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Wieninger P.D. 1813 Naturtrüb

Für meinen nächsten Biertest geht es in den südöstlichsten Zipfel Deutschlands, ins Berchtesgadner Land. In Teisendorf hat dort die Brauerei M.C. Wieninger ihren Sitz. Seit 1813 ist die Brauerei im Besitz der Familie Wieninger und zum 200 jährigen Jubiläum im Jahre 2013 wurde mein heutiges Testbier das 1813 naturtrüb, ein unfiltriertes Helles Bier bayerischer Brauart gebraut. Als Besonderheit wurde wie in früheren Zeiten das Malz über offenem Feuer gedarrt. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein Bier, das sehr sehr getreidig und brotig riecht.

Zum Geschmack: Ich habe hier auch ein würziges und getreigdes Bier, das schöne eine keksige und karamellige Nuance hat. Dazu ist es auch etwas hopfig würzig und mit einer ordentliche Portion Kohlensäure versehen. Dazu hat es etwas ganz leicht rauchiges. Es ist schön karamellig aber der Hopfen kratzt im Abgang etwas am Gaumen, was etwas unangenehm ist.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier 4 Sterne. Der Hopfen und die Kohlensäure kratzen etwas unangenehm am Gaumen. Ansonsten hat das Bier ein sehr schönes karamelliges Aroma.

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Schimpf 1870 Jubi Märzen

Im Jahre 1870 wurde die Brauerei Schimpf gegründet. In Reminiszenz an diese Zeit und um das 150 jährige Jubiläum zu feiern hat die Brauerei Schimpf 2020 das 1870 Jubi Märzen auf den Markt gebracht. Das Bier ist kräftig und hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ich finde es leicht ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein karamelliges und zugleich auch leicht fruchtiges Bier. Man hat Noten von Erdbeere wie ich finde.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man einen Mix aus herb hopfigen Noten mit einem Stich ins karamellige und ganz leicht fruchtigen Noten. Im weiteren Trinkverlauf sind vor allem im Antrunk stets auch fruchtigen Noten die an reifes Steinobst und Apfel erinnern, ein Begleiter dieses Brauerzeugnisses. Das Bier wird stets karamelligier, da die Kohlensäure abnimmt. Gerade gegen Ende könnte die Kohlensäure könnte  deutlich mehr sein.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich gutes, kräftiges Bier mit einem vielfältigen Aroma. Vor allem das Zusammenspiel von karameligen Noten mit etwas fruchtigen Noten überzeugt.

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Reckendorfer Dunkel

Mein nächster Biertest geht nach Franken zur Reckendorfer Schlossbrauerei. Ich werde das Dunkle aus dem Sortiment verkosten, das auf einen Alkoholgehalt von 5,3% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bräunliches Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges und  brotiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein schmackhaftes, süßlich schokoladiges Bier. Das Bier  schmeckt süßlich hat aber auch eine gewisse herbe, leicht röstige Note im Abgang. Der Körper ist präsent aber nicht zu mächtig. 

Zum Fazit: Ein solides Dunkles. Das malzige bestimmt den Geschmack klar. Süßliche ins schokoladige gehende Noten sind hier dominant. Die Süße ist manchmal etwas zu süß und am Gaumen zeigt sich nur eine leichte Hopfennote. Von mir bekommt es 4 Sterne. 

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Loscher Zwickel Pils

In Franken ist die Brauerei Loscher fast schon eine der größeren Brauereien, auch wenn sie immer noch eine familiengeführte Regionalbrauerei ist. Aus ihrem kleinen aber feinen Biersortiment habe ich in meinem folgenden Biertest nun das Zwickelpils, also ein Pilsbier, welches nicht filtriert wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ich habe ein hellgoldenes, leicht trübes Bier mit ordentlichem weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas estriges, fruchtig-hopfiges Aroma zieht hier in meine Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein prickelndes Bier mit einer bitteren Note in Richtung Abgang, die durchaus harmonisch ist und auch im Nachgang bestehen bleibt. Es ist ein Bier, das dezent bitter ist und eine leichte Hefenote hat. Das Bier prickelt insgesamt ganz gut und wirkt sehr frisch. Der Hopfen hat im Abgang eine leichte Zitrusnote, verleiht dem Bier aber auch eine leichte Säure.

Zum Fazit: Mir schmeckt dieses Bier. Allgemein finde ich unfiltrierte Biere Pilsener Brauart durchaus ansprechend. Es ist süffig und diese leichte Säure im Abgang verleiht dem Bier einen gewissen Kick. Ich gebe ihm 4 Sterne.

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Müllerbräu Festus

Die Müllerbräu aus Pfaffenhofen, mitten in der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt gelegen, ist eine traditionsreiche bayerische Privatbrauerei. Die Brauerei hat eine Tradition, die bis ins Jahr 1775 zurückreicht. Hier wird erstmals der Name Müller für die Hausbrauerei in der Pfaffenhofer Altstadt erwähnt. Das ehemalige Stammhaus der Brauerei ist heute das Hotel Müller mit Gasthof, welches ebenfalls zur Müllerbräu gehört. Das neue Sudhaus befindet sich etwas die Straße runter und hier wird das Konzept einer gläsernen Brauerei verfolgt. Man kann mitten im Sudhaus, in dem sonst die Biere gebraut werden essen und auch das frisch gebraute Bier direkt vor Ort verkosten. Das erste Bier, das ich nun im Blog von Müllerbräu verkoste ist das Festus, ein Kellerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein Bier mit einem leicht fruchtigen Einschlag, der etwas an Orange oder Mandarine erinnert.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus kräftiges Bier mit einem erstaunlich fruchtig frischen Abgang. Dazu prickelt es gut, was die Kohlensäure anbelangt und sorgt dafür das es süffig ist und man Lust auf den nächsten Schluck bekommt. Das Bier hat eine sehr schöne Rezenz und vor allem auch einen süßlich fruchtigen Abgang und wirkt sehr frisch.

Zum Fazit: Ein gutes Kellerbier, das überraschend fruchtig hopfig ist. Es hat auch etwas an Bittere, diese ist jedoch nicht so bestimmend für den Geschmack. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Arolser Alt Waldecker Dunkel

Das Fürstliche Hofbräuhaus Arolsen ist bzw. war die älteste Brauerei Hessens. Die Gründung erfolgte Überlieferungen nach bereits im Jahre 1131 als Braustätte des Klosters Aroldessen, von dem man annimmt, das hier bereits seit der Gründung Bier gebraut wird. Nach der Säkularisierung des Klosters wurde die Brauerei, die sich direkt neben dem Residenzschloss der Waldecker Grafen befindet von diesen an verschiedene Privatleute verpachtet. Da es gleichzeitig auch für den Fürstenhof das Tafelgetränk lieferte, darf es sie das Präfix Hof verwenden. 1910 wurde die Brauerei schließlich an Heinrich Brüne verkauft, dessen Familie die Brauerei bis zum Jahre 2014 führte. Danach schloss das Brauhaus seine Pforten. Das Bier gibt es aber weiterhin und wurde bis Anfang des Jahres von der Allersheimer Brauerei und nach deren Fusion mit der Westheimer Brauerei werden die Biere nun dort gebraut. Das Arolser Alt Waldecker Dunkel ist eine Reminiszenz an die Heimatregion des Bieres, das Waldecker Land in Nordwesthessen, das sich auf das kleine Fürstenturm des Hauses Waldeck gründete, welches bis zum Ende des Kaiserreichs bestand hatte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein blickdichtes dunkelbraunes Bier. Der Schaum ist sehr sehr üppig.

Zum Geruch: Eine sehr sehr schokoladig malziges Aroma, das wirklich sehr intensiv riecht.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus würziges Bier, das gar nicht so schokoladig schmeckt, wie der Geruch suggeriert. Es ist etwas süßlich, im Grunde genommen aber auch sehr sprudelig bzw lebendig. Die süßliche Note kommt erst im Abgang zum tragen, wenn die Kohlensäure etwas verflogen ist. Gegen Ende wird das Bier etwas süßlicher und hat dann auch etwas schokoladiger. Man hat auch würzig brotige Noten und man kann es sehr gut trinken.

Zum Fazit: Ich finde ich habe ein durchaus gutes Dunkles Bier. Die Aromen könnten intensiver sein, aber gegen Ende, wenn die Kohlensäure nicht mehr so viel prickelt, ist das Bier wirklich angenehm zu trinken und zeigt auch schöne schokoladige Ansätze. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Haller Löwenbräu Hell

Auch die Löwenbrauerei aus Schwäbisch Hall hat in ihrem Sortiment ein Helles. Dies gibt es erst seit ein paar Jahren, seitdem immer mehr Brauereien an der wachsenden Beliebtheit des milderen Lagerbieres mitverdienen wollen. So gab es in den letzten Jahren eine Fülle von neuen Bieren, die mehr oder weniger an die populäre bayerische Biersorte angelehnt sind. Nun also das Helle aus Hall, überzeugt es oder verschwindet es in der Masse der Hellen Biere, das soll der folgende Biertest aufklären. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das geschmacklich eher ausgeglichen und recht leicht ist. Es ist etwas bitter am Gaumen und hat eine leichte Hopfenwürze. Der Körper des Bieres ist schlank, dennoch hat es einen angenehmen leicht süßen Malzgeschmack. Dieser ist aber nicht zu süß, sondern wird von einer gut dosierten Kohlensäure gut im Zaun gehalten. Das Bier hat einen leichten Hopfenansatz. Dazu ist es sehr süffig und wirkt nicht zu wässrig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit leichter Getreidenoten, überhaupt nicht zu süß, leicht kernig-süffig, aber erfrischend und süffig.

Zum Fazit: Ja hier handelt es sich um ein wirklich gelungenes Helles Lagerbier. Schön ist, dass es nicht zu süß ist wie einige andere Helle und vor allem ist es sehr frisch und süffig mit angenehmer Hopfenwürze und belebender Kohlensäure. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Hirsch Honer Pils

Mein nächster Biertest geht ins südliche Baden-Württemberg. Von der Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen habe ich das Pils im Glas. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei runden 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig aromatisches Aroma, das sogar Raum für leicht fruchtige Noten lässt habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich auch hier ein wirklich sehr sehr aromatisches Pils, das auch eine sehr schön fruchtige Note hat. Der Hopfen wirkt überhaupt nicht bitter und der Nachgang schon fast keksig teigig mit einer leichten Karamellnote. Es hat aber am Gaumen auch die gewisse herbe Noten, die es für ein Pils braucht, diese sind aber nicht so sehr ausgeprägt.

Zum Fazit: Ein nur leicht herbes Pils, das eher auf eine aromatische, ja sogar leicht fruchtige Hopfennote setzt. Bittere Noten sind am Gaumen nur leicht vorhanden. Ich bin aber ein Fan solcher, durchaus aromatischer Pilsbiere, wenn sie denn gut gemacht sind und nicht zu süß werden. Dieses hier ist definitiv gut und bekommt von mir 4 Sterne.

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Fuchsberger Hopfux

Auch die Fuchsberger Schlossbrauerei bietet ihren Kunden nicht nur klassische Biersorten, sondern hat auch ein Craftbeer in ihrem Sortiment. Das Bier nennt sich Hopfux und ist ein kaltgehopftes, unfiltriertes Bier pilsener Brauart. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr üppigen weißen schaum

Zum Geruch: Das Bier hat ein fruchtig kräutiges Aroma in der Nase. Etwas erinnert es an Minze. Ansonsten riecht es aber gut aromatisch. Es kommen tropisch angehauchte Fruchtnoten, die an Kiwi Maracuja und Mango erinnern.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, mit einer dezent obstig fruchtigen Gechmacksaromatik. Es ist leicht herb am Gaumen, ansonsten aber eher zurückhaltend. Es ist aber insgesamt ein Bier mit einem bitteren Hopfenaroma, das dazu schöne bitteraromatische Noten hat und so eigentlich auch im Nachgang ein lange anhaltendes wohlschmeckendes Mundgefühl aufweist, das auch etwas nach saftigem Gras schmeckt.

Zum Fazit: Das Bier weist insgesamt einen durchaus interessanten hopfig grasigen Geschmack aus mit einem dezent herben Abgang. Die Fruchtaromatik aus dem Geruch kommt nicht ganz so durch. Dennoch gibt es von mir 4 Sterne fürs Bier.

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Ammerndorfer Landbier Dunkel

Der Geheimtipp unter den dunklen Bieren. So wird das dunkle Landbier von der Ammerndorfer Brauerei Dorn angepriesen. Ich bin gespannt, ob die Brauerei dieses versprechen auch wirklich halten kann und mich das Bier überzeugt. Der Alkoholgehalt ist mit 5,6% jedenfalls sehr satt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, nussbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr nussiges und zugleich auch etwas cremiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck ein durchaus röstiges Bier. Dieses schöne Röstaroma bleibt auch im Nachgang schön im Mund erhalten und wirkt zugleich aber auch etwas cremig. Es hat so etwas von Latte Macchiato. Es ist ein dunkles Bier, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es cremig süß schmeckt und weniger kernig röstig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, das eher über diese süßlich cremige Note kommt und für mich so ein klassisch bayerisches Dunkel ist. Man nimmt aber auch seinen kräftigen Malzkörper durchaus wahr. Es ist aber auch nicht zu süß und hat auch in Richtung Abgang noch eine ganz leichte Kakaonote. Eine leichte Hopfenwürzen krönt den Gaumen, diese ist aber wirklich nur marginal.

Zum Fazit. Ein Dunkles, das vor allem durch seine schöne Malzsüße auffällt. Es ist weniger röstig als erwartet, dennoch hat mir das Bier sehr gut geschmeckt. Mit seinem kräftigen Körper definitiv etwas für die dunkleren Tage. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.