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Spessart Gold Specht

Mein nächster Biertest führt mich ins Spessart. Das Spessart ist eine Region in Unterfranken und bedeutet soviel wie Spechtswald. Da trifft es sich ganz gut, dass mein heutiges Testbier, der Goldspecht der Spessartbrauerei aus Kreuzwertheim ist, die auch einen Specht in ihrem Logo führt. Ihren Ursprung hat die Brauerei im Gasthof zum Goldenen Löwen, der erstmals im Jahre1741 erwähnt wird. 1884 erwirbt Johann Leonhard Lutz die Brauerei. Dessen Familie führt den Betrieb bis in 70er Jahre als Horst Müller den Betrieb erwirbt. Er benennt den Betrieb in Spessartbrauerei und führt ihn bis zum Jahre 2021 als er erneut verkauft wird. Seither wird er von den neuen Geschäftsführern Friedrich Wilhelm und Christian Meier geführt. Der Goldspecht ist ein klassisches Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes dunkelgoldenes bis bernsteinfarbenes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig.

Zum Geruch: Ein sehr sehr bortiges Aroma hat man in der Nase. Aber auch etwas leicht gurkiges, estriges Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist ein süffiges Bier, welches im Abgang eine ganz schöne Süße, hat die sehr frisch wirkt. Ich finde, das es im Abgang auch eine leicht alkoholische Note hat. Das Bier hat einen kräftigen Malzkörper, der sich geschmacklich jedoch nicht so in den Vordergrund drängt und das ganze Bier eher dezent wirken lässt, auch wenn es klar getreidig dominiert ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es eine kräftige und kernige Halbe, bei der man aber mit der Kohlensäure ein ganz gute Gegenpart hat, das es nicht zu süßlich wird.

Zum Fazit: Der Geruch hat mich zunächst etwas abgeschreckt, aber so süß ist es dann geschmacklich zum Glück nicht. Die Kohlensäure ist gut und gibt dem Bier einen guten Gegenpart. Dazu ist die Hopfenwürze und das Malzaroma gut ausbalanciert und hat einen kräftigen Körper. Ich habe hier wenig zu bemängeln und vergebe 4 Sterne.

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