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Moosehead Canadian Lager

Kanada als einer der Gastgeber und Südafrika haben heute die K.O. Phase der Fußballweltmeisterschaft eröffnet. Passenderweise werde ich im folgenden Test nun auch ein kanadisches Bier verkosten.

Während bei vielen bekannten kanadischen Biermarken inzwischen ausländische Großkonzerne ihre Finger mit im Spiel haben, ist dies bei meinem heutigen Testbier anderes. Denn die 1867 in Halifax von der Familie Oland gegründete Moosehead Brauerei wird auch heute noch von der Familie in der mittlerweile 6ten Generation geführt. Damit ist sie die einzige größere Traditionsbrauerei in Kanada, die noch immer zu 100% in kanadischer Hand ist.

Dabei hatte es die Brauerei vor allem in ihren Anfangsjahren nie einfach, welche von wiederholten Zerstörungen durch Brände und Unglücke und den damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten geprägt waren. Nachdem durch die Explosion eines französischen Kriegsschiffes im Hafen von Halifax beinahe die ganze Stadt und damit auch die Brauerei erneut zerstört wurde, entschied sich die Familie schließlich Halifax zu verlassen und die Brauerei an ihrem heuten Stammsitz in Saint John neu zu errichten. Seit den 1970er Jahren ist mein heutiges Testbier, das Moosehead Lager im Handel und hat sich zum absoluten Signature Bier der Brauerei entwickelt. Dieses Bier, welches einen Alkoholgehalt von 5% hat, werde ich im folgenden Beitrag nun vorstellen.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum, der aber nicht beständig ist.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches, leicht toastiges Aroma habe zeigt sich in der Nase. Dazu kommt etwas grasiger Hopfen.

Zum Geschmack: Ein erfrischender erster Eindruck, die Kohlensöure ist zwar nicht unbedingt wahnsinnig sprudelnd bzw. spritzig, aber auch nicht lasch, sondern wie ich finde in einem guten Mittel dosiert. Dadurch ist im Nachgang auch Raum für das Malz, sodass sich ein fein süßliches Getreidearoma im Mundausbreitet. Das getreidige hat auch etwas toastiges bzw. erinnert es an Cornflakes, was auch nicht verwunderlich ist, denn hier wurde neben den üblichen Zutaten auch Mais bzw. Maissirup verwendet. Dazu ist eine leichte grasige Hopfung am Gaumen zu erkennen, wodurch eine feine bittere im Abgang entsteht. Der Körper ist ganz ok und das Bier zwar mild aber auf keinen Fall wässrig

Zum Fazit: Insgesamt ist es ein erfrischendes und sehr süffiges Bier. Geschmacklich stört diese durch den Maissirup verursachte Note schon etwas. Ansonsten hat es aber im Vergleich zu vielen anderen Lagerbieren aus Nordamerika Geschmack und ist nicht wässrig. Hier merkt man dann doch noch ein bisschen die Familienbrauerei. Von mir gibt es 3 Sterne.