Im nächsten Biertest stelle ich wieder eine kleine fränkische Landbrauerei vor, von der ich bisher noch gar kein Bier hier im Blog hatte. Das mag zum einen daran liegen, dass die Brauerei doch recht klein ist und zum anderen auch ganzjährig nur 3 verschiedene Sorten anbietet. Die Rede ist von der Brauerei Herrmann aus Ampferbach im Kreis Bamberg. Gebraut wird hier schon seit 1753, allerdings erst seit 1961 unter dem Namen Herrmann. Zuvor hieß die Brauerei Schiller und änderte den Namen erst durch die Einheirat von Erwin Herrmann. Zur Brauerei gehört auch ein Felsenkeller, in welchem das Bier lagern und reifen darf und im Sommer frisch gezapft ausgeschenkt wird. Eines der drei Biere die dort genossen werden können ist das hauseigene Kellerbier, das auf einen Alkoholgehalt von 5,5% kommt und welches ich im folgenden Beitrag nun vorstellen werde.
Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfabrnes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.
Zum Geruch: Man hat ein sehr keksiges Aroma, getreidges Aroma, das mich etwas an Cerealien erinnert. Eine leichte Fruchtigkeit lässt sich zudem ausmachen.
Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass zunächst doch einen etwas süßlichen Charakter hat, jedoch absolut nicht zu süß wirkt. Denn es ist auch ein Bier, dass einen würzigen Charakter hat, sodass man den Hopfen hier am Gaumen durchaus wahrnimmt, welcher dann auch für eine schöne Balance sorgt. Die Kohlensäure prickelt sehr schön und macht das Ganze süffig. Im Abgang kommt auch eine leicht karamellige Nuance durch. Es ist insgesamt ein sehr würziges hopfiges Kellerbier, was ihm so einen richtig rustikal-urigen Charakter verleiht. Manchmal ist das Mundgefühl vor allem im Nachgang etwas zu teigig.
Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein fränkisches Keller/Landbier wie man es sich vorstellt. Urig, würzig mit ganz eigenem Charakter. Ein Bier mit Ecken und Kanten.