbreitet. So wirkt das Bier im Mundgefühl recht aromatisch. Insgesamt wird der Hopfen immer stärker im Geschmack, je länger man das Bier trinkt.

Zum Fazit: Ein hopfenbetontes, schlankes Pilsbier. Mir gefällt vor allem, dass es zwar schon recht knackig hopfig ist, dennoch aber einen eher floralen Charakter hat. Von mir gibt es dafür sehr gute 4 Sterne.

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Glückauf Kräusenbier/Kellerbier

Mit dem Kräusenbier, das inzwischen als Kellerbier verkauft wird, von der Glückauf Brauerei aus dem Erzgebirge mache ich mit den Biertests am heutigen Tage weiter. Die Bezeichnung des Bieres ist etwas verwirrend, denn normalerweise ist ein Kräusenbier ein klein wenig anders, als ein normales Kellerbier. Beide sind zwar unfiltriert, jedoch wird bei einem echten Kräusenbier, dem fertig vergorenen Bier noch etwas gärendes Jungbier, Kräusen genannt hinzugegeben. Dadurch findet in der Flasche noch einmal ein leichte Gärung statt, die das Bier besonders spritzig machen soll. Da mit dem Kräusen insbesondere der sich auf dem Jungbier bildende Schaum gemeint ist und dieser wie krauses Haar aussieht, ist die Biersorte so zu ihrem Namen gekommen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es sich beim heutigen Testbier eher um ein normales Kellerbier handelt, zumindest habe ich nichts anderes dazu gefunden. Der Alkoholgehalt dieses sächsischen Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig karamelliger Geruch den man in der Nase hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das würzig und zugleich auch ein wenig herb ist. Man hat diese Aroma insbesondere am Gaumen. Es ist aber auch insgesamt eher mild im Geschmack. Wenn dann hat es am Gaumen würzig herbe Hopfennoten und etwas Zitrus. Gegen Ende finde ich das Mundgefühl auch ein wenig pappig. Zudem zeigt sich im Nachgang eine leichte Säure im Mundraum. Die Kohlensäure macht es wie zu erwarten recht spritzig und auch im Körper wirkt es schlank.

Zum Fazit. Ein eher hopfenbetonteres, dennoch eher milderes, leicht säuerliches Kellerbier, das vor allem durch seine Spritzigkeit überzeugt. Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Plank Hefeweizen

Von der Brauerei Plank aus Laaber, einer Markt etwas nördlich von Regensburg, habe ich schon die beiden Weizenböcke verkostet. Im folgenden Test ist nun das normale Weissbier an der Reihe. Dieses konnte unter anderem beim World Beer Cup im Jahre 2022 die Goldmedaille gewinnen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein schön fruchtiges hefiges Aroma. Man hat Noten von Pflaume und auch etwas Banane.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es sehr hefig mit einem sehr schönen bananigen Aroma. Im Abgang hat man dann auch teilweise sogar etwas vanilliges. Dazu kommt noch etwas Pflaume. Im weiteren Trinkverlauf ist es auch ein wenig herber, aber das fruchtig süße überwiegt deutlich. Dennoch wird es gegen Ende ein wenig würziger und und auch das malzig getreidige kommt dann noch ein bisschen mehr durch und verleiht dem so ein uriges-würziges Geschmacksprofil.

Zum Fazit: Am Anfang noch etwas fruchtiger entwickelt es sich zu einem malzig-getreidigen Weizenbier, bei dem man den Weizen wirklich schmeckt. Dazu wird es von einer passenden, aber nicht zu unterschätzenden Hopfenwürze abgerundet. Von mir gibt das 4 Sterne und knapp nicht die Höchstwertung für dieses Weizenbier aus Niederbayern. Wirklich gut.

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Döbler Doppelbock

Als besonderes Biervergnügen für die kalte Jahreszeit wird der Doppelbock vom Brauhaus Döbler aus der ehemaligen Reichsstadt Windsheim angepriesen. Saison hat er vom St. Martinstag bis zum Osterfest, also den ganzen Winter und auch die danach anstehende Fastenzeit begleitet dieser Bock. Mit einem Alkoholgehalt von 8,1% ist er dabei auch nicht ganz ohne.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat einen durchaus sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas malziges, aber auch intensiv nach Lakritze duftendes Bier habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem kräftigen Körper, der auch lange im Mundraum anhält. Hier geht es dann durchaus ein klein wenig röstiger zu. Man hat ein Bier mit einem kräftigen Körper, aber einfach auch einen durchaus etwas süßlichen, karamelligen Abgang, der auch etwas cremiges im Mundgefühl erzeugt und etwas an Cappuchino erinnert. Auch Noten von Kakao unterstützen dieses cremige Mundgefühl. Man hat im Abgang eine leichte Süße, bevor dann im Nachgang Kakaonoten und eine durchaus auch erwähnenswerte Hopfenbittere einsetzt, die verhindert, das die Bock zu süß oder mastig gerät. Auch etwas Fruchtnoten mit leichter Säure die an Sauerkirsche oder eine reife Pflaume erinnert hat das Bier zu bieten.

Zum Fazit: Ein ausgewogener aber auch geschmacklich vielfältiger und intensiver Bock, dessen äußerliche Schwere und der Alkohol gut kaschiert werden. Besonders gut finde ich das cremige Mundgefühl. Von mir bekommt das Bier daher eine Wertung von 4 Sternen

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Herrnbräu Pantherweisse

Ein blauer Panther ist das Symbol und Wappentier der Stadt Ingolstadt und findet sich demzufolge auch im Stadtwappen wieder. Deshalb gibt es von der Herrnbräu aus Ingolstadt auch eine Pantherweisse. Diese stelle ich euch nun im folgenden Testbeitrag vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges, getreidig süßliches Aroma habe ich in der Nase. Man hat sehr schöne bananige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit schön hefig getreidigen Noten. Es ist etwas herb und prickelt leicht. Auch ist es etwas spritzig aber geschmacklich dennoch recht neutral und verfügt über nur einen gewissen süßlichen Abgang. Es ist leicht bitter, aber bietet ansonsten geschmacklich nicht sehr viel. Insgesamt finde ich es sehr spritzig, aber auch gut würzig, bzw. sogar bitter für ein Weizenbier. Der Körper wirkt dadurch durchaus auch etwas schlanker. Geschmacklich kommt hier auch eher das getreidige zum Vorschein und hält die hefigen Noten im Hintergrund.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde man hat ein süffiges, aber auch sehr rundes Trinkerlebnis. Vor allem die Kohlensäure sorgt dafür, das es schön spritzig und damit auch belebend und süffig ist.

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Uttendorf Export

Siet dem Jahre 1600, also seit über 400 Jahren wird in Uttendorf in der Brauerei der Familie Vitzthum Bier gebraut. Diese Brautradition konnte in dem kleinen Dorf im Salzburger Land bis heute bewahrt werden. Für eine recht kleine Brauerei hat man wie ich finde dennoch ein recht umfangreiches Sortiment an Bieren und Limonaden. Ich verkoste daraus heute das Exportbier, eine in Österreich eher untypische Sorte, mit einem Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches, Bier, dass irgendwie auch eine etwas florale Note hat.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, mit einem sehr sehr würzigen ersten Eindruck. Es hat auch eine gewisse hopfige Note am Gaumen. Im Körper ist es ein einigermaßen kräftiges Bier, das mir vor allem durch seine Würzigkeit auffällt. Es ist nicht unbedingt besonders hopfig, hat aber im Abgang dennoch eine wie ich finde recht gute Würze die auch Rezens in den Nachgang zulässt.

Zum Fazit: Ein würziges, nicht zu mächtiges und süßliches Exportbier. Mir gefällt das und daher gibt es von mir 4 Sterne.

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Sperber Herzog Christian August Weisse

Im nächsten Biertest wird es wieder ein wenig stärker. Dieses Mal aber nicht mit einem untergärigen Bockbier, sondern einem Weizenbock. Ich teste den kurz H.C.A.W. genannten Bock von Sperber Bräu, eine der beiden noch aktiven Brauereien in Sulzbach-Rosenberg. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernstein bis orange farbenes Bier. Es hat einen passablen schaum, der aber auch schneller verschwindet.

Zum geruch: Das Bier hat einen intensiven fruchtig bananigen geruch ind er nase. Es riecht leicht alkoholisch aber auch rosinen und reife datteln kommen zum vorschein.

Zum Geschmack: Im Körper ist das Bier insgesamt durchaus kräftig. Es hat einen durchaus voluminösen Körper, der auch mit reifen Fruchtnoten im Abgang überzeugt. Diese reife Fruchtaromen halten sich dann auch im Nachgang noch länger im Mundraum. Geschmacklich gehen diese in die Richtung von Banane und Pflaume. Der Bock ist durchaus geschmacklich komplex und hat im Abgang eben diese eine schöne reife Obstnote und auch leicht kräutrige Nuancen. Der kräftige Körper ist wirklich überzeugend und die schönen Fruchtaromen bleiben auch bis zum Ende erhalten und und breiten sich schön im gesamten Mundraum aus. Das Bier wirkt insgesamt sehr rund und auch nie zu süß oder schwer.

Zum Fazit. Ich habe ein schönes und auch durchaus komplexes Bier mit ausgereifter Fruchtaromatik. Es gibt aber noch ein paar bessere Weizenböcke, auch wenn dieser wirklich sehr gut ist. Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.