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Sierra Nevada Hazy Little Thing IPA

In meinem nächsten Biertest wird es wieder spezieller und auch internationaler. Aus den USA von Sierra Nevada Brewing habe ich im folgenden Test das Hazy Little Thing IPA. Im Gegensatz zu klassischen IPAs sind Hazy IPAs mehr auf fruchtige Aromatik als auf knackige Hopfenbittere fokussiert. In der Regel sind Hazy IPAs auch unfiltriert und werden alternativ auch als New England IPA bezeichnet. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma. Angenehm und nicht zu überfordernd im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier das klar fruchtig, wenn auch etwas dezent, ist. Zusätzlich kommt im Gaumen auch eine gewisse Hopfenbittere, die sich jedoch gegenüber der Fruchtigkeit zurücknimmt. Geschmacklich wirkt es eher leichter und tatsächlich nicht so intensiv. Es ist auch leicht harzig und hat etwas von Grapefruit. Dazu prickelt die Kohlensäure sehr gut und macht das Bier für mich durchaus erfrischend. Im Nachgang ist das Bier durchaus obstig, jedoch ist es mir hier schon fast ein wenig zu süß geraten. Der Körper ist hier für den Alkoholgehalt wirklich zurückgenommen und es wirkt schlanker als es ist. Was die Fruchtaromen betrifft so ist es ein Mix tropischer Früchte (Mango, Maracuja, Ananas) mit eher säuerlichen zitrusartigen Fruchtnoten.

Zum Fazit: So richtig überzeugt hat mich dieses Bier nicht. Ich finde es insgesamt geschmacklich ein wenig schwach. Hier hatte ich von der Brauerei schon überzeugendere Exemplare. Für mich sind das 3 Sterne.

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Royal Export

Biere mit dem Namen Royal sind eine Marke der Royal Unibrew der Ursprung bei der ehemaligen Brauerei Ceres aus Arhaus in Dänemark liegt . Den Namenszusatz Royal tragen die Biere deshalb, weil die Brauerei seit 1914 offizieller Hoflieferant des dänischen Königshauses ist. 1976 schloss sich die Ceres Brauerei mit den Brauereien Thor und Urban zur Jyske Bryggerier zusammen, dem Vorläufer der heutigen Royal Unibrew. Diese entstand 1989 durch die Fusion von Jyske und Faxe.

Die Gruppe ist heute vor allem in Nordeuropa und im Baltikum aktiv und besitzt auch Brauereien in Norwegen, Lettland und Litauen. Die Marke Royal ist so etwas wie das überregional von allen Brauereien der Gruppe produzierte Bier, welches vor allem international vermarktet wird, wohingegen die Eigenmarken der Brauereien hauptsächlich regional vertrieben werden. Mein heutiges Testbier, das Royal Export wurde erstmals 1985 gebraut und gibt es in unterschiedlichen Versionen. Das besondere an diesem Bier ist nämlich, dass der Alkoholgehalt des Bieres zwischen 5,4 und 5,8% variiert, je nachdem für welchen Markt es produziert wird. Der Alkoholgehalt meines Bieres liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig brotiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus präsentem Körper, welches aber geschmacklich eher ein wenig zurückhaltender wirkt. Im Körper ist das Bier durchaus kräftig und hat eine gewisse getreidige Malzsüße im Abgang und ist auch etwas leicht herb. Es wirkt auf mich aber auch ein wenig pappig gegen Ende und ist etwas unausgewogen.

Zum Fazit: Man kann es schon trinken, ich finde es aber etwas unausgewogen und man sollte es durchaus schnell trinken. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen.

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Ketterer Helles

Für meinen nächsten Biertest geht es nach Hornberg in den Schwarzwald zur Familienbrauerei Ketterer. Von dieser habe ich heute ein Helles im Test, welches in Bio Qualität gebraut wurde und damit nur mit Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein getreidig süßliches Aroma. Das leichte, feinsüßliche Aroma dominiert die Nase und hat einen ganz leichten Apfel und einen ganz leichten Hauch von Zitrone.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das leicht prickelt von dem ansonsten geschmacklich aber noch nicht so viel heraussticht und welches somit eher mild ist. Es ist nur ganz wenig süßlich, aber bis auf eine prickelnde Kohlensäure am Gaumen ist es schlank und eher dünn geschmacklich und in meinen Augen nur leicht malzig. Es ist aber auch nicht wässrig, jedoch fehlt mir etwas die Süße. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein Bier das eher unspektakulär ist, aber ganz gut zu genießen ist da es mild und süffig und nur eine leichte Malznote am Gaumen so eine ganz feine Hopfenwürzung aufweist.

Zum Fazit: Ein sehr süffiges Bier, das auf der anderen Seite aber auch sehr mild ist. Durch die lebendige und gut dosierte Kohlensäure wirkt es aber nie wässrig, sondern sehr süffig. Dennoch ist mir das geschmacklich ein bisschen zu wenig und ich vergebe daher 3 Sterne für dieses Bier.

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Zwettler Zwickl

Ins niederösterreichische Waldviertel zur Brauerei Zwettl, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1708 zurückgeht, führt mich mein nächster Biertest. Dieses Mal soll es das Zwickl von Zwettler sein. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma, ansonsten hat man eher nicht besonders viel im Geruch, eventuell etwas leicht Zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das geschmacklich auf mich im ersten Eindruck eher nichtssagend daherkommt. Es hat einen ganz leichten Malzcharakter, ansonsten aber nicht wirklich viel zu bieten. Man einen etwas brotigen, karamelligen Abgang bei dem leichte Noten von Zitrus zu schmecken sind. Ich habe ein Bier mit schöner Malzaromatik und dann im weiteren Trinkverlauf keksigen leicht hefig würzigem Nachgang. Dieses etwas teigige bleibt auch im Mundraum hängen.

Zum Fazit: Ein solides Zwickl. Kann man trinken und tut auch keinem weh, ist aber auch nichts wirklich Besonderes, woraus sich eine Wertung von 3 Sternen ergibt.

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Winkler Export

Seit 1628 wird bei der Brauerei Winkler in Lengenfeld in der Oberpfalz schon Bier gebraut. Von der familiengeführten Privatbrauerei, die auch über Gasthof und Wellnesshotel verfügt verkoste ich heute das Exportbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernstein bis goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma hat man hier in der Nase mit einem Hauch von Karamell.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr würzig und zugleich erfrischend. Es hart eine gewisse Malzsüße, die mir am Anfang etwas zu sehr durchkommt und vor allem im Nachgang ein wenig zu penetrant ist. Im weiteren Trinkverlauf ergibt sich hier ein Bier, bei dem auch immer wieder leicht zuckrige auch an Gewürze erinnernde Noten durchkommen. Der Körper ist zwar kräftig, mir ist es aber etwas zu süßlich und der Hopfen könnte noch mehr zur Geltung kommen. Insgesamt hat man ein getreidig süßliches, strohiges Geschmacksprofil mit etwas Würze am Gaumen, wobei der süßliche Geschmack aber dominiert.

Zum Fazit: Mir ist das Bier insgesamt etwas zu süß. Ich überlege hier 2 Sterne zu geben, entscheide mich dann aber schlussendlich noch für 3 Sterne, da ich das Bier rückblickend betrachtet als durchaus süffig und auch kräftig mit leichter Würzung erachte. Es ist mir insgesamt aber einfach zu süß geraten, aber nicht so, dass ich es nicht trinken können würde.

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Stiegl Herbstgold

Der 1. September ist der meteorologische Herbstanfang. Passend dazu habe ich im folgenden Biertest auch etwas passendes für die Jahreszeit. Es handelt sich um das Herbstgold der Salzburger Brauerei Stiegl, welches von Ende August bis Oktober erhältlich ist. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat brotige Noten, aber auch leicht karamellige und etwas an Dörrobst erinnernde Nuancen.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier, mit einem fast schon etwas rostigem Abgang. Dieser ist aber auch leicht alkoholisch. Man schmeckt, dass man einen kräftigeren Malzkörper hat, jedoch wirkt dieser nicht so kräftig wie man zunächst zu denken vermag. Im Abgang hat es eine angenehme solide Würzung. Der alkoholische Eindruck ist zum Glück nur am Anfang und verschwindet mi der Zeit so dass es insgesamt ein vollmundiges und süffiges Bier ist, das dennoch teilweise etwas zu mild ist.

Zum Fazit: EIn solides, würziges Lagerbier. Man kann es durchaus trinken, jedoch ist hier im Gesamtgeschmack durchaus noch Potential nach oben. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Hütt Knallhütter Pilsner

Der nächste Biertest führt mich in den Norden von Hessen. Von der Brauerei Hütt auf der Knallhütte bei Baunatal habe ich heute das Knallhütter Pilsner. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig aromatischer Geruch, der einem hier in die Nase steigt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, mit durchaus würzigem Aroma, das auch schön in Richtung Abgang etwas würzige Hopfennoten versprüht. Es ist dann auch durchaus aromatisch bitter in der Mundhöhle zugegen. Im Körper ist das Pils eher leicht und zeigt sich grundsätzlich geschmacklich hopfenbetont. Das Hopfige wirkt auch im weiteren trinkverlauf aromatisch herb, ja gar grasig. Insgesamt empfinde ich es aber als nicht wirklich bitter und könnte für meinen Geschmack durchaus noch ein wenig mehr Pepp haben.

Zum Fazit: Ein aromatisch hopfiges Pils, das mir aber insgesamt ein klein wenig zu mild ausfällt. Dennoch kann man das Bier gut trinken und es bekommt von mir eine Wertung von 3 Sternen.

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Schmucker Hefeweizen hell

In meinem folgenden Biertest geht es wieder in den Odenwald zur Brauerei Schmucker. Aus dem sehr umfassenden Sortiment der Brauerei wird im folgenden Test nun das helle Weizenbier verkostet. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig bananiges Aroma hat man in der Nase. Es ist vor allem sehr hefig im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das sehr sprudelig ist und wie ich finde im Körper eher schlank. Dadurch hat man ein sehr spritziges Weizenbier, auch wenn mir der Abgang sehr lange und hefig vorkommt. hier kommen dann auch die Banane und etwas Nelke zum Vorschein. Allgemein ein geschmacklich eher fruchtigeres Weizen, das aber insgesamt auch ein eher milderer Vertreter ist.

Zum Fazit: Ein solides, nicht zu hefiges, eher schlankeres Weizenbier, das dennoch eine tolle Banane hat. Gehobener Durchschnitt würde ich sagen und vergebe eine Wertung von 3 Sternen.

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Riedl Landbier

Auch die nächste Brauerei existiert nicht mehr, denn vor ziemlich genau einem Jahr hat auch die Brauerei Riedl aus der Oberpfalz ihre Pforten geschlossen. Auch in diesem Fall habe ich mich noch einmal in die Nähe der Brauerei begeben und mich mit einem großen Teil des Sortiments eingedeckt, sodass ich es nun verkosten kann. Dieses mal habe ich das Landbier, das einen Alkoholgehalt von 4,8% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig süßlich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein süffiges, getreidges Bier. Es hat einen leicht würzigen Abgang. Das Bier wirkt im ersten Moment sehr spritzig. Der Körper ist leicht, der Abgang aber auch ein wenig wässrig. Das Bier ist im Körper schlank und im Abgang würzig herb, aber eben auch ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Ein solides, ausgewogenes Bier, das aber auch ein wenig belanglos scheint und sich eher in die Masse der Mitte einreiht. Es ist durchaus gut trinkbar, sticht aber für meinen Geschmack nicht heraus. Daher bekommt es von mir solide 3 Sterne.

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Crafty Brewing American Wheat Ale

Von den Crafty Brewing Bieren, die in Irland für Lidl bei der Rye River Brewing Company gebraut werden habe ich heute das American Style Wheat Pale Ale im Test. Im Prinzip handelt es sich hierbei also um ein Weizen Pale Ale. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht sehr sehr fruchtig. Die Fruchtnoten gehen in das exotische wie ich finde, vor allem in Richtung Kiwi oder Ananas. Grundsätzlich hat man aber einen Duft, der einen sofort an exotische Südfrüchte denken lässt.

Zum Geschmack: Es ist ein etwas bitterfruchtiges Bier. Dennoch ist es nicht die Fruchtigkeit die sich hier im Geumen entfaltet. Eher ist es der bittere Abgang, der sogar kurz im Hals kratzt. Aber es kommen auch etwas Süße Noten, hinzu die im Gaumenraum noch etwas nachhängen. Hier zeigt sich, dass das Bier durchaus auch etwas Körper hat der den Geschmack hier unterstützt. Eine gewisse Fruchtigkeit bringt dieses Bier dennoch mit, welche hier und da auch etwas anklingt. Es hat auch tropische Noten, die mich vorrangig an Ananas oder Kiwi und etwas Zitrus erinnern lassen. Dominant ist wie ich finde aber eher der bittere Hopfeneindruck.

Zum Fazit: Für Einsteiger ein gutes Bier, auch mal etwas anderes als das alt bewährte Pils und Co zu trinken. Was anderes möchte Lidl aber auch nicht, da es irgendwie ja auch eine gewisse Masse ansprechen muss. Dafür ist es ganz gut gemacht. Mir ist aber das Bittere des Hopfens etwas zu dominant und der Malzkörper zu passiv. So richtig herausschmecken das es sich hier um Weizen handelt tut man nicht unbedingt. Das gibt solide 3 Sterne.