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Günther Bräu Helles

Ein weiteres oberfränkisches Bier habe ich im heutigen Test im Angebot. Dieses Mal gibt es ein Bier von der Brauerei Günther aus Burgkunstadt. Die Geschichte der Brauerei beginnt im Jahre 1840, als die Brüder Johann und Georg Günther für ihr Gasthaus erstmalig ein eigenes Bier brauten. Die Brauerei ist seither stetig gewachsen und dabei aber immer in Familienbesitz geblieben. Heute ist sie eine mittelständische Privatbrauerei mit einem Ausstoß von ca. 7000 Hektolitern. Auch die Günther Bräu hat ein Helles Lagerbier im Sortiment, welches ich heute nun verkosten werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein goldenes, ganz leicht trübes Bier wie ich finde. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht zitroniger, ansonsten aber getreidiger Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem leicht würzigen ganz kurz herben Abgang. Dazu hat es noch etwas Malzsüße. Es hat vor allem im Antrunk leicht süßliche, etwas getreidige Noten, die dann in Richtung Abgang mit einem kurzen Anklang an leicht herben Nuancen zusammenkommen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, das durchaus würzig daherkommt und das süßliche nimmt hier dann auch ein wenig ab.

Zum Fazit: Ein unkompliziertes, süffiges Bier. Es ist leicht herb, aber hat auch eine gewisse Malzsüße. Deshalb kann ich dem Bier eine gute Wertung von 4 Sternen geben.

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Bruch Saarbrücker Hell

Die Brauerei Bruch, oder besser gesagt das, was von ihr übrig ist, hat letzte Woche bereits zum dritten Male innerhalb der letzten Jahren einen Insolvenzantrag gestellt. Konnte sich die Brauerei beim letzten Mal nur durch den Verkauf des Brauereigeländes Retten, so steht man nun ohne Nennenswerte Werte und eigene Brauerei da. Also wahrlich keine besonders guten Vorrausetzung. Es bleibt zu hoffen, das der Brauerei noch einmal ein erfolgreicher Neustart gelingen, oder zumindest, wovon ich ausgehe, die Marke erhalten und weiterhin gebraut wird. Da das Bruch Bier bereits seit 1 Jahr in Kirn gebraut wird und sich weiterhin relativer Beliebtheit erfreut, gehe ich davon aus, das sich Interessenten für die Markenrechte und damit die Weiterführung des Bruch Bieres finden werden. Ein Verschwinden des Bruch Bieres wäre ansonsten für Saarbrücken und das Saarland allgemein, schon ein schwerer Schlag. Um zumindest etwas die Fahne für das Bruch Bier hochzuhalten, möchte ich heute eine der beliebtesten Sorten verkosten, nämlich das Saarbrücker Hell. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein leicht getreidiges, aber auch leicht grasiges Bier. Ansonsten wirkt es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es etwas getreidig, hat aber auch eine dezente, aber sehr harmonische Hopfennote. Es ist wirklich ein sehr frisches Bier mit einer sehr würzigen Hopfennote, die auch etwas grasiges, leicht fruchtiges hat und wenn dann nur ganz leicht herb ist. Das malz hat eine gewisse Süße, hält sich aber auch zurück und beschert dem Bier einen schlanken Körper.

Zum Fazit: Eigentlich an sich ein gutes Helles. Es ist nicht einfach nur süßlich-malzig wie viele andere helle Lagerbier, sondern hat auch eine schöne Hopfennote und die Kohlensäure prickelt auch sehr gut. So hat man einen typischen Vertreter, das an die bayerischen Originale erinnert, die ähnlich schmecken. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für das Bruch Bier.

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Döbler Reichsstadtbier

Das Reichsstadtbier der Brauerei Döbler ist ein untergäriges Kellerbier. Das Bier ist eine Hommage an die ehemalige Reichsstadt und Heimat der Brauerei, Bad Windsheim. Zur 850 Jahrfeier der fränkischen Stadt wurde dieses Bier zum ersten Mal gebraut und ist seither im Sortiment verblieben. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orange bis leicht bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen nicht wirklich überzeugenden Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hefiges und getreidiges Aroma das man hier in der Nase hat. Es hat sogar leicht keksige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das vor allem in Richtung Nachgang eine wunderbare Geschmacksentfaltung hat, die sich wunderbar im Mund ausbreitet. Diese hefige, leicht karamellige Note ist überzeugend und sehr präsent. Es ist insgesamt sehr harmonisch im Geschmack. Man hat ein schön hefiges Bier, bei dem auch die Kohlensäure ganz gut durchkommt und das im Abgang eine leichte Plätzchennote erzeugt und auch etwas urig wirkt.

Zum Fazit: Ein Kellerbier, bei dem vor allem die schöne Karamellnote überzeugt. Es ist ein typisch fränkischer Vertreter dieser Biersorte und das auch in gewohnter Qualität. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und der Hopfen agiert eher im Hintergrund. Darüber hinaus ist es sehr süffig. Das gibt 4 Sterne.

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Heubacher Whiskey Eisbock

Einen ganz dicken Brocken habe ich in meinem nächsten Biertest im Blog. Satte 12.7% an Alkoholgehalt bringt der Whiskey Eisbock der Heubacher Hirschbrauerei mit und ist damit ein ordentliches Pfund. Ein ausgeeister Bock, der in Whiskey Eichenfässern veredelt wurde, so lautet die Beschreibung des Bieres. Ich bin sehr gespannt wie das Bier schmeckt und komme nun zum Test.

Zur Optik: Ein rötlich braunes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen nennenswerten Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht malzig aber auch karamellig und etwas botig und leicht vanilliniger Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es etwas sehr sehr bitter und doch alkoholisch. Die Noten verfliegen jedoch und lassen auch etwas von der Malzsüße zu. Man hat jedoch auch ordentliche Holznoten die mitschwingen und an den Backen hängen bleiben. Dazu kommt etwas vanilliiges. Man schmeckt den Whiskey und auch etwas röstiges zeigt sich im Bier.

Zum Fazit: Ein wirklich interessantes Bier, aber beim Thema fassgereift nicht absolute Masterclass. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, da es zwar wirklich gut ist ich in dieser Kategorie aber doch noch höher Ansprüche habe. Auch ist mir das Ganze etwas zu alkoholisch.

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Fässla Zwergla

Mein nächster Biertest geht in die heimliche Bierhauptstadt Deutschlands nach Bamberg. Von der dort ansässigen Traditionsbrauerei Fässla hab ich mit dem Zwergla heute ein untergäriges dunkles Lagerbier im Test. Mit einem Alkoholgehalt von satten 6% spielt es schon in der Liga der Märzenbiere und ist schon an der Schwelle zum Bockbier.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht schokoladiges und etwas brotiges Aroma zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein süßlich getreidiges Bier. Es hat schöne schokoladige Noten am Gaumen. Der Körper ist sehr kräftig und wärmt von innen. Die süßlichen Noten bleiben lange am Gaumen bestehen und sorgen für ein sher schönes schokoladiges Mundgefühl. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein wenig herb, bleibt in seine Grundzügen aber mit einem süßlichen Nachgeschmack bestehen.

Zum Fazit: Ein gutes aber noch nicht sehr gutes dunkles Bier. Überzeugend ist vor allem der schöne schokoladig-süßliche Abgang. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Ettaler Kloster Hell

Die Ettaler Klosterbräu ist vor allem bekannt für ihre Benediktiner Biere, die inzwischen aber in großem Stile von Bitburger bei der Licher Brauerei in Hessen gebraut werden. Durch die Kooperation erhofft sich die Brauerei, der steigenden Nachfrage nach den Benediktiner Bieren gerecht zu werden, da eine Vergrößerung am aktuellen Standort nicht möglich ist. Dennoch werden auch in den Klostermauern weiterhin Biere sowohl unter dem Namen Benediktiner, als auch Ettaler gebraut. Das Ettaler Kloster Hell werde ich nun auch hier im Blog vorstellen. Es kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidig riechendes Bier mit einer doch sehr süßlichen Note. Teilweise riecht es auch etwas harzig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier ein Bier mit einer zum Abgang hin deutlich en Malzsüße, die so auch am Gaumen so auftritt. Im Nachgang ist mir aber dann etwas zu wässrig, hier hätte ich mir noch etwas mehr Würze gewünscht. Es ist doch sehr prickelnd und ein recht kerniges Bier, bei dem das getreidige nicht so wirklich durchkommt, der erste süßliche Eindruck bestätigt sich überhaupt gar nicht. Es wird dann doch etwas würziger und hat dann im weiteren Trinkverlauf einen würzig getreidigen Geschmack.

Zum Fazit: Ein ganz gut trinkbares Lagerbier, das im ersten Eindruck noch etwas verhalten wirkt und etwas zu mild. Es steigert sich nach den ersten Eindrücken aber deutlich und dann zeigt sich dann als ein schön würziges Helles mit gutem Körper und einer guten Süffigkeit. Ich gebe ihm 4 Sterne.

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Dachsenfranz Waldpils

Die Dachsenfranz Biere der Adlerbrauerei Zuzenhausen im Rhein-Neckar Kreis haben wie ich finde allesamt eine sehr schöne Aufmachung. Auch wenn man auf die Webseite der Brauerei geht, wird das Image des im Wald lebenden Einsiedlers Dachsenfranz transportiert. Eine Art Dauerbeschallung mit Waldgeräuschen erwartet einen dort nämlich, wenn man sich über die verschiedenen Biersorten der Marke informieren möchte. Für diesen Test habe ich mich heute für das Waldpils entschieden, das auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr hopfig und blumig in der Nase

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es prokelnd und erfrischend. Eine leichte Säure ist am Gaumen wahrnehmbar. Im weiteren Trinkverlauf ist es eher dezent herb, dafür wirkt der Hopfen aber auch sehr aromatisch mit blumigen einschlag. Gegen Ende wird das Bier dann aber ein wenig herber.

Zum Fazit: Ein schönes Pils, das seinen Namen wirklich verdient. Man hat schöne Hopfennoten, die auch mehr sind, als einfach nur herb und bitter. So hat sich das Bier wirklich 4 Sterne verdient.

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Steiner Export

Von der Schlossbrauerei Stein aus Oberbayern habe ich im nächsten Biertest ein Exportbier. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas getreidiges ins brotige gehende Aroma. Ansonsten ist es eher geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einen durchaus ansprechenden Malzkörper hat. Es prickelt auch etwas. Ansonsten ist es aber ein zunächst eher zurückhaltendes Bier. Dennoch ist es dann im weiteren Trinkverlauf ein kräftiges Exportbier, das aber durchaus auch einen würzigen Charakter besitzt, und bei dem auch der Hopfen etwas zum Geschmack beiträgt. Zugleich ist es auch noch süffig und durch den Hopfen nicht zu süß.

Zum Fazit: Ich fasse mich kurz. Ich habe hier ein rundes, süffiges Exportbier, welches ich bei Gelegenheit auf jeden Fall wieder trinken würde. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Lasser Doppelhopfen

Für meinen nächsten Biertest gehe ich in den äußersten südwestlichen Winkel Deutschlands. Genauer gesagt geht die Reise nach Lörrach. Dort hat die Brauerei Lasser ihren Sitz. Die Brauerei gibt es seit dem Jahre 1850, als Friedrich Enderlin den Betrieb gründete. Im Jahre 1864 wurde die Brauerei vom bis dahin als Oberbrauer beschäftigten Adam Lasser erworben und kam so zu ihrem heutigen Namen. Bis heute ist der Betrieb in den Händen der Nachfahren von Adam Lasser geblieben.

Im Sortiment der Brauerei befinden sich einige spannende Bierkreation, wie mein heutiges Testbier, der Doppelhopfen. Zusätzlich zur normalen Hopfengabe während des Kochens im Sudhaus, wurde das Bier während der Lagerung hopfengestopft. Herausgekommen ist ein untergäriges Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat eine passable Schaumkrone

Zum Geruch: Ein florales, grasiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat im ersten Eindruck ein durchaus erfrischendes Bier. Es ist etwas floral im Mundgefühl und wirkt ansonsten eigentlich auch recht harmonisch in seiner Komposition. Das Bier wirkt in jedem Fall sehr erfrischend und belebend. Vor allem mit den schönen floralen Noten im Abgang und etwas, das mich auch entfernt an grünen Apfel erinnert überzeugt mich durchaus. Es ist leicht bitter, aber nur an ab und zu.

Zum Fazit: Ein gutes, sehr frisches und zugleich erfrischendes Bier. Es hat schöne florale Noten und diese bleiben auch bis zum Schluss erhalten. Der grasig frische Hopfen hat eine leichte Bitterkeit, welche aber gut zum restlichen Bier passt. Der Malzkörper ist präsent, hält sich geschmacklich aber im Hintergrund. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Schönbuch Karl Gottfried

Zum 200. Jubiläum der Böblinger Braumanufaktur Schönbuch gab es im Jahre 2023 das extra dafür eingebraute Karl Gottfried Kellerbier. Benannt ist es nach Karl Gottfried Dinkelacker, der die Brauerei im Jahre 1823 gründete. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes hell bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr schön getreidig und vollmundig. Dazu ist es etwas keksig und leicht karamellig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck sehr sehr würzig und urig wirkt. Es ist etwas hopfig im Abgang, wirkt aber ansonsten zunächst recht generisch. Vor allem im Abgang hat man ein sehr uriges, vollgetreidiges Bier mit einer schönen leicht süßen, etwas teigig wirkenden Note. Dennoch hat man auch etwas Hopfen, der dem Bier eine gewisse Würze verleiht. Es ist gut trinkbar und auch im weiteren Trinkverlauf ist es harmonisch im Abgang mit würzigen Noten.

Zum Fazit: Ein sehr uriges Bier, dass wohl wirklich so schmecken könnte, wie die Biere die aus Karl Gottfrieds Sudkessel kamen. Es ist in jedem fall sehr urig und würzig. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.