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Reh Ellertaler Zwickl

Mein nächster Biertest dreht sich wieder um ein fränkisches Bier. Es gibt das Zwickl der Brauerei Reh aus Litzendorf im Ellertal, östlich von Bamberg gelegen. Der Alkoholgehalt des Zwickls liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr intensiv brotig und hat einen leicht getreidigen, aber auch einen etwas zitrusartigen Touch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man durchaus herbe Noten, die leicht am Gaumen kitzeln. Es ist aber auch etwas hefig. Insgesamt wirkt das gesamte Bier recht rund und einigermaßen ausbalanciert. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein herbfrisches Bier mit gewissen hefigen Nuancen, die am Gaumen kratzen und dort ist auch der Hopfen sehr präsent, der verhindert, das das Bier zu hefig und schlammig wird. Im Körper ist das hingegen eher schlank gehalten und hat wenn man so will auch eine gewisse Spritzigkeit.

Zum Fazit: Ein urwüziges Zwicklbier. Es wirkt sehr frisch und hat auch eine gute Portion Hopfen am Gaumen, die dem Ganzen einen würzigen Charakter verleiht. Es ist durch die gut dosierte Kohlensäure sehr süffig.

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Latitud Cero Sierra Negra

Latitud Cero bedeutet auf deutsch so etwas wie Breitengrad 0.0 was dem Äquator entspricht. Dieser durchquert auch Ecuador, das sogar seinen Namen seiner geografischen Lage zu verdanken hat. Nach dem Äquator hat sich auch die 2015 gegründete Cerveceria Latitud Cero benannt. Diese befindet sich in der Stadt Cuenca, der drittgrößten des Landes. Cuenca ist vor allem durch seine prächtige Altstadt im Stile der Kolonialarchitektur bekannt und als solche auch auf der Welterbeliste der UNESCO zu finden. Das Sierra Negra von Latitud Cero soll stilistisch ein Dunkles Märzen sein und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%. Abschließend gebührt noch besonderer Dank an meinen treuen Bierspender fürs mitbringen des Bieres.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma mit Nuancen von Kakao und Milchkaffee.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus röstige Nuancen aufweist, die vor allem auch im Abgang zum tragen kommen. Sie erinnern sehr schön n Kaffee oder gemahlene Kaffeebohnen. Zunächst sind sie aber eher noch dezent. Im Abgang ist ein minimaler Anflug des Hopfens spürbar. Das Bier ist süßlich malzig gehalten, mit einem schönen schokoladigen Kaffeearoma das sich im Nachgang im Mund ausbreitet.

Zum Fazit. Ein ganz solides Bier. Es ist vor allem schön röstig. Für ein Märzen ist mir der Körper aber zu schlank. Hier könnte gerne noch etwas mehr Substanz vorhanden sein und das Bier insgesamt einfach kräftiger sein. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Loncium Carinthipa

Eine noch recht junge Brauerei ist die die Brauerei Loncium aus Kärnten. Gegründet wurde sie erst im Jahre 2007 und befindet sich in Kötschau-Mauthen im Gailtal unweit der italienischen Grenze. Das Carinthipa, mein heutiges Testbier, ist ein Session IPA mit einer extra Portion Aromahopfen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus fruchtiges Aroma, das eine dezente Orangennote in der Nase aufweist. Auch etwas Mandarine, Maracuja und leicht Zitrus/Grapefruit riecht man.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, welches im Grundgeschmack eine leichte Mandarine hat, die im Nachgang vor allem sehr zu tragen kommt und sich dann wunderbar im Mund ausbreitet. Begleitet bzw. abgelöst wird sie von einer immer wiederkehrenden Hopfenbittere. Im weiteren Trinkverlauf ist es nicht mehr ganz so fruchtig, hat aber dennoch eine kernig obstige Note, die sich vor allem in Richtung Mandarine und auch etwas Maracuja orientiert. Dazu kommt eine ordentliche aromatische Hopfenbittere, die gegen Ende immer dominanter wird.

Zum Fazit: Für alle die auf ordentlichen Hopfengeschmack stehen, ist dies ein passendes Bier. Es hat im Abgang eine ordentlich harzig-hopfige Bittere, die sich wirklich sehr knackig um den Gaumen schmiegt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Leibinger Pils

Von der Leibinger Brauerei aus Ravensburg habe ich in meinem nächsten Biertest das Pils. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma habe ich mit etwa blumigen Nuancen

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem leicht hopfigen Abgang. Es ist etwas bitter und dies bleibt auch länger im Mundraum bestehen. Im weiteren Trinkverlauf nimmt der Hopfen etwas ab, das Bier bleibt aber dennoch etwas aromatisch. Das Bier hat ein ausgewogenes Mundgefühl, einen schlanken Körper und eine gute Hopfenherbe die nur leicht bitter, dafür aber floral wirkt.

Zum Fazit: Ein solides Pils, das eine schöne Hopfenblume hat. Es ist aber nicht zu intensiv und insgesamt auch eher etwas leicht. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Octobräu Pale Ale Malin Mandarina

Auch in der Region Mittelhessen und meinem temporären Wohnort Giessen gibt es biertechnisch etwas zu entdecken. Nachdem die Insolvenz und die daraus resultierenden Schließung des Gießener Brauhauses ein vorläufiges Ende der Brauaktivitäten in der Stadt bedeuteten, hat es nicht lange gedauert bis mit neuen Ideen versucht wird, an die lange Biergeschichte der Stadt anzuknüpfen. Ein von ihnen ist die Octobräu. Im Jahre 2018 hatten ein paar Freunde die Idee zu einer eigenen Brauerei. Umgesetzt wurde diese als mobile PopUp Brauerei in einem alten Feuerwehrauto. Ziel war es überall, direkt vor Ort brauen zu können und das fertige Gebräu anschließend auch auszuschenken und zu verkaufen. Als es im Zuge der Pandemei schweiriger Wurde Brauevents zu veranstalten, beschloss man mit der Brauerei sesshaft zu werden. Seither hat man eine eigene Brauerei im Lahnauer Stadteil Dorlar. Das Bier ist nun auch in einigen Läden in der Region erhältlich und so bin auch ich auf diese Biere aufmerksam geworden. Das Malin Mandarina Pale Ale von Octobräu wird nun von mir heute im Blog verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein osbtig fruchtiges Aroma man hat Orange und Mandarine in der Nase und etwas erinnert mich auch an nimm 2 Bonbons.

Zum Geschmack: En wirklich erfrischendes Bier. Es hat eine leichte Fruchtigkeit im Geschmack und im Nachgang kommen auch diese Mandarinen und Orangennoten durch. Es wirkt sehr erfrischend und im Abgang auch leicht bitter. Im Nachgang bleibt eine Fruchtigkeit im Mundraum die sehr angenehm ist und auch länger anhält.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Ocotobäru Pale Ale 4 Sterne. Es hat eine schöne Fruchtigkeit, ist aber dennoch recht schlank und spritzig Es ist leicht, ohne dabei zu mild zu sein, sondern hat einen schönen vollen Geschmack, der auch im Nachgang noch länger im Mundraum bestehen bleibt.

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Nörten Hardenberger Zwickl

Von der Marke Nörten Hardenberger, die von der Einbecker Brauerei gebraut wird, habe ich in meinem nächsten Biertest ein Zwicklbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher geruchsneutrales, leicht hefig kräutriges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, das sich als durchaus würzig herausstellt. Es ist ein Bier, bei dem aber auch ein hefiges Aroma leichte Zitrusnoten nd etwas teigiges zum Geschmack beisteuert, ohne dabei zu intensiv zu werden. Die Kohlensäure des Bieres ist insgesamt moderat gehalten und macht das Bier bekömmlich. Der Körper des Bieres ist allgemein schlank und hat ein bisschen wenig Substanz.

Zum Fazit: Ein eher schlankes Kellerbier. Geschmacklich ist es aber vollkommen in Ordnung, auch wenn es jetzt keine Bäume ausreist. Kann man machen und von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Nordbräu Schanzer Weisse

Da die Stadt Ingolstadt im Laufe des Mittelalters zu einer starken Landesfestung ausgebaut wurde, die im Volksmund Schanze genannt wird, werden ihre Bewohner noch heute als Schanzer bezeichnet. Große Teile dieser Festung sind heute noch erhalten und auch sonst lohnt es sich die Stadt einmal besuchen. Dementsprechend hat auch die in der Stadt ansässige Nordbräu ihr Weizenbier Schanzer Weisse getauft. Der Alkoholgehalt des dunklen Weißbieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein trübes, schokobraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum mit leicht bräunlichen Einflüssen.

Zum Geruch: Ein durchaus etwas schokoladiges Aroma zeigt dieses Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein durchaus schokoladiges Aroma im Mundraum, das im Nachgang sogar Noten hat, die an Kakao bzw. Kakaopulver erinnern. Es ist ein Bier, bei dem in Richtung Abgang durchaus schokoladige Noten durchkommen, die auch etwas in Richtung Kakao gehen. Sie erinnern mich fast an dieses Kakopulver, das zum anmischen von heißem Kakao dient.

Zum Fazit: Ich finde es ist wirklich ein gutes dunkles Weizenbier. Es hat ein schönes Schokoladiges Aroma, das in die Kakorichtung geht. Von mir bekommt das Bier 4 Sterne.

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Irseer Kloster Urtrunk

Ich mache weiter mit meinen Biertests. Dieses Mal mit dem Urtrunk aus dem Kloster Irsee. Das Kloster Irsee ist eine ehemalige Benediktinerabtei im Ostallgäu, welche im Zuge der Säkularisierung im Jahre 1802 aufgelöst wurde. Dies bedeutete auch die Privatisierung der Brauerei. Ihren Sitz hat sie bis heute in den Mauern des ehemaligen Klosters und das Brauereimuseum und die angeschlossene Gaststube laden zum Besuch ein. Der Urtrunk, den ich heute verkoste, hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, helloranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein süßliches Bier mit leichten Honignoten. Es hat auch etwas obstiges mit Apfel und Birne.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein würziges Bier mit einer hopfig süßmalzigen Note. Es hat etwas hefig hopfiges am Gaumen. Das Bier erscheint mir insgesamt als ein süffiges und erfrischendes Gebräu, das einen sehr kernigen Geschmack hat. Die leichte honigsüße rundet das ganz ab und ist sehr überzeugend. Gegen Ende wird das Bier leider es etwas schmieriger. Es behält aber dennoch seinen kernigen, urwüchsigen Charakter.

Zum Fazit: Ein kerniges, urwüchsiges Kellerbier. Es ist ist wirklich sehr süffig, auch wenn es gegen Ende etwas nachlässt. Man sollte das Bier schnell trinken, es macht aber dennoch sehr Lust sich danach noch ein weiteres zu bestellen. Von mir gibt es 4 Sternen.

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Rhöner Urtyp Dunkel

Die Rhön ist ein deutsches Mittelgebirge dass sich über die Bundesländer Bayern Hessen und Thüringen erstreckt. Im thüringischen Teil befindet sich Kaltennordheim, der Heimat des nach dem Höhenzug benannten Rhönbrauerei. Eigentümer ist die Familie Dittmar, die es geschafft hat auch während der Verstaatlichung zu DDR Zeiten in der Brauerei aktiv zu sein. Der damalige Brauereichef Frieder Dittmar, ließ sich nach der Verstaatlichung als technischer Leiter in der Brauerei anstellen und konnte somit weiterhin im Betrieb aktiv bleiben. Nach der Wende konnte die Brauerei unter seiner Führung erfolgreich reprivatisiert werden, Seit 1875 ist die Familie Dittmar nun schon für die Geschicke der Brauerei verantwortlich und tut dies nun schon in der sechsten und siebten Generation. Ich verkoste aus deren umfangreichen Sortiment heute den Urtyp, ein Schwarzbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes dunkles Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen schokolaidg milchigen Geruch, der etwas an Milchkaffee erinnert.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das gut röstig ist am Gaumen. Wobei das Mundgefühl aber mit einer doch eher milchigen Note ausgefüllt wird. Das Bier ist im Geschmack kräftig und eine schön röstige Note im Abgang, die durchaus überzeugt. Dazu kommt etwas leicht süßliches das einen etwas milchigen Geschmack hat.

Zum Fazit: Trotz des geringen Alkoholgehalts hat das Bier durchaus Substanz. Es hat eine schöne röstige Note im Gaumen aber auch ein etwas milchiges Mudngefühl, sodass der Abgang nicht zu trocken wirkt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Zwettler Export Lager

Ich mache mit meinen Test weiter in Österreich. Dieses mal ist es ein Bier aus der Zwetller Privatbrauerei aus Niederösterreich. Zu mir hat sich deren Export Lager Verirrt. Der Alkoholgehalt des Bieres beläuft sich auf 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein brotig getreidges Aroma in der Nase, das etwas süßlich riecht.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das ein gutes Getreidearoma hat und dies sogar auch im Nachgang zeigt. Es hinterlässt dort eine etwas keksige Note die auch etwas an Biskuit erinnert. Zudem hat es auch eine etwas würzige Hopfennote am Gaumen daher und kommt insgesamt als getreidges, gut süffiges Bier daher.

Zum Fazit: Dem Bier fehlen etwas die Kanten. Dennoch ist es ein süffiges, sauber gebrautes Lagerbier, das im Abgang auch mit etwas Hopfenwürze punkten kann. Es ist dabei eher schlank und nicht zu mächtig und somit auch gut süffig. Das gibt von mir 4 Sterne.