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Park Pirminator

Ich mache weiter mit den Bockbieren zur Fastenzeit. Dieses Mal mit dem Pirminator der Park Brauerei aus Primasens. Damit befinde ich mich in der Pfalz und die Park Brauerei ist eine der letzten noch aktiven Brauereien der Region. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches, aber irgendwie auch leicht gurkiges Aroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eidnruck ist es ein Bier, das einen wirklich sehr vollumösen Körper hat. Zudem mache ich ein leicht vanilliges Geschmacksaroma mit eienr dezente Apfelnote, besonders grüne Äpfel am Gaumen hat. Auch im weitren Trinkverlauf ist das Bier mit einer intensiven Malznote versehen, die diese schöne obstige Noten noch einmal unterstreichen. Es ist mir dabei aber doch etwas zu süß und es fehlt ihm etwas ein Gegenpol, denn das Süße hängt fast schon ein wenig pentrant am Gaumen. Die Kohlensäre und auch der Hopfen sind nicht wirklich vorhanden. Insgesamt bleibt es auch bis zum Ende hin ein eher kräftiges, malziges Bier, das vor allem sehr süß im Geschmack ist.

Zum Fazit: Ein Bocjbier, das okay ist mich aber nicht besonders vom Hocker haut. Insbesondere ist es mir einfach zu sehr fokussiert auf die Malzsüße. Daher bekommt es auch nur 3 Sterne.

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Neder Pils

Der nächste Biertest aus Franken geht nach Forchheim. Eine der Brauereien der Stadt ist die Brauerei Neder. Sie ist die älteste in Forchheim und braut nachweislich seit 1554. Das Pils, mein heutiges Testbier, wurde sogar schon im Jahre 2017 mit dem European Beer Star Award in Silber ausgezeichnet. Damit spielt es also wirklich in der obersten Liga der Pilsbiere. Ich freue mich auf diesen Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hopfig aber auch leicht keksig karamellig.

Zum Geschmack: Das Bier ist durchaus herb harzig im Gaumen. Dennoch mache ich auch eine etwas karamellige Note aus. Insgesamt ist der Körper schlank und das Bier süffig. Mich überzeugt vor allem die hopfig aromatische Note mit dem schönen Zitrusaroma. Es ist durchaus würzig und kernig, aber für ein Pils könnt mir das ganze durchaus noch intensiver sein. Es kommt dennoch vor allem auch etwas leicht süßliches malziges noch dazu. Insgesamt finde ich es aber doch noch ein wenig leicht.

Zum Fazit: Das Bier ist geschmacklich schon wirklich nicht schlecht. Vor allem das hopfige Zitrusaroma überzeugt mich. Dennoch finde ich es ein wenig zu schlank und im Vergleich gibt es in der Umgebung einfach noch ein paar intensivere Pilsbiere. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Greif Bock

Fastenzeit ist Bockbierzeit. Deshalb werde ich im nächster Zeit auch hier den ein oder anderen Bock vorstellen. Heute ist es jener der Brauerei Greif aus Forchheim. Auch wenn in Franken eher der Herbst und die Weihnachtszeit als Bockbierzeit gilt, so finden diese Biere durchaus auch in der Fastenzeit ihre Liebhaber. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein Mix aus keksig karamelligen Noten, das mit sehr reifen Obstnoten daherkommt.

Zum Geschmack: Ich hab ein sehr kräftiges Bier, das aber durchaus auch etwas alkoholische Noten im Abgang hat. Diese wirken durchaus auch eher unangenehm. Der Bock wirkt auf mich auch im ersten Eindruck nicht so richtig rund. Der Malzkörper des Bieres ist sehr ausgeprägt und kräftig und dominiert den Geschmack. Im Abgang ist es durchaus auch immer noch bitter. Der Hopfen trägt hier sicherlich zur Bittere bei, dennoch bin ich mir nicht sicher, ob hier auch der Alkohol eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

Zum Fazit. Ein doch sehr hopfiger Bock. Ich finde ihn aber etwas unrund. Mir ist er vor allem im Abgang dann doch wirklich ein wenig zu bitter. Ich gebe ihm 3 Sterne.

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Flötzinger Zwickl

In meinem nächsten Biertest verkoste ich das Zwickl der Flötzinger Brauerei aus Rosenheim. Damit befinde ich mich dieses mal im tiefsten Oberbayern. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, golden bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Geruch von hefigen und beerigen Noten habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das geschmacklich eher neutral ist. Es ist aber irgendwie im Abgang ein wenig teigig. Am Gaumen hat man leicht hopfige Noten, die etwas strohig schmecken. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein holziges und hefig Bier. Insgesamt finde ich es geschmacklich aber eher so mittelintensiv.

Zum Fazit: Ein solides Kellerbier, aber auch mit Abzügen, da ich es als zu süß empfinde. Geschmacklich ist es auch insgesamt zu generisch. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Martinsbräu Skt. Martinus Kellerbier 1883

Ich bleibe mit meinen Biertests in Franken, wechsle allerdings von Mittel- nach Unterfranken. Nun ist Unterfranken eher bekannt für seinen Wein als fürs Bier und wenn ich ehrlich bin haben mich die Biere aus dieser Region bisher nicht so überzeugt wie aus den anderen Teilen Frankens. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Nun geht die Martinsbräu aus Marktheidenfeld, das die meisten wohl nur aus dem Verkehrsfunk kennen, mit ihrem Kellerbier ins Rennen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr brotig und etwas estrig aber auch karamellig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein getreidiges, aber vor allem im Abgang auch ins karamellige gehende Bier. Es ist teilweise aber auch sehr schrotig oder auch grobschlächtig könnte man meinen. Insgesamt wirkt das Bier sehr urig und getreidig. Im Abgang zeigt sich auch eine leichte Hopfenwürze die sehr gut dazu passt. Insgesamt wirkt es aber gegen Ende etwas schmierig und mir zu hefig. Hier könnte das Bier noch mehr Kohlensäure vertragen. Insgesamt finde ich es etwas unrund.

Zum Fazit: Ein ordentliches Kellerbier. Mir ist es aber gerade gegen Ende ein wenig zu unrund. Dennoch hat es auch schöne leicht karamellige Noten und wirkt insgesamt als ein sehr uriges und auch würziges Bier. Von mir gibt das 3 Sterne.

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Heller Henri

In Essingen in der Nähe von Aalen betreibt die Familie Mayer schon seit vielen Jahrzehnten einen Getränkemarkt. Was viele nicht wissen, hervorgegangen ist der Getränkemarkt aus der Essinger Sonnenbräu, die bis Anfang der 90er Jahre ebenfalls von der Familie betrieben wurde. Im ebenfalls zur Familie gehörenden Gasthaus Sonne wird erstmals 1855 Bier gebraut. 1992 wird die Brauerei schließlich aus Platzgründen geschlossen und der Betrieb konzentrierte sich fortan auf den Getränkehandel. 2021 entschließt man sich jedoch wieder ein eigenes Sonnenbier brauen zu lassen, welches von der Kaiser Brauerei aus Geislingen gebraut wird. Das Bier namens Heller Henri, benannt nach dem Sohn des Firmenchefs, ist ein helles Lagerbier und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig milder Geruch den ich in der Nase habe.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer dezent bitteren Note im Geschmack: Es ist somit leicht herb. Ich empfinde das Bier als dezent bitter und am Gaumen. Die Kohlensäure prickelt bisweilen etwas zu stark. Die Bittere ist etwas langanhaltend, aber so dezent, das man es nicht für ein Pils halten wurde. Auch das malz ist präsent udn verleiht dem Bier eine dezente Süße. Insgesamt ist es aber abgesehen von der durchaus vorhandenen Hopfenbittere ein eher mildes, etwas unspektakuläres Bier.

Zum Fazit: Geschmacklich bringt einen dieses Bier sicherlich nicht in neue Dimensionen. Dafür ist es aber ein grundsolides, sauber gebrautes Lagerbier, das durchaus erfrischend ist. 3 Sterne.

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Bruckmüller Knappentrunk

In der Stadt Amberg gibt es noch 4 Traditionsbrauereien, die ihre Bier bis heute selbst brauen. Ein dieser Brauereien ist die Brauerei Bruckmüller. 1490 als Brauerei der Franziskanermönche der Stadt gegründet, wird die Brauerei seit dem Jahre 1803 von der Familie Bruckmüller in der nun schon 7ten Generation geführt. Das Dunkle Bier der Brauerei ist der Knappentrunk, dessen Rezept jedoch nicht von Bruckmüller selbst stammt. Gebraut wurde das Bier ursprünglich von der Brauerei Bayerischer Hof aus Sulzbach-Rosenberg, von der das Rezept des Knappentrunks nach der Schließung im Jahre 1996 übernommen wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, etwas röstiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein kräftiges Bier, das auch mit etwas Röstaromatik im Abgang überzeugt. Der Körper wirkt aber eher noch etwas schlank. Das Bier ist insgesamt im Körper schon noch eher schlank. Es wirkt im Abgang aber auch etwas wenig schmierig. Das Getreide hat eher einen brotiges, röstiges Aroma. Schokoladig finde ich es hingegen nicht wirklich. Die Röstnote schmeckt zudem irgendwie eher etwas verbrannt. Etwas prickelt das Bier und auch den Hopfen hat man am Gaumen. Dieser geht aber gegenüber der Röstaromatik etwas unter.

Zum Fazit: Ein Dunkles das absolut okay ist. Es ist durchaus röstig, aber nicht zu intensiv. Insgesamt ist es ein aromatisch aber eher zurückhaltendes Bier, das durchaus kräftiger sein darf. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Kösselbräu Antonator

Fastenzeit. Für viele heißt das einmal eine Zeit lang auf Alkohol zu verzichten, nachdem in den närrischen Tagen zuvor vielleicht das ein oder andere Glas zu viel gekippt worden ist. In Bayern hingegen ist genau das Gegenteil der Fall. Dort beginnt mit der Fastenzeit auch die Zeit der Bock und Starkbiere. Viele werden eigens für diese Zeit gebraut und auf Starkbierfesten zelebriert. Auch der Antontor der Kösselbräu aus Speiden im Allgäu ist ein solches extra für diese Zeit gebrautes Bier. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, leicht trübes Biere. Es hat einen ordentlichen weisßen Schaum, der leicht bräunlich angehaucht ist.

Zum Geruch: Eine sehr alkoholische Note die einem da in der Nase entgegen kommt. Dazu hat es natürlich eine ordentliche Malzsüße und Karamell. Aber auch Toffee, etwas Brandy und Kakao sind zu riechen.

Zum Geschmack: Ein sehr herbes Bockbier, bei dem aber auch die röstigen und Toffeenoten sehr durchkommen. Insgesamt ist es mir aber zu bitter. nach den ersten 1-2 Schlücken lässt aber dieses bittere, das ich schon im alkoholischen Bereich verörten würde aber nach. Auch die Kohlensäure sprudelt nicht mehr so intensiv wie zu Beginn. Das Bier gibt so auch seine Süße mehr frei. Diese kommt vor allem im Abgang, worauf dann im Nachgang doch wieder etwas bittere Noten im Mund bleiben. Es zeigen sich dennoch auch karamellmalzige Noten und etwas reifes Dörrobst, das an Pflaume oder auch Dattel erinnert. Der Körper ist in seiner Struktur wie zu erwarten sehr kräftig.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. Insgesamt ein Bier, das schon mit einen gewissen Strauß an Aromenvielfalt punkten kann. Mir ist es aber ein wenig zu herb bitter und das kommt meiner Meinung nach nicht nbedingt vom Hopfen. Ich gebe dem Bock 3 Sterne.

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Budels Zware Dobber

Fastenzeit ist auch Starkbierzeit. Dafür blicke ich im nächsten Test ein wenig über den Tellerrand und verkoste ein Starkbier aus den Niederlanden. Das Zware Dobber ist zwar kein klassischer Bock, aber mit seinen 8,5% Alkoholgehalt dennoch deutlich in die Kategorie der Starkbiere einzuordnen. Stilistisch handelt es sich beim Bier um ein Tripel, einer obergärigen belgischen Biersorte.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht auf der eine Seite getreidig, hat aber auch Obstnoten, die mich an Äpfel oder Birnen erinnern lassen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das sehr süßlich ist und diese Noten auch im Abgang beibehält. Es hat aber auch etwas fruchtiges, das mich zuvorderst an Äpfel, Birnen und auch etwas an Trauben erinnert. Es wird im Abgang immer süßlicher. Im Vergleich zu belgischen Tripeln empfinde ich es als nicht ganz so spritzig und es hat nicht diesen eindeutigen Sektcharakter. Dennoch ist es für seinen Alkoholgehalt recht süffig und wirkt nicht so schwer, das man hier 8,5% vermuten würde.

Zum Fazit: Ein gutes Tripel, aber hier hatte ich schon besser aus Belgien. Dennoch bei leibe kein schlechtes Bier. Ich empfinde es nur einfach nicht so komplex wie andere vertreter dieser Zunft. Ich vergebe auch hierfür 3 Sterne.

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Wiethaler Goldstoff

Im nächsten Biertest stelle ich mal wieder eine neue Brauerei aus Franken vor. Die Brauerei Wiethaler befindet sich in Neuhof, einem Ort nördlich von Nürnberg, der 1972 in die Frankenmetropole eingemeindet wurde. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1498 als Brauerei zur Goldenen Krone mit angeschlossenem Gasthaus. 1963 erwarb Josef Wiethaler die Brauerei von der Famile Pemsel, welche zuvor in die seit 1694 für die Brauerei verantwortliche Familie Deinhardt einheiratete. Der Wiethaler Goldstoff, ein Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,4% ist das erste Testobjekt aus dem Sortiment.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, tiefgoldenes Bier ohne besonderen Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch ist recht gerteidig, aber überzeugt

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus überzeugendes Bier mit schönem getreidigem, leicht karamelligem Aroma im Geschmack. Ich habe ein Bier mit einem durchaus malzigen Körper, dem wie ich finde aber etwas an Kohlensäure fehlt. So wirkt es schon arg süß und durchaus auch ein wenig lack. Insgesamt hat das Bier einen durchaus ansprechenden Malzgeschmack mit einem kräftigen Malzkörper. Ihm fehlt aber auch am Ende noch die Kohlensäure, sodass es wirklich süffiger wirken würde.

Zum Fazit: Wenn da nicht die fehlende Kohlensäure wäre, würde es sich hier um ein wirklich gutes Bier handeln. Vor allem der schöne Malzkörper. So ist es leider schon etwas arg süß im Geschmack. Mir persönlich auch zu süß. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.