Im nächsten Biertest verlasse ich wieder die Grenzen Deutschlands und unternehme in gewisser Weise eine bierige Reise in Deutschlands nördlichsten Nachbarstaat Dänemark. Jedoch geht es gar nicht so weit in den Norden, sondern ich bleibe relativ im Süden von Jütland, jenem Teil Dänemarks, der sich auf dem Festland befindet. Haderslev, der Heimatort meines heutigen Testbieres war sogar bis zum Ende des 1. Weltkriegs ein Teil des deutschen Reichs. Dementsprechend ist auch die Geschichte der im Ort ansässigen Brauerei Fuglsang und ihrer langjährigen Eigentümerfamilie von diesem Deutsch-Dänischen Wechselspiel geprägt. Gegründet wurde die Brauerei 1865 von Sören Christian Fugelsang und wurde bis zum Jahre 2021 in Fünfter Generation von seinen Nachfahren weitergeführt. Dann entschied man sich in der Familie die Bier und Limonadenproduktion an Royal Unibrew, Dänemarks zweitgrößter Braueigruppe zu verkaufen. Das Ende dieser 150 jährigen Familiengeschichte bedeutete nicht nur den Verlust der Eigenständigkeit, sondern auch des Titels Dänemarks älteste Familienbrauerei. Auf der anderen Seite konnte so aber der Fortbestand des Braubetriebs in Südjütland und der Erhalt der Biermarke Fugelsang sichergestellt werden. Die Gebäude, sowie das Mälzereigeschäft verbleiben zudem dabei vorerst im Besitz der Familie. Bekanntestes Bier ist das Fuglsang Black Bird, ein klassisches Lagerbier Pilsener Brauart mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.
Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen durchaus ordentlichen weißen Schaum.
Zum Geruch: Das Bier riecht durchaus brotig und eher getreidig in der Nase.
Zum Geschmack: Hier habe ich ein durchaus frisch wirkendes, aber dennoch auch recht schlankes Bier. Es hat im Abgang ein eher malziges brotiges Aroma mit leicht süßlichen Noten. Das Bier wirkt insgesamt im Körper recht schlank. Die Kohlensäure ist hier ganz gut getroffen. Ich finde das Bier aber etwas zu malzig und gegen Ende setzt sich das malzige auch im Nachgang ein klein wenig zu teigig am Gaumen fast, was ich als nicht besonders angenehm empfinde. Die Hopfenbittere ist eher zurückhaltend und das Bier in dieser Beziehung schon recht mild
Zum Fazit. Den teigigen Nachgeschmack empfinde ich vor allem Gegen Ende als durchaus sehr unangenehm und unpassend. Auch fehlt mir doch auch deutlich der Hopfen im Geschmack. Von mir gibt’s daher nur 2 Sterne für dieses Bier aus Dänemark.