Veröffentlicht in 3-Sterne

Heller Bräu Kirchweih Bier

Auch wenn sie selbst nicht mehr braut, so erfolgt zu später Stunde noch ein Bericht zum Kirchweih Bier der ehemaligen Heller Bräu aus Herzogenaurach. Dies passt in sofern gut, da momentan überall in Bayern und Franken Kirchweihen stattfinden und auch im Rest von Deutschland findet man dieser Tage an so gut wie jedem Wochenende ein anderes Fest auf dem es ein frischgezapftes Festbier gibt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonders hervorzuhebenden Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr getreidges und brotiges Aroma zeigt sich in der Nase. Es ist im Geruch eher auf der süßlichen Seite.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer wirklich überzegenden süßlich getreidigen Note. Diese bleibt auch lange nach dem Abgang im Mundraum. Insgesamt hat das Bier ein Aroma mt einer zuvorderst getreidigen Note, die aber auch gut von der Kohlensäure unterstützt wird. Insgesamt handelt es sich aber um ein sehr süffiges Bier. das Bier ist im Mundgefühl vollmundig, mir aber irgendwie ein wenig zu unausgewogen.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist wirklich süffig, aber gerade etwas zu unausgewogen und dürfte auch noch ein wenig würziger sein.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Braufactum Colonia

Braufactum wurde einst von der Radeberger Gruppe entwickelt um schon zu Beginn ein Bein im damals aufkommenden Craft Beer Markt zu haben. Braufactum war damit in Deutschland durchaus einer der Pioniere was IPA, Pale Ale oder Stout betrifft und vor allem auch einer der ersten, deren Biere großflächig in Supermräkten vertrieben wurden und damit auch niederschwänglich zugänglich für den gemeinen Verbraucher waren, abseits der damals schon existierenden Brauerszene. Inzwischen ist die Craft Beer Welle seit Corona aber weitesgehend abgeebbt und hat sich wieder in ihre Nische zurückgezogen, denn auch Braufactum gelang es nach anfänglichem Erfolg nicht, IPA und Co dauerhaft im Mainstreammarkt zu etbalieren. Deshalb agiert Braufactum seit 2024 auch weitesgehend unabhängig vom Radeberger Konzern. Verkosten werde ich in diesem Beitrag nun das Braufactum Colonia, ein kaltgehopftes Kölsch Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Im geruch zeigt sich ein fruchtig, florales Bier, bei dem mir vor allem etwas Apfel im Duft auffällt.

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich im ersten Eindruck ein obstig fruchtiges Bier. Es hat wirklich sehr intensive Noten die mich geschmacklich an einen grünen Apfel oder Birnen erinnern. Auch eine leichte Ananas und Zitrus nehme ich wahr. Im Abgang zeit sich dann zudem der Hopfen der hier mit einer floral-bitteren Noten daherkommt. Insgesamt macht die Kohlensäure das Bier sehr spritzig, was es auch bis zum Ende beibehält.

Zum Fazit: Ich finde den Versuch Kölsch mal etwas anders zu gestalten durchaus gelungen. Mich überzeugt das Bier aber nicht ganz, da ich es phanensweise nicht mehr ganz so instensiv im Geschmack finde wie in den ersten 1-2 Schlucken. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Kapplerbräu Hefe Weissbier

Ein Weissbier, am besten aus Oberbayern ist wohl der perfekte Begleiter zum sonntäglichen Frühschoppen. Passender Weise werde ich ein solches im nun folgenden Biertest vorstellen. Es handelt sich um das Weissbier der Kapplerbräu aus Altomünster, das einen Alkoholgehalt von 5,2% mitbringt.

Zur Optik. Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Schaum ist vorhanden, aber nicht besonders stabil.

Zum Geruch: Einen getreidig würzigen Geruch den das Weizen hier mitbringt. Es hat etwas Nelke, riecht aber auch leicht bananig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im ersten Eindruck im Körper wie ich finde relativ schlank daherkommt, zumindest im Antrunk wie ich finde. Im Abgang wird es dann schon ein getreidig hefiges vergnügen. Das Kohlensäure pickelt nicht zu extrem, vor allem im Antrunk ist sie aber sehr lebendig. Dennoch finde ich das Bier in der Gesamtbetrachtung nicht so recht spritzig. Es hat einen hefigen, bananigen Geschmack, der sich vor allem im Nachgang immer mehr im Mundraum ausbreitet. als so richtig getreidig empfinde ich das Bier hingegen nicht.

Zum Fazit: Ein solides Weissbier, dass mich aber nicht vollends überzeugt. Für mein empfinden ist es mir nicht spritzig genug und vor allem gegen Ende empfinde ich das hefige als etwas zu viel. Von mir gibt es daher eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Eulchen Märzen

Wenn man getränketechnisch an Mainz denkt kommt einem wohl zuallererst der Wein in den Sinn, was durch die Lage von Mainz am Rhein wohl selbsterklärend ist. Doch Mainz war bis in die 1980er Jahre hinein vor allem auch eine Bierstadt. Schöfferhofer Weizen zum Beispiel stammt von einer ehemals in Mainz ansässigen Brauerei. Auch die Mainzer Aktien Brauerei prägte lange das Gesicht der Stadt und war zwischenzeitlich eine der größten Brauereien Westdeutschlands. Nach ihrer Schließung im Jahre 1982 ist die Biergeschichte von Mainz ein wenig eingeschlafen. Im Zuge des Aufkommens von Craftbier hat sich in den letzten Jahren aber wieder eine Mainzer Bierszene entwickelt, welche auch neue Brauereien hervorgebracht hat. Einer dieser Brauereien ist Eulchen Bier, die ihren Sitz auf dem Kästrich hat, jenem höher gelegen Stadtteil auf dem sich auch die Mainzer Aktien Brauerei befand und deren Spuren dort teilweise immer noch sichtbar sind. Gegründet wurde Eulchen im Jahre 2013 von zwei Studenten und hat mit seinem dazugehörigen Brauereiausschank mittlerweile seinen festen Platz in der Mainzer Bierszene. Die Sorten sind hierbei meist sehr traditionell gehalten, auch wenn es ab und zu mal ein IPA oder ähnliches gibt. Darum wird es in diesem Test ein Märzen geben, das auf einen Alkoholgehalt von 5,4% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rot bis kupferfarbenes Bier. Es hat keinen so besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensiv brotiges und karamelliges Aroma habe ich in der Nase. Dazu kommt eine leicht beerige Nuance.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus kräftigem Malzkörper und einer leicht karamelligen Aromatik zum Abgang hin. Es ist ein Bier, das im Körper durchaus kräftig wirkt, aber einen etwas komischen Nachgang hat, der mir zu süß ausfällt. Es könnte so insgesamt durchaus noch etwas mehr karamellige Noten haben, denn so wirkt es auch etwas dünn.

Zum Fazit: Ein solides Märzen, welches aber auch seine Schwächen hat. Dennoch ein ganz solides Bier das mir 3 Sterne wert ist.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Schlüssel Gold

Das Altbier ist eine obergärige Biersorte, genau so wie das Hefeweizen oder das in Düsseldorf so verabschäute Kölsch. Doch auch die meisten klassischen anglo-amerikanischen Biersorten sind obergäriger Brauart und da liegt es doch nahe, dass eine ansonsten auf Altbier spezialisierte Brauerei, wie die traditionsreiche Düsseldorfer Altstadtbrauerei Schlüssel sich auch mal an solchen Bieren versucht. Herausgekommen ist das Schlüssel Gold, ein Session Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma mit Obst und Zitrusnoten. Auch so etwas beeriges, leicht tropische kommt mir hier in die Nase.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein eher dezentes Bier. Es hat im Abgang eine leichte nach zitrus schmeckende Hopfennote. Insgesamt ist es ein Bier mit einem erfrischenden Hopfenaroma und dazu einem eher leichten Malzkörper. Es ist ein durchaus gutes Bier mit einem leicht hopfig-säuerlichen Gesamtaroma, dass auch etwas Süße hat. Sehr positiv ist vor allem auch seine Spritzigkeit.

Zum Fazit: Ein Bier, bei dem man durchaus nichts verkehrt macht. Ich bin hin und her gerissen, ob ich dem Bier die 4 Sterne geben soll, denn es hat eine durchaus knackige Hopfenaromatik mit einem leicht säuerlichen Zitrusaroma. Aber auf der anderen Seite ist es auch sehr schlank und die Aromatik hält sich nicht sehr lange im Mundraum. Daher reicht es ganz knapp nur zu 3 und nicht 4 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Flensburger Edles Helles

Ganz oben aus dem Norden Deutschlands kommt mein nächstes Testobjet, denn es stammt von der Flensburger Brauerei. Bekannt für ihr durchaus würziges Pils, hat die Brauerei vor ein paar Jahren auch ein Bier namens Edles Helles auf den Markt gebracht, um auch Freunde eher milderer Biere anzusprechen. Mit einem Alkoholgehalt von 5,4% ist es aber deutlich stärker als die klassisch bayerischen Varianten dieses Bierstils und geht eigentlich eher in die Richtung eines Exports.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, doch eher süßliches Aroma das sich hier in der Nase zeigt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass durchaus frisch wirkt und auch eine gewisse Malzsüße hat. Sie ist aber nicht zu sehr ausgeprägt, dennoch im Geschmack präsent. Untypisch für Flens ist das Bier überhaupt nicht bitter und man schmeckt so gut wie keinen Hopfen.

Zum Fazit: Das Bier ist auf jeden Fall deutlich kräftiger als ein bayerisches Helles, Ich finde für meinen Geschmack dürfte es aber durchaus noch etwas würziger sein. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Fleisbacher I.P.L.

Am 5. Mai 2018 fand die offizielle Eröffnung der Fleisbacher Brauerei im Lahn-Dill Kreis in Osthessen statt. Doch die Brauerei sollte leider nicht lange durchhalten, denn im September 2022 soll die Produktion bereits verlagert worden sein und später wurde dann angeblich der Geschäftsbetrieb endgültig eingestellt. Jedoch ist über das endgültige Schicksal der Brauerei nicht so viel bekannt, sodass dies alles nur Mutmaßung ist. Ich habe hier jedenfalls das Fleisbacher I.P.L. im Test, was für India Pale Lager steht. Der Alkoholgehalt liet bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig fruchtiges Aroma hat man in der Nase zu dem etwas beerige Noten kommen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus getredigen Aroma, dass auch etwas würzige Noten hat. Ich habe insgesamt ein etwas fruchtiges Aroma. Man hat ein Bier, das etwas fruchtig ist, aber einen etwas wässrigen Abgang hat. Es hat wirklich vor allem im Antrunk und Mittelteil Geschmack und auch schöne Malznoten mit etwas aromatisch floraler Fruchtigkeit. Dennoch vermisse ich etwas die Kohlensöure vor allem in richtung Abgang.

Zum Fazit: Wie beschrieben hat das Bier hat sowohl gute, wie auch verbesserunsgwürdige Seiten. Daher bekommt es von mir auch nur eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Dampfbierbrauerei Zwiesel Hefe Weissbier

Sommerzeit ist Weizenbierzeit und deshalb habe ich heute ein Weissbier aus dem bayerischen Wald im Test. Es gibt das Weissbier der Dampfbrauerei aus Zwiesel, das einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes bis bernsteinfarbens Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger kräutrig/hopfiger Geruch. Es wirkt gar nicht so fruchtig, nur eine leichte Banane nehme ich wahr.

Zum Geschmack: Auch hier ist der erste Eindruck eher mild mit einer leicht getreidig süßlichen Note. Auch im weiteren Trinkverlauf kommen zunächt getreidige Noten mit einem eher herben Hopfnaroma. Das Bier schmeckt aber auch nicht schlecht und wirkt relativ leicht und nicht so kräftig. Auch gegen Ende schmeckt das Bier zwar nicht schlecht bleibt mir aber geschmacklich nicht besonders in Erinnerung. Fruchtigkeit tritt nur sehr wenig in Erscheinung.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen. Das Bier kann man gnz gut trinken und es ist durchaus etwas hopfiger als gewöhnliche Weizenbier, aber inesgesamt finde ich es geschmacklich eher ein wenig langweilig.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Brewdog Hazy Jane

Seit ein paar Jahren braut Brewodg nun schon nach der Übernahme der zunächst von Stone Brewing errichteten Brauerei in einem alten Gaswerk in Mariendorf einige ihrer Biere in Berlin. Unter anderem wird auch mein heutiges Testbier dort gebraut, das Hazy Jane, welches stilistisch ein New England IPA ist, wobei der Alkoholgehalt hier mit 5% eher ein wenig geringer gehalten ist.

Zur Optik: Ein helltrübes, orangenes Bier.

Zum Geruch: Ein dezent obstiges, leicht feuchtiges Bier im Geruch. Man hat etwas tropische Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es obstig und fruchtig. Im Abgang ist es dezent bitter und hat vor allem ein saftig obstiges Mundgefühl das lange nachhallt. Ansonsten prickelt es leicht. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier das eher wässriger wird udn dem vor allemd ie Substanz im Körper fehöt. Nur am Gaumen hat man Hopfenbittere und eine leichte Frucht nach Zitrus und etwas Maracuja/Ananas im Abgang.

Zum Fazit: Ein wie ich finde eher schwächeres Bier von Brewdog. Es ist im Körper einfach schwächer und auch die Hopfenaromatik ist eher mittelmäßig ausgeprägt. 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Aufsesser Seidla Hell

Im nächsten Test wird es wieder fränkisch. Von der Brauerei Rothenbach aus Aufsess habe ich im Test das Seidla Hell. Das Seidla ist dabei das fränkische Synonym für einen halben Litter Bier, also wenn man so will in etwa das Pendant zur schwäbischen Halbe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein wie ich finde leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat nur etwas Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma habe ich in der Nase. Dazu schmeckt es leicht teigig.

Zum Geschmack: Man hat ein schönes Aroma mit leicht getreidgen und vor allem in Richtung Abgang stärker werdenden, ganz leicht hefigen Noten. Es ist im Körper aber eher leicht. Diese leicht teigigen Noten setzen sich schon ein wenig am Gaumen fest, auch wenn es insgesamt geschmacklich eher mild ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einer Note die immer so etwas leicht teigiges hat. Der Hopfen will würzig wirken schafft aber keinen Durchbruch.

Zum Fazit: Ein solides, recht süffiges Helles Bier. Jedoch ist es insgesamt schon recht mild und ihm fehlen so etwas die Ecken und Kanten. Das gibt 3 Sterne