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Bierschau Unhelles

Die Bierschau ein Bierprojekt von Uwe Janssen aus Tiefenbach gibt es seit 2013. Tiefenbach ist eine Gemeinde in Niederbayern bei Landshut. Die Bierschau ist dabei auf klassische deutsche und bayerische Bierstile spezialisiert, die hier und da noch etwas moderner interpretiert werden. Das Unhelle, mein heutiges Testbier ist zum Beispiel ein dunkles Kellerbier. Der Alkoholgehalt ist mit 6% etwas höher als bei einem gewöhnlichen Kellerbier.

Zur Optik: Ein dunkelbraun bis schwarzes Bier. Es ist trüb und hat keine besonders große Schaumentwicklung.

Zum Geruch: Röstige und Kaffeenoten wechseln sich ab. Es riecht eher nach der bitteren Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr intensives röstiges Aroma, das vor allem im Abgang stark am Kaffee erinnert, da sich hier zusätzlich noch schöne bittere Noten entfalten. Auch im Nachgang sind sie spürbar und machen so Lust auf den nächsten Schluck. Im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier recht auch noch recht trinkbar, auch wenn die Kohlensäure ein wenig zu stark dosiert ist und der röstige Charakter eines dunklen Bieres noch mehr durchkommen könnte.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes dunkles mit einer schönen röstig bitteren Note. Mich hat es insgesamt ganz gut überzeugt hier und da lässt es aber gegen Ende nach. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Fürst Wallerstein Landsknecht Bier

Landsknechte, das waren Söldner die im 15 und 16 Jahrhundert durch die Länder zogen und sich vielen Herrschern als einfache Soldaten anboten. Besonders beliebt waren sie in Bayern. Was das mit Bier zu tun hat? Das heutige Bier kommt aus Bayern und scheint an diese Tradition anknüpfen zu wollen. Es ist das Landsknecht Bier aus dem Hause Wallerstein. Das Bier an sich ist ein Dunkles Kellerbier, also vielleicht genau so ein Bier wie es die Landsknechte damals nach siegreichen Schlachten genossen haben durften. Das Fürstliche Brauhaus Wallerstein ist eine Brauerei die 1598 gegründet wurde und noch immer in Besitz der Fürsten von Oettinge-Wallerstein ist. Das Bier hat eine Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Kastanienbraunes Bier mit einem leicht rötlichen bis rubinfarbenen Stich. Das Bier ist zudem leicht trüb. Der Schaum ist weis bis leicht cremig und doch recht stabil.

Zum Geruch: Sehr malziges Aroma, leicht cremige Noten eines Kaffees oder eher Espressos. Man hat diese typische schwer zu beschreibende Note die man riecht wenn man ein dunkles Bier hat, die an Schwarzbrot erinnert. Ansonsten sind noch leicht nussige Noten zu erhaschen.

Zum Geschmack: Interessantes Bier, man hat so dieses leicht süßliche eines Kakaos aber auch das eher bittere eines Kaffees. Dazu wirkt alles ein wenig derb und rustikal mit einer richtig brotigen Note, die an einen klassischen deutschen Pumpernickel oder ein Schwarzbrot erinnert. Diese kantige brotige Note gepaart mit dieser leichten schokoladigen Pralinensüße im Abgang harmoniert wirklich gut. Auch die Bittere ist sehr angenehm. Als Negativpunkt muss man sagen das es durchaus ein bisschen mehr sein könnte, da hatte ich schon Dunkelbiere in denen das Aroma intensiver war, vor allem die röstige Note. Vom Hopfen schmeckt man ganz leichte beerige Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier, das mal etwas anderes ist. Es fehlt hier und da noch etwas an Intensität aber es ist spannend zu trinken da es ein wunderbares Zusammenspiel von süße und bittere ist. Hierfür vergebe ich 4 Sterne