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Ballast Point Wee Gus

Sogenannte Light Biere aus den USA haben keinen besonders guten Ruf und tragen international dazu bei, das amerikanisches Bier in der breiten Masse eher belächelt wird. Dabei wissen inzwischen nicht nur Craft Beer Fans und USA Urlauber das die USA in Sachen Bier soviel mehr als Bud Light zu bieten hat wie nun auch mein nächster Bierteste zeigen soll. Hier verbindet die Brauerei Ballast Point aus San Diego Lightbier mit handwerklicher Braukunst und zaubert ein Lagerbier welches auf der einen Seite zwar nur 4,2% Alkoholgehalt aufweist, auf der anderen Seite aber mit ausgewählten Artomahopfensorten kaltgehopft wurde,

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht fruchtig mit etwas Zitrus.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt durchaus frisch, dann kommt eine leichte Säure, bevor im Abgang dann durchaus eine gewisse Fruchtigkeit zum Tragen kommt, die aber doch stark an Zitrusfrüchte und Grapefruit erinnert. Der körper des Biere ist hingegen schlank gehalten. Ich habe ein Bier, dass auch im weiteren Trinkverlauf eine leicht fruchtige Kompnete hat, aber vor allem auch leicht ist ohne wässrig zu sein. Gegen Ende lässt die Kohlensöure etwas nach und dann könnte noch etwas mehr vom Malz kommen. Insgesamt ist es aber ein erfrischendes, hopfig fruchtiges Bier mit auch leichten Noten von Melone und Litschi. Vor allem aber schmecke ich Zitrone und Grapefruit.

Zum Fazit: Ein schönen hopfig fruchtiges nicht zu schweres Bier, dass zeigt das vollmundiger Geschmack nicht immer mit hohem Alkoholgehalt verbunden sein muss. Eine gute Alternative für alle die noch etwas vor haben oder Auto fahren müssen. Von mir gibt es 4 Sterne,

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Samuel Adams Boston Lager

Am 12. Oktober 1492 entdeckte Christopher Kolumbus auf seiner Suche nach einem schnelleren Seeweg nach Indien Amerika, wobei das inzwischen auch nicht mehr so ganz stimmt, wenn man einmal z.B. die Wikinger mit ins Boot nimmt, die schon viel früher in Amerika waren. Kolumbus aber ebnete mit seiner Entdeckung den Weg für die anschließende Kolonisierung und Besiedlung Amerikas, da vor allem das reich vorhandene Gold lockte. Jedenfalls wird in vielen Ländern der Welt dieser Tag als Columbus Day gefeiert, unter anderem auch in den USA, die es ohne Kolumbus wohl so nicht geben würde, wobei früher oder später dann wohl ein anderer Seefahrer Amerika entdeckt hätte. Aus diesem Grund jedoch werde ich heute ein Bier aus den USA verkosten und zwar eines der bekanntesten Craft Biere, das Samuel Adams Boston Lager. Auch Samuel Adams hat in gewisser Weise mit dem Columbus Day zu tun, war er wesentlich an den Unabhängigkeitskriegen der 13. amerikanischen Kolonien gegen Großbritannien beteiligt. Aber Samuel Adams war auch Brauer und nach diesem benannte die Boston Beer Company wohl ihr bekanntestes Bier. Das Rezept für das Boston Lager stammt ursprünglich aus dem Jahre 1860, als Louis Koch, ein Vorfahre von Brauereigründer Jim Koch, das Rezept entwickelte. Jener Jim Koch gründete im Jahre 1985 auch die Boston Beer Company und gilt damit als einer der Craft Beer Pioniere in den USA. Er entdeckte das Rezept des Lagerbieres wieder, entwickelte es weiter und hatte damit so großen Erfolg, das die Boston Brewing Company heute eine der größten Craftbeer Brauereien der USA sind. Das Samuel Adams Lager ist aber bis heute unverändert geblieben und wird nun verkostet werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik. Ein bernsteinfarbenes bis rötliches Bier. Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat im Geruch einen wie ich finde etwas nussige Note. Aber auch etwas fruchtig beeriges, vorzugsweise Zitrus und Karamell zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Auch hier habe ich ein Bier mit durchaus Substanz. Im Abgang ist es etwas karamellig. Der Körper ist präsent, aber nicht zu kräftig. Es ist durchaus süffig und hat im Abgang durchaus auch eine wahrnehmbare Hopfenbittere. Insgesamt ist das Bier auch gegen Ende durchaus noch vollmundig im Geschmack. Die getreidigen Noten überzeugen vor allem mit ihrem röstig karamelligen Abgang. Ein bisschen erinnert es mich auch an Lebkuchen. Die Hopfennote ist nur leicht herb, erzeugt aber in Kombination mit dem Malz eine leichte Röstaromatik. Im Nachgang bleibt ein getreidig karamelliger Geschmack, der wie erwähnt an Lebkuchen erinnert.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich süffiges Lagerbier mit feinen Karamellnoten und etwas Röstnoten im Abgang. Der Hopfen dürfte durchaus noch etwas mehr zum Tragen kommen.

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Brooklyn Lager

In die USA, genauer gesgat nach New York in den Stadtteil Brooklyn verschlägt mich mein nächster Test. Durch eine Vetriebskooperation mit Carlsberg sind die Biere der Brauerei auch in Europa erhältlich und so kann ich heute das Lager verkosten. Stlististisch ist das Lager aber kein helles Lager im eigentlichen Sinne sondern wird als Hoppy Amber Lager bezeichnet, was also eher in die Richtung eines Wiener Lagers geht. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen durchaus ordentlichen weißen Schaum und ist sehr lebendig.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges, leicht harzges Aroma das ich in der Nase habe. Eine dezente Fruchtgkeit kommt auch noch hinzu.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, das grundsätzlich getreidig wirkt, aber vor allem sehr würzig im Abgang ist und von leicht karamelligen Noten begeleitet wird. Im Nachgang macht sich etwas röstiges, auch hölzern wirkende Harzgkeit im Mundraum breit. Es ist durchaus herb aromatisch, aber vor allem die Würzigekit überzeugt mich. Der Malzgeschmack ist nussig und im Abgang dann durchaus auch röstig.

Zum Fazit: Wo Hopfen draufsteht, ist in diesem Fall auch wirklich eine ordentliche Portion drin. Es ist aber nicht diese Bitterhopfigkeit eines Pilsbieres, sondern eine eher aromatische, harzige Hopfenwürze die perfekt zu der röstigen Note des Malzes passt. Das gibt 4 Sterne.