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Rossknecht Miss Maple

Die Brauerei Rossknecht zieht um. Die Ludwigsburger-Stuttgarter Craftbeerinstiution schließt ihre Braustätte in Feuerbach, die sie erst 2021 von der Cast Brauerei übernommen hat und begibt sich auf die Suche nach einer neuen Braustätte. 1989 von Andy Rothacker in Ludwigsburg gegründet, braute man lange im noch immer bestehenden Gastronomieobjekt am Reithausplatz in Ludwigsburg, bis sich 2021 die Möglichkeit ergab die Braustätte der in Corona in Not geratenen ersten Stuttgarter Craftbierbrauerei Cast zu Übernehmen, deren Inhaber Daniel Bleicher direkt mit zu Rossknecht wechselte. Man darf also gespannt sein, wie es mit Rossknecht und den Bieren weitergeht. Ich für meinen Teil stelle hier im Blog zunächst einmal einen recht ungewöhnlichen Vertreter des Rossknechtssortiment vor, der wenn es nach dem Reinheitsgebot geht gar nicht als Bier verkauft werden dürfte, da er es mit der dort vorgegebenen Zutatenliste nicht ganz so genau nimmt. Beim Miss Maple getauften Bier, um das sich dieser Beitrag dreht, handelt es sich nämlich um einen Barley Wine, der mit Rohrzucker und Ahornsirup verfeinert wurde. Ganz der Sorte entsprechend verfügt das Bier auch über einen mächtigen Alkoholgehalt von 9,3%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, rötliches Bier. Es hat nicht so wirklich viel Schaum, was bei diesem Alkoholgehalt aber auch nicht verwundert.

Zum Geruch: Ein süßlicher, etwas zuckriger, aber auch säuerlich-beeriger Geruch.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist kräftig und doch auch vor allem im Abgang leicht säuerlich, bevor dann ein beerig malzger Geschmack in den Mundraum dringt. Den Nachgang des Bieres würde ich als säuerlich karamellig beschreiben, es hat hier auch etwas von Kirschen wie ich finde. Auch kommt dann am Gaumen eine gewisse bittere, die durchaus auch alkoholisch ist. Insgesamt hat man ein sehr kräftiges Bier mit einer interessanten Säure m Nach bzw. Abgang, die auch etwas fruchtiges mitbringt. Im Körper wirkt es zwar kräftig, aber nicht das einen dieser erschlägt oder gleich zu Kopfe steigt. Der Körper offenbart zudem einen leichten Karamellgeschmack im Abgang. Natürlich bringt das Malz auch eine gewisse Süße und das wirkt daher im Mundgefühl am Gaumen etwas klebrig. Insgesamt aber gut trinkbar und überraschend süffig.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde es sehr vielseitig und eigentlich auch ganz gut ausbalanciert. Manch einem mag vor allem die Säure nicht so schmecken, für mich passt das aber.