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To Ol City

Die To Öl Brewery ist eine der führenden Craftbrauereien Europas und besticht durch ein sehr sehr breites Sortiment an immer wieder wechselnden Bieren. Nachdem sie zunächst einige Jahre als Gypsybrewer agierten, haben sie nun eine feste Basis in Kopenhagen. Das City, einer der Klassiker der Dänen, ist ein Session IPA mit einem Alkoholgehalt von 4,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr fruchtig frisch und grasig. Außerdem erinnert es mich an Marcuja und Kiwi und eventuell noch etwas Mango.

Zum Geschmack: Es ist etwas herb und im Geschmack. Ich mache hier ein wenig Melone aus, die sich lange im Nachgang an den Gaumen hängt. Aber auch Spuren von Maracuja und Mango mache ich aus. Das Bier ist aber wunderbar leicht und der prickelnde, aber dezente Hopfen verhindert, das es saftig wird und schwimmt auch ein wenig bitter im Geschmack mit. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf fruchtig leicht, ohne dabei seinen bierigen Charakter zu verlieren. Es wird aber im Abgang hopfiger und hängt auch länger am Gaumen nach. Es ist etwas hefig, aber dennoch eher leicht. Es könnte für mein Empfinden etwas spritziger sein.

Zum Fazit: Es ist schon ein gutes fruchtiges Bier, das aber auch seinen leichten Charakter bewahrt. Ich finde das durchaus gute aber zu ganz großen Ehren fehlt noch etwas. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Schwarzbacher Raubritter Dunkel

Thüringen ist durchaus bekannt für seine Schwarzbiertradition, was vor allem an jenem aus der Köstritzer Brauerei liegen mag. Aber auch abseits davon gibt es einige kleinere Brauereien im Freistaat, die diese Spezialität im Programm haben. So unter anderem auch die Schlossbrauerei Schwarzbach im Süden des Bundeslands. Zurück geht die Brauerei auf die Grafen von Schwarzburg, die im Ort ein Schloss erbauen. Seit dem 13 Jahrhundert kann zudem eine Brautätigkeit in der Gemeinde nachgewießen werden. Um 1720 wurde schließlich ein Neues Brauhaus im Ort eröffnet, in dessen Tradition die heutige Brauerei steht. Peter Trier erwirbt im Jahre 1851 zunächst die Brauerei und später auch noch das Schloss und begründet so die Dynastie der Familie Trier in der Brauerei. Diese währte auch bis zur Enteignung nach dem zweiten Weltkrieg. Nach dem Mauerfall erfolgte die Reprivatisierung des Betriebs der heute von Christel und Oliver Nowak geleitet wird. Deren Raubritter Dunkel mit 5% Alkoholgehalt wird nun hier im folgenden Beitrag vorgestellt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen cremigen, leicht bräunlich schimmernden Schaum.

Zum Geruch: Ich habe einen brotigen, leicht süßlichen Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier ist sehr röstig am Gaumen. In den Backen hat es aber auch eine leicht Süße. Zum Nachgang hin wird es ein wenig trocken im Mund und auch im Gaumenbereich kitzeln leichte Röstnoten den Gaumen. Es hat wie ich finde eine leichte Lakritzenote im Abgang hat man aber auch etwas Kaffee. Grundsätzlich hat man eine gute Kombination von Röstnoten und einer leichten schokoladigen Süße. Der Körper des Bieres ist einigermaßen Schlank. Durch die moderate Kohlensäure ist es süffig aber dennoch nicht zu schwer im Abgang. Gegen Ende ist es zunächst eher süß, mit schokoladigem Abgang, jedoch hat man am Gaumen eine würzig-röstige Note und auch der Hopfen sorgt für eine leichte Bittere. Das Mundgefühl ist gegen Ende dann eher sogar noch etwas cremig schokoladig, vor allem im Nachgang.

Zum Fazit: Ein würziges, leicht Röstiges Schwarzbier. Es ist nicht ganz so trocken wie ein richtiges Schwarzbier, sonder geht mit seiner durchaus vorhandenen Malzsüße eher noch in die Richtiung eines bayerischen Dunklen. Mir schmeckt das Bier aber dennoch sehr gut und bekommt von mir 4 Sterne.

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Waldschatz Dunkel

5 Freunde aus dem Gramschatzer Wald erfüllten sich einen Traum und gründeten in Erbshausen in Unterfranken eine eigene Brauerei. Die kleine Craftbrauerei Waldschatzbräu war geboren. Deren Dunkles werde ich nun verkosten. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig, aber auch leicht fuchtig mit milchiger Komponente. Es hat auch etwas von Lebkuchen, Maronen oder gebrannten mandeln. Auch könnte es leicht fruchtig sein mit etwas Orange

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein Bier, das im Antrunk zunächst vollmundig und leicht fruchtig erscheint, bevor es im Abgang etwas röstig wird. Es ist ein Bier mit röstigem Abgang, das aber dennoch auch etwas cremig und leicht würzig im Geschmack ist. Der Hopfe verlieht dem Bier eine gewisse Fruhtigkeit.

Zum Fazit. Ein cremig süßes Dunkles mit leichter Fruchtnote. Der Körper ist kräftig und auch für röstige Noten ist etwas Platz. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Kösselbräu Mariahilfer Weizen Hell

Ins Allgäu zur Kösselbrauerei aus Speiden führt mich mein nächster Biertest. Von dort hat es heute das helle Weizenbier zu mir in den Test geschafft. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, mitteltrübes Bier. Der Schaum ist auch nur mittelmäßig ausgeprägt.

Zum Geruch: Ein banainges leicht fruchtig angehauchtes Bier. Man schmeckt eindeutig die Hefe heraus und es wirkt sehr spritzig.

Zum Geschmack: Das Bier macht sich hier bemerkbar als ein sehr spritziges und prickelndes Weizen. Es hat zunächste einen erstaunlich bitteren, hopfigen Charakter . Dieses hopfige kommt aber erst im Nachgang so richtig zur Entfaltung. Im Antrunk hingegen ist es geschmacklich eher noch etwas flach. Vor allem der Nachgang des Bieres bleibt hopfig herb. Aber auch eine leichte Fruchtaromatik macht sich bisweilen bemerkbar. An manchen stellen ist es mir für ein Weizenbier etwas zu bitter.

Zum Fazit: Ich bin überrascht. Ich hätte nicht mit so einer Hopfenintensität dieses Weizenbieres gerechnet. Dennoch hat das Bier auch fruchtige Noten, die aber hier nicht ganz so zum tragen kommen, wie bei anderen Weizenbieren. Dieses Bier ist eben etwas anders und das muss nicht unbedingt schlecht sein. Auch wenn ich den Hopfen etwas zu viel finde, passt er doch zum schlanken-spritzigen Charakter des Bieres. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Palmbräu Hefeweizen

Für meinen nächsten Biertest gehe ich ins Herzen des Kraichgaus nach Eppingen. Von der Palmbräu folgt nun der Teste des Hefeweizens. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier mit sehr reifen Bananenaromen. Dazu kommen Noten von Pflaume und etwas beeriges.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein im ersten Eindruck erstaunlich fruchtiges Bier. Man hat sehr deutliche Noten von Banane und Vanille. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das sehr bananig und hefig ist. Diese Geschmacksnuance hält sich auch lange am Gaumen und sorgt für ein schön fruchtiges Mundgefühl. Dies bleibt es auch bis zum Ende des Trinkvergnügens. Die Bananen und Pflaumennoten am Gaumen weißen eine sehr hohe Reife auf.

Zum Fazit: Ein sehr fruchtiges und auch kräftiges Weizenbier. Mir hat es wirklich gut geschmeckt und es ist insgesamt sehr süffig. Das ist mir 4 Sterne wert.

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Lahnsteiner Pils

Auch außerhalb von Bayern gibt es noch die ein oder andere Brauerei von der ich bisher noch kein Bier vorgestellt habe. So auch am Zusammenfluss von Lahn und Rhein in Lahnstein. Die Wurzeln der Brauerei der Familie Fohr reichen zurück bis ins Jahre 1624. Sie befindet sich noch immer an ihrem urpsrünglichen Standort am Rande der Altstadt unmittelbar an der historischen Stadtmauer. Der Klassiker aus dem Hause ist das Pils. Es kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9% und ist nun in meinem Glas.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hopfig frisches Aroma mit blumigen Nuancen in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier zeigt sich vom ersten Schluck an würzig mit frischer Hopfennote, die auch etwas grasiges hat. Der Körper ist schlank. Das Bier hat eine gute aromatische Hopfung, die auch eine gute Portion bittere in de Abgang einbringt, ohne das es aber übertrieben wirkt. Auch eine ganz leichte Malzsüße kommt immer wieder noch dazu.

Zum Fazit: Ein hopfig-würziges Bier, das auch im Abgang nicht nur bitter sondern blumig grasige Noten hat. Ich finde es ein wirklich leckeres, hopfenbetontes Pils das mir 4 Sterne wert ist.

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van Honsebrouck Kasteel Donker

Mein nächster Biertest dreht sich um eine belgische Bierspezialität. Gebraut wird es von der im Jahre 1900 gegründten Kasteel Brouwerij van Honsebrouck. Von den vielen Marken die die Brauerei produziert, verkoste ich heute das Donker aus der Kasteellinie. Die Kasteelbiere sind nach dem Schloss in Ingelmunster, dem ursprünglichen Standort der Brauerei benannt, welches ebenfalls der Familie van Honsebrouck gehört. Das Donker ist dabei ein kräftiges, obergäriges Starkbier das einen Alkoholgehalt von satten 11% aufweist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier . Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es zeigt sich ein sehr intensives beeriges Aroma. Es reicht nach sehr säuerlichen Früchten un das sehr intensiv. Es hat sehr beerige Noten, aber auch etwas von Sauerkirsche und Lakritze.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das diese speziele Note nach einer Schokopraline gepaart mit obstig beerigen Noten aufweist. Am Gaumen hat man biswelen leicht alkohiksche Noten. Anosnten ist das Mundgefühl getreidig süßlich mit leichten Noten die an Kandiszucker erinner. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein dann doch sehr süßliches Bier, das im Körper auch sehr schwer ist und bisweilen etwas zähflüssig wirkt. Dennoch hat man auch etwas von Lakritze und es ist auch etwas röstig.

Zum Fazit: Mich hat das Bier nicht ganz so überzeugt. Ich hätte es noch etwas komplexer erwartet. Es ist bisweilen schon sehr schwer und man merkt das auch an leicht alkoholischen Noten, dennoch hat es auch gute Seiten und die sind auch öfter mal präsent, wie die schönen reifen Obstnoten. Ich gebe ihm 4 Sterne.

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Arolser Helles

Von der Marke Arolser, eine der ältesten Brauereien in Deutschland, habe ich heute ein Helles im Test. Die Brauerei braut zwar nicht mehr selber, die Marke Arolser gibt es aber nach wie vor und wurde in den letzten Jahren deutlich aufgewertet. Unter anderen wurden auch neue Sorten, wie eben das Helle eingeführt. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht getreidig, ansonsten eher neutral.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das durchaus einen guten malzigen Charakter hat und wie ich finde ist auch der Malzkörper hier durchaus präsent. Es ist ein druchaus kräftig würziges Bier mit einer doch auch ausgeprägten Hopfennote in richtung Abgang. Die Würze bleibt auch im weiteren Trinkverlauf und wird durchaus ausgebaut. Sehr positiv ist, das es nicht nur süßlich ist, sondern eben über eine gute Hopfenwürze verfügt, die aber auch nicht zu herb ist.

Zum Fazit: Ein süffiges Helles, das aber schon eher kräftiger ist als seine bayerischen Vertreter. Für mich geht das ganz fast shcon in Richtung Export, auch wenn es ein bisschen hopfiger und würziger ist als der Klassiker. Mir schmeckt das Bier und es bekommt 4 Sterne.

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Karmeliter Dunkel

Nach dem Ende des Braubetriebs im Mai, wurden die Rechte an den Karmeliterbieren überraschend von der Oettinger Brauerei erworben. Welche der Karmeliterbiere von dieser nun gebraut werden, weiß ich noch nicht so genau. Ich stelle hier jedenfalls die Dunkle Variante vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes dunkelbraunes Bier ohne besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas getreidig mit leichter Schokoladennote. Dazu kommt ein Hauch von Kaffee

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Geschmack durchaus kräftig wirkt und eine akzeptable Schokoladennote zum Abgang hin mitbringt. Der Körper ist vollmundig und durchaus kräftig und hat in Richtung Abgang auch eine gewisse Herbe parat. Dennoch ist das Mundgefühl im Großen und Ganzen cremig und zeigt dies auch im Abgang.

Zum Fazit: Ein wie ich finde ganz gutes Dunkles mit einem schönen cremigen Mundgefühl. Auch gefällt mir der kräftige Malzkörper. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Reutberger Export Hell

Mein nächster Biertest ist das Helle Exportbier der Reutberger Klosterbrauerei. Die Halbe der oberbayerischen Genossenschaftsbrauerei kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ordentlchen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen kräftigen, getreidig-süßlichen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das sehr aromtisch ist und eine wirklich schöne Malzsüße hat. Bisweilen ist es vielleicht etwas zu süßlich. Das Bier prickelt aber auch ganz gut und ist am Gaumen sehr aromtisch. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf jenes aromatische Bier mit einer schönen süßlichen Getreidenote die gepaartist mit einem leicht aromatischen Hopfen und einer Fruchtigkeit an Äpfel und Birnen erinnernd.

Zum Fazit: Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Bier. Ein kröftiges Export, das aber eher süßlich und leicht Fruchtig ist als würzig. Ich finde das aber auchgut, da die lebendige Kohlensäure verhindert, das es zu süß wird und das Bier sehr bekömmlich macht.