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Göller Herbstgold

Die Blätter fallen und inzwischen hat im Oktober nun der Herbst Einzug gehalten. Die Brauerei Göller hat mit dem Zeiler Herbstgold das passende Bier im Bierkalender um diese Stimmung auch geschmacklich einzufangen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr getreidiges Aroma mit ordentlich brotiger Note habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein kräftiges Bier mit einem süßlichen Abgang, der dann in eine sehr getreidige Note übergeht und sich im schön Mundraum ausbreitet. Man hat ein Bier, das durchaus kräftig ist und auch spezielle getreidge Noten im Abgang hat, jedoch lässt im Abgang die Kohlensäure doch sehr nach und das Bier ist nicht so süffg und wirkt etwas schal. Das Mundgefühl wirkt insgesamt sehr kräftig und auch getreidig, jedoch hängt es wie gesagt im Abgang komisch nach und wirkt so leicht unappetitlich.

Zum Fazit: Nichts gegen die Brauerei Göller, die ein sehr umfassendes Sortiment mit einer großen Auswahl an verschiedenen Bierspezialitäten anbietet, aber dieses Bier hat mich nicht so überzeugt. Ich frage mich, wo die Kohlensäure hin ist, denn es wirkt schon sehr schal. Dadurch setzt sich ein etwas unangenehmer teigiger Nachgeschmack am Gaumen fest. Von mir gibts 2 Sterne

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Dingslebener Edel Pils

Neuer Tag, neue Biere. Dieses Mal stelle ich ein Bier aus Südthüringen vor. Dingsleben ist ein kleine Gemeinde im fränkisch geprägten Süddthüringen. Gerade einmal etwas weniger als 300 Menschen leben dort. Dennoch gibt es im Ort eine Brauerei, die gar nicht mal so klein ist. Die Rede ist von der Brauerei Metzler. Die Geschichte der Brauerfamilie Metzler beginnt im Jahre 1895, als August Metzler, die Örtliche Gastwirtschaft, samt Brauerei und Landwirtschaft übernimmt. Trotz DDR bleibt die Brauerei weiter im Besitz der Familie Metzler, die den ursprünglichen Einmannbetrieb zu einer der größten Privatbrauereien in der Ostzone ausbauen. Daher übersteht sie auch die Wirren der Wendezeit relativ unbeschadet. Bis heute hat sich der Betrieb in den Händen der Familie Metzler gehalten und ist inzwischen eine der größten Betriebe im Süden des Freistaats geworden. Das Edel Pils ist das Hauptprodukt aus Dingsleben und kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum der nicht beständig ist.

Zum Geruch: Das Bier reicht erstaunlich getreidig und malzig für ein Pils.

Zum Geschmack: Auch geschmacklich bewegt man sich hier doch erstaunlich im malzigen Bereich. Im Abgang ist es sogar leicht karamellig. Was dem Bier im ersten Eindruck komplett abgeht, ist die Kohlensäure. So wirkt das Bier fast tot. Das Bier hat einfach keine besondere Hopfenherbe, sondern ist eher getreidig süßlich im Geschmack. Man kann es trinken, aber irgendwie ist es einfach kein Pils. Auch hängt das getridige noch lange nach im Nachgang und ist fast ein wenig unangenehm.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier 2 Sterne. Es ist einfach kein Pils sondern viel zu malzig. Dazu ist das malzige auch nicht besonders angenehm.

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Martinsbräu Pilsner

Von der Martinsbräu aus Marktheidenfeld gibt’s im nächsten Bier ein Pils. Das Pils der Franken ist sowohl als Bügelflasche, als auch mit Kronkorken erhältlich. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein karamellig hopfiges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das aromatisch frisch schmeckt und vor allem eine gewisse Malzsüße mitbringt. Hopfige Noten suche ich hier zunächst vergebens. Diese kommen aber im weiteren Trinkverlauf und hängen sich feinmlid um den Gaumen. Insgesamt ist es aber ein eher mildes Pils.

Zum Fazit. Ein wie ich finde schon sehr langweiliges Pils. Der Hopfen ist wirklich nur marginal vorhanden und auch sonst wirkt das Bier sehr dünn. Von mir gibt’s dafür 2 Sterne.

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Klösterle Export

Auch die Handelsmarke Klösterle, welche in einigen Getränkemärkten und Tankstellen zu finden war, wurde unter anderem von Memminger gebraut, die aufgrund enormer Überkapazitäten hinter einer Reihe von Handelsmarken steckten. Der Alkoholgehalt des Klösterle Export liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma mit leichten süßlichen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr frisches, aber auch recht nichtssagendes Exportbier. Man hat ganz leichte Getreidenoten, sonst aber nicht wirklich viel. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es leicht süßlich mit getreidgen Noten. Der abgang ist etwas pappig und könnte etwas Hopfenwürze vertragen.

Zum Fazit: Für ein Billigbier ganz in Ordnung. Für ein Export aber sehr dünn und nichtssagend. Von mir gibts dafür auch nur 2 Sterne.

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Inselbier Inselgold

Mit meinem nächsten Biertest mache ich einen Abstecher zum Bodensee. Vom Inselbier von der Reichenau wird es heute das Inselgold geben. Stilistisch ist es ein Amber Lager, das einen Alkoholgehalt von 5,3% aufweist.

Zur Optik: Ein trübes, goldenes bis dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig hefiges Aroma, das urig wirkt. Es hat ganz leichte Zitrusaromen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist ein ganz schön spritziges und sprudeliges Bier. Es hängt leicht am Gaumen nach und hat für mich auch etwas sektartiges. Es hat auch im weiteren Trinkverlauf dieses sektartige und diesen sehr hohen Kohlensäureanteil, der durchaus störend ist. So bekomme ich die leichten Malznoten nur sehr marginal mit.

Zum Geschmack: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 2 Sternen. So richtig überzeugt es mich nicht. Mit ist das zu wenig und es schmeckt auch nicht frisch, trotz viel zu viel Kohlensäure.

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Krombacher Landbier

Von der Krombacher Brauerei habe ich zwar bisher noch nicht das allseits bekannte Pils verkostet, dafür aber schon diverse Spezialitäten, die über die Jahre von der Brauerei gebraut wurden, oder immer noch werden. Heute wird es eine weitere dieser Spezialitäten geben, nämlich das Landbier. Dieses kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig mit einer etwas karamelligen Note in der Nase.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das über eine kräftigen Malzkörper verfügt, der sehr präsent ist. Im Abgang wirkt er auch etwas karamellig. Dazu ist das Bier etwas würzig am Gaumen. Man hat ein Bier, das durchaus kräftig ist, bei dem jedoch der Hopfen unrund wirkt und etwas am Hals kratzt. Zudem wirkt das Bier etwas schlammig im Nachgang. Allgemein fehlt es dem Bier auch an Kohlensäure.

Zum Fazit: Nein so wirklich berauschend ist dieses Bier nicht. Es wirkt unrund, der Hopfen kratzt am Hals und damit es süffig ist fehlt ihm einfach auch noch die Kohlensäure. Lediglich der Malzkörper ist ganz angenehm gestaltet. Ich vergebe hierfür 2 Sterne.

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Berliner Pranke

Ob es nun einen neuen Trend zu starken Biere gibt? Ich weiß es nicht, aber jedenfalls hat sich die Radeberger Gruppe, die das Berliner Pilsner braut, dazu entschieden mit der Berliner Pranke ein neues Bier auf den Markt zu bringen, das sich dadurch auszeichnet, das es einen Alkoholgehalt von 6% hat.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes bis goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein sehr brotiges, keksiges Aroma in der Nase wie ich finde.

Zum Geschmack: Ein mildes, kräftiges Aroma. Es hat aber eine komischen zunächst metallischen, dann etwas ins süßliche gehenden Nachgang. Es ist ein Bier, das im Körper kräftig wirkt, aber im Abgang eine Süße hat, die nicht so richtig passend wirkt und etwas deplatziert ist. Ansonsten ist das im Gesamteindruck eher mild.

Zum Fazit: Im Gesamteindruck betrachtet ist das Bier geschmacklich mild und eher zurückhaltend. Der Abgang ist süßlich und hat wie erwähnt einen komischen metallische Beigeschmack, der eventuell auch leicht alkoholisch wirkt. Es verfügt im Nachgang zudem über eine Restsüße, die sich unangenehm an den Gaumen klebt. Ich gebe dem Bier 2 Sterne.

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Zywiec

Für meinen nächsten Biertest bleibe ich geografisch in den Karpten. Allerdings wechsle ich den Standort von Rumänien zu den zu den polnischen Ausläufern der Westkarpaten gehörenden Beskiden. Im dortigen Dreiländereck Polen-Tschechien-Slowakei befindet sich die Stadt Zywiec. Die dortige Brauerei ist eine der größten Polens, ihre Historie ist aber eng mit dem Geschlecht der Habsburger verbunden, die das Gebiet gut 200 Jahre beherrschten. Gegründet im Jahre 1856 durch Erzherzog Albrecht von Österreich-Teschen verblieb die Brauerei auch nach dem Ende des ersten Weltkrieges, als das Gebiet um Zywiec an das wiedererrichtete Polen fiel, im Besitz der Habsburger. Erst die Sowjetische Besatzungsmacht enteignete sie im Jahre 1944 und die Brauerei wurde Teil eines Volkseigenen Betriebes. Nach der politischen Wende versuchten die Habsburger vom Polnischen Staat für die Enteignung zu einzuklagen. Bevor es zum Prozess kam einigte man sich jedoch außergerichtlich. In den 1990er Jahren wurde die reprivatisierte Brauerei schließlich von Heineken übernommen und gehört dem niederländischen Bierkonzern bis heute an. Das Zywiec Lager ist das bekannteste Bier der Brauerei. Erwähnenswert ist auch das Logo der Brauerei, das ein Tanzpaar zeigt, das in typisch Krakauer Tracht einen in der Gegend üblichen Volkstanz vorführt. Dazu kommen drei Tannen welche für die polnischen Beskiden stehen. Der Alkoholgehalt von Zywiec liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig und brotig, irgendwie aber auch verbrannt und ledrig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit leicht getreidiger Note. Ansonsten tendiert das Bier aber je länger der Geschmack anhält in eine nichtssagende Richtung. Das Bier ist auch im weiteren Trinkverlauf nur leicht getreidig und ansonsten eher nichtssagend. Gegen Ende fehlt es dem Bier vor allem an Kohlensäure und es wird schnell schal. Auch ist der Hopfen im Abgang ist nicht so gut abgestimmt und hängt leicht unangenehm am Gaumen nach. Dazu wirkt es auch etwas alkoholisch.

Zum Fazit: Nein so richtig überzeugt bin ich vom Zywiec wirklich nicht. Ist es am Anfang noch eher verhalten und nichtssagend, wird es gegen Ende auch etwas eklig, wozu vor allem der unangenehm nachhängende Hopfen beiträgt. Dazu ist die Kohlensäure recht schnell verschwunden und das Bier wird schal. Von mir gibt’s dafür nur 2 Sterne.

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Unterbaarer Märzen

Gerade jetzt zur Volks und Oktoberfestsaison ist das Märzenbier wieder sehr beliebt. Das dies jedoch nicht nur als saisonal als Festbier, sondern auch im ganzjährigen Sortiment geht, beweist mein heutiges Tesbier, das Märzen der Schlossbrauerei Unterbaar. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt entsprechend auch bei ordentlichen 5,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich hervorstechenden Schaum.

Zum Geruch: Es riecht intensiv brotig mit leichtem Karamelleinschlag.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das durchaus würzig schmeckt und im Abgang prickelt. Das Bier ist im Körper kräftig und präsent, sowie nicht zu süßlich und im Abgang, da es dort durchaus würzig ist. Es könnte für mich persönlich aber noch einen etwas ausgeprägterem Geschmack sein. Insbesondere noch etwas mehr Würze am Gaumen.

Zum Fazit: Ich habe ein im Körper kräftiges Bier, das aber nicht zu schwer wirkt. Insgesamt ist es süffig und nicht alkoholisch. Ich finde aber, das es im Geschmack etwas schwach ist. Hier könnten noch intensivere Malzaromen, vielleicht auch mit etwas Karamellnoten, sowie etwas Hopfen im Abgang nicht schaden. Von mir bekommt das Bier 3 Sterne.

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Haake Beck Pils

Haake-Beck ist wenn man so will die Regionalmarke, der weltweit operierenden Bremer Becks Brauerei. Ihren Ursprung hat die Marke in der Haake Brauerei, die 1826 von Cord Heinrich Haake gegründet wurde. Bis 1921 operierte die Brauerei als eigenständiges Unternehmen, bis sie dann ihre Bierproduktion mit der Kaiserbrauerei Beck zusammenlegte. Dadurch entstand nun die Brauerei Haake-Beck. Die nun entstandene Haake Beck AG kümmerte sich fortan um das Inlandsgeschäft, während sich die Beck & Co. mit dem Exportgeschäft im Ausland befasste. Erst im Jahre 1981 fusionierten beide Geschäftsbereiche zu einer gemeinsamen Firma. 2002 wurden sie schließlich von Interbrew übernommen und sind so heute Teil des großen Brauereiimperiums von Anheuser-Busch aus den USA. Haake-Beck ist sich dabei jedoch immer treu geblieben und nach wie auf dem regionalen Markt in Bremen und Umgebung verwurzelt. Das Sortiment ist die letzten Jahre jedoch sehr zusammengeschrumpft, das Pils gibt es aber immer noch. Dieses werde ich heute verkosten und es kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr hopfig und herb.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es dezent herb und wie ich finde doch erstaunlich mild, hier hätte ich mehr Charakter erwartet. Sobald das Bier den Gaumen passiert hat ist im Nachgang quasi nichts mehr vom Geschmack übrig und es wirkt total wässrig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist ein wirklich sehr nichtssagendes Bier, das nicht nach besonders viel schmeckt. Der Körper ist schlank und der Abgang wirkt auch etwas trocken, dennoch zeigt sich nur eine leichte Hopfenbittere am Gaumen.

Zum Fazit. Auf mich wirkt das Bier lieblos und wenn man so die Entwicklung der marke verfolgt auch irgendwie wie ein Auslaufprodukt. Der Antrunk ist noch spritzig und am Gaumen ist es herb, das war es aber auch. Man merkt das es ein Pils ist und es ist auch ordentlich gebraut, aber nach besonders viel schmeckt es leider nicht. Daher gibts auch nur 2 Sterne. Früher war dieses Bier bestimmt besser, zumindest hört man dies von vielen Bremern.